Der 1:0-Erfolg des FC St. Pauli gegen Hansa Rostock hatte am Sonntag unschöne Begleitumstände. Die Gastgeber zogen am Tag nach dem Hochrisikospiel eine erste Bilanz und verurteilten die Vorkommnisse auf das Schärfste. Wie St. Pauli am Montag mitteilte, sind am Rande des 1:0-Erfolgs gegen Hansa Rostock mindestens zwei Personen durch Bewürfe aus dem Gästeblock verletzt worden. St. Paulis Präsident Oke Göttlich wünschte allen Geschädigten eine schnelle Genesung und kündigte an, “in der DFL eine Diskussion über den Umgang mit Ausschreitungen in diesem Ausmaß und unter mutwilliger Inkaufnahme von Verletzungen anzustoßen”. Laut Vereinsmeldung ist durch Vandalismus im Gästebereich ein Sachschaden in mittlerer fünfstelliger Höhe entstanden. Demnach “zerstörten Hansa-Anhänger Waschbecken in Sanitäranlagen, rissen Elektronik aus der Deckenverkleidung und versuchten, Feuer zu legen”. Teile aus den zertrümmerten Waschbecken seien im Stadion als Wurfgeschosse benutzt worden. So hätten zahlreiche Keramikteile nicht nur vor dem Hansa-Block, sondern auch nahe der Haupttribüne und in Richtung der Heimfans in der Nordkurve gelegen. Dorthin seien auch Raketen und Böller geflogen. Ein Ordner wurde durch ein Wurfgeschoss verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden, mindestens ein St.-Pauli-Fan wurde durch einen Böller verletzt. (…) Laut FC St. Pauli wurden bei der Begehung des Gästebereichs am Montag außerdem Dutzende homophobe und rechtsradikale Aufkleber entdeckt und entfernt. Hansa-Anhänger hätten eine Regenbogenfahne im Block verbrannt und durch bestimmte Symbole gezielt provoziert.
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