Software Freedom Conservancy droht mit rechtlichen Schritten, sollten die Truth-Entwickler weiter Code des Open Source-Projekts Mastodon missbräuchlich nutzen. Im November will Trump sein lange angedeutetes und zuletzt offiziell angekündigtes Social Network an den Start bringen. Es trägt – ironischerweise – den Namen “Truth Social”. Noch bevor der erste Nutzer ein Posting auf der fertigen Seite abgesetzt hat, steht dem Projekt Ärger ins Haus, berichtet The Verge. Denn wie es aussieht haben sich die Entwickler kräftig beim dezentralen, quelloffenen Netzwerk Mastodon bedient. Davon zeigen sich jedenfalls dessen Macher überzeugt. Wenngleich der Quellcode von Mastodon prinzipiell für jeden kostenfrei zugänglich ist, unterliegt seine Nutzung bestimmten Bedingungen. Im konkreten Fall jenen der GNU Affero General Public License v3 (AGPL v3). (…) Die Software Freedom Conservacy (SFC) hat nun der Trump Media & Technology Group per 22. Oktober ein 30-tägiges Ultimatum gesetzt. Sollte Truth bis dahin nicht allen Nutzern seinen Quellcode zugänglich machen oder auf nachweislich eigenen Code umrüsten, so will man der Plattform den Zugang zum Quellcode entziehen und rechtliche Schritte einleiten. Die SFC spricht davon, dass Trumps Firma die zum Wohle aller aufgestellten Regeln ignoriert.

via standard: Trumps “Truth Social” wird Ultimatum gestellt, um Lizenzverstöße zu beenden

siehe auch: Trump’s social network has 30 days to stop breaking the rules of its software license. Truth Social ripped off open-source platform Mastodon. The Software Freedom Conservancy (SFC) says former President Donald Trump’s new social network violated a free and open-source software licensing agreement by ripping off decentralized social network Mastodon. The Trump Media and Technology Group (TMTG) has 30 days to comply with the terms of the license before its access is terminated — forcing it to rebuild the platform or face legal action; Trumps eigenes soziales Medium soll Programmcode geklaut haben. Dieser soll von der Open-Source-Plattform Mastodon übernommen worden sein – ohne Einhaltung von Vorgaben, weshalb rechtliche Schritte erwogen werden. Donald Trump ist nicht gut auf die Betreiber von sozialen Medien zu sprechen. Aus seiner Sicht wird er unfair behandelt, speziell seine Sperre nach dem Sturm auf das US-Kapitol sei ungerechtfertigt. Mit “The Truth Social” – der Name ist kein Scherz – will der ehemalige US-Präsident nun ein alternatives soziales Netzwerk aufbauen, das sich gegen die “Tyrannei von Big Tech” wehre und ähnlich funktioniert wie der Kurznachrichtendienst Twitter. So ähnlich, dass Postings “Truths” heißen – vergleichbar mit Tweets –, geteilte Beiträge “Re-Truths” – wie Retweets – und die Startseite “Truth Feed” wie der Twitter Feed. Doch “Vice News” zufolge ist nicht nur das Konzept einer anderen Plattform verdächtig ähnlich, sondern auch der Code der Webseite. So dürfte dieser in Teilen von dem Open-Source-Netzwerk Mastodon übernommen worden sein. Twitter-User erstellten sogar Screenshots von “The Truth”, die zeigen, dass Mastodon noch im HTML-Code der Seite genannt wird. Und auch auf der Oberfläche der Plattform selbst sind Ähnlichkeiten zu finden. Mastodon machte sich auf Twitter selbst darüber lustig und schrieb, dass es nun keine Ausreden mehr dafür gebe, dass die eigene Plattform zu kompliziert sei, wenn sie doch auch von Trump bedient werde.