AfD-Politiker Tillschneider an Teilnahme an Gedenken in Halle gehindert

Eine Menschenkette hat dem AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider den Zutritt zum Gelände der Synagoge in Halle verwehrt. Dort fand eine Gedenkveranstaltung am Jahrestag des Anschlags von Halle statt. Nach längerer Diskussion gab der AfD-Mann auf und verließ den Ort. Der AfD-Landtagsabgeordnete und Landtagsvizepräsident Hans-Thomas Tillschneider hat versucht, an der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an das antisemitische Attentat in Halle teilzunehmen. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, wollte Tillschneider das Gelände der Synagoge kurz vor Beginn der Gedenkveranstaltung am Mittag betreten. Mehrere Anwesende, darunter Ron Dekel, Vorsitzender der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) bildeten aber eine Menschenkette vor dem Eingang zum Gelände und hinderten den Politiker so an der Teilnahme an der Veranstaltung. Ron Dekel betonte in dem Zusammenhang: “Wir lassen unser Gedenken nicht kapern. Wir werden nicht Rechtsextremisten noch einmal in unsere Synagogen lassen! Die Polizei erklärt, es habe sich um eine spontane Versammlung gehandelt. Mitglieder der Versammlungsbehörde hätten zwischen Tillschneider und den Demonstrierenden vermittelt, die Situation sei ruhig geblieben. Nach längerer Diskussion habe der AfD-Politiker den Ort schließlich verlassen.In einer Mitteilung der AfD-Landtagsfraktion heißt es, Hans-Thomas Tillschneider habe den Termin anstelle von Tobias Rausch (AfD-Landtagspräsident) wahrnehmen wollen. Linke Demonstranten hätten seine Teilnahme jedoch verhindert. Tillschneider weist die Bezeichnung als Rechtsextremist zurück und fordert Max Privorozki, den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Halle, zu einem Gespräch auf.Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und noch amtierende Ministerpräsident Sven Schulze bezeichnet es als unerträglich, dass ausgerechnet Hans-Thomas Tillschneider mit der Vertretung des Landtags bei einer solchen Gedenkveranstaltung betraut wurde

