Milchbauern in Brandenburg müssen offenbar neue Abnehmer für ihre Milch finden. Denn die Molkerei Müller soll die Verträge mit vielen Betrieben in Nord- und Ostbrandenburg gekündigt haben. Der Bauernverband spricht von einem “harten Schlag” – vor allem wegen der kurzen Kündigungszeit. Die Molkerei Müller hat offenbar die Lieferverträge mit Milchbauern aus Brandenburg gekündigt. Das haben Recherchen des rbb ergeben, die der Landesbauernverband bestätigt hat. Die Kündigungen sollen demnach in den kommenden Monaten in Kraft treten. Wie viele Milchbauern genau betroffen sind, ist unklar. Laut Landesbauernverband geht es vor allem um mittelgroße Betriebe mit 400 bis 800 Kühen in Nord- und Ostbrandenburg, bei denen der Milchliefervertrag mit der Unternehmensgruppe Theo Müller fristgerecht aufgekündigt wurde. Das Unternehmen äußerte sich auf rbb-Nachfrage bislang nicht zu den Kündigungen.Verband kritisiert kurze KündigungszeitDer Landesbauernverband sprach von einem “harten Schlag ins Kontor”, weil die Bauern nun kurzfristig andere Abnehmer für ihre Milch finden und wahrscheinlich niedrigere Preise in Kauf nehmen müssten. Meike Mieke vom Landesbauernverband sagte dazu, dass die betroffenen Landwirte weniger Auswahlmöglichkeiten hätten. Die Wertschöpfungskette Milch sei einmal mehr gestört. Das Land Brandenburg brauche mehr Verarbeitungsunternehmen, die den Landwirten die Treue halten, so Mieke weiter. Wie Mieke am Dienstag dem rbb mitteilte, soll die Aufkündigung unter anderem Betriebe in Ostprignitz-Ruppin und in der Prignitz betreffen.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird mit großer Spannung erwartet. Wenige Tage vor der Wahl tauchen fragwürdige Aufnahmen mit AfD-Mann Ulrich Siegmund auf. Es ist eine befremdliche Szene, die sich in dem fraglichen Video abspielt, das in sozialen Medien kursiert. Die Aufnahmen zeigen den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Miguel Klauß und den Spitzenkandidaten der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund. Beide sind mit Wintermänteln bekleidet, die im Hintergrund zu sehende Vegetation deutet auf eine Aufnahme in der eher kalten Jahreszeit hin. Die beiden AfD-Politiker schlendern vor dem Stuttgarter Landtag in Richtung einer Grünfläche, auf der sich laut Klauß „ägyptische Nilgänse“ tummeln. Klauß zeigt auf eine Nilgans und sagt zu Siegmund: „Das ist eine Nilgans, das ist eine invasive Art. Hochaggressiv. Scheißt hier alles voll und vertreibt die heimischen Enten.“ Anschließend fragt der Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg den Parteikollegen aus Sachsen-Anhalt: „Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?“ Weiter heißt es in dem Gespräch, dass die Gans ein „großes Stadtbildproblem“ sei. Man lasse sie gewähren, „weil sie jetzt nun mal da sind“. Außerdem habe sie „keine natürlichen Feinde“. Klauß endet mit den Worten: „Das kommt uns sehr bekannt vor.“ Siegmunds vielsagende Antwort: „Viele Parallelen.“ (…) „Wie bewertet Ulrich Siegmund das obige Gespräch und den Gedankenaustausch? Vergleicht Ulrich Siegmund in dem Gespräch die Nilgans mit Migranten? Was meint Siegmund mit ,viele Parallelen’?“, wollte unsere Redaktion wissen. Auch 48 Stunden nach Eingang der schriftlichen Anfrage und zwischenzeitlicher zweimaliger telefonischer Nachfrage: Schweigen im Siegmund-Kosmos.
