„Fickt euch!“: Volksbühne reagiert mit Banner auf die Pool-Debatte

Mit einem provokanten Banner hat die Volksbühne auf die Debatte um einen geplanten Schwimmnachmittag für Schwarze Kinder und Jugendliche reagiert. Das Bad blieb am Freitag zu. Am Freitag hängt ein großes Banner am Pool-Bereich vor der Volksbühne: „Fickt euch!“ steht darauf. Der Badebetrieb ist komplett eingestellt. „Heute schwimmt niemand im Volksbad. Wir melden uns, wie es weitergeht“, heißt es auf der Website. Ursprünglich sollte das Bad von 18 bis 20 Uhr am Freitag für die Öffentlichkeit geöffnet sein, nachdem der Pool davor von 12 bis 18 Uhr für Schwarze Kinder und Jugendliche reserviert sein sollte. Diese Veranstaltung hatte die Volksbühne zusammen mit dem Verein Each One Teach One(EOTO)  am Donnerstagabend abgesagt. Grund seien Sicherheitsbedenken, nachdem der Schwimmnachmittag für Schwarze Kinder und Jugendliche zum Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden sei, teilten das Theater und der Verein mit. Das Banner ist offenbar die Antwort des Theaters. Der Intendant der Volksbühne, Matthias Lilienthal, sagte dieser Zeitung, dass die Worte auf dem Banner den verstorbenen Bühnenbildner der Volksbühne Bert Neumann zitieren. „Leider haben wir das Originalbanner nicht gefunden.“ Mit „Fickt euch!“ seien nicht die Berlinerinnen und Berliner gemeint, sondern diejenigen, die in diesem Zusammenhang von antiweißem Rassismus schwadronieren und damit einen riesigen Shitstorm verursacht hätten: „die AfD, die Springer-Presse und Teile der CDU“. (…) Unter dem Banner stehen am Freitag drei kleinere Pappplakate. Auf diesen heißt es: „Peinlich: Erwachsene sind neidisch auf Schwarze Kids im Planschbecken“ und „Rassismus tötet, Poolverzicht nicht – gegen rechte Hetze“. Auf einem weiteren heißt es: „Schutzräume sind keine Diskriminierung“. Der Verein EOTO erklärte in der Stellungnahme, seit Beginn der öffentlichen Diskussion rassistische Droh-E-Mails, Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare in sozialen Medien erhalten zu haben

via berliner zeitung: „Fickt euch!“: Volksbühne reagiert mit Banner auf die Pool-Debatte

Über zwei Promille: 33-Jähriger bedroht in Erfurt Wachmann und zeigt Hitlergruß

Ein aggressiver 33-Jähriger hat in Erfurt zwei Wachmänner bedroht und einen von ihnen rassistisch beleidigt. Als die Polizei eintraf, zeigte der betrunkene Mann den Hitlergruß. Rassistische Beleidigungen, Bedrohungen und der Hitlergruß: Im Brühler Garten in Erfurt eskalierte am späten Mittwochabend ein Einsatz. Nach Angaben der Polizei war ein 33-Jähriger am späten Mittwochabend in der Parkanlage zunächst durch aggressives Verhalten aufgefallen. Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sprachen ihn daraufhin an. Er reagierte mit Bedrohungen, beleidigte zudem einen der beiden aufgrund seines Migrationshintergrundes rassistisch und zeigte den Hitlergruß, wie die Polizei erklärte. Ein Atemalkoholtest der alarmierten Beamten ergab einen Wert von über zwei Promille

via TA: Über zwei Promille: 33-Jähriger bedroht in Erfurt Wachmann und zeigt Hitlergruß

14-Jähriger im Krankenhaus – AfD-Mann attackiert Plakat-Abreißer mit Baseballschläger

