»Die Beteiligung von Juden an der Resistenza war beträchtlich«

Der Verband der italienischen Partisanen, der das Gedenken an die Resistenza organisiert, wirft Israel einen Genozid an den Palästinensern vor. Die »Jungle World« sprach mit Roberto Cenati, dem ehemaligen Vorsitzenden des ANPI-Regionalverbands in Mailand, über seinen Rücktritt und die Notwendigkeit eines antifaschistischen Gedenkens, das sich gegen Antisemitismus wendet. (…) Trotz zahlreicher Initiativen, die jedes Jahr im Rahmen von Gedenktagen an die Opfer der Shoah stattfinden, scheint es an politischer und historischer Bildung an vielen Stelle zu mangeln. Dazu würde rund um den 25. April auch ein Erinnern an den jüdischen Widerstand gehören. Wird das Engagement jüdischer Partisanen und Überlebender angemessen gewürdigt? Die Widerstandsbewegung, mit dem entscheidenden Beitrag der Alliierten, hat alle befreit – unabhängig von Überzeugungen oder politischer Gesinnung. Aus diesem Grund ist der 25. April ein Tag des Feierns und der Einheit aller Italiener, die an den Antifaschismus und die Prinzipien der republikanischen Verfassung glauben. Die Beteiligung der jüdischen Gemeinschaft an der italienischen Resistenza war beträchtlich. Über 1.000 Juden haben aktiv an der Resistenza mitgewirkt – eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass es 1943 in Italien rund 41.000 Juden gab. Einige waren in Führungspositionen vertreten, wie Leo Valiani, Emilio Sereni, Giulio Bolaffi, Eugenio Colorni, Umberto Terracini – der Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung war; Emanuele Artom und Leone Ginzburg wurden in den SS-Gefängnissen gefoltert und ermordet. Eine besondere Rolle spielte auch die Brigata Ebraica, die als Einheit jüdischer Freiwilliger in der British Army an der Befreiung Italiens beteiligt war. Wie wird ihrer gedacht? Die Brigata Ebraica ist im Zusammenhang der Befreiung besonders hervorzuheben. Italiens Parlament hat sie mit der die Goldmedaille für militärische Tapferkeit ausgezeichnet. Die Brigata Ebraica war an entscheidenden Gefechten wie dem ersten Durchbruch der sogenannten Gotenstellung (Verteidigungslinie der deutschen Wehrmacht quer durch Mittelitalien; Anm. d. Red.) beteiligt. Allein dort verlor sie 50 ihrer Kämpfer und ermöglichte die Befreiung zahlreiche Orte Zentralitaliens. Diese mutigen Kämpfer – deren Geschichte bis heute zu wenig bekannt ist – trugen wesentlich dazu bei, Italien vom Nazi-Faschismus zu befreien. Die Teilnahme der jüdischen Gemeinschaft Mailands, der Union der jüdischen Gemeinden Italiens (UCEI) und der Brigata Ebraica an der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung ist also zentral für das Erinnern. Nichtsdestoweniger wurden die Überlebenden der Brigata Ebraica bei den nationalen Feierlichkeiten des 25. April, die jährlich in Mailand stattfinden, von sogenannten propalästinensischen Gruppen antisemitisch beleidigt und körperlich angegriffen.

via jungle: »Die Beteiligung von Juden an der Resistenza war beträchtlich«

Roberto Cenati, Vorsitzender des ANPI-Regionalverbands Mailand, hat sich von der Verbandsführung distanziert. Anlass ist eine Erklärung zum Nahostkonflikt, in der #Israel eines »Genozids an den Palästinensern« bezichtigt wird. Cenati kritisiert die Äußerung als Bruch mit dem antifaschistischen Erbe.

