Im Prozess gegen Neonazis wegen einer “Kirchenbesetzung” in Dortmund wurden nun die Kader Sven Skoda und Alexander Deptolla zu Geldstrafen verurteilt. Der ehemalige Feuerwehrchef Klaus Schäfer wurde freigesprochen. Rund sechs Jahre nach der “Besetzung” der Reinoldikirche durch Neonazis endete am Montagnachmittag ein entsprechender Prozess am Amtsgericht Dortmund. Verurteilt wurden der nach der Aktion zeitweise als Vorsitzender der Neonazi-Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR) fungierende Sven Skoda und der Initiator des Fight-Events „Kampf der Nibelungen“ (KdN), Alexander Deptolla. Wegen ihrer Teilnahme an der Besetzung sollen sie laut Mitteilung der DR Geldstrafen von 1.200 Euro (Deptolla) und 800 Euro (Skoda) zahlen. Ursprünglich waren zwei weitere Angeklagte Teil dieses Prozesses. Da sie jedoch zum Prozessauftakt am 3. November nicht erschienen waren, erließ das Amtsgericht zwei Strafbefehle gegen sie. Ein erster Prozess gegen fünf weitere Angeklagten endete im April am Jugendschöffengericht mit einer Verwarnung nach Jugendstrafrecht sowie unterschiedlich hohen Geldstrafen. Vier Angeklagte wurden seinerzeit wegen Hausfriedensbruchs und Nötigung zu Strafen zwischen 750 und 1.500 Euro verurteilt.

via endstation rechts: REINOLDIKIRCHE Dortmund: Neonazis nach Aktion auf Kirche verurteilt

siehe auch: Neonazis besetzten die Reinoldikirche Gericht spricht die letzten Urteile. Im Dezember 2016 besetzte eine Gruppe Rechtsextremer die Reinoldikirche und zündete Pyrotechnik. Jetzt hat das Amtsgericht die letzten Urteile gesprochen. 1 Min Lesezeit Sechs Jahre nach der kurzzeitigen Besetzung der Reinoldikirche durch Mitglieder der rechtsextremen Szene in Dortmund hat das Amtsgericht die letzten Urteile gesprochen. Insgesamt hatte die Staatsanwaltschaft zehn Neonazis wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und Nötigung angeklagt gehabt. (…) Unter den zuletzt noch verbliebenen Angeklagten befand sich auch der frühere Dortmunder Feuerwehr-Chef Klaus Schäfer. Ihm wurde vorgeworfen, während der Besetzung des Kirchturms auf dem Weihnachtsmarkt Flugblätter verteilt und die Aktion so unterstützt zu haben. Weil jedoch nicht festgestellt werden konnte, dass Schäfer tatsächlich Flugblätter verteilt hatte, wurde der ehemalige Beamte freigesprochen. Die beiden anderen Neonazis erhielten dagegen Geldstrafen von 1200 Euro (40 Tagessätze) beziehungsweise 750 Euro (25 Tagessätze).