Der AfD-Europaabgeordnete Arno Bausemer soll in Stendal zwei jugendliche Plakat-Abreißer mit einem Baseballschläger angegriffen haben. Einer der Jugendlichen kam mit einer Platzwunde ins Krankenhaus. Das (LKA) Sachsen-Anhalt hat die Ermittlungen von der lokalen Polizeiinspektion Stendal übernommen. Laut einem Sprecher der Behörde stehen zwei Jugendliche im Verdacht, ein Wahlplakat der AfD beschädigt zu haben. „In der Folge kam es zu einer möglichen körperlichen Auseinandersetzung zwischen einer der Immunität unterliegenden Person und den Jugendlichen. Dabei soll es zum Einsatz eines mutmaßlichen Schlagwerkzeuges gekommen sein“, teilte das LKA auf Anfrage von „Welt“ mit. Der verletzte Jugendliche ist 14 Jahre alt und soll wegen einer Platzwunde am Mund die Nacht im Krankenhaus verbracht haben. Die lokalen Grünen erheben in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen den 43-jährigen AfD-Abgeordneten Arno Bausemer. Der Politiker soll sich bewaffnet hinter dem Plakat versteckt und die Jugendlichen überrascht haben, erklärte der Kreisvorsitzende Tobias Kremkau. Gegenüber „Welt“ berief sich Kremkau auf einen Augenzeugen: „Der Junge hat eine Platzwunde und eine Prellung. Herr Bausemer soll in Handschellen abgeführt worden sein.“ Bausemer sitzt seit 2024 für die AfD im Europaparlament

via focus: 14-Jähriger im Krankenhaus AfD-Mann attackiert Plakat-Abreißer mit Baseballschläger

siehe auch: WAHLPLAKAT IN STENDAL ZERSTÖRT  Attacke mit Baseballschläger? Der AfD-Europaabgeordnete Bausemer soll einen 14-Jährigen verletzt haben Der sachsen-anhaltische Europaabgeordnete Arno Bausemer (AfD) soll in Stendal mit einem Baseballschläger einen Jugendlichen geschlagen haben. Deutliche Anhaltspunkte dafür erhielt die Volksstimme aus mehreren Quellen; AfD-Politiker verletzt offenbar 14-jährige Jungen. Zwei Jugendliche haben am Donnerstag in Stendal AfD-Wahlplakate zerstört. Ein AfD-Mitglied überraschte die Jungen und wurde handgreiflich. In Stendal hat es eine Auseinandersetzung wegen eines AfD-Wahlplakates gegeben. Ein AfD-Mitglied soll zwei jugendliche Randalierer angegriffen haben. Angreifer wohl bekanntes AfD-Mitglied und EU-Abgeordneter Nach Angaben der Polizei haben zwei Jugendliche am Donnerstagabend zwei Wahlplakate der AfD beschädigt. Das Landeskriminalamt (LKA) teilt mit, dass die Jungen dabei beobachtet worden sein sollen. Ein 43-jähriger Deutscher soll die zwei 14-Jährigen dann angegriffen haben. Dabei soll es laut Polizei zum Einsatz eines “mutmaßlichen Schlagwerkzeuges” gekommen sein. Laut LKA handelt es sich bei dem Angreifer um “eine der Immunität unterliegenden Person.” Nach MDR-Informationen geht es bei dem 43-jährigen Mann um Arno Bausemer, Mitglied der AfD und des EU-Parlaments. Abgeordnete besitzen Immunität. Bausemer soll einen der Jungen festgehalten und verletzt haben. Der Jugendliche musste ins Krankenhaus. 14-Jähriger mit Gehirnerschütterung und Verletzungen Nach MDR-Informationen wurde der Junge wegen einer leichten Gehirnerschütterung, mehreren Prellungen sowie Verletzungen an der Lippe und am Zahnfleisch behandelt. Der zweite Jugendliche berichtet dem MDR, dass der Politiker einen Baseballschläger benutzt habe und damit seinen Freund “vom Roller holte.”;