Jasmin Arémi (@jasminaremi.bsky.social) 2025-04-25T14:50:02.879Z

80 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges – Der 8. Mai und unsere blinden Fle­cken

Vor 80 Jahren ging das Deutsche Reich durch Kapitulation unter, der Krieg war verloren. Berlin macht daraus einen Feiertag, doch als bundesweites Vorbild taugt dies nicht. Denn die Aufarbeitung ist längst nicht abgeschlossen. Vor achtzig Jahren, am 8. Mai 1945, kapitulierte die Wehrmacht in Berlin-Karlshorst ein weiteres Mal, nach der vorangehenden Kapitulation einen Tag vorher im französischen Reims. Die Waffen schwiegen. Der verheerende Weltkrieg kam zum Erliegen. Deutschland war besiegt und lag in Trümmern. Eine bedingungslose Kapitulation, die von den Alliierten ausdrücklich nicht als Befreiung gewertet wurde. Die US-Direktive JCS 1067 vom 26. April 1945 ließ verlauten: “Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat.” Diese bedingungslose Kapitulation ist einer der Gründe, das Deutsche Reich als untergegangen anzusehen, zusammen mit der Übernahme der gesamten Staatsgewalt durch die Alliierten. Im kulturellen und erinnerungspolitischen Gedächtnis hatte der 8. Mai 1945 – anders als schon in der jungen Bundesrepublik der 20. Juli 1944 für das Stauffenberg-Attentat– lange Zeit keinen Platz. Noch 1965 überwog der Wunsch nach einem Schlussstrich, sowohl bei Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (“ein Tag, so grau und trostlos wie so viele vor oder auch nach ihm”) als auch beim Oppositionsführer Willy Brandt (“Zwanzig Jahre sind genug … des bloßen Zurückschauens”). Dies änderte sich mit der berühmten Rede des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zum 8. Mai 1985, zum vierzigjährigen Gedenken. Weizsäcker sprach von einem Tag der Befreiung, und wurde dafür aus eigenen Reihen heftig angefeindet.  Wieder Jahrzehnte später erheben sich Forderungen, etwa seitens der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, den 8. Mai – wie bereits in anderen europäischen Staaten – zu einem nationalen Gedenk- und Feiertag zu erheben. Eine nur zu verständliche Forderung, der gleichwohl Skepsis begegnet. Denn der Tag und seine Wirkungsgeschichte weisen eine erhebliche Ambivalenz und Vielschichtigkeit auf.  Justizdienst ging “ungestört” weiter  Für die meisten Deutschen war der 8. Mai keine Befreiung, sondern eine Niederlage, nach welcher der tagtägliche Kampf ums bloße Überleben weiterging. Häufig findet sich die Metapher “Zusammenbruch”. Gewiss, für eine überlebende Minderheit war es ein “rettender Zusammenbruch”, etwa für den Literaturwissenschaftler Victor Klemperer in Dresden. Gleichwohl bleibt die Zuschreibung einer “Befreiung” kontrafaktisch. Die Opfer der zahllosen Vergewaltigungen blickten anders auf den Tag zurück. Im Westen nahm man auch daran Anstoß, dass die Sowjetmacht dabei half, in Ostdeutschland eine kommunistische Diktatur zu errichten.  Zudem gab es massive personelle, materielle und strukturelle Kontinuitäten. In der Justiz ging der Dienstbetrieb trotz Bomben, Bränden und Niederlage “ungestört” weiter, wie Benjamin Lahusen, Rechtshistoriker und Professor für Bürgerliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Viadrina in Frankfurt (Oder), kürzlich herausgearbeitet hat. Eine “Stunde Null” gab es nicht. Die aus dem Obrigkeitsstaat stammenden Justizstrukturen blieben weitgehend unangetastet, etwa der starke Einfluss der Exekutive oder die Machtfülle der Gerichtspräsidenten. Strukturen, die in den heutigen Zeiten der “Faszination des Autoritären” (Koen Lenaerts, Professor für Europarecht an der Katholieke Universiteit Leuven und Präsident des Europäischen Gerichtshofs) zur fehlenden Resilienz des Rechtsstaats beitragen.   In personeller Hinsicht gab es – im Westen – ebenfalls nur überschaubare Veränderungen. Zahlreiche belastete NS-Juristen konnten ihre Karrieren unbehelligt fortsetzen. Ob und wie der “Geist des Nationalsozialismus” inhaltlich, in Gerichtsentscheidungen und Gesetzen, fortwirkte, bedarf der sorgfältigen Analyse. Jedenfalls ist zweifelhaft, ob es zu einer wirklichen Umkehr, Buße, Einsicht, zu einem Aufbruch des Gewissens kam. Viele Juristen waren Überzeugungstäter gewesen, hatten ab 1933 begeistert am Unrechtsstaat mitgewirkt, rechtfertigten Unrecht wie Terror. Nur ein Beispiel: Wandelte sich ein Theodor Maunz, der den maßgeblichen Grundgesetz-Kommentar herausgab, zugleich aber anonym für die rechtsextreme Deutsche National-Zeitung schrieb? “Unter der Woche Demokrat, in der Freizeit Faschist”, beschrieb ihn der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss

via lto: 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges Der 8. Mai und unsere blinden Fle­cken

Nazi propaganda material from 1941 discovered in Argentine Supreme Court basement

Boxes containing postcards, photographs and notebooks had been confiscated by Argentine authorities at the time, but remained long forgotten since. everal boxes containing Nazi propaganda material were discovered in the Argentine Supreme Court, 84 years after they were originally confiscated. According to the judicial body, the documentation had been shipped to Argentina in 1941 from the German embassy in Tokyo but was seized by local authorities upon discovering its contents. It remained long forgotten in the Supreme Court basement until the recent findings. . The documents were discovered “by chance” by judiciary workers when moving material from the archive as part of works ahead of the creation of the Supreme Court’s museum, according to a press release.  “When opening one of those boxes, [they] identified material destined to consolidate and spread Adolf Hitler’s ideology in Argentina, when World War II was in full swing,” the release said.

via buenos aires herald: Nazi propaganda material from 1941 discovered in Argentine Supreme Court basement

siehe auch: Nazi propaganda materials uncovered in Argentine Supreme Court archive Officials examine whether posters and literature, which arrived in Argentina in 1941, shed light on Holocaust-related events or reveal the trail of Nazi funds worldwide. Officials involved in the creation of a new museum at Argentina’s Supreme Court made a surprising historical discovery while transferring parts of the court’s archives: a series of boxes containing Nazi-related materials were found in the court’s basement. The items had arrived in Argentina in 1941 and were forgotten for decades. One of the boxes was found to contain material intended to spread Adolf Hitler’s ideology in Argentina, even after World War II had already begun. Given the sensitive nature of the contents and commitments made by the court, the remaining boxes will be preserved until their formal opening. The story dates back to June 20, 1941, when 83 crates arrived from the German Embassy in Tokyo aboard a Japanese ship. The German Embassy in Argentina declared them as personal belongings of diplomatic staff and demanded their release. In a letter dated July 28, 1941, then-Finance Minister Carlos Acevedo asked Foreign Minister Enrique Ruiz Guiñazú whether approving the embassy’s request might compromise Argentina’s neutrality during the ongoing war in Europe.

AfD-Bürgermeister über Zweiten Weltkrieg – Zuerst an die deutschen Opfer denken – #braunzone #Roßlau

