Hohe Haftstrafen für “Jäger” von vermeintlichen Pädophilen in Salzburg – #terror

Drei junge Männer und eine junge Frau wurden zu Strafen von neuneinhalb bis zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Am Landesgericht Salzburg sind am späten Freitagnachmittag in einem Prozess wegen Hass-Kriminalität im Umfeld der sogenannten “Pedo Hunter”-Szene die Angeklagten zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Die Geschworenen sahen bei vier der fünf Angeklagten auch versuchten Mord. Die drei jungen Männer und die junge Frau wurden zu Strafen von neuneinhalb bis zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Die fünf Angeklagten sollen laut Staatsanwaltschaft im Oktober 2024 zweimal einen Mann zu einem Treffen mit einem vorgeblich 14-jährigen Mädchen in die Pinzgauer Gemeinde Lend gelockt haben. Dort wartete die Freundin des Hauptangeklagten als Lockvogel, nach kurzer Begrüßung tauchten die Angeklagten mit über den Kopf gezogenen Sturmhauben auf. In beiden Fällen prügelten sie auf Körper und Kopf ihrer Opfer ein, einmal kam auch ein Teleskopschlagstock, einmal ein Baseballschläger zum Einsatz. Das erste Opfer erlitt Prellungen, Hämatome, Rissquetschwunden sowie den Bruch eines Zahns. Dem zweiten Mann wurden Brüche der Rippen und im Gesicht und eine Gehirnblutung zugefügt. Der mutmaßliche Haupttäter, ein 24-jähriger gebürtiger Deutscher, war laut Staatsanwaltschaft auf der Plattform Telegram mit einer Szene in Kontakt, die unter dem Deckmantel der Jagd auf Pädophile oder vermeintliche Pädophile Fake-Profile auf Dating-Plattformen anlegt und Treffen an abgelegenen Orten ausmacht. Die Opfer werden dann von mehreren maskierten Tätern massiv misshandelt und erniedrigt. “Die Übergriffe werden ‘Hunts’ genannt, die Gruppen sind österreichweit und teilweise international vernetzt”, erklärte die Staatsanwältin im Prozess. Die Taten werden gefilmt, die Videos anschließend in internen Gruppen und auf einschlägigen Foren hochgeladen.(…) Der gebürtige Deutsche wurde am Freitag zu zwölf Jahren Haft verurteilt, der zweite Angeklagte zu elf Jahren und zwei Monaten. Die Frau und ein weiterer Beschuldigter bekamen je neueinhalb Jahre, der fünfte Angeklagte wurde zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatte. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Großangelegte Razzia Im März 2025 waren bei einer bundesweiten Polizeioperation unter der Federführung des Landeskriminalamts Steiermark bei einem Schlag gegen die sogenannte “Pedo Hunter”-Szene in sieben Bundesländern und in der Slowakei 18 Personen festgenommen worden. Etliche der Schläger waren einschlägig in rechtsextremen bis neonazistischen Milieus bekannt.

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Rassismus im Berliner Umland Wenn die Angst zur Normalität wird

