„Nancy von Bunker“ – VON „TICKERLADY“ ZU NEONAZI – DER WEG EINER RADIKALISIERUNG

Als „Nancy von Bunker“ vertickte Tanja B. in den 1990er Jahren Drogen im Berliner Techno-Tempel „Bunker“ und wurde ein Gesicht der Szene. Mit den Coronademos ist sie in die Neonazi-Szene abgedriftet. Wie aus der einstigen Berliner „Tickerlady“ eine Rechtsextreme wurde. In den 1990er Jahren war Tanja B. ein Gesicht der Berliner Rave-Szene. Sie verkaufte als „Nancy von Bunker“ Ecstasy-Pillen im damaligen Techno-Club „Bunker“. Später schrieb sie eine Autobiografie. Lange war es ruhig um sie. Erst 2020 tauchte die Frau wieder auf, als Teilnehmerin von Demonstrationen gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen. Heute ist sie bei der neonazistischen Partei „Die Rechte“ angekommen und reproduziert die Erzählung vom „Bombenholocaust“. (…) Dann wurde es ruhig und es klafft eine Lücke in der öffentlichen Biografie von Tanja B., alias „Nancy von Bunker“. Bis zum Sommer 2020. Plötzlich war sie wieder prominent wahrzunehmen – und zwar im Rahmen der Demos gegen den Corona-Infektionsschutz. Hier besuchte sie regelmäßig die verschwörungsideologischen Kundgebungen des ehemaligen TV-Kochs Attila Hildmann im Berliner Lustgarten. (…) Nur kurz nach dem sogenannten „Sturm auf den Reichstag“, im September 2020, entsteht dann ein Telegram-Kanal mit nationalsozialistischen Inhalten, den Tanja B. unter ihrem Künstlerinnennamen „Nancy von Bunker“ mit weiteren Personen administrativ verwaltet. Als Profilbild nutzte sie zuerst ein Bild mit der Fahne vor dem Bundestag. Eine relevante Größe hat der Kanal nicht, dennoch sind die Inhalte eindeutig. „Nancy von Bunker“ postet hier Werbung für die neofaschistischen Parteien „III. Weg“, für die NPD, „Die Rechte“, „Freie Sachsen“ und AfD. Sie teilt Beiträge von extrem rechten Influencer:innen und huldigt NS-Kriegsverbrechern, verbreitet rassistische Propaganda und macht sich über die Shoa lustig. Sie schreibt in dem Kanal vom „linken Corona-Regime“, „bösen Drahtziehern“, die eine „Zerstörung der politischen Opposition und Installierung einer kommunistischen Diktatur“ anstreben würden. Auch über Drogen äußert sie sich in ihrem Kanal. Diese lehnt sie ab, da Drogen „das Volk noch mehr betäuben als die tägliche Manipulation durch die Lügenpresse“.   (…) Der Weg von Tanja B. scheint dabei symptomatisch für einen Radikalisierungsprozess, vor dem seit einiger Zeit so viele Expert:innen warnen: Menschen kommen auf den Demonstrationen gegen den Corona-Infektionsschutz mit kruden und gefährlichen Verschwörungserzählungen in Berührung, die einen Kampf gegen Politiker:innen, Journalist:innen und demokratische Institutionen zum notwendigen Widerstand erheben. Auf den Demonstrationen findet eine Vernetzung statt, die zu einer Echokammer wird. Betroffene driften immer weiter ab und wenden sich immer fanatischeren Positionen zu. Die frühere „Tickerlady“ Tanja B. ist mittlerweile bei der Neonazi-Partei „Die Rechte“ angekommen

via belltower: „Nancy von Bunker“ – VON „TICKERLADY“ ZU NEONAZI – DER WEG EINER RADIKALISIERUNG

#Prozessbeginn in #Frankfurt – “NSU 2.0”-#Drohschreiben und viele Fragen – #terror

