Die Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Brandenburg sind von Teilnehmern aus dem bürgerlichen Spektrum dominiert, betonen Verfassungsschutz und Polizei. Aber Rechtsextreme versuchen die Versammlungen für sich zu nutzen. Sie teilen Aufrufe zu Corona-Demos oder unangemeldeten, als „Spaziergänge“ kaschierten Zusammenkünften in Kanälen wie Telegram und sind auch selbst zugegen. Die Liste der rechtsextremistischen Akteure, die Brandenburgs Verfassungsschutzchef Jörg Müller am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags aufzählt, ist lang: Die Kleinstpartei Der III. Weg, aber auch die Initiative Ein Prozent der Neuen Rechten, die Identitären, das von AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt gegründete Bündnis Zukunft Heimat, die NPD-Jugendorganisation JN und das in Werder/Havel ansässige Compact-Magazin von Jürgen Elsässer. Sie alle versuchen demnach legale Corona-Proteste auszunutzen, „um extremistische Positionen anschlussfähig zu machen“, so Müller. In Cottbus mischt die bekannte “Mischszene” mit Vor allem, dass der als gewaltbereit eingestufte III. Weg es etwa in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) geschafft habe, dass Bürger mit ihm gemeinsam demonstrieren, sei bedenklich. In Cottbus sei bei den Versammlungen die bekannte „Mischszene“ aus Neonazis, Hooligans, Kampfsportlern und Bruderschaften aktiv, so Müller. Dieses „toxische Gebilde“ versuche, das bürgerliche Milieu zu gemeinsamen Versammlungen zu bringen.
via pnn: Corona-Proteste in Brandenburg – Bei Telegram auf Bürgerfang