In Brandenburg steigt die Zahl rechtsextremer Angriffe. Und mit ihr das Gefühl der Bedrohung unter Menschen mit Migrationshintergrund. Ein Freund von Felicia*, er kommt aus Indien, wurde in Rüdersdorf südöstlich von Berlin auf der Straße attackiert. Die Angreifer warfen mit Feuerwerkskörpern nach ihm. Seine Jacke fing Feuer. Der Freund von Felicia zeigte die Angreifer nicht an. Er wollte ihnen keine Probleme machen. Sie waren noch sehr jung. Als Felicia, die aus dem östlichen Afrika stammt, ins nahegelegene Erkner zieht, ist der Vorfall vom letzten Herbst wieder präsent. „Es kommt mir vor wie eine Vorahnung, die immer näher rückt“, sagt sie. „Früher habe ich nie darüber nachgedacht, dass mir sowas auch passieren kann. Jetzt aber ist da diese Angst.“ Bei Attacken wie der in Rüdersdorf gehe es meist nicht um konkrete Personen, sagt Hannes Püschel vom Verein Opferperspektive. „Viele wichtiger ist es, allen Migranten die Botschaft auf den Weg zu geben: Ihr seid bedroht, ihr habt kein Recht, hier zu sein.“ Die andere Botschaft richtet sich an die Gruppe, zu der der Täter gehört. Sie laute: Wir erreichen unsere Ziele. „Im Ende ängstigen sich nicht nur die Angegriffenen, sondern auch diejenigen, die ihnen nahestehen“, sagt Püschel, dessen Verein die Statistiken zu rechtsextremer Gewalt in Brandenburg auswertet. Laut dem letzten Bericht der Opferperspektive wurde im vergangenen Jahr ein neuer Höchststand erreicht. 290 Angriffe wurden gezählt. Das häufigste Motiv war Rassismus. 2025 wurden auch fünf Jugendliche wegen Gründung der rechtsextremistischen „Letzte Verteidigungswelle“ festgenommen. Sie hatten Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, Migranten und politische Gegner geplant. „Es ist sehr beunruhigend, dass die Täter immer jünger werden“, sagt Maica Vierkant vom Brandenburger Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus. Auch Michaela Glaser beschäftigt sich mit dem Thema. Sie forscht an der Berghof Foundation zu aktuellen Radikalisierungstendenzen. „Rechtsextreme Symbole und Parolen tauchen in immer jüngeren Altersgruppen auf, manchmal sogar schon in den Grundschulen“, weiß Glaser. „Das ist teilweise Provokation oder kommt aus dem Elternhaus“, so die Soziologin. „In höheren Klassen fallen aber auch vermehrt stark ideologisierte Jugendliche auf.“ Brandenburgs radikale Vergangenheit Es ist nicht das erste Mal, dass rassistische Gewalt im Osten Deutschlands zum Problem wird. Nach der Wende kam es immer wieder zu Angriffen auf Menschen, die als „fremd“ galten. In Eberswalde ermordeten Rechtsextremisten den aus Angola stammenden Amadeu Antonio – er wurde zu einem der ersten Opfer rassistischer Gewalt im wiedervereinigten Deutschland. 1999 starb in Guben der algerische Asylbewerber Farid Guendoul. Er wurde von Neonazis gejagt und verblutete, nachdem er durch die Glastür eines Gebäudes gerannt war.

via taz: Rassismus im Berliner Umland Wenn die Angst zur Normalität wird

Russian drone that struck Romanian residential building redirected, Bucharest says as NATO condemns ‘reckless’ attack

The Russian drone that struck a residential building in the Romanian city of Galati was redirected from its original course, President Nicursor Dan was cited by Romanian media as saying on May 29. The Russian Shahed-type drone was part of a larger group targeted by Ukrainian air defense over the Danube River in Odesa Oblast, and “one of them, likely struck over the city of Reni, altered its course and headed toward Galati,” Dan said, as cited by Romanian media outlet Digi24. The strike injured two people in just the latest incursion of long-range attack drones into the territory of a NATO member state. NATO Secretary General Mark Rutte said “Russia’s reckless behavior is a danger to us all.” Galati, located in eastern Romania, is only 10 kilometers (6 miles) from the tripoint border of Moldova, Romania, and Ukraine, near southern Odesa Oblast. Throughout the full-scale invasion of Ukraine, Russian drones have repeatedly crossed into NATO territory, including Romania. “(T)he Russian Federation resumed drone attacks on civilian and infrastructure targets in Ukraine, in the vicinity of the river border with Romania,” a statement from Romania’s Defense Ministry read. “A drone entered Romanian airspace, being tracked by radar to the southern area of ​​the city of Galati, and crashed onto the roof of a block of apartments, the impact sparking a fire.” After radars detected drones flying near Romanian airspace, two F-16 jets and a military helicopter took off with authorization to engage targets, the Romanian Defense Ministry added

via kyiv indpendent: Russian drone that struck Romanian residential building redirected, Bucharest says as NATO condemns ‘reckless’ attack

