„Iron March“ und die „Atomwaffen Division“

im Jahr 2017 vom Netz gegangene Forum „Iron March“, galt nach Medienberichten als „Brutstätte von Neonazi-Terrorgruppen“ (t-online.de 2019: So schrieben Deutsche im wichtigsten Neonazi-Forum). Mitte Novem-ber 2019 wurde die Datenbank des Forums online veröffentlicht. Darin ent-halten sind Nutzerdaten aus der Zeit zwischen September 2011 und September 2017, Benutzernamen mit E-Mail- und IP-Adressen von 3.548 Nutzerprofilen. Die US-amerikanische Terrorgruppe „Atomwaffen Division“ hat sich im Forum „Iron March“ gegründet und sich von dort aus mutmaßlich auch nach Deutschland verbreitet. Erste Analysen durch Medien lassen vermuten, dass auch deutsche Nutzer im Forum aktiv gewesen seien. Ein Nutzer, der sich im Forum A. nannte, soll aus Eisenach stammen und dort tief eingebunden sein in die neonazistischen Strukturen. Als Führungsfigur der örtlichen Neonazi-Nachwuchsgruppe soll er mit Sprengstoff experimentiert haben und zudem möglicherweise an der Entstehung des Videos der Gruppe Atomwaffen Divi-sion Deutschland (AWD) aus dem Jahr 2018 beteiligt gewesen sein. Noch im Juli 2018 schätzt die Bundesregierung die AWD nicht als terroristische Ver-einigung ein (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Frak-tion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/3359). Wenige Monate später zeichnet die Vereinigung verantwortlich für Morddrohungen gegen zwei Mit-glieder des Deutschen Bundestages. Noch davor wurden an zwei Universitä-ten in Deutschland Flugblätter gefunden, welche auf die AWD Deutschland zurückgehen. Nachdem die Bundesregierung vor mehr als einem Jahr wenige Informationen zur Atomwaffen Division Deutschland preisgeben konnte, gibt es nach Ansicht der Fragesteller nun Grund zur Annahme, dass neue Erkennt-nisse erlangt werden konnten.

via Antwortder Bundesregierungauf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Benjamin Strasser, Stephan Thomae, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: „Iron March“ und die „Atomwaffen Division“

Kommunalwahl in Vaterstetten: "Er hat gesagt, den Rest füllt er selber aus" – #betrüger #pinocchiopartei #lügenafd #kaffeefahrtpartei #gewaltgegenaltemenschen

Manfred Schmidt, AfD-Gemeinderat in Vaterstetten, soll einige Senioren gegen ihren Willen auf die AfD-Liste für die Kommunalwahl gesetzt haben. Er soll unter einem Vorwand ihre Unterschriften gesammelt haben. Manfred Schmidt weist alle Vorwürfe zurück, er habe immer gesagt, es gehe um eine Kandidatur auf der AfD-Liste. Die Senioren können sich nicht von der Liste streichen lassen. SPD und Grüne fordern Konsequenzen für Schmidt. Die Vorwürfe um die AfD-Listen für die Gemeinderats- und Kreistagswahl konkretisieren sich. Immer mehr ins Zentrum rückt AfD-Gemeinderat Manfred Schmidt. Dieser organisiert über seine Stiftung bereits seit Jahren Ausflugsfahrten für Senioren – einige Teilnehmer soll er später unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf die Kandidatenliste gebracht haben. Die Grünen fordern darum, die Gemeinde solle jedwede Zusammenarbeit mit der Schmidt-Stiftung einstellen (…) Mehrere Personen haben sich mittlerweile mit dem Vorwurf an die Presse gewandt, Schmidt habe sie ausgetrickst, um sie auf die AfD-Kandidatenliste zu setzen.

via sz: Kommunalwahl in Vaterstetten:”Er hat gesagt, den Rest füllt er selber aus”