siehe dazu auch: Mutmaßliche Attacke Vor Plakat-Angriff feiert AfD-Mann beschädigte FDP-Werbung. Der AfD-Europaabgeordnete Arno Bausemer soll laut Medienberichten Jugendliche mit einem Baseballschläger angegriffen haben, weil diese ein AfD-Plakat zerstörten. Tage zuvor feierte er noch selbst Vandalismus an einem Konkurrenzposter. Vor der mutmaßlichen Attacke gegen die Jugendlichen in Stendal, die ein AfD-Banner zerstört haben sollen, schrieb er auf Facebook über ein von Vandalismus betroffenes FDP-Plakat: „In der Altmark entdeckt – auf jeden Fall ein echter Blickfang!“ Bausemer feiert selbst beschädigtes FDP-Wahlplakat Darauf zu sehen ist ein beschädigtes Plakat der FDP mit dem Slogan: „Weil sich was ändern muss.“ Doch der Buchstabe P aus „FDP“ wurde übermalt, stattdessen schrieben die Vandalen ein A davor, sodass es „AFD“ statt „FDP“ zeigte. „Auf jeden Fall muss sich etwas ändern! Der Spruch passt jedenfalls besser zu uns als stärkster Opposition“, so Bausemer. Zudem fügte er mit einem Zwinkersmiley die Frage an: „Kunstfreiheit oder Vandalismus. Was sagt Ihr?“ (…) Am Freitag war bekannt geworden, dass Bausemer am Donnerstag zusammen mit mindestens einer weiteren Person zwei Jugendliche verfolgt haben soll, die mutmaßlich ein AfD-Plakat in Stendal zerstört hatten. Der 43-Jährige soll die beiden 14-Jährigen mit einem „Schlagwerkzeug“ attackiert haben, wie die Polizei mitteilte. Bausemer habe einen der Jungen festgehalten und dies auch auf Facebook bestätigt: „Wir haben die asozialen Jugendlichen auf frischer Tat erwischt und ich konnte einen der Täter nach kurzer Verfolgung und Gegenwehr stellen und festhalten“, schrieb er dort. Nach Informationen des MDR wurde einer der Jungen wegen einer leichten Gehirnerschütterung, mehrerer Prellungen sowie Verletzungen an der Lippe und am Zahnfleisch behandelt

AfD Oldenburg vor der Stadtratswahl Nazi-Influencerin geht, Hass bleibt

Die selbsternannte „Teenage-Nazi“ Miriam Alexandra Tański ist nach einem taz-Bericht aus der AfD ausgetreten. Ganz freiwillig geschah das nicht. Am vergangenen Montag berichtete die taz darüber, dass die beiden Oldenburger AfD-Stadtratskandidaten Miriam Alexandra Tański und Felix Wolf rassistische und antisemitische Äußerungen im Internet verbreitet hatten. Nun ist zumindest die Influencerin Miriam Alexandra Tański der AfD in Oldenburg doch zu rechts. Auf Anfrage der taz erklärte Kreisverbandssprecher Andreas Paul (MdB): „Ein Gespräch mit Frau Tański ergab, dass die Inhalte, die sie auf Twitter vertrat, nicht vereinbar mit den Werten der AfD sind.“ Nach dem Gespräch habe Tański ihre Mitgliedschaft zum 11. August gekündigt. Allerdings stehen die Kan­di­da­t:in­nen für die Stadtratswahl bereits fest, weshalb Tański ungeachtet ihres Parteiaustritts auf Listenplatz 2 im Wahlbereich 6 für die AfD kandidieren wird. Kreisverbandssprecher Paul sagt dazu: „Auf ein mögliches Ratsmandat hat sie erklärt zu verzichten.“ Da Tański nicht aus der Partei ausgeschlossen wurde, wäre ein Wiedereintritt theoretisch jederzeit möglich. Paul versichert, dass dies „ausgeschlossen“ sei. Weitere Ämter habe Tański in der Partei nicht ausgeübt. Darüber hinaus wollte Andreas Paul keine Fragen der taz beantworten. Tański verbreitete am 9. Juni ein Foto, aufgenommen von der Besuchertribüne des Reichstagsgebäudes. Sie hielt einen Sticker mit einem sogenannten Pfeilrad direkt unter den Bundesadler, was offenbar an den Reichsadler der Nationalsozialisten erinnern sollte. Das Rad, bestehend aus acht weißen AfD-Pfeilen auf schwarzem Grund, ist ein Erkennungszeichen der extrem rechten Szene. Auf einen Post, der ein fünfarmiges Hakenkreuz mit „25% mehr Hass“ als neues Symbol vorschlug, antwortete Tański: „Wir haben schon das Pfeilrad. Mit 100% mehr Hass.“ Ob Tański auf Einladung von Paul den Bundestag besuchte, beantwortete der Abgeordnete auf dreifache Nachfrage nicht.

