Shitstorm gegen Jette Nietzard nach Freitag-Talk: Aber kein Rezept gegen die AfD

Grüne-Jugend-Chefin Jette Nietzard hat den bewaffneten Widerstand gegen den Faschismus nicht ausgeschlossen. Ein warnender Gedankengang. Was daraus nun gemacht wird, zeigt nur die Macht rechter Medien – und die linksliberale Hilflosigkeit Von Sebastian Bähr 29.07.2025 Zeigt weitere Informationen zum Bild Ein paar spekulative Sätze über möglichen Widerstand gegen möglichen Faschismus – und die rechte Erregungsmaschinerie läuft heiß. Jette Nietzard, Noch-Vorsitzende der Grünen Jugend, wird einmal mehr zur Projektionsfläche im Kulturkampf von rechts. Was sie tatsächlich gesagt hat, interessiert dabei kaum. Was wir stattdessen erleben: die professionell orchestrierte Skandalisierungsmaschinerie der Rechten, die anhaltende linksliberale Hilflosigkeit im Umgang mit der AfD – und eine grüne Parteiführung, die lieber schweigt, als sich mit ihrer linken Kritikerin auseinanderzusetzen. Und was fehlt: eine ernsthafte Debatte über Strategien gegen den Faschismus. (…) Auf Augsteins Frage, was sie selbst dann machen werde, sagte sie: „Ich glaube, dass ich nicht eine Antwort hier gerade liefern kann, was ich dann mache. Es ist schon eine Frage, wie sieht dann ein Widerstand aus? Also ist er dann intellektuell? Ist er dann vielleicht mit Waffen? Ich will jetzt hier nicht in so eine Schublade direkt gesteckt werden. Aber ich glaube, wir sollten uns gesellschaftlich diese Fragen stellen. Sind wir bereit, Menschen tatsächlich wieder zu verstecken? Sind wir bereit (…) ein Parlament zu verteidigen?“ Auf die Nachfrage Augsteins, ob man gegen den Willen der Wähler*innen verteidigen müsste, antwortete Nietzard: „Gegen den Faschismus“. Auf Augsteins Frage, was sie selbst dann machen werde, sagte sie: „Ich glaube, dass ich nicht eine Antwort hier gerade liefern kann, was ich dann mache. Es ist schon eine Frage, wie sieht dann ein Widerstand aus? Also ist er dann intellektuell? Ist er dann vielleicht mit Waffen? Ich will jetzt hier nicht in so eine Schublade direkt gesteckt werden. Aber ich glaube, wir sollten uns gesellschaftlich diese Fragen stellen. Sind wir bereit, Menschen tatsächlich wieder zu verstecken? Sind wir bereit (…) ein Parlament zu verteidigen?“ Auf die Nachfrage Augsteins, ob man gegen den Willen der Wähler*innen verteidigen müsste, antwortete Nietzard: „Gegen den Faschismus“. Weder während des Gesprächs noch im Anschluss gab es öffentliche Empörung über die Aussagen Weder während des Gesprächs noch im Anschluss gab es öffentliche Empörung über die Aussagen. Leicht redigiert und freigegeben wurde das Interview am 22. Juli auf der Webseite des Freitag veröffentlicht. Nachdem der Freitag dann aber am 28. Juli auf Instagram das entsprechende Zitat von Nietzard geteilt hatte, bekam das Interview mehr Aufmerksamkeit. Es gab rasch Kritik von links – und von rechts. Die rechtskonservative Blase erkannte das Potenzial für eine Kampagne und begann heiß zu laufen. Der rechte Apparat funktioniert wie geschmiert Am Morgen des 29. Juli veröffentlichten dann zahlreiche konservative bis extrem rechte Medien Beiträge zu Nietzard. Ihre Sätze wurden dabei teilweise aus dem Kontext gerissen oder umgedeutet, um zu skandalisieren. Bild behauptete, sie „faselte von ‚bewaffnetem Widerstand‘ gegen die AfD“, beziehungsweise „denkt über bewaffneten Widerstand nach“. Welt-TV berichtete, dass sie „laut darüber nachdachte, zu den Waffen zu greifen“. Im selben Tenor ging es weiter, im Laufe des Tages berichteten auchweitere. Ungeachtet der realen, unspezifischen Worte sickerte die Erzählung „Grünenpolitikerin = militante Extremistin“ von rechten Medien in die bürgerlichen Blasen. Eine ähnliche Mechanik war auch Grundlage der orchestrierten Skandalisierungskampagne rund um die Besetzung der Richterin Frauke Brosius-Gersdorf am Bundesverfassungsgericht. Der Kulturkampf im Stile Trumps lässt grüßen. Er will Macht demonstrieren, delegitimieren, progressive Individuen zerstören. Gleichwohl – es war nicht Nietzards erster Shitstorm. Mehrfach schon gab es öffentliche Aufregung wegen ihrer Person, zuletzt etwa aufgrund eines „acab“-Pullovers.