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siehe auch: Jüdische Studierendenunion über Halle „Wir lassen unser Gedenken nicht kapern“ Beim Gedenken in Halle hat die JSUD dem AfD-Vize-Landtagspräsidenten den Zutritt verweigert. Man lasse sich nicht instrumentalisieren, sagt Ron Dekel. taz: Herr Dekel, Sie haben mit der Jüdischen Studierendenunion (JSUD) heute eine Menschenkette vor der Synagoge in Halle gebildet und den Eingang versperrt. Am Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags vor sieben Jahren. Warum? Ron Dekel: Weil wir unser Gedenken nicht kapern lassen. Von überhaupt keinen Extremisten, und schon gar nicht von Rechtsextremisten, von denen in diesem Land derzeit die größte Gefahr für Jüdinnen und Juden ausgeht. Deswegen haben wir dem neu gewählten Vizepräsidenten des Landtags, Hans-Thomas Tillschneider von der AfD, klar zu verstehen gegeben: Er ist hier nicht erwünscht. taz: Mit Tillschneider und Tobias Rausch sind in dieser Woche erstmals in einem Bundesland zwei AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten und dessen Stellvertreter gewählt worden. Muss man nicht damit rechnen, dass politische Repräsentanten bei Gedenkveranstaltungen erscheinen? Dekel: Natürlich war damit zu rechnen, dass sie dieses Gedenken instrumentalisieren und sich einen „Koscher-Stempel“ holen. Aber den sind wir nicht bereit zu geben. Und deswegen haben junge Jüdinnen und Juden hier heute klar gemacht, dass wir nicht noch einmal Rechtsextremisten in unsere Synagogen hineinlassen werden. taz: Wie hat Tillschneider reagiert? Dekel: Er hat sich selbst in die Opferrolle versetzt. Dabei war er es, der respektlos mit den wahren Opfern umgegangen ist, den Überlebenden und Hinterbliebenen dieses Anschlags. Eigentlich hätten diese zuerst die Synagoge betreten sollen, es war klar, dass Politiker, Medien, Gäste warten. Aber Hans-Thomas Tillschneider war offenbar der Meinung, dass das für ihn nicht gilt. Wir haben ihn wiederholt darauf hingewiesen, dass er das Gedenken und den Ablauf stört, dass die Überlebenden seinetwegen draußen stehen müssen. Dass man diese Menschen so nicht behandelt. Das war ihm offensichtlich egal. taz: Warum wollten Sie den Landtagsvizepräsidenten nicht hineinlassen? Dekel: Niemand hat das Recht, uns und unser Gedenken zu instrumentalisieren. Schon gar kein Vertreter einer Partei, die den Anschlag von Halle als „Amoklauf“ verharmlost hat. Genau das sind die Menschen, die seit Jahren rechtsextreme Narrative verbreiten und so einem Anschlag wie dem von Halle überhaupt erst den Boden bereitet haben. Hans-Thomas Tillschneider wusste, dass er unerwünscht ist. Aber er hat sich diesen Raum trotzdem nehmen wollen – und ihn damit uns genommen; AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen Eklat in Halle: Der rechtsextreme Landtags-Vizepräsident Hans-Thomas Tillschneider hat am Freitag versucht, an der Gedenkfeier für die Opfer des rechtsextremen Anschlags auf die Synagoge am 9. Oktober 2019 teilzunehmen. Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) hinderten den AfD-Mann mit einer Menschenkette daran, das Gotteshaus zu betreten. Tillschneider, der dem rechten Rand der vom Verfassungsschutz als »gesichert rechtsextremistisch« beobachteten Landespartei angehört, solle Anstand haben und das Andenken der Opfer nicht beschmutzen, forderten die Aktivisten der JSUD. Tillschneider betonte, er sei eingeladen worden, doch die Studierenden erwiderten, der Anschlag sei auch durch rechtsextreme Verschwörungstheorien motiviert gewesen, wie sie von dem AfD-Politiker verbreitet werden. »Wir werfen Leuten wie Tillschneider und der AfD im Allgemeinen vor, dass sie die Grenze des Sagbaren so weit verschoben haben, dass dieser Anschlag eben erst möglich geworden ist. Dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft so präsent ist, ist auch ihre Schuld«, sagte JSUD-Präsident Ron Dekel der Jüdischen Allgemeinen.

“Herzlich willkommen in der neuen Zeit” – Ulrich Siegmund droht ZDF-Reporter

Angespannte Gesprächsatmosphäre im Landtag von Sachsen-Anhalt: Dort kam es zu einer Konfrontation zwischen AfD-Mann Ulrich Siegmund und ZDF-Reporter Fabian Köster. Provokationen und Frotzeleien sind das kleine Einmaleins des “heute-show”-Reporters Fabian Köster. Der 31-Jährige besucht für die ZDF-Satiresendung regelmäßig politische Veranstaltungen, Parteitage und Wahlkampfauftritte. Dort konfrontiert er Politiker über alle Parteigrenzen hinweg mit Widersprüchen und schlagfertigen Kommentaren. Bei einem Aufeinandertreffen Anfang dieser Woche im Landtag von Sachsen-Anhalt ist diese Art der Gesprächsführung eskaliert. Dies zeigen Videoausschnitte, die seit Donnerstag in den sozialen Medien kursieren. Verbreitet werden sie unter anderem von AfD-nahen Medien wie “Utopia TV Deutschland”. Aufgenommen wurden sie am Dienstag nach der konstituierenden Sitzung des sachsen-anhaltischen Landtags, in der der AfD-Politiker Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten und sein Parteikollege Hans-Thomas Tillschneider zu seinem Vize gewählt wurden. Zu sehen ist, wie der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund aus Sachsen-Anhalt im Gespräch mit dem ZDF-Reporter im Landtag eine Drohkulisse aufbaut. Der Tenor: Köster werde schon bald arbeitslos sein. “Haben Sie sich schon einen Job gesucht?”, fragte Siegmund den “heute-show”-Reporter und verwies darauf, dass man ja noch “dieses Jahr den Medienstaatsvertrag” kündigen wolle. Köster kontert mit Vetternaffäre der AfD Fabian Köster antwortete darauf: “Ich hoffe halt, dass ich mit irgendeinem AfD-Kollegen verwandt bin, weil dann stellt er mich ja einfach ein.” Ein Verweis auf die Vetternwirtschaftsaffäre innerhalb der AfD, die Anfang des Jahres aufgedeckt wurde: Mehrere AfD-Abgeordnete haben laut Medienrecherchen Familienmitglieder oder Partner von Parteikollegen über ihre Parlamentsbudgets beschäftigt. Ulrich Siegmund hatte darauf sichtbar keine Antwort parat und fragte nur: “Kommen jetzt noch ein paar Witze?” Köster parierte dies mit dem Verweis, Tobias Rausch werde ihn schon anstellen: “Der nimmt ja jeden”, so der ZDF-Reporter. Der neue Landtagspräsident Rausch war ebenfalls in die Vetternwirtschaftsaffäre verwickelt: Zeitweise waren mehrere Geschwister von Rausch bei der AfD-Bundestagsabgeordneten Claudia Weiss angestellt. Der AfD-Mann trat näher an Fabian Köster heran, legte den Arm um ihn und sagte: “Sie zittern ja schon wieder, sind Sie nervös?” Siegmund fügte an: “Ich glaube, Sie haben das noch gar nicht richtig verarbeiten können: Herzlich willkommen in der neuen Zeit.”

