Der CDU-Politiker Max Otte will mit seiner von der AfD unterstützten Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten „Gräben zuschütten“, sagt er. Der AfD-Vorsitzende Chrupalla lobt den Vorsitzenden der konservativen Werte-Union. Der CDU-Politiker Max Otte und Vorsitzende der erzkonservativen Werte-Union hat seine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten verteidigt. „Ich sehe es nicht als Provokation an. Es ist mir ernst“, sagte er am Mittwoch im Beisein des AfD-Vorsitzenden und Co-Fraktionschef Tino Chrupalla und Co-Fraktionschefin Alice Weidel. Das Amt und die Kandidatur stünden über den Parteien. Er sehe die Kandidatur als eine Möglichkeit, Gräben zuzuschütten. „Wenn man vorgeschlagen wird für das höchste Staatsamt, was über den Parteien steht, ist das in meinen Augen keine Zusammenarbeit. Es ist eine individuelle Entscheidung, ob ich diesen Vorschlag annehme oder nicht“, sagte Otte weiter. Das Amt sei überparteilich und „ich würde das Amt – so Gott will – überparteilich ausüben“, so Otte. (…) Vorher hatte Otte die Forderung der CDU zurückgewiesen, wegen seiner Nominierung durch die AfD aus der Partei auszutreten. „Es gibt für mich keinerlei Gründe, über einen Austritt nachzudenken“, sagte Otte der Zeitung „Die Welt“ am Dienstag. „Das Amt ist unabhängig von Parteien, man sollte auf das Amt nicht aus parteipolitischer Sicht schauen.“ Er werde mit den Themen Soziales sowie Bürger- und Grundrechte kandidieren, sagte er. Der noch amtierende CDU-Chef Armin Laschet und sein Nachfolger Friedrich Merz haben sich danach für die rasche Einleitung eines Partei-Ausschlussverfahrens gegen Otte ausgesprochen.
via faz: VON DER AFD NOMINIERT: Otte sieht Kandidatur nicht als Provokation
siehe auch: Unions-Fraktionsmanager hält Parteiausschluss-Verfahren gegen Otte für unausweichlich. Der Chef der WerteUnion soll Bundespräsidenten-Kandidat der AfD werden. Aus Sicht des CDU-Politikers Frei wäre in dem Fall ein Ordnungsverfahren gegen Max Otte zwingend. Otte selbst hofft auf Unterstützung seiner Partei. (…) Frei, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, sagte vor Journalisten: »Eine Kandidatur für eine andere Partei ist immer parteischädigendes Verhalten.« Sollte Otte tatsächlich für die AfD antreten, wäre das laut Frei »absolut inakzeptabel und müsste rasche Konsequenzen haben«. Der CDU-Politiker sagte weiter: »Da sähe ich rechtlich keine Probleme.« Auf Nachfrage stellte er klar, dass »das zwingend zu einem Ausschluss führen müsste«.