via freitag: Shitstorm gegen Jette Nietzard nach Freitag-Talk: Aber kein Rezept gegen die AfD

https://www.instagram.com/reel/DMsXgV5OdiL/?utm_source=ig_embed

Neo-Nazi teen, 18, who plotted #Columbine-style high school shooting is jailed for six years – #terror

A teenager who ‘idolised’ the killers behind the Columbine High School massacre and wanted to carry out a mass shooting at his own school has been locked up for six years. Felix Winter was said to be obsessed with the deadly US shooting, which resulted in the murder of 13 students and a teacher during the tragic incident in Colorado in 1999.  He repeatedly spoke about doing the same at his own Edinburgh secondary school, describing the ‘Doomsday’ when he would ‘clear it out’. But a social media photograph of Winter in full combat-gear and carrying an imitation gun while at school caused panic among pupils and parents, and caught the attention of police in the summer of 2023. Winter had already been referred to a UK-wide programme designed to stop individuals becoming terrorists or supporting terrorism. It emerged he had been ‘radicalised’ having spent more than 1,000 hours in contact with an extremist pro-Nazi Discord group. The now 18 year-old – who it was previously heard is transgender – appeared back in the dock at the High Court in Glasgow today. He pleaded guilty in February to a breach of the peace and a charge under the Terrorism Act. (…) Officers went on to discover the boy had a TikTok account which had footage of him in black combat clothes as well as a skeleton mask. Mr Farrell: ‘One piece of commentary referenced school shootings.’ The teenager was immediately suspended. It emerged the vest and helmet were part of a costume for a short film he had been involved in for a drama class. He had been the ‘kidnapper’ and had used a ‘prop gun’.

via dailymail: Neo-Nazi teen, 18, who plotted Columbine-style high school shooting is jailed for six years

Robson: Ottawa’s neo-Nazi trial shows legal gaps around terrorism in the digital age – #AtomwaffenDivision #AWD

We need to expand the Canadian definition of “material support for terrorism” to clearly encompass digital content creation, visual propaganda and recruitment media. Citizen Article content On June 25, an Ottawa courtroom heard final arguments in the sentencing of Patrick Gordon Macdonald, a 27-year-old graphic designer and self-proclaimed neo-Nazi propagandist. Article content Convicted in April on three terrorism charges for creating visual content promoting the Atomwaffen Division — a group designated as a terrorist entity in Canada since 2021 — Macdonald and his actions are a wake-up call for Canadian lawmakers. Article content Article content Article content The Crown is seeking a 14-year sentence. While the severity of the charges is clear, the legislative implications remain largely unexplored. Macdonald didn’t plant bombs or stockpile weapons. His weapon was digital design: posters, recruitment videos and stylized neo-Nazi visuals shared on encrypted platforms such as Telegram. And yet, these tools proved dangerously effective at spreading extremist ideologies and recruiting violent actors. Article content Canada’s legal framework for counterterrorism has yet to catch up with this new terrain. Unlike the United States — where under 18 U.S. Code 2339B, “material support” for terrorism explicitly includes “services,” “personnel” and “expert advice or assistance” (even in the form of media production) — Canada’s laws lack specificity in this domain.

via ottawacitizen; Robson: Ottawa’s neo-Nazi trial shows legal gaps around terrorism in the digital age

