Geflüchtete und Aktivist:innen:  #Frontex schickte jahrelang unrechtmäßig Daten an #Europol

Frontex hat jahrelang personenbezogene Daten gesammelt und unrechtmäßig an Europol weitergeleitet. Tausende Personen, darunter EU-Bürger:innen, die Geflüchtete unterstützen, gerieten durch groß angelegte „verdeckte Verhöre“ in ein immer größer werdendes System der Kriminalisierung. „Mein ganzes Leben war in dieser Polizeiakte: meine Verwandten, meine Anrufe bei meiner Mutter, sogar falsche Angaben über mein Sexualleben. Sie wollten mich als sexuell freizügige Lesbe darstellen und mich über Moralvorstellungen diskreditieren“, sagt Helena Maleno, eine prominente Menschenrechtsverteidigerin. Wenn Migrant:innen auf dem Weg nach Europa in Seenot geraten, informiert sie die Behörden. Durch ihre Arbeit ist sie ins Visier von Strafverfolgungsbehörden geraten. Aber ausgerechnet eine strafrechtliche Ermittlung, die vor mehr als einem Jahrzehnt begann, enthüllte das Netz, das um sie gespannt worden war. Ihre Akte bei der spanischen Polizei enthielt drei Berichte der EU-Grenzschutzagentur Frontex über Befragungen von Migrant:innen, die 2015 und 2016 mit Booten in Spanien angekommen waren. In den Berichten, die das Recherche-Team eingesehen hat, trugen Frontex-Beamt:innen Informationen auch von ihrem Facebook-Account zusammen und rückten sie in die Nähe von Schleusernetzwerken. Die spanische Polizei erhielt diese Frontex-Berichte Ende 2016 aus der Strafverfolgungsdatenbank von Europol, der EU-Polizeibehörde. Ein spanischer Staatsanwalt stellte das Verfahren im April 2017 ein, da er an Malenos Handlungen nichts Strafbares feststellen konnte. Dennoch gab die Polizei die Akte ohne ordnungsgemäßes Verfahren an marokkanische Behörden weiter. Dort wurden neue Ermittlungen gegen Maleno eingeleitet, wegen Schleusung und Beihilfe zur irregulären Migration. Als Maleno später im selben Jahr vor Gericht in Tanger aussagen musste und sich der Richter direkt auf die Frontex-Berichte bezog, war sie fassungslos. „Ich war völlig perplex“, sagt Maleno. „Der Richter befragte mich gezielt zu den Informationen in den Dokumenten der spanischen Polizei und von Frontex. Es war surreal.“ 2019 sprach das marokkanische Gericht sie von allen Vorwürfen frei. Doch Fragen bleiben.“Wie ist es möglich, dass Frontex Migrant:innen über mich befragt hat?“, fragt Maleno. „Ist es wirklich ihre Aufgabe, Menschenrechtsaktivist:innen auszuspionieren?“ Die juristischen Qualen für Maleno mögen beendet sein, aber ihr Fall zeigt erstmals, wie Frontex und Europol durch undurchsichtigen und rechtlich fragwürdigen Umgang mit Daten zur Kriminalisierung von Aktivist:innen beitragen können. Tatsächlich ist Maleno ist nur eine von Tausenden Personen, deren personenbezogene Daten von Frontex durch „Debriefing Interviews“ gesammelt wurden. Das sind Befragungen von Geflüchteten nach ihrer Ankunft in Europa. Sie werden von Fachleuten als „verdeckte Verhöre“ bezeichnet und bieten keine grundlegenden rechtlichen Garantien. Auch die EU-Bürgerbeauftragte beschäftigte sich bereits mit dem Thema. 2023 forderte sie Frontex nach Beschwerden dazu auf, mehr zu tun, um die Grundrechte von Geflüchteten bei den Befragungen zu sichern. Im Laufe von acht Jahren, zwischen 2016 und 2023, hat Frontex die Daten von mehr als 13.000 Menschen unrechtmäßig an Europol weitergeleitet, wo sie in Ermittlungsakten gespeichert und für Ermittlungen der Polizeibehörden der EU-Mitgliedstaaten verwendet wurden.

