In der Thüringer Landeshauptstadt gibt es nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden eine etablierte rechtsextreme Szene. Die Thüringer Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass sich in Erfurt in den vergangenen Jahren eine etablierte rechtsextreme Szene gebildet hat. In dieser Szene hätten sich im vergangenen Jahr einige Hundert Personen bewegt, heißt es in der Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss. »Dem rechtsextremistischen Spektrum in der Stadt Erfurt wird eine Personenstärke im unteren dreistelligen Bereich zugeordnet.« Die Mehrzahl der Rechtsextremen in der Stadt seien Männer. Auch in den Ortsteilräten von Stadtteilen im Südosten Erfurts – am Herrenberg, am Wiesenhügel und in Melchendorf – seien Mitglieder von rechtsextremen Gruppierungen aktiv. Diese Einschätzung der Sicherheitsbehörden deckt sich auch mit Erkenntnissen von zivilgesellschaftlichen Gruppen wie beispielsweise der Opferberater von Ezra. Aus deren Statistiken wird deutlich, dass in keiner anderen kreisfreien Stadt beziehungsweise keinem anderen Landkreis Thüringens regelmäßig so viele mutmaßlich rechtsmotivierte Angriffe registriert werden wie in der Landeshauptstadt.

via nd: Hundert Nazis leben in Erfurt

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Thuringius” title=”User:Thuringius”>Thuringius</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, Gemeinfrei, Link – symbolbild