Neo-Nazi sentenced for attacking Jewish man in downtown Nashville

Criminal Court Judge Steve Dozier said in court that this is believed to be the first trial for a Civil Rights Intimidation violation in Tennessee. The neo-Nazi convicted of attacking a Jewish man in Nashville was sentenced on Wednesday to more than three years in prison. Ryan McCann, 30, was found guilty on June 24 of assaulting and intimidating a Jewish man while in a downtown Nashville parking lot. In July 2024, McCann, a self-proclaimed antisemitic and white supremacist, kicked the man multiple times. At the sentencing, witnesses told the court that the case received national attention. They said it was something they had never seen in an assault case. (…) He is also facing a lawsuit from a separate 2024 attack on a Nashville bartender, where he allegedly used a flagpole as a weapon

via wsmv: Neo-Nazi sentenced for attacking Jewish man in downtown Nashville

Markus Krall: Der Crashprophet und der Plan vom Putsch – #terror

Im Frankfurter Terrorverfahren gegen Prinz Reuß & Co. spielt Markus Krall seine Kontakte zu den Verschwörern herunter Man kennt es aus unzähligen Prozessen gegen Neonazis: Müssen ihre Gesinnungsgenossinnen in den Zeugenstand treten, befällt sie eine plötzliche Amnesie. Markus Krall ist kein Neonazi. Aber als der rechtslibertäre Crashprophet und zeitweilige Vorkämpfer der rechten Werteunion jetzt als Zeuge – Beschuldigter ist er nicht – im Frankfurter Terrorprozess gegen die mutmaßliche Reichsbürger-Umsturztruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß aussagen muss, da klingt vieles seltsam vertraut: »Weiß nicht«, »Ist mir nicht erinnerlich«, »Das entzieht sich meiner Kenntnis«. Der 62-Jährige schafft es allerdings, dabei so zu klingen, als würde er seine Erinnerungslücken tatsächlich bedauern. Je länger er vom Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts befragt wird, desto deutlicher wird jedoch: Er ist vor allem darum bemüht, jegliche Nähe zu den Angeklagten wegzureden. Was nicht ganz leicht ist, wenn man seit Jahren mit dem mutmaßlichen Rädelsführer Reuß einen durchaus vertrauten Umgang pflegt. Und wenn man sich zweimal mit einer Delegation der Möchtegern-Umstürzlerinnen getroffen hat. Den neun Männern und Frauen im Frankfurter Prozess wird vorgeworfen, einen Putsch in Deutschland geplant zu haben: mit einem Angriff auf den Bundestag, mit dem Aufbau bewaffneter »Heimatschutzkompanien«, mit Mord und Totschlag. Weitere 17 Angeklagte müssen sich in Parallelverfahren in München und Stuttgart verantworten. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft soll Markus Krall ein Wunschkandidat für das Ressort »Wirtschaft und Finanzen« in der designierten Putschregierung gewesen sein, dem von Reuß geführten »Rat«. Doch er war offenbar klug genug, sich nicht darauf einzulassen. (,,,) Mit Prinz Reuß, sagt der Pandemie- und Klimawandelleugner zunächst, habe er sich vielleicht ein- bis zweimal im Jahr getroffen – rein beruflich. Als ihm vorgehalten wird, dass im Kalender des Frankfurter Immobilienunternehmers weitaus mehr Termine stehen und dass er Reuß unter anderem auch seinen rechtslibertären Verfassungsentwurf geschickt hat, räumt er ein: Das könne schon auch sein. Seit einer Gehirnblutung sei sein Gedächtnis nicht mehr so gut, leider. Mails und Chats, die nahelegen, dass er über die Pläne der Angeklagten möglicherweise doch etwas mehr gewusst haben könnte, habe er »nicht so genau« gelesen, sagt er. »Ich erhalte 100 bis 200 Mails am Tag.« Nicht einmal von einer Reichsbürger-Ideologie will er bei seinem adligen Bekannten etwas bemerkt haben. Dabei zählte er am 9. November 2020 zu einem handverlesenen Kreis von Gästen, als Prinz Reuß in seinem thüringischen Jagdschloss die »Wiederherstellung der Fürstentümer Reuß als Bundesstaaten im Deutschen Reich« proklamierte. Krall sprach dabei einleitend ein wohl von ihm selbst verfasstes Schwulstgedicht: »Gebet vor dem Gefecht«. Vor Gericht nennt er die Veranstaltung nun ein »Kulturevent«.