Breitscheidplatz: Chef von rechtem Netzwerk an Sicherheitsplan beteiligt

Die Berliner Senatsverwaltung besitzt einen USB-Stick mit sensiblen Aufnahmen vom Breitscheidplatz. Einer der Produzenten des 3D-Scans ist der frühere Deutschland-Chef von Uniter. Der Verein soll mit dem rechtsextremen “Hannibal-Netzwerk” verwoben sein – Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic zeigt sich besorgt. Jedes Detail ist zu erkennen. Fast wirkt es so, als sei eine Drohne über das Gelände geflogen und habe Video-Aufnahmen gemacht. Der technisch anspruchsvolle 3D-Scan vom Berliner Breitscheidplatz liefert hochsensible Daten über mögliche Sicherheitsrisiken eines Ortes, der im Dezember 2016 Schauplatz des bislang folgenschwersten islamistischen Terroranschlags auf deutschem Boden war. Zwölf Menschen verloren ihr Leben, als der Tunesier Anis Amri mit einem Sattelschlepper in den Weihnachtsmarkt am Fuß der Gedächtsniskirche raste. Nach Recherchen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) wurde der Scan im Herbst 2018 angefertigt. Er befindet sich auf einem USB-Stick im Besitz der Berliner Landesregierung. Hergestellt wurde er von einer Firma namens „Faro Technologies“ aus Korntal-Münchingen in Baden-Württemberg. Mitbeteiligt war ein Mann, den die Berliner Sicherheitsbehörden eigentlich hätten kennen müssen: Marco D’Arcangelo (33), Unternehmensentwickler bei Faro – und bis November 2019 Distriktleiter Deutschland von Uniter.
Uniter soll mit “Hannibal-Netzwerk” verwoben sein Der Verein Uniter steht in dem Verdacht, Teil des rechtsextremen „Hannibal-Netzwerkes“ zu sein, dem auch der unter Terrorverdacht stehende Bundeswehroffizier Franco A. angehört haben soll. „Hannibal“ war der Online-Benutzername des Bundeswehrunteroffiziers André S., Mitbegründer von Uniter. Seit etwa Herbst 2015 richtete „Hannibal“ als Administrator Chats ein und koordinierte sie. Die Teilnehmer bereiteten sich auf einen Zusammenbruch der Staatsordnung an einem „Tag X“ vor. Dazu gehörten die als rechtsextrem eingeschätzte Gruppe Nordkreuz, Mitglieder des Vereins Uniter, Reservisten, Elite-Soldaten und -Polizisten sowie Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. „Hannibal“ gehörte dem Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw an. Insider berichten von einem harten Kern mit bis zu hundert Mitgliedern und angelegten Waffenlagern
D’Arcangelo war gemeinsam mit “Hannibal” bei der Bundeswehr Beobachter deuten das Netzwerk als Versuch, eine „Schattenarmee“ aufzubauen und politische Gegner zu töten. D’Arcangelo sagte dem RND, er kenne „Hannibal“ seit 2006. Sie seien zusammen als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr gewesen, zunächst in Altenstadt, später in Lebach und dreimal in Afghanistan. 2017 sei er Uniter beigetreten und zunächst Distriktleiter des Chats Süd gewesen. Im November 2019 sei er, inzwischen Distriktleiter Deutschland, im Streit mit „Hannibal“ ausgetreten. Mit Rechtsextremismus will er nichts zu tun haben. „Davon distanziere ich mich ausdrücklich“, sagte er dem RND. Die Berliner Innenbehörde erklärte dem RND, sie sei mit D’Arcangelo nie direkt in Kontakt getreten. 2018 habe man an den national und international anerkannten Zufahrtschutzexperten Christian Schneider den Auftrag erteilt, ein Zufahrtschutzkonzept für den Breitscheidplatz zu erstellen. Schneider habe vor Eröffnung des Weihnachtsmarktes 2018 telefonisch in der Innenbehörde angefragt, ob etwas gegen eine Visualisierung der Schutzmaßnahmen durch einen 3D-Scan spreche. Der 3D-Scan solle durch eine spezielle 3D-Kameratechnik erfolgen, mit der die Sperrmaßnahmen aufgenommen würden. Anschließend sei dann ein virtueller Rundgang durch die Sperrmaßnahmen möglich.

via rnd: Breitscheidplatz: Chef von rechtem Netzwerk an Sicherheitsplan beteiligt