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Livestream von Hinrichtung in den USA: Hegseth will Erschießung übertragen lassen – UN sehen Verstoß gegen Folterverbot

Der US-Verteidigungsminister plant, die Exekution des verurteilten Attentäters Nidal Hasan öffentlich durchzuführen. Details sind unklar. Die Vereinten Nationen protestieren. Die Anfang Dezember geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Texas soll per Livestream übertragen werden. Das bestätigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf der Plattform X. Die Vereinten Nationen (UN) verurteilten die Pläne als eine Form von „Folter“. „Die Live-Übertragung einer Hinrichtung ist gleichbedeutend mit einer öffentlichen Hinrichtung und würde gegen das absolute Folterverbot verstoßen“, erklärte das Büro des UN-Beauftragten für Menschenrechte, Volker Türk, am Freitag in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP. Pentagon-Chef Hegseth hatte Stunden zuvor bereits gesagt, dass die von Präsident Donald Trump genehmigte Hinrichtung eines früheren Psychiaters des US-Heeres durch ein Erschießungskommando öffentlich stattfinden solle. (…) Sollte es tatsächlich zu der Exekution kommen, wäre es laut dem Death Penalty Information Center die erste Militärhinrichtung in den USA seit 65 Jahren – und die erste Exekution durch ein Erschießungskommando des US-Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg.

via tagesspiegel: Livestream von Hinrichtung in den USA: Hegseth will Erschießung übertragen lassen – UN sehen Verstoß gegen Folterverbot

„Der nützlichste Idiot unter der Sonne“: Scharfe Kritik für Schröders Teilnahme an Putins Geburtstagsfeier

Altkanzler Gerhard Schröder hat einen neuen Spitzenjob in Moskau angenommen – und mit Kremlchef Putin dessen 74. Geburtstag gefeiert. Das sorgte für massive Kritik aus der deutschen Politik. Während Russland die Ukraine mit schweren Angriffen überzieht, feiert Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit Wladimir Putin dessen Geburtstag in Moskau. Der russische Präsident habe am Mittwochmorgen aus den Medien von Schröders Anwesenheit in der russischen Hauptstadt erfahren, teilte der Kreml bei Telegram mit. Daraufhin habe er „seinen alten Freund zu sich nach Hause eingeladen“, hieß es weiter. Dazu veröffentlichte der Kreml ein Foto, auf dem Schröder auf der Geburtstagsparty lächelnd mit Putin vor einem Kachelofen in dessen Residenz posiert. Möglicherweise handelt es sich um das mit Flugabwehrtürmen gesicherte Anwesen Putins am Waldaisee, wie das unabhängige russische Medium „Proekt“ vermutet. Putins „Geburtstagsgeschenk“ war ein massiver Luftangriff Zeitgleich führte Russland in der Ukraine erstmals in diesem Herbst einen der gefürchteten kombinierten Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen durch. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach danach von mindestens 25 Toten und über 100 Verletzten und bezeichnete den Angriff als ein „Geburtstagsgeschenk für Putin“.