via nd: Markus Krall: Der Crashprophet und der Plan vom Putsch

siehe auch: Reichsbürger-Prozess um Prinz Reuß Die rechtslibertären Erinnerungs­lücken des Crash-Propheten Was wusste Markus Krall über den Umsturzversuch um Prinz Reuß? Angeblich sehr wenig, so gibt er im Frankfurter Reichsbürger-Prozess vor. Weiß nicht, ist mir nicht erinnerlich, das entzieht sich meiner Kenntnis: Markus Krall klingt, als würde er seine Erinnerungslücken tatsächlich bedauern. Doch je länger der rechtslibertäre Crashprophet und zeitweilige Vorkämpfer der rechten Werteunion als Zeuge im Frankfurter Terrorprozess gegen die mutmaßliche Reichsbürger-Putschtruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß befragt wird, desto deutlicher wird: Sein Bemühen zielt vor allem darauf, jegliche Nähe zu den Angeklagten wegzureden. Den neun Männern und Frauen im Prozess vor dem Oberlandesgericht wird vorgeworfen, einen bewaffneten Umsturz in Deutschland geplant zu haben. Weitere 17 Angeklagte müssen sich in Parallelverfahren in München und Stuttgart verantworten. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft soll Krall ein Kandidat für das Ressort „Wirtschaft und Finanzen“ in der designierten Putschregierung gewesen sein, dem von Reuß geführten „Rat“. Doch er war offenbar klug genug, sich nicht darauf einzulassen. Zweimal hat der 62-Jährige, der seit Langem einen durchaus vertrauten Umgang mit Prinz Reuß pflegt, eine Delegation der Möchtegern-Umstürzler*innen getroffen. „Ich wurde gefragt, was ich tun würde, wenn ich Verantwortung in Deutschland hätte“, sagt er. Aber das sei für ihn nichts Ungewöhnliches – schließlich habe er über seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen mehrere Bücher geschrieben. „Ich habe dem begrenzte Bedeutung beigemessen.“ Der promovierte Volkswirt lebt davon, immer wieder den angeblich kurz bevorstehenden Zusammenbruch des Währungssystems vorherzusagen – und als Ausweg die Investition in Gold anzupreisen, das er praktischerweise selbst verkauft.

#Kriegswaffen gefunden – #Urteil im Prozess zum #Waffenfund in #Erlangen: #Polizei führt „#Schamane“ als #Reichsbürger

Esoteriker und laut Polizei Anhänger der Reichsbürger-Bewegung: Der Waffenfund im Hochhaus „Langer Johann“ in Erlangen hat für Aufsehen gesorgt. Nun gibt es ein Urteil gegen den selbsternannten „Schamanen“ – der beruflich ein neues Ziel äußert. Lange 20 Minuten braucht der Oberstaatsanwalt zum Verlesen der Anklage. Mehrere Maschinenpistolen, Sturmgewehre, darunter drei AK47 („Kalaschnikow“) sowie Tausende Schuss Munition, teils auf Gurten, in Päckchen oder in „Schüttgutkisten“: Minutiös listet er auf, was die Polizei im November beim Angeklagten fand. Am Amtsgericht Erlangen wurde am Mittwoch, 30. Juli, ein 62-Jähriger wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Seit 14. November saß er in Untersuchungshaft. Der selbsternannte „Schamane“ hatte in drei Kellerabteilen und in seiner Wohnung im Hochhaus „Langer Johann“ fünfzehn Gewehre gehortet, davon fünf Maschinengewehre und zehn Maschinenpistolen, einzelne waren in Teilen gelagert. Einige der Waffen stammen von vor 1945, der Großteil aus der Zeit des Kalten Kriegs, etwa aus der Produktion für das tschechoslowakische, schwedische, chinesische oder österreichische Militär. Zwei davon waren unbrauchbar gemacht, was sein Verteidiger betont. Eigentlich war die Polizei im November wegen eines als lebensmittelrechtlich eingestuften Falls zu ihm gekommen, nämlich wegen des illegalen Handels mit angeblichem, mit Edelmetallen versetztem Heilwasser. Hierbei fielen den Ermittlern die Waffen auf, zunächst in der Wohnung, in der er mit seiner Familie lebt. Dort seien laut einem Ermittler drei Maschinenpistolen, ein durchgeladenes Repetiergewehr mit Zielfernrohr und ein Sturmgewehr gefunden worden. Dann wurden die drei verrammelten Kellerabteile durchsucht, wo der Rest der Waffen und die Munition lagerte, teils originalverpackt in Kisten unter einer großen Schamanen-Trommel. (…) Des Weiteren sei es seinem Mandanten wichtig, zu betonen, dass er „jegliche Nähe zur Reichsbürgerbewegung“ bestreite. Ein Anhänger der staatsfeindlichen rechtsextremen Szene sei er „nie gewesen“. Der gelernte Informatiker und selbsternannte „Schamane“ hatte in der Esoterik-Szene zeitweise Trommelkurse angeboten. Im Internet verkaufte er das angeblich heilende Wasser. Auch als Autor von spirituellen und esoterischen Büchern im Selbstverlag betätigte sich der gebürtige Baden-Württemberger. Waffenfund bei „Schamane“ in Erlangen: Woher stammen die Gewehre? Angaben zur Herkunft der Waffen machte der 62-Jährige gegenüber der Polizei, wie vor Gericht einer der Ermittler ausführt. Die Sammlung von Kriegswaffen stamme demnach von drei verschiedenen Personen: seinem Bruder, der im Jugoslawienkrieg eingesetzt gewesen sei, von einem Bekannten, der bei der Bundeswehr im Fallschirmjägerbataillon war, sowie von einem nebulös bleibenden Jugoslawen. Ob die Waffen wirklich von diesen drei Personen stammen, sei nicht feststellbar gewesen, sagt der Ermittler. Der Bruder habe sich 2017 umgebracht mittels eines Schusses aus einer Kriegswaffe. Der Bundeswehr-Bekannte sei 2020 verstorben, der Jugoslawe unbekannt.