The many faces of neo-Nazism in the UK

The number of trials against neo-Nazi individuals in the UK show why racial nationalism is still alive in the country. Despite the shift in the radical right’s discourse to issues of culture, racial nationalism is far from a dying threat. Newer radical right movements have distanced themselves from the overtly neo-Nazi groups of the past in an attempt to confer themselves legitimacy, with members avoiding using racially-charged slurs or dehumanising language. Yet neo-Nazism is far from dormant. In the United Kingdom, the biggest threat from neo-Nazi groups has come from the remnants of National Action, which was the first radical right group to be proscribed as a terror organisation in December 2016. Since then, there have been at least 14 trials involving more than 30 individuals formerly involved in the group. These cases deal with membership charges, hate crimes, and terror plots by individuals affiliated with neo-Nazi groups, including the youngest person ever to be convicted of planning a terror attack in the country. (…) After National Action was proscribed, members scrambled to regroup under new names, in a similar vein to how its Islamist counterpart Al Muhajiroun has tried to evade the law. Two main splinters quickly emerged: Scottish Dawn and National Socialist Anti-Capitalist Action (NS131). Scottish Dawn was heavily linked to National Rebirth of Poland, a violent offshoot of the Polish radical right with presence in the UK. NS131 bore extreme resemblance to the aesthetics of National Action. Both were swiftly proscribed by the government as splinters of National Action in September 2017. Another more significant splinter was System Resistance Network (SRN), which emerged in the summer of 2017. (…) Sonnenkrieg Division is the latest iteration of National Action, although it takes inspiration from the US-based violent neo-Nazi cell Atomwaffen Division (in fact, they describe themselves as “Atomwaffen with less guns”). Atomwaffen (atomic bomb in German) grew from neo-Nazi website Iron March after some members started fantasising about infiltrating the US military and launching a fascist paramilitary insurgency to replace liberal democracy. Atomwaffen is considered as part of a global accelerationist movement, whose main ideological doctrine is to bring about civilizational collapse through acts of violence. The group is linked to several murders in the US, including Nicholas Giampa’s assassination of his girlfriend’s parents after they convinced her to break up with him for being a neo-Nazi. Sonnenkrieg Division has been linked to several recent trials in the UK, with many former National Action and SRN members becoming part of this new movement.

via open democracy: The many faces of neo-Nazism in the UK

Neo-Nazi Terror Group The Base Linked to the War in Ukraine – #terror

A 20-year-old American went from inside a neo-Nazi group’s secret chatroom, to traveling to Ukraine looking for war. After a string of sweeping indictments and arrests, court documents have illustrated how the neo-Nazi terror group The Base discussed derailing trains and plotted the assassinations of anti-fascist activists in the United States. But the group also had international ambitions. The Base and its leader wanted to form concrete links between Ukrainian ultra-nationalist military units and the global neo-Nazi movement. And one American connected to The Base had already traveled to the war-torn country in search of wartime experience, VICE has learned. Matthew Ryan Burchfield, a 20-year-old Virginia native, went to Ukraine in the fall of 2019. The affiliate of The Base was seeking to join the conflict in Donbas, multiple confidential sources, online records, social media accounts, and his own admission confirm. (…) According to multiple sources familiar with his plans, Burchfield sought military training and war experience. After considering joining the U.S. armed forces, he traveled to Ukraine instead, looking to join a military unit through a contact. Burchfield confirmed to VICE over Instagram direct message that he traveled to Ukraine intending to fight Russian separatists on the frontline of the war in the east in order to gain enough war experience for future private military contracting work. His display picture on the site is a photo of a nationalist lion statue in Lviv, Ukraine, a symbol some claim is linked to the Galician division of the Einsatzgruppen (SS) death squads. Burchfield admitted he was “a part” of The Base and its encrypted chat room until sometime in November 2019. Throughout last year, he actively used an alias known to VICE to covertly communicate with other members of the terror group. As per its group procedures, Burchfield was vetted by senior members of The Base before he was allowed access to the chat room. He denounced the leader of The Base, known pseudonymously as Norman Spear, after a recent story in The Guardian exposed Spear as a 46-year-old New Jersey native named Rinaldo Nazzaro, currently believed to be based in Russia.

via motherboard: Neo-Nazi Terror Group The Base Linked to the War in Ukraine

#Sachsen: #Rechtsextremismus bei der #Polizei – #schauhin #suxen

Seit 2015 wurden im Zusammenhang mit rechtsextremer Gesinnung Disziplinarverfahren oder Ermittlungen gegen 16 sächsische Polizisten geführt. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Zusammenhang mit rechtsextremer Gesinnung Disziplinarverfahren oder Ermittlungen gegen 16 sächsische Polizisten geführt. In den 17 Fällen ging es um mutmaßlich rassistische Äußerungen im Internet und im Dienst, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linke) hervorgeht. In einem Fall wurden sogar der Hitlergruß gezeigt und “Sieg Heil” gerufen. Letzteres sollen auch drei Studenten der Hochschule der Sächsischen Polizei gemacht haben. Gegen die Polizeikommissaranwärter wird im Zusammenhang mit “Sieg Heil”-Rufen aus dem geöffneten Fenster einer Wohnung in Bautzen in der Nacht zum Donnerstag ermittelt. Jeder zweite Vorfall geht auf Beamte der Leipziger Polizei zurück, jeweils drei auf die Dresdner Direktion und die Bereitschaftspolizei. In neun Fällen wurden Ermittlungen eingeleitet, fünf davon eingestellt und in zwei weiteren Geldstrafen verhängt. Im Zuge von 14 Disziplinarverfahren wurden zwei Beschuldigte aus dem Beamtenverhältnis entfernt und fünf weitere vorläufig vom Dienst suspendiert.

