Die Hammer Polizei hat auch am Montagabend wieder eine nicht angezeigte Versammlung von Kritikern der Corona-Maßnahmen in der Innenstadt verhindert. Neue Informationen gibt es inzwischen zur aus dem Ruder gelaufenenen Querdenker-Demo am 11. Dezember. Im Rahmen der Nachbereitung der nicht angemeldeten Versammlung mit 550 Teilnehmern am 11. Dezember 2021 lag ein besonderer Fokus der Hammer Polizei auf der Auswertung von Beweismaterial. Ziel war es, Verstöße der Teilnehmer gegen die Corona-Regeln noch im Nachgang zu ahnden, insbesondere aber die Organisatoren zu identifizieren und zur Anzeige zu bringen. Bei den umfassenden Auswertungen wurden nachträglich zehn Ordnungswidrigkeiten- und vier Strafverfahren eingeleitet. Drei Strafanzeigen wurden wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz gegen eine 40-jährige Frau aus Brilon, einen 60-jährigen sowie einen 35-jährigen Mann aus Hamm gefertigt. Es besteht der Verdacht, dass diese Personen maßgeblich den Aufzug durch die Innenstadt organisiert und gelenkt haben. Die Personen seien der Querdenker-Szene zuzuordnen, heißt in einer Mitteilung von Dienstag, 11. Januar 2022. Die Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums (PP) Dortmund hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Gegen den 35-Jährigen wird ebenfalls wegen Beleidigung ermittelt. Bei den Ordnungswidrigkeiten handelt es sich um Verstöße gegen die Maskenpflicht in der Fußgängerzone – die zehn Betroffenen müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro rechnen, da sie nachweislich durch Videomaterial während des Aufzuges in der Innenstadt beim Durchqueren des Bereichs, für den eine Allgemeinverfügung der Stadt Hamm besteht, keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben.

via wa: Querdenker-Auftritte in Hamm: Strafverfahren gegen Verantwortliche