siehe auch: „Schwere und unverantwortliche Eskalation“: Russische Drohne trifft Wohnhaus im Nato-Staat Rumänien Im Nato-Land Rumänien ist eine russische Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen – zwei Personen wurden verletzt. Als Reaktion weist Bukarest einen hohen russischen Diplomaten aus. Bei einem russischen Angriff auf die Ukraine ist in der Nacht zum Freitag eine Drohne in ein zehnstöckiges Wohnhaus in der südostrumänischen Grenzstadt Galati eingeschlagen. Bei der Explosion und dem anschließenden Feuer im zehnten Stock wurden nach Angaben der rumänischen Behörden zwei Menschen verletzt. Der staatlichen Nachrichtenagentur Agerpres zufolge wurden eine Frau und ihr Kind mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, während zwei weitere Personen vor Ort wegen Panikattacken behandelt wurden. Rund 70 Bewohner seien in Sicherheit gebracht worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Die gesamte Sprengladung der Drohne sei detoniert, der Brand inzwischen gelöscht. Die Explosion habe zwei Treppenhäuser in Mitleidenschaft gezogen und fünf Autos beschädigt, sagte Vize-Innenminister Raed Arafat dem Sender Digi24. Es sei das erste Mal, dass eine Drohne ein dicht besiedeltes Gebiet in Rumänien getroffen habe.

‘Disturbing’: South Carolina deputies arrest teen with alleged ties to violent online network ‘#764’ – #terror

Horry County deputies have arrested a 16-year-old student with alleged ties to a violent online network that targets and exploits vulnerable children and teenagers. The arrest came after deputies got a cyber tip from the gaming platform Discord about possible school violence, the Horry County Sheriff’s Office said Thusday afternoon. The teen has not been identified. Sheriff’s Lt. Tim Troxell, who investigates child sex crimes, called the case one of the worst of his career. “This is one of the most disturbing cases I’ve seen in my eight years as a child sex crimes investigator,” Troxell said. “The ages of the defendant and the victim, and the material generated as a result of extortion was both extreme and unsettling.” After getting the tip, deputies turned to the FBI office in Columbia for assistance. The investigation led authorities to “exploitation” tied to the “764” network. That, in turn, led them to the teenager, the sheriff’s office said. According to authorities, “764” uses threats, blackmail, and manipulation to coerce minors into producing, sharing, or live-streaming acts of self-harm, animal cruelty, sexually explicit acts, and suicide. The footage is then circulated among members of the network. Members will often threaten to post the footage online or send the footage to the victim’s family and friends to continue the extortion and maintain control.

via myfox8: ‘Disturbing’: South Carolina deputies arrest teen with alleged ties to violent online network ‘764’

Unternehmer in Burladingen – Wolfgang Grupp als AfD-Mitglied? Trigema plant rechtliche Schritte