Unter dem Pseudonym “NSU 2.0” soll er Hunderte Drohschreiben verfasst haben. Wie er an sensible Polizei-Daten kam, ist nach wie vor umstritten. Nun läuft der Prozess in Frankfurt. Laut Anklage soll Alexander M. der alleinige Täter sein. Er gilt als hochintelligent, soll Messie sein, lebte allein und ohne viele soziale Kontakte bis zu seiner Festnahme im Berliner Kiez Gesundbrunnen, einem Teil von Berlin Mitte. Er ist Sohn eines einstigen Waffen-SS-Mitglieds, was im Prozess möglicherweise eine Rolle spielen wird. Und er ist Schachspieler, was für ihn zum Verhängnis wurde. Der arbeitslose Alexander M. ist laut Staatsanwaltschaft Frankfurt der Verfasser einer beispiellosen Serie von Drohschreiben, die unter dem Stichwort “NSU 2.0” Ende 2019 bekannt geworden ist. Der gelernte EDV-Fachmann steht deshalb von heute an in Frankfurt vor dem Landgericht. Er soll am 2. August 2018 sein erstes Drohschreiben an die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yildiz geschickt haben. Sie trat im ersten NSU-Prozess als Vertreterin einer Opferfamilie auf. Außerdem war sie bekannt geworden, weil sie es geschafft hatte, den mutmaßlichen Ex-Leibwächter Bin Ladens, Sami A., aus Tunesien zurückzuholen. Der war widerrechtlich abgeschoben worden. In dem ersten Drohschreiben an die NSU-Opferanwältin wird mit der “Schlachtung” ihrer damals noch sehr kleinen Tochter gedroht. Es ist laut Anklage der Auftakt der sogenannten NSU 2.0-Drohserie. Die letzte Mail stammt vom 21. März 2021. Dazwischen werden mehr als 100 Hassschreiben verschickt.Die meisten an Frauen: Politikerinnen, Juristinnen, Medienschaffende. Aber auch der Satiriker Jan Böhmermann und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gehören zu den Adressaten. Böhmermann gehört deshalb auch zu den Zeugen, die vor dem Frankfurter Landgericht befragt werden sollen. Alexander M. werden in der 120 Seiten starken Anklage 85 Taten vorgeworfen, darunter 67 extreme Beleidigungen.

via tagesschau: Prozessbeginn in Frankfurt – “NSU 2.0”-Drohschreiben und viele Fragen

DROHKULISSE VOR HAUS DES OBERBÜRGERMEISTERS – Wer hinter dem Fackelaufmarsch in Halberstadt steckt

Teilnehmende einer Demo in Halberstadt gegen Corona-Maßnahmen sind am Montagabend lärmend und mit brennenden Fackeln vor das Privathaus des Oberbürgermeisters Szarata gezogen. Recherchen zeigen, dass die rechtsextreme Gruppierung “Harzrevolte” den Protest angeführt hat. Sicherheitsbehörden haben die Gruppe seit Beginn der Corona-Proteste im Blick. Dennoch wird Kritik laut, das Innenministerium habe die Gefahr unterschätzt. Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen sind am Montagabend in Halberstadt vor das Privathaus des Oberbürgermeisters Daniel Szarata (CDU) gezogen. Ein anschließend im Internet veröffentlichtes Video zeigt, dass einige der Protestierenden brennende Fackeln getragen und das Haus mit Lampen angestrahlt haben. Durch Trommeln, Pfeifen, Tröten und Sprechchöre ist eine aggressive Lärmkulisse zu hören.
Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT hat die rechtsextreme Gruppierung “Harzrevolte” den Protest angeführt. Die Gruppierung ist Recherchen zufolge vor gut einem Jahr erstmals öffentlich in Erscheinung getreten und vor allem im östlichen Harz präsent. Vertreter der Gruppe haben demnach wiederholt an rechtsextremen Veranstaltungen teilgenommen, darunter ein Szene-Event in Ungarn, das nach Angaben des Bundesverfassungsschutzes offen Anklang an den historischen Nationalsozialismus zur Schau stellt. Mindestens ein Mitglied der Gruppe soll zuvor bei der Kleinstpartei “Die Rechte” tätig gewesen sein, die zuletzt laut Landesverfassungsschutz als inaktiv galt. Daneben ist die “Harzrevolte” auf Protesten gegen die Corona-Maßnahmen aktiv.

via mdr: DROHKULISSE VOR HAUS DES OBERBÜRGERMEISTERS – Wer hinter dem Fackelaufmarsch in Halberstadt steckt