Holocaust oder SS-Verbrechen spielten in Roßlaus offizieller Gedenkrede am 8. Mai keine Rolle. Gehalten wurde sie von einem Ortsbürgermeister mit Neonazi-Vergangenheit. Nachdem Laurens Nothdurft einen Blumenkranz abgelegt hatte, schlug er eine blaue Mappe auf und setzte zu seiner Rede an. Etwa 30 bis 40 Menschen hörten dem AfD-Politiker und Ortsbürgermeister von Roßlau in Sachsen-Anhalt zu, auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof am vergangenen Donnerstag. Es war der 8. Mai, 80 Jahre, nach dem Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Doch in Nothdurfts Rede fiel nicht einmal das Wort „Nationalsozialismus“. Das ist nicht der einzige Grund, weshalb ihm Be­ob­ach­te­r:in­nen vorwerfen, mit seiner Rede den Sinn des Gedenkens zu untergraben. Schon vor Ort erntete er eine Gegenrede. Dabei spielt auch sein politischer Kontext eine große Rolle. Im vergangenen Jahr wurde der AfD-Politiker zum Ortsbürgermeister von Roßlau gewählt, einem Vorort der drittgrößten Stadt in Sachsen-Anhalt, Dessau-Roßlau. Zuvor war er zeitweise „Bundesführer“ bei der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), die 2009 wegen ihrer „Wesensverwandtschaft“ zur Hitler-Jugend verboten wurde. Seine Partnerin Hildegard Nothdurft war dort „Bundesmädelführerin“. Fotos zeigen ihn auch auf NPD-Demonstrationen. Auch sein Vater Joachim Nothdurft tauchte im NPD-Umfeld auf, war auch Bundesschriftführer der rechten Kleinpartei DSU. Und sitzt jetzt für die AfD im Stadtrat. Vom 8. Mai in Roßlau zeigt ein Video, wie sich eine Gruppe Schü­le­r:in­nen vor Laurens Nothdurth und dem Denkmal auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof aufstellt. In seiner Rede erinnerte der Ortsbürgermeister zum Beginn an die Toten des Zweiten Weltkriegs. Als erste Gruppe stellte er dabei die deutschen Sol­da­ten heraus. Dann nannte der AfDler „Frauen, Kinder, Greise als Opfer im Bombenkrieg“ und noch jene deutschen Soldaten, die in alliierter Gefangenschaft starben. Zuletzt erinnerte Nothdurft an die „insgesamt 37 Millionen sowjetischen Kriegstoten“. NS-Verbrechen aussparen statt leugnen Im Zweiten Weltkrieg seien insgesamt bis zu 80 Millionen Menschen gestorben. „Gedenken wir in würdiger Weise derer, die ihr Leben gegeben haben“, forderte Laurens Nothdurft. Nach dem 8. Mai sei „unser Volk durch ein tiefes und langes Tal der Not und der Demütigung“ gegangen, zu einer „moralischen Erneuerung“ und in anhaltenden Frieden. Und was sei wichtiger als Frieden? Doch Be­ob­ach­te­r:in­nen finden interessanter, was Nothdurft nicht gesagt hat. „Jüdische Opfer waren überhaupt nicht Thema dieser Rede“, sagt etwa Lukas Jocher vom Projekt Gegenpart, dem mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt. Auch die Kriegsverbrechen der Wehrmacht und SS oder den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion ließ der Ortsbürgermeister unerwähnt. „Stattdessen sprach er vom ‚deutschen‘ Leid“, analysiert Jocher. In dem Nothdurft die NS-Verbrechen ausspare, versuche er, sie zu „dethematisieren“, also von der Agenda zu streichen. Diese Taktik sehe man auch bei anderen Rechtsextremen, erzählt Jocher. Es sei für sie leichter, die Shoa und die deutschen Kriegsverbrechen auszusparen, als sie zu leugnen.

via taz: AfD-Bürgermeister über Zweiten Weltkrieg Zuerst an die deutschen Opfer denken

#weremember – https://gedenkkultur-dessau-rosslau.de/material/nationalsozialismus/

8. Mai – Befreiung, was sonst?

Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens: Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