Der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp sei der AfD beigetreten, wird in sozialen Medien behauptet. Ein Bild zeigt ihn angeblich mit Parteichefin Alice Weidel. Die Geschäftsleitung äußert sich. Am Mittwoch wurden aus dem Internet abfotografierte Bilder noch mit größtem Vorbehalt unter der Hand verschickt. „Ist das wahr, kann das sein?“ Inzwischen kursiert ein YouTube-Link überall, und wer auf Facebook ins Suchfeld „Trigema“ klickt, dem springt die Nachricht mit Weiterleitung auf den Kanal mit der Nachricht obenauf entgegen: Wolfgang Grupp, vormaliger Geschäftsführer der Burladinger Textilfirma Trigema, sei der AfD beigetreten! Ein Bild zeigt ihn angeblich Seite an Seite mit Parteichefin Alice Weidel. Das Unternehmen stellt klar, was man sofort vermuten konnte: Kein Wort ist wahr, bei dem Bild handelt es sich um eine Montage. Die ist zwar als solche eindeutig erkennbar, aber offenbar wird das Ganze von nicht wenigen für bare Münze genommen, wie die Facebook-Kommentare zeigen. „Das ist ein Fake. Wir werden gegen die Sache rechtlich vorgehen“, erklärte auf unsere Anfrage die Firmenleitung. (…) Das Unternehmen stellt klar, was man sofort vermuten konnte: Kein Wort ist wahr, bei dem Bild handelt es sich um eine Montage. Die ist zwar als solche eindeutig erkennbar, aber offenbar wird das Ganze von nicht wenigen für bare Münze genommen, wie die Facebook-Kommentare zeigen. „Das ist ein Fake. Wir werden gegen die Sache rechtlich vorgehen“, erklärte auf unsere Anfrage die Firmenleitung. Elisabeth Grupp: „Mein Mann geht von seiner Linie nicht ab“ Wolfgang Grupp traf sich im März vergangenen Jahres mit dem AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla, weil, wie er damals sagte und in ähnlicher Form bei anderer Gelegenheit wiederholte, er grundsätzlich mit Vertretern aller Parteien spricht Grupp kritisierte auch die „Brandmauer“, die Koalitionen mit der AfD pauschal ausschließt. Aber er fühle sich der AfD in keiner Weise verbunden. Und beigetreten ist er der Partei sowieso nicht. Unsere Empfehlung für Sie Ex-Trigema-Chef aus BurladingenWolfgang Grupp – warum das Interesse so groß ist „Das ist eine Frechheit“, kommentierte uns gegenüber seine Frau Elisabeth Grupp, die ebenfalls der Geschäftsleitung angehört. „Mein Mann geht von seiner Linie nicht ab.“ Die war, trotz mancher Kritik und eines Votums für den vormaligen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), stets auf der Spur der CDU. Für die Christdemokraten ist auch Grupps Tochter Bonita in den Zollernalb-Kreistag eingezogen. Standorttreu – nicht nationalistisch Grupp wurde auch schon ohne sein Wissen für AfD-Wahlkampfwerbung in Ostdeutschland benutzt. Die bezog sich auf das Firmencredo, man produziere ausschließlich am Standort Deutschland. Mit Nationalismus, so Elisabeth Grupp, habe das nichts zu tun. Bekanntlich beschäftigt Trigema auf der Alb eine Vielzahl von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund und setzt sich in seinem Betrieb für die Integration von Flüchtlingen ein.

via Schwarzwälder Bote: Unternehmer in Burladingen Wolfgang Grupp als AfD-Mitglied? Trigema plant rechtliche Schritte

siehe auch: Wolfgang Grupp AfD-Mitglied? „Das ist eine Frechheit“. Der vormalige Trigema-Chef sei der AfD beigetreten, behaupten soziale Medien. Ein Bild zeigt ihn angeblich mit Parteichefin Alice Weidel. Nichts davon ist wahr. Am Mittwoch wurden aus dem Internet abfotografierte Bilder noch mit größtem Vorbehalt unter der Hand verschickt. „Ist das wahr, kann das sein?“ Inzwischen kursiert ein YouTube-Link überall, und wer auf Facebook ins Suchfeld „Trigema“ klickt, dem springt die Nachricht mit Weiterleitung auf den Kanal mit der Nachricht obenauf entgegen: Wolfgang Grupp, vormaliger Geschäftsführer der Burladinger Textilfirma Trigema, sei der AfD beigetreten! Ein Bild zeigt ihn angeblich Seite an Seite mit Parteichefin Alice Weidel. Das Unternehmen stellt klar, was man sofort vermuten konnte: Kein Wort ist wahr, bei dem Bild handelt es sich um eine Montage. Die ist zwar als solche eindeutig erkennbar, aber offenbar wird das Ganze von nicht wenigen für bare Münze genommen, wie die Facebook-Kommentare zeigen. „Das ist ein Fake. Wir werden gegen die Sache rechtlich vorgehen“, erklärte auf unsere Anfrage die Firmenleitung.

