Enthüllungen um den umstrittenen Politikberater Tom Rohrböck haben für Aufregung gesorgt, erst bei der AfD, aktuell bei der Hessen-FDP. Der Vorsitzende der FDP Saar, Luksic, hat aktuelle Kontakte seiner Partei zu Rohrböck ausgeschlossen. Dabei hat Rohrböck eine Vergangenheit bei den Saar-Liberalen. Mal ist er das „rechte Phantom“, mal wird er als „Einflüsterer der AfD“ bezeichnet: Der umstrittene Unternehmer und Politikberater Tom Rohrböck soll sich nach Recherchen von NDR, WDR und „Zeit“ Einfluss vor allem auf Bundestagsabgeordnete der AfD verschafft haben – den Recherchen zufolge nicht selten auch erkauft mit Luxusreisen, Geld oder Posten in einem verzweigten Firmengeflecht. Woher das Geld für all das kommt, ist unklar. Er soll auch im Umfeld von FDP-Politikern aktiv gewesen sein, vor allem in Hessen. Auf zehn hessische Politikerinnen und Politiker soll es laut der Recherchen Versuche einer Einflussnahme gegeben haben. Eine zwielichtige Rolle spielte Tom Rohrböck schon vor über zehn Jahren – und zwar bei der saarländischen FDP. Er war kurzzeitig auch Parteimitglied bei den Saar-Liberalen. Im Oktober 2010 war Rohrböck der Gastgeber des berüchtigten Spieleabends gewesen, bei dem Saar-FDPler mit dem heutigen NPD-Bundeschef Frank Franz Monopoly spielen sollten. Es kam zum Zerwürfnis, bei dem sich einzelne Liberale gegenseitig der Nähe zu Rechtsradikalen bezichtigten.
via saarländischer rundfunk: Umstrittener Politikberater mit Saar-Vergangenheit
siehe dazu auch: Saar-Liberale spielen mit NPD-Chef Franz Monopoly (2010). FDP-Landesverband will klären, ob Kreisverband Saarpfalz von Rechtsextremen unterwandert werden sollte. Der FDP Saar droht eine neue Affäre. Nachdem Parteimitglieder mit NPD-Chef Frank im privaten Kreis Monopoly spielten, soll geklärt werden, ob Rechtsextreme die Liberalen im Saarpfalz-Kreis unterwandern wollten. (…) Dann erzählt Schmitt von einer merkwürdigen Begegnung am Samstag, 16. Oktober, in der Wohnung seines neuen Parteifreundes R., den er eigentlich nur abholen wollte, weil beide bei Stefan Krämer, Kirchenbeauftragter der Liberalen und FDP-Chef in Gersheim, zum Essen geladen waren. Schmitt schildert, er sei aber in Homburg in die Wohnung von Tom R. gebeten worden. Dort hätte im Wohnzimmer eine Männerrunde, darunter neben Krämer auch ein weiteres FDP-Mitglied, beim Monopoly-Spiel gesessen. Ihm sei ein Platz neben einem Mitspieler angeboten worden, den er nach wenigen Augenblicken als Frank Franz, Landeschef der NPD Saar, erkannt und angesprochen habe. Die Frage an seine Parteifreunde, ob sie gewusst hätten, dass sie mit dem NPD-Chef um Schlossallee und Parkstraße würfelten, wurde verneint. Schmitt selbst verließ die Runde sofort mit der Bemerkung: “Mit Faschisten setze ich mich nicht an einen Tisch.” (…) Schmitts Bekannter Tom R., dessen Name auch im Internet als Sprecher von “Aufbruch 21”, dem deutschen Ableger der FPÖ des verstorbenen Jörg Haider auftauchte, bestätigte gestern telefonisch, dass der NPD-Chef bei dem privaten Treffen sein Gast war.