via tagesspigel: „Der nützlichste Idiot unter der Sonne“: Scharfe Kritik für Schröders Teilnahme an Putins Geburtstagsfeier

siehe auch: Altkanzler Schröder bei Putin “Eine Schande sondergleichen” Kopfschütteln, Wut, Empörung: Der Besuch von Altkanzler Schröder bei Putins Geburtstag in Moskau stößt in Berlin auf Unverständnis. Zum wiederholten Mal irritiert der 82-Jährige mit seiner Nähe zum Kremlchef. Das Wort von der Schande, es macht in Berlin die Runde. Die Empörung über Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist groß – angefangen ganz oben im Kanzleramt. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer formuliert, was Bundeskanzler Friedrich Merz über einen seiner Vorgänger denkt: “Der Bundeskanzler ist über das Treffen von Herrn Schröder mit dem russischen Präsidenten Putin zutiefst empört.”Empört auch, weil dieser Wladimir Putin für Tausende Tote verantwortlich sei, für unermessliches Leid in der Ukraine. Kopfschütteln, dass ein Ex-Kanzler da mit Putin dessen 74. Geburtstag in Moskau feiert. “Der Bundeskanzler empfindet es vor diesem Hintergrund als geradezu unmoralisch, dass Herr Schröder an einem solchen Tag mit Herrn Putin feiert.”Kopfschütteln bei der SPD”Völlig inakzeptabel” – das fällt dem SPD-Vizekanzler Lars Klingbeil ein. Bei der SPD kollektives, resigniertes Kopfschütteln über den Mann, den sie vergeblich aus ihrer Partei werfen wollten und ihn seither – so gut es eben geht – ignorieren. Bis zur Stunde gilt, was die heutige Co-Vorsitzende Bärbel Bas so formulierte: “Am Ende so ein politisches Erbe auch selbst zu zerstören, finde ich einfach nur traurig.”Die Grüne Katrin Göring-Eckhart ist nicht traurig, sondern wütend. Sie schreibt von einer Schande, einem Verrat an Europa, einem Bärendienst für den Frieden.Nicht die erste gemeinsame GeburtstagspartyNoch deutlicher wird die FDP-Politikerin und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europaparlaments, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie nennt den 82-jährigen Schröder Deutschlands frechsten Rentner und schreibt: “Zu krank für Untersuchungsausschüsse (ganz schlimmer Burnout), aber für gut dotierte Mandate in Russland und Geburtstagsparty zuhause bei Kriegsverbrecher Putin reichts dann doch noch. Eine Schande sondergleichen.”Da ist sie dann wieder: die Schande. Wenig ist über den Geburtstagsbesuch bekannt. Ein Bild zeigt Schröder händeschüttelnd mit Putin. Es ist nicht die erste gemeinsame Geburtstagsparty der beiden. Zu Schröders 60. reiste einst Putin mit einem Kosakenchor in Hannover an. Den 70. feierte Schröder schlittenfahrend in Sankt Petersburg.

Official picture from Putin's birthday party.Source: Kremlint.me/news_kremlin…

— Janis Kluge (@jakluge.de) 2026-10-08T19:32:13.668Z
Massenmörder und Fanbase

Teen killer wore ‘camera helmet to film school knife attack’, Tusk says – #terror

