Benedikt Kaiser, der sich zwischen 2006 und 2011 im Umfeld neonazistischer Organisationen befand, wurde laut Bericht von AfD-Politiker Pohl als Mitarbeiter eingestellt. Der langjährige Neonazi Benedikt Kaiser verfügt seit diesem Jahr über ein Büro im Deutschen Bundestag. Einem Bericht der „Welt“ zufolge hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Pohl ihn als wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt. Dem Bericht der „Welt“ liegen Fotos vor, die den 1987 geborenen Publizisten und Politikwissenschaftler Kaiser im Umfeld der später verbotenen „Nationalen Sozialisten Chemnitz“, der Hooligangruppe „New Society 2004“ („NS-Boys“) sowie auf Demonstrationen der neonazistischen Kleinpartei NPD zeigen. Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen. Das Logo der mittlerweile aufgelösten Hooligangruppe beinhaltete ein Propagandabild eines Hitlerjungen aus den 1930er-Jahren. Mehrere Fotos aus dem Jahr 2009 zeigen Kaiser im Umfeld der Gruppierung. Auf einem der Bilder zeigen mehrere hinter Kaiser stehende Männer den Hitlergruß, wie weiter aus dem Bericht hervorgeht. Fotos auf Neonazi-Aufmärschen Außerdem zeigen die Fotos ihn auf vier Neonazi-Aufmärschen, darunter am 1. Mai 2010 in Zwickau, am 5. März 2011 in Chemnitz sowie am 6. Dezember 2008 in Berlin. Die Demonstrationen waren jeweils von der NPD angemeldet worden. In Zwickau steht Kaiser in der Nähe eines Transparents der Freien Nationalisten Halle/Saale mit der Aufschrift „Demokratie hat keine Zukunft“. In Chemnitz steht Kaiser in der Nähe eines Transparents mit der Aufschrift „In Gedenken an die Bombenholocaust-Opfer“. In Berlin steht Kaiser neben einem Transparent mit der Aufschrift „Nationale und sozialistische Aktion“.

via tagesspiegel: Rechtsextremismus: AfD-Bundestagsabgeordneter beschäftigt ehemaligen Neonazi

siehe auch: AfD-Bundestagsabgeordneter Pohl aus Nordthüringen beschäftigt langjährigen Neonazi Der Nordthüringer AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Pohl beschäftigt laut einem Medienbericht einen langjährigen Neonazi. Dieser soll zuvor an Neonazi-Aufmärschen teilgenommen und für einen rechten Verlag geschrieben haben. Der Thüringer AfD-Abgeordnete Jürgen Pohl bei einer Sitzung im Bundestag im Jahr 2020. Der Nordthüringer AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Pohl beschäftigt laut einem Medienbericht einen langjährigen Neonazi. Die “Welt” (€) schreibt, seit diesem Jahr bestehe das Arbeitsverhältnis mit Benedikt Kaiser, der somit über einen Büroarbeitsplatz im Bundestag verfügt. Benedikt Kaiser hat demnach direkt vor seinem Wechsel zu Pohl seit vielen Jahren als Lektor und Redakteur für den vom Verfassungsschutz als rechtsextremen Verdachtsfall eingestuften Antaios-Verlag und die Zeitschrift “Sezession” gearbeitet. Im Antaios-Verlag hat Kaiser auch Bücher veröffentlicht. Inhaber des in Sachsen-Anhalt ansässigen Verlags ist Götz Kubitschek. Er gilt als einflussreicher Vertreter der so genannten Neuen Rechten und ist Mitbegründer des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Instituts für Staatspolitik. NEUE RECHTE IN SCHNELLRODA Verfassungsschutz stuft Kubitscheks “Institut für Staatspolitik” als rechtsextrem ein Kaiser bei Neonazi-Aufmärschen aktiv Vor seiner Verlagsarbeit war Pohl-Mitarbeiter Benedikt Kaiser dem Medienbericht zufolge viele Jahre in rechtsextremen Kreisen aktiv. Genannt wird die Teilnahme an Neonazi-Aufmärschen in Chemnitz und Zwickau sowie bei Demonstrationen der NPD. Fotos zeigen ihn dem Bericht zufolge im Umfeld der “Nationalen Sozialisten Chemnitz” und der Hooligangruppe “NS-Boys”.