via taz: AfD Oldenburg vor der Stadtratswahl Nazi-Influencerin geht, Hass bleibt

siehe dazu auch: Kommunalwahl mit extremen Influencern Mit Rassenhass in den Rat Zwei extrem rechte Influencer treten in Oldenburg für die AfD zur Kommunalwahl an. Auf Social-Media-Plattformen verhöhnen sie Holocaustopfer – bis die taz fragt. Die extrem rechten Influencer Miriam Alexandra Tanski und Felix Wolf treten bei der Stadtratswahl in Oldenburg im Rahmen der niedersächsischen Kommunalwahlen am 13. September für die AfD an. Damit wagen zwei aus dem sogenannten politischen Vorfeld der Neuen Rechten den Schritt in die Politik. Ihre Internetaktivitäten zeigen, welchen Kurs der vorgeblich bürgerliche AfD-Stadtverband damit einschlägt. Die Verbindungen zwischen Vorfeld und Partei sind nicht neu. Zuletzt zeigten sie sich am 1. August in Schwerin beim ersten Aufmarsch der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, dem „Tag der Deutschen Jugend“. Neben Aktivisten der Identitären Bewegung und der Jugendorganisation der in Die Heimat umbenannten NPD waren auch die extrem rechten Influencer Tanski und Wolf dabei. Die taz hat sich ihre Internetauftritte angeschaut, einige Posts gesichert und konnte andere einsehen, die bereits gelöscht sind. Tanski ist im Internet als „miarockatansky“ bekannt und bezeichnet sich selbst an verschiedenen Stellen als „Miss Germany 1933“, „Teenage-Nazi“ und „gesichert rechtsextrem“. Angeblich alles „Satire“, die Posts für ihre knapp 7.000 Follower auf X sprechen aber für sich. Nicht-weiße und queere Menschen bezeichnet Tanski als „entartet“. Sie ist „gegen Rassenschande“ und nennt Schwarze Menschen wiederholt „N[****]“ und „Affen“. Muslime haben in ihren Augen „Behinderungen genetischer Art“. Wenn Menschen in Afrika und im Mittleren Osten verhungern würden, komme „schon alles so, wie es kommen soll“. Sie fordert „Nazis rein“ und lobt die Neonazi-Band Landser. In der Weihnachtszeit backt Tanski Plätzchen in Form der „schwarzen Sonne“ und mit „HH“-Verzierungen. „Die Achsenmächte werden sich wieder vereinen und gegen das Böse kämpfen“, prophezeit sie und fordert an anderer Stelle einen Frieden „ohne Oder-Neiße-Linie“. Dieses Jahr war sie beim rechtsextremen Trauermarsch in Dresden dabei.

Bericht des Robert Koch-Instituts – Zahl der Hitzetoten in Deutschland steigt auf 12.500 Todesfälle

In diesem Sommer sind nach Berechnungen des Robert Koch-Instituts bisher deutlich mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als sonst in ganzen Jahren. Der Hausärzteverband bezeichnet das als »schockierend«, der Ernstfall sei eingetreten. Hitzeperioden haben deutschlandweit in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu rund 12.500 Sterbefällen geführt. Das geht aus dem aktuellen RKI-Bericht zur hitzebedingten Mortalität  hervor, der die Zeit vom 6. April bis 2. August betrachtet. Damit sind in diesem Jahr bisher deutlich mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als sonst in ganzen Jahren. Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre wurden vor allem 2018 und 2019 viele Hitzetote verzeichnet: 2018 starben nach neuesten RKI-Angaben 9400 Menschen hitzebedingt, 2019 waren es 7700. In den Jahren 2020 und 2022 bis 2024 starben hitzebedingt jeweils etwa 3000 und mehr Menschen. Laut RKI geht ein Großteil der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr, nämlich circa 9600, auf die besonders heiße Woche vom 22. bis 28. Juni zurück. Die Gesamtzahl der diesjährigen Hitzetoten könnte sogar noch höher als angegeben liegen: Dem RKI zufolge handelt es sich um eine konservative Schätzung. Bereits vergangene Woche kritisierte die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, in der »Rheinischen Post« die Untätigkeit der Regierung: »Fast 10.000 Hitzetote infolge einer einzelnen Woche im Juni sind kein Warnschuss mehr. Der Ernstfall ist bereits eingetreten«, sagte Buhlinger-Göpfarth. Sie kritisierte das regelmäßige Verschwinden des Themas von der politischen Tagesordnung, sobald im Herbst die Temperaturen wieder sinken. Daher sei die hohe Zahl an Hitzetoten »schockierend, aber leider nicht wirklich überraschend«.

