Rechte Kleidung, rechte Symbolik, rechtes Gedankengut – bei vielen Jugendlichen scheint das auf fruchtbaren Boden zu fallen. Auch vor Mecklenburg-Vorpommern macht diese bundesweite Entwicklung keinen Halt. Allein an den Schulen haben sich Vorfälle mit extremistischem Hintergrund seit 2022/23 versechsfacht. Eine Gruppe von Jugendlichen in Schwerin im März 2025. 15 Teenager stehen eng zusammen, die meisten minderjährig. Zwölf von ihnen halten ihre Arme hoch, zeigen mit lächelndem Gesicht das “White Power”-Zeichen. Dabei formen Daumen und Zeigefinger einen Kreis, symbolisieren das P. Die übrigen Finger sind ausgestreckt und zeigen das W. Unter Rechtsextremen ist das ein ideologisches Symbol, das die Vorherrschaft weißer Menschen propagiert. Jugendliche zeigen offen rechte Symbole Die Gruppe ist im März gemeinsam mit rund 100 Neonazis unter dem Motto “Eine Jugend, die für ihr Land einsteht. Für Recht und Ordnung. Gegen Linksextremismus und politische Gewalt” durch die Landeshauptstadt marschiert. Schwerin ist kein Einzelfall. Dass Jugendliche offen rechte Symbole zeigen, an Neonazi-Demos teilnehmen und wieder Springerstiefel anziehen, geschieht überall im Land. Davon zeugen zuhauf Bilder im Netz und in den sozialen Medien. Das Mädchen etwa, das sich dreimal die Zahl vier auf den Oberschenkel hat tätowieren lassen. Die Vier meint den vierten Buchstaben im Alphabet, das “D”. Die dreifache vier ist ein rechtsextremer Code und steht für “Deutschland den Deutschen”.
via ndr: Rechtsextremismus in MV: “Sturm, der sich zusammengebraut hat”