Auch Vorwurf schwerer sexueller #Kindesmissbrauch – Jugendliche sollen #Mord geplant haben: #LKA nimmt 14- bis 16-Jährige fest – terror

Jugendliche in Esslingen hatten offenbar einen Mord geplant. Das geht aus einer Meldung der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe hervor. Die Gewalttat konnte verhindert werden. Ermittler des Landeskriminalamtes haben im Esslinger Stadtteil Oberesslingen mehrere Jugendliche festgenommen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am Dienstag mit. Zwei von ihnen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Einem der beiden wird Verabredung zum Mord und dem anderen schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes vorgeworfen. Zwei Jugendliche in Untersuchungshaft – zwei wieder auf freiem Fuß Die vier Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren sollen eine schwere Straftat geplant haben. “Sie hatten sich verabredet, einen weiteren Jugendlichen abzupassen und gegen ihn gewalttätig zu werden”, sagt Michael Weber von der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe. Dabei hätten sie eine Tötungsabsicht gehabt, so Weber weiter. Die Tat konnte laut Generalstaatsanwaltschaft durch die Ermittlungen und die Festnahme am vergangenen Freitag verhindert werden. Alle vier wurden nach der Festnahme einem Haftrichter vorgeführt. Zwei der Jugendlichen wurden auf dessen Anordnung in Untersuchungshaft genommen. Gegen den einen wurde Haftbefehl wegen Verabredung zum Mord erlassen. Das Ziel soll dabei eine jugendliche Person aus dem Umfeld gewesen sein, so der Pressesprecher des Cybercrime-Zentrums gegenüber dem SWR.  Gegen einen weiteren Beschuldigten wurde Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern erlassen (…) Im Vorfeld hatte es Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gegeben. Da dies online passiert sein soll, ermittelte das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe. “Im Rahmen der Ermittlungen wurde erkannt, dass eine reale Gewalttat geplant ist”, sagt Michael Weber. “Das hat uns dann zum Einschreiten bewegt.”

via swr: Auch Vorwurf schwerer sexueller Kindesmissbrauch Jugendliche sollen Mord geplant haben: LKA nimmt 14- bis 16-Jährige fest

Serie von Brandanschlägen – Droht aus der Szene um »White Tiger« eine neue Terrorgefahr? – #terror #764

