Sascha Ott gilt als Aushängeschild der Konservativen in der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Doch nach dem jüngsten AfD-Eklat verlässt er die Werteunion. Mit Provokationen kennt sich der Greifswalder CDU-Politiker Sascha Ott aus. Der Vize-Chef der Landespartei eckt mit konservativen Positionen immer wieder an. Dass mit Max Otte nun der Vorsitzende der CDU-nahen Werteunion für die AfD als Bundespräsident kandidiert, irritiert selbst ihn. Dabei gründete und führt er selbst eine ganz ähnliche Organisation in MV – den konservativen Kreis und war selbst Mitglied der Werteunion. Bis jetzt. „Ich habe heute meinen Austritt erklärt“, so Ott am Dienstag gegenüber dem Nordkurier. Die Entwicklung der Organisation sei „fatal und trägt den Keim der Spaltung in sich“, so Ott. Die Mitgliedschaft habe er schon seit einiger Zeit ruhen lassen, nun sei das Maß voll. Dabei sympathisierte Ott durchaus mit dem Verein. Die Werteunion und der Konservative Kreis in der CDU hätten bei ihrer Gründung sehr ähnliche Ziele verfolgt. „Es ging darum, die CDU wieder zurück zu ihren Wurzeln zu bringen“, so Ott. Dabei habe er auch in der Werteunion mitgewirkt. „Sie war quasi unser bundesweites Pendant zum Konservativen Kreis.“ Die Werteunion habe sich nun anders entwickelt. „Mit dem Kurs der vergangenen zwei Jahre bin ich nicht zufrieden gewesen. Mein Eindruck ist: Man öffnet sich gegenüber radikalen Kreisen aus der AfD.“
via nordkurier: SASCHA OTT – Vize-Chef der CDU in MV erklärt Austritt aus Werteunion