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Von Frontex – https://frontex.europa.eu/, Gemeinfrei, Link

Sacked Russian transport minister found dead in his car with gunshot wound

Russia’s sacked transport minister has been found dead in his car outside Moscow with a gunshot wound and the principal hypothesis is that he took his own life, state investigators said on Monday, hours after President Vladimir Putin fired him. A presidential decree published earlier on Monday gave no reason for the dismissal of Roman Starovoit after barely a year in the job, though political analysts were quick to raise the possibility that he may have been dismissed in connection with an investigation into corruption in the region he once ran. Reuters could not independently confirm these suggestions, though a transport industry source, who declined to be named due to the sensitivity of the matter, said Starovoit’s position had been in question for months due to questions about the same corruption scandal, which centred on funds earmarked for fortifying Russia’s border with Ukraine in the Kursk region. There were conflicting reports about the timing of Starovoit’s death. Russia’s Investigative Committee, which probes major crimes, said in a statement it was working to establish the precise circumstances. Various Russian media cited law enforcement sources as saying a pistol belonging to Starovoit had been found alongside his body in his car.

via reuters: Sacked Russian transport minister found dead in his car with gunshot wound

siehe auch: Russian minister dies by suicide hours after getting fired by Putin, officials say. Former Russian Transport Minister Roman Starovoit died by suicide on Monday, just hours after Russian President Vladimir Putin fired him from the job, officials said. Starovoit was dismissed by Putin on Monday morning. The decree announcing his dismissal was published on the official Kremlin website, with his deputy Andrey Nikitin appointed acting minister. Asked by reporters for the reasons behind Starovoit’s dismissal, Kremlin spokesperson Dmitry Peskov denied this was due to a “lack of trust,” but he did not give any alternative reason. The Investigative Committee of Russia said in a statement that Starovoit’s body was found inside a car in Odintsovo, a suburb of Moscow. He was found with a gunshot wound, the committee said. It said the circumstances of his death were being investigated but the “main theory is suicide.” Before he became a minister in May 2024, Starovoit was the governor of the southern Russian Kursk region. While he left the post before Ukraine’s surprise incursion, he was partially blamed for security failures in the Russian region; Kurz nach Entlassung Russlands Verkehrsminister tot aufgefunden. Erst vermelden Russlands Behörden die Entlassung von Verkehrsminister Starowoit, nur wenig später dann, dass er tot ist. Die Umstände seines Todes sind unklar – ebenso wie der Grund, warum Kremlchef Putin ihn entlassen hat.Der gerade erst von Kremlchef Wladimir Putin entlassene Verkehrsminister Roman Starowoit ist Moskauer Behördenangaben zufolge tot mit einer Schusswunde in einem Auto gefunden worden. Das teilte das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau mit. Einen genauen Todeszeitpunkt nannten die Behörden nicht.”Die Umstände des Vorfalls werden derzeit ermittelt. Die Hauptversion ist Suizid”, sagte die Sprecherin der Ermittlungsbehörde, Swetlana Petrenko.

Schlägerei in Brüsseler Bar – CDU-Netzwerker wegen Trump-Kappe verprügelt?