Three incidents in two days, one fatal, have put Poland’s schools on alert. A 15-year-old who killed a school employee in a knife attack northeast of Warsaw on Thursday wore a helmet with a camera and meant to film it, Prime Minister Donald Tusk has said.  The teenager, a former pupil, entered the John Paul II Primary School in Leszczydół-Nowiny at about 9 a.m. and wounded three people, including the school’s director and a female janitor.  The 37-year-old later died despite police attempts to resuscitate her.   “We are dealing with a juvenile killer who had a helmet with a camera. His intention was to film this action with a knife,” Tusk said at an emergency meeting of ministers and security chiefs. (…) The prime minister said Poland had until now been very safe from such attacks. “This trend is dramatically worrying across Europe,” he said. “Let us have no illusions.”   He added that he feared “a grim phenomenon of imitation” fed by the internet, including online challenges, gaming and media promoting freak fights.   “The cult of violence has become ubiquitous,” he said, calling on police to ensure officers appear inside every school at least once a day.  Tusk also said authorities could not have blocked the crime had the teenager streamed it online. “We were not given this legal tool,” he said, referring to a blocked cybersecurity bill by Poland’s president.  Police check online ‘challenge’  Police spokeswoman Katarzyna Kucharska said the motive for the attack is still unknown, but that there was information about an alleged online “challenge,” which the Central Cybercrime Bureau is checking.

via tvpworld: Teen killer wore ‘camera helmet to film school knife attack’, Tusk says

Gewalttat in Ostrołęka – Viele Verletzte bei Messerangriff an polnischer Schule

An einer Berufsschule im Nordosten Polens ist ein Angreifer mit einem Messer auf Schüler und Lehrer losgegangen. Mindestens sieben Menschen wurden verletzt. Laut Polizei wurde der mutmaßliche Angreifer festgenommen. Mindestens sieben Menschen sind bei einem Messerangriff an einer Schule im polnischen Ostrołęka im Nordosten von Warschau verletzt worden, zwei davon schwer. Zuerst hatte der Radiosender RMF FM berichtet. Der Vorfall ereignete sich am Montagvormittag, laut Polizei wurde der mutmaßliche Angreifer festgenommen. Es soll sich um einen 19-jährigen Schüler der Berufsschule handeln, zitiert die »Gazeta Wyborcza« einen Polizeisprecher . Die Situation sei unter Kontrolle, sagte Paweł Niewiadomski, Bürgermeister von Ostrołęka. Der mutmaßliche Angreifer soll mit einem Messer auf Mitschüler und Lehrer losgegangen sein. Nach dem Angriff habe der mutmaßliche Täter das Schulgelände verlassen, hieß es. Er sei nach einer Fahndungsaktion am Stadtrand festgenommen worden, sagte die Polizeisprecherin.

via spiegel_ Gewalttat in Ostrołęka Viele Verletzte bei Messerangriff an polnischer Schule

siehe auhc: Messerangriff an Berufsschule in Polen: sieben Verletzte. Am Mittwochmorgen (7. Oktober) ereignete sich ein Messerangriff an einer Schule in Polen. Kurz nach elf Uhr griff ein 19-jähriger Schüler der Schule im Berufsbildungszentrum Nummer vier in Ostrołęka mit einem scharfen Werkzeug sowohl Mitschüler als auch Lehrkräfte an. Er flüchtete anschließend aus dem Gebäude. (…) Das Motiv des Angreifers ist bislang unklar. Die Ermittler prüfen derzeit sowohl private als auch schulische Hintergründe und wollen im nächsten Schritt den Verdächtigen ausführlich vernehmen, sobald sein Gesundheitszustand und die rechtlichen Voraussetzungen dies zulassen; Neun Verletzte bei Stichwaffenangriff in Berufsschule in Polen Ein 19-Jähriger hat am Mittwoch an einer Berufsschule in Polen Schüler, Lehrer und Passanten mit einem Messer angegriffen und dabei neun Menschen verletzt. Der mutmaßliche Angreifer, der ebenfalls die Schule in Ostroleka rund 120 Kilometer nördlich von Warschau besuchte, wurde von der Polizei festgenommen. Er musste von Rettungskräften behandelt werden, weil er sich selbst Verletzungen zugefügt hatte, erklärte die Staatsanwaltschaft. „Der Jugendliche betrat die Schule und griff Schüler und Lehrer mit einem gefährlichen Gegenstand an“, erklärte Elzbieta Lukasiewicz von der Staatsanwaltschaft in Ostroleka. Weil er sich selbst verletzte, wurde er ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Wenig später wurde er in den Polizeigewahrsam entlassen.  Der zuständige Behördenleiter sagte, dass es sich bei den Verletzten um fünf Schüler, zwei Lehrer und zwei Passanten gehandelt habe. Der Polizei zufolge besteht bei keinem von ihnen Lebensgefahr. Sie veröffentlichte ein Foto des Festgenommenen, auf dem dieser unkenntlich gemacht wurde.

