Fünf Jahre nach den Angriffen auf Flüchtlinge beim Stadtfest in Dresden geht der Prozess gegen zwei mutmaßliche Täter in die Schlussphase. Die Anklage fordert mehrjährige Gefängnisstrafen. Am 23. Juli soll das Urteil fallen. Im Prozess um Angriffe auf Flüchtlinge beim Dresdner Stadtfest vor fünf Jahren hat die Anklage mehrjährige Freiheitsstrafen gefordert. Vor dem Landgericht Dresden sind ein 31- und ein 34-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Landfriedensbruchs angeklagt. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihnen vor, in der Nacht zum 21. August 2016 gezielt Jagd auf Ausländer gemacht zu haben. Der 34-Jährige gilt als Anführer einer rechtsextremen Bürgerwehr. In einer Gruppe von rund 40 Männern sollen sie Menschen aus Afghanistan, Irak und Iran attackiert und dabei ausländerfeindliche Parolen gerufen haben. Der 31-Jährige soll in vollem Lauf einem Mann ins Gesicht getreten und ihn lebensgefährlich verletzt haben. Insgesamt wurden neun Flüchtlinge schwer verletzt. Haftstrafen gefordert
Die Anklage forderte in ihrem Schlussplädoyer für den jüngeren Beschuldigten eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren. Der Mann ist bereits mehrfach vorbestraft und verbüßt bereits eine Haftstrafe wegen eines Angriff bei einer Demonstration in Thüringen. Für den Älteren forderte die Anklage drei Jahre und drei Monate Haft

via mdr: Anklage fordert Haftstrafen für Dresdner Stadtfest-Angreifer