#Geschichtsrevisionismus im Internet – Der #Holocaust als Meme

Rechte und kommerzielle Accounts leugnen oder verherrlichen den Holocaust online. Ein Bericht zeigt, wie groß das Problem ist und was dagegen helfen würde. Offene Holocaust-Leugnung ist in Deutschland verboten. Das wissen auch extreme und neue Rechte. In den sozialen Medien finden sie trotzdem Wege, die Geschichte rund um die Shoah zu verzerren. Die Gedenkstätte Anne Frank hat zu den digitalen Strategien der Holocaust-Verleugnung, Verharmlosung und Verherrlichung am Dienstag einen Bericht veröffentlicht. „Geschichtsrevisionismus ist auf TikTok ein Massenphänomen“, so eine Mitarbeiterin der Gedenkstätte. Aber auch auf Instagram und anderen Plattformen sei das Phänomen weit verbreitet. Dort würden Rechtsextreme Codes und Chiffren nutzen, um eine Löschung ihrer Beiträge zu umgehen. Ihr Ziel sei es, die Geschichtsbildung junger Menschen zu manipulieren. Sie verbreiten mit Techno unterlegte Videos von Hitler-Reden, feiern die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck als „Märtyrerin der Meinungsfreiheit“ oder posten immer wieder Kommentare mit der Zahl 271k. Eine Referenz zu der Verschwörungsgeschichte, die Nationalsozialisten hätten „nur“ 271.000 anstatt sechs Millionen Juden getötet. Der Bericht nennt zwei Beweggründe, Geschichte im Internet zu verzerren: Ideologie und Kommerz. Zum einen gebe es die politischen Überzeugungstäter. Sie verharmlosten den Holocaust, machten sich darüber lustig oder glorifizierten den Nationalsozialismus, weil sie den Tätern politisch nahe stünden. Zu dieser Gruppe zählt der Bericht unter anderem rechtsextreme Influencer und prominente AfD-Politiker wie Maximilian Krah, die Deutschland von einem „Schuldkult“ befreien wollen. „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher“, sagte Krah in einem TikTok-Video 2023, in dem er junge Menschen dazu auffordert, nachzuforschen, wie ihre Großeltern „gekämpft und gelitten“ hätten. Die von ebendieser Großelterngeneration getöteten Juden und andere verfolgte Gruppen erwähnt er nicht. Als seien die Deutschen die Opfer der Geschichte gewesen, die sich nie etwas zuschulden kommen ließen und deswegen heute eine stolze Nation bilden könnten. Verhöhnung von NS-Opfern als Geschäftsmodell Auf der anderen Seite stünden dem Bericht zufolge Menschen, die den Holocaust online verhöhnen oder verharmlosen, um daraus Profit zu schlagen. Inhalte, die besonders viele Reaktionen von Nutzern hervorrufen, werden von den Algorithmen der Plattformen belohnt und weiter verbreitet. Deswegen gibt es einen Anreiz, zu provozieren und Grenzen zu überschreiten. So inszenierten sich Nutzer zum Beispiel als feiernde DJs in Gaskammern.

via taz: Geschichtsrevisionismus im Internet Der Holocaust als Meme

Trump fires Doug Emhoff and others from US Holocaust Memorial Council – #ushmm

Husband of Kamala Harris calls move political and decries turning historical atrocity into ‘a wedge issue’ Léonie Chao-Fong Tue 29 Apr 2025 23.26 CEST Share The Trump administration has fired several members of the US Holocaust Memorial Council appointed by Joe Biden, including Doug Emhoff, the husband of Kamala Harris. Emhoff described the move as a political decision that turned “one of the worst atrocities in history into a wedge issue”. He said he had been informed on Tuesday of his removal from the board, which oversees the US Holocaust Memorial Museum and other Holocaust commemorations. “Let me be clear: Holocaust remembrance and education should never be politicized,” Emhoff said in a statement. “To turn one of the worst atrocities in history into a wedge issue is dangerous – and it dishonors the memory of six million Jews murdered by Nazis that this museum was created to preserve.” Emhoff, who is Jewish and who led the Biden administration’s efforts to combat antisemitism, said he would continue to “speak out, to educate, and to fight hate in all its forms – because silence is never an option”. “No divisive political decision will ever shake my commitment to Holocaust remembrance and education or to combatting hate and antisemitism,” he added. His statement comes a day before Harris is due to deliver her first major speech since leaving office in January. The former US vice-president, who lost to Donald Trump in the November presidential election, is expected to offer a sharp critique of the Trump administration, in San Francisco. In addition, the Trump administration reportedly dismissed other Biden appointees to the council, including the former White House chief of staff Ron Klain; the former UN ambassador Susan Rice; the former deputy national security adviser Jon Finer; the former labor secretary Tom Perez; the former ambassador to Spain and Andorra Alan Solomont; and Mary Zients, the wife of the former White House chief of staff Jeff Zients, according to Jewish Insider.

via guardian: Trump fires Doug Emhoff and others from US Holocaust Memorial Council