Eine Trump-Kappe, Faustschläge vor dem Parlament und ein EU-Hausausweis. Was am Wochenende in einer Brüsseler Bar geschehen sein soll, könnte für Aufsehen bis in die USA sorgen. Zu den gepflegten Traditionen im Europaparlament in Brüssel gehört es, nach Feierabend noch gemeinsam trinken und essen zu gehen. Im Sommer treffen oft Hunderte von EU-Abgeordneten, Mitarbeitern, Praktikanten und Lobbyisten am Place du Luxembourg aufeinander, gelegen gleich neben dem Parlamentsgebäude. Ein beliebter Treffpunkt dort ist das Lokal “The Network”. Der Name ist Programm: Über Länder- und Parteigrenzen hinweg werden hier private und politische Kontakte geknüpft. Nach Informationen von t-online ist es in der besagten Bar “The Network” in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli zu einem mutmaßlichen Angriff auf einen Deutschen gekommen. Eine “Make America Great Again”-Mütze könnte eine zentrale Rolle dabei gespielt haben, als ein Student mit JU- und CDU-Hintergrund verletzt wurde. (…) Der Vorfall beschäftigt offenbar auch die Verwaltung des EU-Parlaments, weil es Hinweise darauf gibt, dass ein Mann mit Parlamentsausweis an dem mutmaßlichen Übergriff beteiligt war. Der Europaabgeordnete René Aust hat sich eingeschaltet, erst Leiter der AfD-Delegation im EU-Parlament und jetzt Co-Fraktionsvorsitzender der mit der AfD gebildeten rechten Fraktion “Europa der Souveränen Nationen” (ESN). Aust hat nach eigenen Worten Parlamentspräsidentin Roberta Metsola schriftlich in Kenntnis gesetzt und den Vorfall angezeigt. Das mutmaßliche Opfer sieht in der Attacke einen politischen Hintergrund und hat das auch der Polizei gegenüber angegeben. Das geht aus einem Anhörungsbogen hervor, den er t-online in Kopie vorlegte. Demnach war der junge Mann erkennbar als Trump-Unterstützer in Brüssel, um politische Gespräche mit EU-Abgeordneten und Mitarbeitern von Parlamentariern zu führen. Er hat sich in der Vergangenheit bereits mit dem US-Präsidenten fotografiert und verfügt über Kontakte in Trumps engerem Umfeld. Der deutsche Netzwerker trug am Abend der Attacke am 4. Juli eine weiße Baseballkappe mit dem goldfarbenen frontalen Schriftzug “Make America Great Again” sowie dem Namen “Trump” auf der Rückseite. Vom EU-Parlamentsgebäude wechselte er in die Kneipen in der Nachbarschaft und traf dort auf Mitarbeiter verschiedener Fraktionen, darunter auch von AfD- und CDU-Abgeordneten. So erzählt er es im Gespräch mit t-online. Gegen 1 Uhr morgens soll es in der Bar “The Network” dann zu dem Zwischenfall gekommen sein. Zunächst habe ihm eine junge Frau die Kappe vom Kopf gezogen und ihn seiner Darstellung zufolge als “Rassist” beschimpft. Er solle sich wegen seiner Trump-Kappe schämen, habe die Frau auf Englisch gesagt. Kurz darauf sollen drei männliche Personen hinzugekommen sein und ihn gemeinsam attackiert haben. Von denen sei er auf Englisch mit französischem Akzent unter anderem als “Nazi” beschimpft worden. Alle drei sollen ihn dann mit Faustschlägen gegen den Kopf verprügelt haben. Einer der Angreifer soll laut dem mutmaßlichen Opfer einen Hausausweis des Europaparlaments bei sich getragen haben. Bei der Polizei beschrieb er alle drei Angreifer äußerlich als “nordafrikanisch”, “mit kurzen Haaren” und im Alter von “20 bis 25 Jahren”. Bevor die Täter ins Getümmel vor dem Lokal geflohen sein sollen, habe einer noch gedroht, beim nächsten Mal werde es ihm noch schlimmer ergehen. So schildert es der mutmaßliche Betroffene im Gespräch mit t-online.

via t-online: Schlägerei in Brüsseler Bar CDU-Netzwerker wegen Trump-Kappe verprügelt?

Sudhof-Bericht zur Masken-Affäre – Was die geschwärzten Stellen verbergen

Stand: 04.07.2025 17:05 Uhr Fünf Jahre gelang es dem Gesundheitsministerium, einen Vergleich mit dem Schweizer Maskenhändler Emix geheim zu halten. Worum es genau ging, enthüllt der Sudhof-Bericht, der NDR, WDR und SZ ganz ohne Schwärzungen vorliegt. Schwarze Streifen von Seitenanfang bis Fußnote, kein Wort ist zu lesen. Die Seiten 45 bis 48 des Sudhof-Berichts zur Corona-Maskenaffäre sind komplett geschwärzt. Für die Bundestagsabgeordneten, die den Bericht nach vielem hin und her in der vergangenen Woche erhalten haben, lässt sich aus dem Kontext allenfalls erschließen, dass es auf den Seiten um die Schweizer Firma Emix gehen muss. Jens Spahns Ministerium hatte dort Masken für rund 750 Millionen Euro gekauft. Doch was auf den Seiten wirklich steht, ist bislang geheim.WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) liegt der vollständige Bericht ohne Schwärzungen vor. Auf den Seiten wird erstmals ausführlich über einen Vergleich mit Emix berichtet, den das Gesundheitsministerium bis heute geheim gehalten hat. In den Fußnoten zeigt sich außerdem, dass Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn direkt in die Emix-Bestellungen eingebunden war.Das Schweizer Unternehmen Emix profitierte von der Corona-Pandemie wie kaum eine andere Firma. Zwei Jungunternehmer kauften in der Krise Masken in China und verkauften sie zu verhältnismäßig hohen Preisen ans Bundesgesundheitsministerium, ebenso wie an die Ministerien in Bayern und NRW. Mehrere Bestellungen wurden aufgegeben. Der Preis für jede FFP2-Maske lag dabei im Schnitt bei 5,58 Euro. Gegen Emix selbst ermittelt die Staatsanwaltschaft Zürich derzeit wegen Wucher bei Maskenlieferungen in der Schweiz.