via spiegel: Bericht des Robert Koch-Instituts Zahl der Hitzetoten in Deutschland steigt auf 12.500 Todesfälle

Kultur der Belästigung: Studie zeigt, wie Meta-Brillen gegen Frauen eingesetzt werden

Social-Media-Plattformen werden von Videos geflutet, in denen Frauen von Männern mit Smart-Glasses bedrängt werden. Die Unternehmen sehen sich nicht in der Pflicht. Ungewollt gefilmt zu werden, ist für viele Menschen ein Albtraum. Trotzdem arbeitet ein großer Teil im Silicon Valley gerade an der Idee einer smarten Brille, die neben einer Sprachsteuerung als Hauptfeature eben auch eine Kamera verbaut haben soll. Mit dieser, so die Idee, kann man jederzeit filmen oder Fotos machen. Praktisch, um etwa den eigenen Fahrrad- oder Wanderausflug zu dokumentieren, aber natürlich auch eine Möglichkeit Menschen zu fotografieren, die das gar nicht wollen. Die NGO HateAid hat deshalb vor wenigen Tagen bereits eine Strafanzeige gegen Meta erstattet, da der Konzern von Mark Zuckerberg gerade jenes Unternehmen darstellt, das mit diesem Konzept derzeit für den meisten Wirbel sorgt. “Man muss jederzeit damit rechnen, gefilmt und anschließend im Internet bloßgestellt zu werden”, erklärt die HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon. Das müsse man verhindern. Dass es sich hier nicht um leere Anschuldigungen handelt, beweist eine aktuelle Studie der University of Sydney. Diese zeigt auf, wie vor allem Frauen von männlichen Trägern der “smarten Brillen” gezielt belästigt werden, um diese Inhalte dann ins Netz zu stellen. Auch welche Nachwirkungen dieser Trend hat, wird in der Studie beschrieben. Inszeniert Es hat sich zu einem unschönen Trend entwickelt. Videos, in denen Männer Frauen auf der Straße ansprechen und sehr offensiv zu flirten beginnen. Meist reagieren die Frauen angewidert oder eingeschüchtert und genau das bringt offenbar Klicks und Verweilzeit. Anders ist es nicht zu erklären, dass vor allem die Meta-Plattformen mittlerweile von solchen Videos überschwemmt werden. Aufgenommen werden die Videos mit einer der mittlerweile vielzähligen Meta-Brillen, die den Upload auf Instagram oder Facebook hürdenlos anbieten. (…) Auffallend für die Studie war, dass je heimlicher die Aufnahmen zu sein schienen, desto schwerwiegender fiel die Belästigung aus. “Die Daten zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen der ‘Heimlichkeit’ der Aufnahmetechnik und dem Ausmaß der Belästigung”, wird erklärt. Man sei sich sicher, dass die meisten Aufnahmen für die betroffene Person im Verborgenen stattfand, also sie sich selten bis nie darüber bewusst war, gefilmt zu werden. Vor allem deshalb, weil viele Besitzer solcher Brillen diese modifizieren, um die Aufzeichnungsanzeige, ein kleines Licht am Brillenrand, zu deaktivieren. Bei Meta ist man sich der Problematik mittlerweile auch bewusst. Instagram-Chef Adam Mosseri erklärte vor wenigen Wochen, dass die Plattform damit beginnen werde, belästigende Inhalte zu entfernen. “Wir wollen nicht, dass Menschen heimlich Videos von anderen aufnehmen, diese belästigen und die Aufnahmen dann auf unserer Plattform veröffentlichen”, erklärte er in einer Stellungnahme. Man werde alle Mittel einsetzen, um gegen diesen Trend vorzugehen. Wie 404 Media berichtet, fanden sich allerdings auch mehrere Wochen nach den Aussagen von Mosseri weiterhin zahlreiche Reels auf Instagram, in denen genau solche Inhalte zu sehen waren. Auch Videos, in denen Frauen ganz klar sagen, dass sie nicht gefilmt werden wollen. Grenzwertig In der Welt der “Pickup-Artists”, so nenne sich die Hersteller und Verbreiter solcher Videos, seien diese Inhalte sowohl unterhaltsam als auch lehrreich, schrieben die Forscher. Die Content Creator würden gegenseitig voneinander lernen und sich zusätzlich anstacheln. Beunruhigend sei zudem, dass es die Brillen tatsächlich in den Mainstream geschafft haben. Das würde auch erklären, wie so viele solcher Inhalte in so kurzer Zeit veröffentlicht werden können.