#querdenkerklatschen – #allehassennazis #kafvka #singmeinensong

(ich will ich will ich will)
querdenker klatschen
querdenker klatschen
ich bin pazifist doch ich will querdenker klatschen
immer noch besser als sie marschieren zu lassen
und mit naziparolen ein auf spaziergang zu machen
querdenker klatschen
querdenker klatschen
ich bin gegen gewalt doch ich will querdenker klatschen
immer noch besser als sie glauben zu lassen
sie seien das sogenannte volk

?neue single out now & streambar überall ihr wisst #querdenkerklatschen #allehassennazis #kafvka
Querdenker klatschen – KAFVKA

Why #accelerationist #ProudBoys latched on to big conservative rallies in DC last month – #terror

The weekend of Jan. 21-23 brought the annual anti-choice March for Life to Washington, DC, followed two days later by the Defeat the Mandates rally to oppose vaccine mandates. The two events brought thousands of conservatives to the nation’s capital, along with throngs of far-right extremists looking to recruit from their ranks. A phalanx of members from the avowedly fascist group Patriot Front formed their own column along the March for Life, under heavy police protection as antifascist counter-protesters confronted them. Patriot Front’s appearance, in turn, appeared to act as a magnet for other extremists. Two young men wearing khaki pants, camouflage jackets, work boots and skull masks, as captured in a video by a team member of the veteran-owned open-source intelligence firm Sparverius, showed up and heckled the counter-protesters as Patriot Front members marched past. One of the men signaled his white power beliefs in ways that were both subtle and blatant: a patch with the red-and-white checkered insignia of the Croatian Legion, a division of the German Army during World War II; stickers on his helmet depicting the image of American Nazi Party founder George Lincoln Rockwell and the slogan “White Lives Matter”; and a Confederate battle flag patch on his military-style backpack. Two days later, the two men joined members of the Maryland DC Proud Boys chapter at the Lincoln Memorial for the anti-vaccination rally. Among the group of more than a dozen men, about half wore skull masks. Their coats concealed bulky tactical vests, and they carried heavy backpacks. After marching from the Washington Monument, the Proud Boys entourage gathered at the end of the reflecting pool, holding a position at the edge of the large anti-vaccination crowd and near a handful of counter-protesters clumped together at a nearby knoll. At one point, some of the Proud Boys went over to confront the counter-protesters, but then walked off without incident. (…) The ethno-nationalist content shared on the chapter’s Telegram channel echoes the white power symbols displayed in public by some of its members. Since December, the channel has forwarded at least two posts from Greyson Arnold, a podcaster who has spoken approvingly about Nazi Germany and who once duped a Republican National Committee member into saying that white nationalist Nick Fuentes should have a voice in picking candidates to run for office in Republican primaries. Later that month, the channel for the Maryland DC chapter forwarded a post by Lauren Witzke, a former US Senate candidate from Delaware who has retweeted posts from VDARE, a white nationalist website. Beyond forwarding content from other white nationalists, the channel has contributed its own white power messaging. Without specifying the target, a Dec. 29, 2021 post declared, “Special place in hell for these people. Day of the rope mutha fuka.” “Day of the rope” is an explicit reference to The Turner Diaries, a novel written by neo-Nazi William Pierce that inspired the Oklahoma City bombing and an numerous other acts of terrorism and racist violence by perpetrators seeking to emulate the novel’s protagonist by “stockpiling biological weapons, engaging in a racist shooting spree, robbing banks, and assembling pipe bombs with Jewish and Black targets in mind,” according to the Southern Poverty Law Center.

via rawstory: Why accelerationist Proud Boys latched on to big conservative rallies in DC last month