via tagesschau: Sudhof-Bericht zur Masken-Affäre Was die geschwärzten Stellen verbergen

siehe dazu auch: Bericht der Sachverständigen Beraterin Dr. Margaretha Sudhof (ungeschwärzt). “Maskenbericht” bzw. “Sudhof-Bericht” Januar 2025, ungeschwärzte Version (mit Ausnahme der Namen von zwei Beamtinnen aus dem Verteidigungsministerium, Schwärzungen durch FragDenStaat zum Schutz von Persönlichkeitsrechten)

screenshot S. 46 geschwärzt / ungeschwärzt

Moment teenage ‘neo-Nazi’ is swarmed by counter-terror police after ‘buying gun from undercover MI5 agent’ in Morrisons car park – #terror

By POPPY ATKINSON GIBSON PUBLISHED: 19:18 BST, 3 July 2025 | UPDATED: 04:01 BST, 4 July 2025 e-mail This is the terrifying moment a ‘neo-Nazi’ teenager was swarmed by armed counter-terror police after he allegedly bought a gun for a terrorist attack. Alfie Coleman, then 19, was detained outside a Morrisons supermarket in Stratford, east London, after he exchanged £3,500 for a Makarov gun and ammunition, the Old Bailey heard. The former Tesco worker was snared in a ‘highly sophisticated operation’ on September 29, 2023 after he allegedly made an arrangement with an undercover MI5 officer for the supply of a Makarov pistol, five magazines and 200 rounds of ammunition. In the shocking clip, Coleman can allegedly be seen collecting the weapon while dressed in a black tracksuit with his hood up.  But before he could escape with the gun, a swarm of counter-terror police descended on him with stun guns and arrested him.   Coleman was allegedly told the undercover officer would be in a Land Rover Discovery parked in the Morrisons car park in Stratford, east London. Jurors were shown video footage of the defendant, dressed in all black and trying to obscure his face with his hood as he went to collect the weaponry. Coleman was seen leaving cash in the front passenger seat footwell and collecting a holdall from the boot.

via dailymail: Moment teenage ‘neo-Nazi’ is swarmed by counter-terror police after ‘buying gun from undercover MI5 agent’ in Morrisons car park

Flag-Stomper Caught With Knife And Nazi Flag: East Providence Cops

The Manville man pulled down the U.S. and Cape Verde Flags, police said. A moped-driving Manville man pulled up at East Providence City Hall, pulled down the American and Cape Verdean flags at the entrance, and stomped on the Cape Verdean banner in the middle of a Cape Verdean Independence Day ceremony, police said. The man, 27-year-old Joey Marsden, was also found to be in possession of a “large Nazi flag” and a knife with a 6-inch blade, police said. Marsden was arrested and charged with vandalism, disorderly conduct and weapons other than firearms prohibited following the incident about noon Wednesday, according to police. “The East Providence Police Department’s Prosecution Division is currently working with the Rhode Island Attorney General’s Office to determine if additional hate crime enhancements will be pursued in this case,” the police department posted on its Facebook page. After tossing the flags to the ground and stomping on the Cape Verdean flag, Marsden mounted his moped, police said, but didn’t get far.

via patch: Flag-Stomper Caught With Knife And Nazi Flag: East Providence Cops

Right-wing insurrectionists tried to topple the German government in 1920 — it’s happening again in Trump’s America

Like the Jan. 6 Capitol rioters, the perpetrators of the Kapp Putsch escaped punishment and accountability. A century ago in Germany, radical-right insurrectionists who had tried to topple the government during the failed Kapp Putsch were set free by a blanket amnesty. What ensued was not law and order but political violence that rocked the fragile young democracy and ultimately led to Adolf Hitler’s rise to power. On Jan. 6, 2021, America had its own version of the Kapp Putsch with Donald Trump’s acolytes storming the U.S. Capitol. And the aftermath has been strikingly similar: pardons for the perpetrators, and violent crimes committed by the far right. History shows that impunity emboldens extremism. And now it’s happening again. The Kapp Putsch is one of those chapters in history that Americans may have some vague idea about but not a full grasp of how it set the stage for dictatorship. At dawn on March 13, 1920, columns of right-wing paramilitary troops in field-gray uniforms and steel helmets, some painted with swastikas, marched into Berlin, occupied government buildings, declared the national government to be illegitimate and that a military regime was taking over to restore the country’s order and dignity.

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