Kanzlerkandidat Armin Laschet soll in einem Interview mit den Kindern Romeo und Pauline auch unbequeme Fragen beantworten. Der CDU-Mann zeigt sich wenig souverän. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist eigentlich nicht dafür bekannt, der jüngeren Zielgruppe Rede und Antwort zu stehen. Zumindest hatte er in der Vergangenheit für ein Kandidat:innen-Duell mit dem Youtuber Rezo nicht zur Verfügung gestanden; auch die Teilnahme an einer als eher unkonventionell angekündigten ProSieben-Wahlkampfshow lehnte er ab. Jetzt, eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl 2021, stellt sich Laschet den Fragen der Kinderreporter Pauline und Romeo in Klaas Heufer-Umlaufs Show „Late Night Berlin“. Zunächst noch kooperativ, später einigermaßen genervt, denn die Fragen haben es in sich. (…) „Du bist doch der Chef der CDU“, sagt Romeo nun. Und formuliert seine nächste Frage erfrischend offen: „Ist Maaßen ein Nazi?“ Laschet schüttelt beruhigend den Kopf: „Nein.“ Vielmehr wolle man, dass die Nazis „wieder wegkommen aus dem Parlament“. Doch damit hat er die Frage nicht zufriedenstellend beantwortet, und Romeo lässt sich nicht so einfach abspeisen. Also noch einmal: „Ist Hans-Georg Maaßen ein Rechter?“ Laschet versucht es mit einer Gegenfrage: „Kennst du den?“ Als Antwort bekommt er ein knappes „Ja“ zu hören. „Und warum ist das ein Rechter?“, will der Politiker auf Teufel komm raus keine konkrete Aussage zu dieser simplen Frage machen. „Frag ich Sie!“ (…) Pauline greift in den Disput ein, auch sie lässt sich vom Kanzlerkandidaten mit seinen Ausflüchen nicht einlullen. „Aber was findest du gut an ihm“, hakt sie nach. „Ich sag doch gerade, er ist in Thüringen, das ist auch ein Land in Deutschland, aufgestellt“, außerdem würde er ihm „manchmal, wenn er was Falsches sagt“, widersprechen (ach ja, wann?). Nazi sagen, sei aber „unfair“.

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