WERDEN QUERDENKEN-SPENDENGELDER ZWECKENTFREMDET? Die großen Querdenken-Köpfe sind tüchtige Geschäftsleute. Auch Querdenker Bodo Schiffmann ist ein tüchtiger Geschäftsmann. Nicht nur mit seiner eigenen Firma, sowie befreundeten Firmen, sondern auch noch drei Monate nach der Flutkatastrophe in der Ahr-Region. Leider sind von den eingefrorenen 700.000€ Spendengelder bis heute nichts bei den Bedürftigen angekommen. (…) Das ist nicht der einzige mögliche Spendenbetrug von Querdenker:innen. Ein weiterer Fall geht um Querdenken711 – und hier liegen Hinweise vor, dass große Teile der gesammelten 200.000€ Spendengelder möglicherweise in privaten Taschen landeten und zweckentfremdet wurden. Das Team um Querdenken711 rief im vergangenen Jahr aber auch zu weiteren Spendensammlungen auf, unter anderem für den Neuerwerb angeblich zerstörter Technik nach einem Brandanschlag auf eine Veranstaltungstechnik Firma aus Stuttgart (V.T.S – Veranstaltungstechnik Stuttgart UG). Diese kleine Firma (Rechtsstatus UG, also eine Mindesteinlage in Höhe von < 25.000€ und somit weniger als bei einer GmbH) hätte im Zuge der Querdenken-Demonstrationen Verluste hinnehmen müssen, da Brandanschläge auf ihre Technik inkl. LKW verübt worden seien, wie dieser Spendenaufruf bei gofundme darlegt: Mit der Führung solch einer UG handelt sie als juristische Person. Sie muss somit neben einem rechtssicheren Impressum (Spoiler: Mängel vorhanden, Abmahngefahr!) auch regelmäßig Bilanzen über den Bundesanzeiger veröffentlichen. Ein uns bekannter Betriebswirt schaute sich die Bilanzen einfach mal näher an und stellte recht schnell fest, dass es gar kein Anlagevermögen in dieser Höhe in der Firma gegeben hat. Die angeblich 200.000€ Wert habenden abgebrannten LKW existierten zu dem Zeitpunkt (vor 2020) also nicht im direkten Anlagevermögen der V.T.S UG.
Jetzt gibt es drei Möglichkeiten: die LKW hatten nur noch „Schrottwert“. Dann hätte Querdenken711 bzw. die Firma bei dem genannten Wert übertrieben – aber dann wäre das ja eine Lüge, ohje. Oder: die LKW besaßen zwar diesen Wert, jedoch waren die Fahrzeuge geleast und nicht im eigenen Firmenbesitz und somit von der Leasingfirma automatisch mit einer Vollkaskoversicherung abgedeckt. In dem Fall ist die Haftungsfrage geklärt und der entstandene Schaden durch das Feuer wird durch die Versicherung der Leasingfirma reguliert. Die V.T.S UG trägt an der Stelle bis auf eine mögliche Selbstbeteiligung keinerlei Kosten für den Ersatz der abgebrannten Fahrzeuge. Option drei: die Fahrzeuge gehörten einem Dritten. Auch an der Stelle wäre die V.T.S UG juristisch raus. Sie selbst hat den Schaden nicht verursacht und genauso ist der UG auch an dieser Stelle kein eigener Schaden entstanden, für den nun gesammelt werden müsste. Übrigens stellt sich auch die Frage inwiefern die Technik, das eigentliche Herzstück einer VeranstaltungsTECHNIK-Firma überhaupt versichert waren und ob es da nicht eine Versicherung gibt, die für den Schaden aufkommen würde, ehe Spendengelder gesammelt werden. In keinem der drei Fälle hätte man wohl die 200.000€ Spende gebraucht. Sie wurden aber trotzdem eingesammelt. Wo ging das Geld hin?

via volksvepetzer: 100.000€ QUERDENKEN-SPENDENGELDER „VERSCHWUNDEN“: ZWECKENTFREMDUNG?