Zwei interne Schreiben aus der AfD Baden-Württemberg haben die Bundesparteiführung unter Druck gesetzt. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat Auszüge aus beiden Briefen veröffentlicht. Darin erheben Parteimitglieder schwere Vorwürfe gegen die Landesführung. Im Mittelpunkt der Kritik steht der 35 Jahre alte Landeschef Markus Frohnmaier. Der erste Brief stammt von Rüdiger Klos (65). Er ist Gründungsmitglied des AfD-Landesverbands Baden-Württemberg und war zehn Jahre lang Landtagsabgeordneter. Bei der Landtagswahl im März 2026 trat er nicht mehr an. Sein siebenseitiges Schreiben ist an den Bundesvorstand um Alice Weidel und Tino Chrupalla gerichtet. Scheidender Politiker rechnet mit der AfD ab: „Sektenartige“ Zustände, „Beutegemeinschaft“, „Säuberungsaktionen“ Klos zeichnet darin das Bild einer Partei, die mit Rechtsstaatlichkeit und innerparteilicher Demokratie gebrochen habe. Er wirft der Landesführung um Frohnmaier und Co-Landeschef Emil Sänze (75) vor, Kritiker mit Parteiausschlussverfahren mundtot zu machen. Klos schreibt von „Säuberungsaktionen wie im Totalitarismus“. Wer sich der Führung nicht unterwerfe, werde „mit fanatischem Hass verfolgt und geächtet“. Auch von „innerparteilichen Goebbels-Methoden“ und „sektenartigen Zuständen“ ist in dem Schreiben die Rede. Klos hatte bereits in einem früheren Schreiben die Lage im Landesverband angeprangert. „Die Zustände im Landesverband erinnern an Nordkorea, und die Parteitage ähneln Sitzungen des Chinesischen Volkskongresses“, hatte der 65-Jährige in dem Brandbrief geschrieben. Jetzt legte er nach und kritisierte die innerparteilichen Machtstrukturen. Die Rede war von „Vetternwirtschaft“, „Beutegemeinschaften“ und einer „Kultur der skrupellosen Selbstbedienung“.
via fr: Brandbrief aus der AfD: Insider spricht von „sektenartigen Zuständen“ und „Beutegemeinschaft“
siehe auch: Brandbrief erschüttert AfD: Ex-Abgeordneter prangert „sektenartige Zustände” und „Säuberungsaktionen” an. Ein langjähriger AfD-Politiker erhebt massive Vorwürfe gegen die Parteiführung in Baden-Württemberg. Er spricht von „Beutegemeinschaft“ und „Goebbels-Methoden“. Stuttgart – Massive Turbulenzen erschüttern den AfD-Landesverband Baden-Württemberg. Gleich zwei brisante Schreiben aus den eigenen Reihen setzen die Bundesparteiführung unter erheblichen Druck. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlichte Auszüge beider Dokumente, in denen Parteimitglieder gravierende Anschuldigungen gegen die Landesspitze erheben. Besonders im Fokus der Kritik: der 35-jährige Landesvorsitzende Markus Frohnmaier. (…) In seinem Schreiben zeichnet Klos das Bild einer Partei, die fundamentale demokratische Prinzipien über Bord geworfen habe. Der Landesführung um Frohnmaier und dessen Co-Vorsitzenden Emil Sänze (75) wirft er vor, kritische Stimmen systematisch durch Parteiausschlussverfahren zum Schweigen zu bringen. Von „Säuberungsaktionen wie im Totalitarismus“ ist die Rede. Wer der Führungsriege nicht folge, werde „mit fanatischem Hass verfolgt und geächtet“, heißt es weiter. Klos spricht sogar von „innerparteilichen Goebbels-Methoden“ und „sektenartigen Zuständen“.