#Stutthof-Prozess: 94-jähriger Zeuge aus #Israel sagt aus

Vor dem Landgericht Itzehoe ist der Prozess gegen eine 96-Jährige wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen im früheren Konzentrationslager Stutthof bei Danzig fortgesetzt worden. Ein Überlebender sagte als Zeuge per Videoschalte aus. Abraham Koryski war damals erst 16 Jahre alt, nur etwas jünger als damals die Angeklagte. Für vier Monate war er im KZ Stutthof – von September 1944 bis Ende Januar 1945. Der heute 94-Jährige wurde per Video aus Israel zugeschaltet und schilderte seine Erlebnisse. Er erzählte, wie er aus dem Krematorium noch heiße menschliche Knochen einsammeln musste, wie Wachen einen Hund auf Gefangene gehetzt hatten und dass er jeden Tag von Leichen umgeben war. Gleich bei der Ankunft habe er einen Geruch nach verbranntem Fleisch wahrgenommen. “Ihr werdet zu diesem Geruch werden”, habe das Wachpersonal gesagt. Es habe von Anfang an Prügel gegeben. Mehrfach habe er Hinrichtungen beobachtet, sagte der 94-Jährige. Bis heute Albträume und Angstzustände. Die meisten Häftlinge seien verhungert, sagte Koryski. Jeder Tag habe damit begonnen, die Leichen der in der Nacht Gestorbenen aus der Baracke zu schaffen. Es seien aber auch Menschen vergast oder Opfer sadistischer Aktionen geworden. Bis heute habe er Albträume und Angstzustände deswegen. Von den Taten habe seiner Meinung nach jeder auf dem Gelände gewusst und es auch mitbekommen.
Er berichtete, er sei anfangs in einem jüdischen Ghetto in Vilnius (heute Litauen) gefangen gehalten worden. Dort sei sein Vater erschossen worden. Seine Mutter sei in Lettland ums Leben gekommen. Er selbst sei 1944 in Tallinn (Estland) auf ein Schiff nach Stutthof gebracht worden. Von der Baracke, in der er damals untergebracht war, konnte er auch die Kommandantur sehen, den Arbeitsplatz der Angeklagten. Die Angeklagte kenne er aber nicht. “Sie interessiert mich, ehrlich gesagt, auch nicht”, sagte Koryski. Er habe keine Rachegefühle. “Meine Rache war, dass ich gerettet wurde und eine Familie gegründet habe.” Seine Botschaft an die nächste Generation sei: “Nicht zu vergessen, sich zu erinnern!” Der 94-Jährige machte seine Aussage in einem Seniorenheim in Haifa, in Anwesenheit seiner Rechtsanwältin.

via ndr: Stutthof-Prozess: 94-jähriger Zeuge aus Israel sagt aus

U.S. intelligence report details ‘indirect’ Russian government support for Western neofascist groups

A U.S. intelligence community assessment obtained by Yahoo News concluded that the Russian government is providing “indirect and passive support” to neofascist groups operating in the U.S. and elsewhere, but stops short of accusing the Kremlin of supplying financial or material assistance to Western extremist groups. The Kremlin “probably tolerates some private Russian entities’ support” for U.S. and European white nationalist groups “because it aligns with Kremlin efforts to aggravate societal fissures in the West,” states the report. Russian neofascist groups have attempted to recruit and provide paramilitary training to North American and European extremists in order to “expand their reach into the West, increase membership, and raise money,” according to the unclassified July 2021 intelligence report. The support of Western neofascists by Russian extremists “poses a potential threat to Western security by encouraging and enabling attacks on ethnic minorities and government facilities,” states the report, which is titled “Russian Federation Support of Racially and Ethnically Motivated Violent Extremists.” (…) Russian extremist groups are actively training foreign white nationalists, the report states. One Russian neofascist group, the Russian Imperial Movement, has overseen paramilitary instruction for European extremists at its Russia-based camps, and has tried to recruit Americans to train there, according to the report. The State Department designated the Russian Imperial Movement as a terrorist group in April 2020. The organization “actively supplies paramilitary training to foreign nationals for possible future attacks in their respective home countries or on the battlefields of Ukraine,” according to a May 2021 Customs and Border Patrol bulletin obtained by Yahoo News. Another Russian extremist group with foreign connections, the neo-Nazi Rusich Reconnaissance and Sabotage Group, sent members to fight in eastern Ukraine in 2014 and 2015, according to the intelligence community assessment. (…) Over the past several years, foreign fighters have flocked to join both sides of the Ukraine conflict. Since 2014, over 17,000 fighters from more than 50 countries have traveled to Ukraine, including far-right extremists, according to a 2019 report by the Soufan Group. (…) Leaders of two American white supremacist groups, the Rise Above Movement and the Atomwaffen Division, as well as other known or suspected American white supremacists traveled to Ukraine to train with the group, according to the bulletin.

via yahoo: U.S. intelligence report details ‘indirect’ Russian government support for Western neofascist groups