Vermutliche Reichsbürger verweigern Mund-Nasen-Schutz im Berliner Dom und verbreiten antisemitische Parolen. Eine Besuchergruppe von zehn Personen hat am Donnerstag die Mittagsandacht im Berliner Dom in Mitte gestört. Das teilte die Polizei mit. Es kam zu volksverhetzenden Äußerungen, Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die zehnköpfige Gruppe hatte an der Mittagsandacht teilgenommen und sich zunächst nicht an die geltenden Hygieneregeln gehalten. Erst nach Aufforderung kamen die Männer und Frauen im Alter von 56 bis 82 Jahren der Aufforderung nach, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Nach dem Gottesdienst wandte sich eine Frau aus der Gruppe an die Predigerin und äußerte antisemitische Parolen sowie Äußerungen mit Reichsbürgerbezug. Besuchergruppe äußert sich antisemitisch im Berliner Dom Der Dom sei seit 1918 herrenlos, da ein jüdischer Minister den König abgesetzt habe, hätte die Frau geäußert. Zudem sei das Deutsche Reich nicht untergegangen und werde jetzt von Juden überflutet, soll sie unter anderem gesagt haben. Ihre Begleiterinnen und Begleiter sollen sich in ähnlicher Weise geäußert haben.
via morgenpost: ANTISEMITISMUS – Reichsbürger stören Mittagsandacht im Berliner Dom