In Sachsen-Anhalt könnte die rechtsextreme AfD bald den ersten Ministerpräsidenten Deutschlands stellen. Die Partei plant einen Rundumschlag gegen alles, was nicht in ihr Weltbild passt, darunter Frauen- und Gleichstellungspolitik. (…) Würden die Pläne der AfD Sachsen-Anhalt umgesetzt, hätte das weitreichende Konsequenzen. Für Migranten und Homosexuelle, Kirchen und Schulen, Kultur und Justiz. Ich war vor Kurzem in Magdeburg, der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt, und habe dort mit Menschen gesprochen, die direkt von den Plänen der AfD betroffen wären. Ich war bei Vereinen, denen die Förderungen entzogen werden sollen, habe mit dem Vorsitzenden des Richterverbandes über den geplanten Umbau der Justiz gesprochen, Lehrer und Gewerkschafterinnen gefragt, wie sie damit umgehen, dass die AfD die Lehrpläne umschreiben will. Die Förderungen für Frauen und Gleichstellung etwa in der Wissenschaft will die AfD in Sachsen-Anhalt einstellen, Frauenquoten abschaffen. Das Abtreibungsrecht soll verschärft werden. Das „Recht auf körperliche Unversehrtheit“, heißt es im Programm, müsse „auch für ungeborenes Leben gelten“. Die AfD will, dass bei Beratungsterminen vor einem geplanten Schwangerschaftsabbruch verpflichtend eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt wird. Und dann wäre da noch die Gleichstellungspolitik, mit der die AfD Schluss machen will. In Magdeburg habe ich mit der Landesbeauftragten für Frauen- und Gleichstellungspolitik gesprochen. Sarah Schulze setzt sich gegen Diskriminierung, Vorurteile und Gewalt ein. Doch wenn es nach der AfD geht, soll sich das wohl ändern. Unter dem Titel „Gleichstellungsbeauftragte abschaffen“ hat die Partei dem Thema in ihrem Programm einen eigenen Unterpunkt gewidmet.
Die bayerische Wirtschaft warnt vor den Plänen der AfD, aus Schengenraum und Euro auszutreten. Eine Studie des Prognos-Instituts beziffert allein den Wohlstandsverlust durch 20 Minuten Wartezeit an Grenzen auf 800 Millionen Euro jährlich für Deutschland. Forderungen der AfD nach einem Austritt Deutschlands aus dem Schengenraum und aus dem Euro haben die bayerische Industrie auf den Plan gerufen. „Solche Gedankenspiele sind ein Frontalangriff auf die deutsche und die bayerische Wirtschaft. Europa ist unser außenwirtschaftlicher Stabilitätsanker“, erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Insgesamt hängen 7,2 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland am Handel mit Europa, hat eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag der vbw ergeben. 550 Milliarden Euro Wertschöpfung sind demnach von der Nachfrage aus anderen EU-Ländern abhängig. „Wir brauchen ein geeintes Europa mehr denn je, wirtschaftlich ebenso wie politisch“, betonte Brossardt gegenüber unserer Zeitung. Auch die Freizügigkeit, die der Schengenraum ermöglicht, sei für die Wirtschaft unverzichtbar. Allein die Annahme zusätzlicher Wartezeiten für Pendler von 20 Minuten je Grenzübertritt ergäbe laut Studie einen jährlichen Wohlstandsverlust von 7,9 Milliarden Euro im Schengenraum, 800 Millionen allein für Deutschland. „Wer solche Vorschläge macht, schadet der Wirtschaft und den Beschäftigten“, sagte der vbw-Chef. Industrie: Europa bringt Stabilität „Im internationalen Vergleich ist die EU für Deutschland deutlich wichtiger als andere große Wirtschaftsräume“, betont Brossardt. „Sie bietet stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, deren Bedeutung angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten weiter zunimmt.“
Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nimmt eine bundesweite Umfrage entscheidende Aussagen aus dem AfD-Wahlprogramm in den Blick. Bei einem Kernthema der Partei fällt das Ergebnis besonders deutlich aus. Eine Mehrheit der Bundesbürger lehnt zentrale Forderungen aus dem AfD-Wahlprogramm für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ab. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv hervor. Besonders deutlich fiel die Ablehnung bei Aussagen zu ausländischen Fachkräften aus. Demnach stimmten nur 17 Prozent der Aussage zu, ausländische Ärzte seien wegen »Sprachschwierigkeiten» und »anderer kultureller Herkunft« oft kaum geeignet, deutsche Bürger richtig zu behandeln. Lediglich 16 Prozent unterstützten die Aussage, die Anwerbung von Fachkräften »aus fremden Kulturen« führe zu Problemen und gefährde etwa im Gesundheits- und Pflegesektor das Wohl der Patienten. Auch mehrere schulpolitische Forderungen der AfD fanden keine deutliche Mehrheit. So stimmten in der Umfrage nur 24 Prozent der Forderung zu, Lehrkräfte sollten bei Meinungsäußerungen von Schülern nicht mehr mit ihrer eigenen Meinung mitdiskutieren dürfen. 31 Prozent befürworteten zusätzliche Beschwerdemöglichkeiten für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.