Wahllose Angriffe auf Passanten und Brandanschläge: Im Netz entsteht eine neue Form von Extremismus, zeigen SPIEGEL-Recherchen. Die Behörden prüfen, ob der russische Geheimdienst in der Szene Teenager rekrutiert. Das Dorf Hütten auf der Schwäbischen Alb. Am 15.4. brennt mitten in der Nacht im idyllischen Ortskern ein Mehrfamilienhaus ab. Eine 45-Jährige und ein 38-Jähriger erleiden eine leichte Rauchvergiftung. In der nächsten Nacht brennen im 36 Kilometer Luftlinie entfernten baden-württembergischen Albershausen vier Autos aus. Die Feuerwehr kann verhindern, dass Flammen auf Wohnhäuser übergreifen. Bereits in den Wochen zuvor wurden im nahe gelegenen Wernau zwei Fahrzeuge durch Feuer zerstört. Der Sachschaden soll insgesamt bei deutlich über 400.000 Euro liegen. Nun zeigen Recherchen, dass hinter den Taten offenbar eine neue, gewaltbereite Online-Szene steckt: »Brandanschlag in zwei Stunden?« hatten Mitglieder der Szene in einer ihrer Chatgruppen auf dem Messengerdienst Telegram rund zwei Stunden vor dem Brand in Hütten abstimmen lassen. 85 Prozent stimmten für ja. Die Telegram-Gruppe ist Teil eines Phänomens, das Experten »Nihilistischen gewalttätigen Extremismus« nennen. Die Szene hat zwar Überschneidungen zum Online-Rechtsterrorismus, aber sie begeht Gewalttaten vor allem aus purer Zerstörungswut. Die Mitglieder wollen mit ihren Aktionen in der Szene berühmt werden und filmen sich deshalb dabei. Je krasser die Gewalt, umso höher die Anerkennung, so die perfide Logik. Ihr Gesicht ist auf den Clips nicht zu erkennen, aber fast immer halten die Täter einen Zettel in die Kamera, auf den sie ihr Online-Pseudonym gekritzelt haben. Die Aufnahmen laden sie später in Szene-Kanäle hoch, zusammengeschnitten im Stil eines gewaltverherrlichenden Actionvideos. Im baden-württembergischen Albershausen bei Göppingen nahmen die mutmaßlichen Täter aus wenigen hundert Meter Entfernung die lodernden Flammen auf, während die Einsatzkräfte gegen das Feuer kämpften. Ein anderes Mal haben die Nutzer sich dabei gefilmt, wie sie das Kürzel »764« auf ein Auto geschmiert haben, bevor sie es in Brand setzten. Es dürfte eine Hommage gewesen sein: »764« ist eine berüchtigte, pädokriminelle Online-Szene, zu der auch der Hamburger Shahriar J. alias »White Tiger«  gehörte. Er soll über das Netz mehr als 30 Teenager und Kinder gequält und zu teils grausamsten, oft sexualisierten Selbstverletzungen an sich selbst gezwungen haben. (…) Doch in den vergangenen Jahren hat sich eine weitere Strömung der Szene herausgebildet. Ihre Anhänger verlassen ihr Computerzimmer und begehen selbst Straftaten. Im Januar 2025 soll ein 14-Jähriger in Schweden eine 55-Jährige, die ihren Hund Gassi führte, mit einem Messer attackiert haben. Im August 2025 wiederum stach in Kalifornien ein 18-Jähriger auf einen Restaurantmitarbeiter ein. Beide Jugendlichen übertrugen ihre Tat per Livestream im Netz. Sie sollen Mitglieder der sogenannten »No Lives Matter«-Gruppierungen gewesen sein, auf Deutsch in etwa: Menschenleben zählen nichts.(…) Kürzlich haben sich die Gruppierungen in einer Art globalen »Terrorkoalition« zusammengeschlossen, in der immer wieder auch klare Bezüge zum Rechtsextremismus auftauchen. In dem Manifest einer osteuropäischen Telegram-Chatgruppe, die Teil des Zusammenschlusses ist, wird etwa der Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke gefeiert. »Wir freuen uns darauf, dass so etwas wiederholt wird«, heißt es in dem Telegram-Chat, in dem auf Englisch und Russisch geschrieben wird. Deutschlandweite Festnahmen Auch die deutschen Sicherheitsbehörden beobachten die Entwicklung sehr genau. Zwar betont man dort, dass es sich um eine sehr kleine Nische handele, in der es auch vielfach zu reiner Angeberei komme. Dennoch warnen die Experten, dass daraus eine neue Form des Terrors entstehen könnte. Ein Terror, der weniger ideologisch motiviert wäre, sondern dem es einfach um Gewalt und Menschenhass geht. Gegen mindestens vier Mitglieder aus dieser Szene wurden nach SPIEGEL-Informationen in Deutschland in den vergangenen zweieinhalb Monaten Ermittlungen aufgenommen. So wurden etwa zwei Nutzer aus der Online-Szene im Raum Stuttgart festgenommen, die hinter einer Brandstiftung in der Region stecken sollen. Die Staatsanwaltschaft Flensburg führt wiederum ein Verfahren gegen einen Lübecker. Und bereits am 17. März wurde ein führendes Mitglied der Szene in der Nähe von Trier festgenommen. Der junge Mann, gerade einmal 18 Jahre alt, sitzt in Untersuchungshaft. Online soll er unter dem Pseudonym »Stalk« geschrieben und nach eigenen Angaben eine in den vergangenen Monaten besonders aktive Gruppierung mit geleitet haben. »Wir haben diese Gruppe gebildet, um Terror in den Alltag zu bringen«, schreibt er über die Chatgruppe, die zuletzt 268 Mitglieder hatte. »Menschen sind eine Krankheit« und »Tod für Alle«, heißt es in anderen Posts von ihm.

via spiegel: Serie von Brandanschlägen Droht aus der Szene um »White Tiger« eine neue Terrorgefahr?