via sächsische: Sachsen: Rechtsextremismus bei der Polizei

Panzerfäuste und Gewehre – Polizei findet Waffenlager in Neonazi-Wohnung – #schauhin

Kiffer und Neonazi: Die Kriminalpolizei Husum hat die Wohnung eines offenbar rechtsradikalen Waffennarrs durchsucht und neben großen Mengen Marihuana auch Kriegswaffen, Sprengstoff, eine Reichskriegsflagge und Nazi-Devotionalien sichergestellt. Jetzt muss sich der 40-jährige Mieter für das illegale Sammelsurium verantworten. Die Wohnung des Neonazis wurde am Dienstag von der Kriminalpolizei Husum durchsucht. Nach Hinweisen auf Kriegswaffen fand der Kampfmittelräumdienst ein Maschinengewehr, diverse Langwaffen, Panzerfaustköpfe, diverse Mörsergranaten, mehrere Kilogramm Sprengstoff sowie Chemikalien und Werkstoffe zur Herstellung von Munition. Außerdem besaß der offenbar rechtsextreme Waffenfan Reichskriegsflaggen und NS-Devotionalien, sowie eine große Menge an Marihuana.

via mpop: Panzerfäuste und Gewehre Polizei findet Waffenlager in Neonazi-Wohnung

siehe auch: POL-FL: Großer Waffenfund in Nordfriesland. Am Dienstag (04.02.2020) durchsuchte die Kriminalpolizei Husum das Wohnhaus eines 40-Jährigen in der Nähe von Husum. Mit Unterstützung des Kampfmittelräumdienstes konnten diverse Kriegswaffen, Munition und Sprengstoff, u.a. ein Maschinengewehr, diverse Langwaffen, Panzerfaustköpfe, diverse Mörsergranaten, mehrere Kilogramm Sprengstoff, Chemikalien und Werkstoffe zur Herstellung von Munition sowie Reichskriegsflaggen und NS-Devotionalien sichergestellt werden. Weitere Waffen wurden in einer Scheune vorgefunden. Zudem fanden die Beamten eine nicht geringe Menge Marihuana in den durchsuchten Räumen. Der Umgang des Beschuldigten mit den sichergestellten Gegenständen und die unsachgemäße Lagerung, stellten dabei eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Bei dem 40-Jährigen wurden bereits 2015 umfangreiche Mengen an Kriegswaffen und Sprengstoffen gefunden. Nun gab es erneut einen Hinweis, sodass auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg durch das Amtsgericht Flensburg ein Durchsuchungsbeschluss für das Wohnhaus erlassen wurde; Sprengstoff und Kriegswaffen bei Durchsuchung entdeckt. Mann hortet Kriegswaffen und Munition: Wiederholungstäter. In Nordfriesland werden das Haus und eine Scheune eines Waffennarrs durchsucht. Die Polizei findet Sprengstoff und Kriegswaffen. Der Beschuldigte ist kein Unbekannter. (…) Der 40 Jahre alte Mann ist kein Unbekannter. Bei ihm wurden bereits im Sommer 2015 umfangreiche Mengen an Kriegswaffen und Sprengstoffen gefunden, darunter knapp 90 Kilogramm des Sprengstoffs TNT, 40 Langwaffen, zwei Panzerfäuste und eine Landmine russischer Herkunft. Die aktuelle Sammlung ist nach Angaben der Polizei nicht so groß. 2015 hatte der Mann angegeben, die Waffen aus “Sammelleidenschaft” gehortet zu haben. Auch aktuell haben die Ermittler keine Hinweise darauf, dass der 40-Jährige Kontakte zur rechten Szene oder zu Reichsbürgern hat. Gegen ihn wird unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz ermittelt

Bildquelle: Polizeidirektion Flensburg (ots) (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6313/4512799)