Die CDU hält offiziell an ihrem Kooperationsverbot mit der AfD fest. Der Landeschef der Jungen Union in Sachsen-Anhalt sieht das anders. Nico Elsner, Landeschef der Jungen Union in Sachsen-Anhalt, hat sich für eine Zusammenarbeit mit der AfD im Landtag ausgesprochen. Im Nachrichtenpodcast “F.A.Z. Podcast für Deutschland” der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” sagte er, AfD-Stimmen für Gesetze und auch für die Wahl eines CDU-Ministerpräsidenten seien demokratisch legitim. Eine Koalition mit der AfD schloss er jedoch aus. Elsner begründete seine Haltung mit dem Argument: “Eine richtige Sache wird nicht falsch, nur weil die Falschen zustimmen.” Im parlamentarischen Verfahren müsse man mit AfD-Abgeordneten zusammenarbeiten, weil diese gewählt seien. Er geht davon aus, dass Gesetzentwürfe ins Parlament eingebracht werden und sich dort Mehrheiten finden.
Known for “The Rocky Horror Picture Show,” “Clue,” and more cult classics, the electric performer was a patron saint of the midnight movie whose seductive impact can never be forgotten. For audiences familiar with the transgressive thrill of repertory screenings, Curry was more than “just” an actor. An icon of cult cinema whose electric spirit never flickered, even when he was ailing in his final years, Curry was an undeniable force in acting whose ability to sell viewers on the seductive power of fearless spectacle is still unmatched. Whether Curry was strutting onstage live in fishnets and heels for “The Rocky Horror Show” on the West End — or purring through the musical’s perfectly calibrated film adaptation in movie theaters for decades after that — the man rarely missed. (…) It’s impossible to talk about Curry without stressing the mammoth impact of “The Rocky Horror Picture Show” (1975). A genre-bending, queer fringe film phenomenon that immortalized Curry as a countercultural icon decades before his death, the beloved indie remains the longest-running midnight movie of all time. As the simultaneously menacing and strangely sympathetic Dr. Frank-N-Furter, Curry didn’t just anchor the zany world created by writer and co-star Richard O’Brien. Instead, the movie’s unexpected main attraction became indelible proof of its timelessly powerful thesis of acceptance.
sieeh auch: Tim Curry, actor famed for ‘Rocky Horror Picture Show,’ dead at 80. Tim Curry, the baritone-voiced British actor who pranced to movie fame as a singing, lingerie-clad “sweet transvestite” in the 1975 cult classic “The Rocky Horror Picture Show,” has died at the age of 80, his manager said on Wednesday. A cause of death was not immediately given, but Curry had been in ill health for some time. He died peacefully on Tuesday at his home in Los Angeles, his manager said. Curry appeared in numerous movies, often as a hammy villain, was nominated three times for a Tony Award for Broadway roles, and performed voice work in many animated films and TV shows. But his best-known role was Dr. Frank N. Furter, which came in his debut film, the outrageous, crowd-pleasing horror-comedy-musical “The Rocky Horror Picture Show,” co-starring Susan Sarandon and Barry Bostwick. “I’m not much of a man by the light of day. But by night I’m one hell of a lover. I’m just a sweet transvestite from transsexual Transylvania,” Curry sang in one scene as he strutted around with garish eye shadow and lipstick, in a skimpy black outfit complete with black stockings and garter belt. In a 1975 television interview, Curry noted the risk of having his career defined by such an outlandish role – a prescient worry, as it turned out. “When I read it, I just thought it was very, very witty and funny,” Curry said, although he confessed to some initial reluctance; Tim Curry, the versatile star turned pop culture icon with ‘Rocky Horror Picture Show,’ dies at 80. British actor Tim Curry, best known for his portrayal of mad scientist Dr. Frank-N-Furter in “The Rocky Horror Picture Show,” has died. Curry died at his home in Toluca Lake, his longtime manager and friend confirmed to The Times. (…) Curry is best known for originating the role of Dr. Frank-N-Furter, the self-proclaimed “Sweet Transvestite” and purveyor of pleasure who guides a stranded young couple — and audiences — through an unpredictable evening of sexual exploration and liberation. He debuted the offbeat experimental musical in fishnets and pearls in 1973 on the tiny stage upstairs at the Royal Court Theater in London, where it first became an underground sensation. (…) “The Rocky Horror Picture Show” became the original midnight movie that endeared generations of audiences with its flamboyant characters, spawned interactive screenings across the country and secured its spot in the pop culture lexicon. “It was part of the sexual revolution, really,” Curry told The Times in 2025 upon the film’s 50th anniversary. “Experiment was in the air and it was palpable. I gave them permission to be who they discovered they wanted to be. I’m proud of that.”