Eigentlich dürfen Einsatzkräfte Pressevertreter nicht einmal von Protesten verweisen. In Portland sollen sie jedoch mit Gewalt gegen Journalisten vorgegangen sein. In Portland im US-Bundesstaat Oregon hat die Bundespolizei offenbar Gummigeschosse gegen Journalistinnen und Journalisten eingesetzt. Das geht aus einem Antrag der Organisation ACLU bei einem Gericht hervor. Zuvor hatte ein Bundesrichter verfügt, dass keine Gewalt gegen diese Berufsgruppe ausgeübt werden dürfe. In mehreren Fällen hätten Bundeskräfte unter anderem Gummigeschosse auf Personen abgefeuert, die sich klar als Pressevertreter oder für Menschenrechtsgruppen tätige Beobachter identifiziert hätten, heißt es in dem Antrag der Bürgerrechtsgruppe. Pfefferspray sei gegen Betroffene ebenfalls eingesetzt worden. ACLU bat darum, Einsatzkräfte des Heimatschutzministeriums und des US Marshals Service wegen Missachtung des Gerichts zu belangen und zu bestrafen. Erst vergangene Woche hatte ein Bundesrichter verfügt, dass die Einsatzkräfte Journalistinnen und Beobachter in Diensten von Menschenrechtsgruppen bei Protesten in der größten Stadt des Staats Oregon nicht festnehmen oder Gewalt gegen sie anwenden dürften. Die Berufsgruppen seien zudem von einer Anweisung zur Auflösung einer Demonstration ausgenommen. Anwälte der Regierung hatten argumentiert, dass auch Journalistinnen sich nach entsprechender Aufforderung vom Ort des Geschehens entfernen müssten.

via zeit: US-Bundespolizei geht offenbar gegen Journalisten in Portland vor

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