via standard: Kultur der Belästigung: Studie zeigt, wie Meta-Brillen gegen Frauen eingesetzt werden

siehe auch: Researchers Show How Meta’s ‘Pervert Glasses’ Are Used to Harass Women. A new study shows how pickup artist influencers use smart glasses to create content, and the connection between covert recording and harm. Instagram is full of first-person videos of men harassing women in public. They follow a similar script: A man walks up to a woman or group of women in a store, sitting outside a cafe, or walking home from a bar, and delivers a pickup line. The women almost always nervously laugh, react with barely-veiled disgust, or say “fuck off” while he stalks her or refuses to walk away. The men recording these videos capture them with Meta’s smart glasses, which are designed to discreetly capture interactions like these and upload the videos to Meta’s platforms where the women in the videos are turned into content for “pickup artist” accounts.   New research reveals this ecosystem works, and how pickup artists (PUA) influencers are using Meta’s products, including its smart glasses and social media platforms, to perpetuate a culture of harassment against women.   University of Sydney researchers Joanne Gray, Milica Stilinovic, Marcus Carter, and Ben Egliston watched hundreds of these videos to learn how pickup artist content creators use smart glasses, and what specific forms of gendered harms these recordings cause. They published their research paper, “Harm Through the ‘#RizzCam’: Smart Glasses, Ambient Capture and Invisible Harassment,” online this week as a preprint article.

Studie: Harm Through the “#RizzCam”: Smart Glasses, Ambient Capture and Invisible Harassment

siehe dazu auch: NGO HateAid erstattet Strafanzeige gegen Meta wegen Smart-Brillen Auch gegen verschiedene Optikerketten geht die Organisation rechtlich vor. Deutsche Verbraucherschützer haben nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die Facebook-Mutter Meta erstattet. Die KI-Brille “Ray-Ban Meta Wayfarer” verstoße gegen Datenschutzgesetze, teilte die Organisation HateAid am Mittwoch mit. “Vor Smart-Brillen gibt es kein Entkommen”, sagte HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon. “Man muss jederzeit damit rechnen, gefilmt und anschließend im Internet bloßgestellt zu werden.” Weitere Anzeigen Neben Meta habe ihre Organisation auch gegen den Brillen-Hersteller EssilorLuxottica, die Optikerketten Fielmann, Apollo und Mister Spex sowie den Elektronik-Einzelhändler MediaMarkt Anzeige erstattet. HateAid stütze sich dabei auf ein Gesetz, das den Verkauf von Kommunikationsgeräten verbietet, die dazu bestimmt sind, Personen unbemerkt zu filmen.

Ray-Ban Meta Gen 1 smart glasses with charging case.jpg
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“Letzte Verteidigungswelle” Verurteilte Rechtsextreme wollen Urteil prüfen lassen – #terror

Der Bundesgerichtshof wird sich mit dem Urteil gegen Mitglieder und Unterstützer der Gruppierung “Letzte Verteidigungswelle” beschäftigen. Mehrere Verurteilte haben Revision gegen die Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg eingelegt. Das teilte das Gericht dem rbb aus Anfrage mit. Demnach haben bislang mindestens drei Angeklagte Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. (…) Mit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs, ob eine Revision des Urteils zugelassen wird, ist erst in einigen Monaten zu rechnen. Vor knapp einer Woche hatte das Hanseatische Oberlandesgericht alle acht Angeklagten wegen Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu Jugendstrafen zwischen anderthalb und fünf Jahren verurteilt. Außerdem wegen versuchten Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung. In dem Prozess wurde die “Letzte Verteidigungswelle” zum ersten Mal von einem deutschen Gericht als terroristische Vereinigung eingestuft.

via rbb: “Letzte Verteidigungswelle” Verurteilte Rechtsextreme wollen Urteil prüfen lassen