Sogar Chatverläufe: KI-Anbieter geben Daten ihrer Nutzer weiter

Eine neue Studie zeigt, wie ChatGPT, Claude, Gemini und Co. Nutzerdaten an Dritte weitergeben – teils sogar Zugriff auf ganze Chatverläufe und sensible Infos. Eine neue Studie vom IMDEA Networks Institute hat untersucht, wann welcher Chatbot welche Daten über seine Nutzer an Drittparteien weitergibt. Das Ergebnis: Alle geben Daten weiter – teils seien sogar Zugriffsdaten zu ganzen Chatverläufen der Kunden dabei. Im Rahmen der Studie, die momentan noch ein ungeprüftes Preprint ist, untersuchten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen neun KI-Anbieter: ChatGPT, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, Perplexity, Le Chat, Meta AI und MS Copilot. Manche der Drittanbieter, an die sie Daten weitergeben, sind Werbetracker, andere externe Dienstleister – viele beides gleichzeitig. Neben einer ganzen Reihe von Metadaten teilen laut der Studie fünf der neun untersuchten KI-Anbieter beim Zugriff über den Browser sogar Permalinks zu den Chatverläufen mit Datentrackern. Das heißt, diese könnten, sofern es wie bei vielen KI-Anbietern keine Zugangsbeschränkungen gibt, dann auf die Unterhaltungen zugreifen, die Nutzer mit ihrer KI führen. Und damit auf alle Inhalte, die man als Kunde so mit einer KI bespricht. Bei 40 Prozent davon könne man die Weitergabe verhindern, indem man nicht notwendige Cookies ablehne, so die Ergebnisse der Untersuchung. Bei 60 Prozent geht das nicht. Um herauszufinden, ob diese Chats von den Drittanbietern dann auch tatsächlich über die Permalinks abgerufen werden, platzierten die Forscher und Forscherinnen Canary URLs, eine Art digitale „Falle“, in ihren untersuchten KI-Chats. Bei mehreren KI-Anbietern lösten diese in dem Moment aus, in dem der Chat mit Drittanbietern geteilt wurde, so die Studie. Bei Grok wurde der Alarm des Canary laut den Forschern auch im Nachhinein noch mehrere Male ausgelöst, was mutmaßlich bedeutet, dass Externe noch einige Male auf den KI-Chat zugegriffen haben. Neben den Permalinks teilen wohl 33,3 Prozent der untersuchten KI-Anbieter Zusammenfassungen mit ihren Werbepartnern, worin es in den einzelnen KI-Chats ging. Diese automatisch generierten Beschreibungen enthielten teilweise tiefe Einblicke in das Leben der Nutzer. Die Studie nennt Beispiele wie „Was sind die Symptome der Parkinson-Krankheit im Frühstadium?“ oder „Mein Gehalt beträgt 85.000 Dollar. Wie hoch kann meine Hypothek in New York City sein?“ Auch der Standort der Nutzer würde in einzelnen Fällen mit Drittanbietern geteilt. Bei vielen KI-Anbietern werden all solche Informationen laut der Studie zusammen mit E-Mail-Adressen und dauerhaften Benutzerkennungen geteilt – auch im Inkognito-Modus von Browsern. Damit sind die Daten in der Regel nicht mehr anonym. Denn solche IDs werden Internetnutzern von Datenhändlern zugeteilt und identifizieren sie anschließend eindeutig über Plattformen hinweg. So arbeitet etwa LiveRamp unter anderem für seine Zusammenarbeit mit OpenAI mit seiner sogenannten RampID – einer pseudonymen Kennung, die OpenAI nutzt, um ChatGPT-Nutzer für gezieltes Werbe-Targeting zu identifizieren. Sofern man nicht entsprechende Schutzmaßnahmen ergreift.

via heise: Sogar Chatverläufe: KI-Anbieter geben Daten ihrer Nutzer weiter