via nn: Kriegswaffen gefunden Urteil im Prozess zum Waffenfund in Erlangen: Polizei führt „Schamane“ als Reichsbürger

siehe auch: Kriegswaffen in Erlanger Hochhaus Gericht verhängt Haftstrafe gegen bewaffneten „Schamanen“. Im „Langen Johann“ in Erlangen leben mehr Menschen als in manchem fränkischen Dorf. Ermittler entdeckten dort im November 2024 ein Waffenarsenal. (Foto: Olaf Przybilla) Mit Klangschalen hat ein 62-Jähriger Werbung für sich gemacht. Jetzt räumt er vor Gericht ein, in seiner Wohnung in Erlangens markantestem Hochhaus zahlreiche Kriegswaffen „aufbewahrt“ zu haben. Auch Kalaschnikows. (… Die Ermittler entdeckten dann aber deutlich größere kriminalistische Kaliber. Sie fanden in der Wohnung des 62-Jährigen und in Kellerräumen Kriegswaffen. Ein Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft listet sie am Amtsgericht Erlangen säuberlich auf: vier Maschinenpistolen, ein Maschinengewehr, zwei Sturmgewehre und ja, auch drei sogenannte Kalaschnikows. Zusätzlich entdeckten sie weitere Schusswaffen und Munition. Die Verhandlung beginnt mit einem Rechtsgespräch, zur Verständigung aber über ein mögliches Strafmaß bei umfassendem Geständnis kommt es nicht. Auch so indes räumt Rechtsanwalt Marcus Fischer für seinen Mandanten die aufgelisteten Vorwürfe – darunter Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz – umfänglich ein, jedenfalls dem Grundsatz nach. (…) Unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in zehn Fällen wird der 62-Jährige zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Tatsächlich seien keinerlei terroristische Pläne nachweisbar, „sonst wären wir hier nicht am Amtsgericht“, sagt die Richterin. Trotzdem sei eine Haftstrafe der Schuld des 62-Jährigen angemessen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Rassismus-Eklat bei Union-Testspiel: Polizei ermittelt gegen Fan

Union-Präsident Dirk Zingler distanziert sich klar von den rassistischen Rufen eines Fans. Nach rassistischen Rufen eines Fans bei einem Testspiel gegen Schweinfurt ermittelt die Polizei. Der Union-Präsident reagiert deutlich. Nach dem rassistischen Vorfall bei einem Testspiel des 1. FC Union Berlin ermittelt die Polizei gegen einen Union-Anhänger wegen des Verdachts verhetzender Beleidigung. (…) Laut Mitteilung sprachen Beamte der Polizeiinspektion Herzogenaurach den Beschuldigten nach dem Spiel am Dienstag an, stellten seine Personalien fest und führten erste ermittlungsrelevante Maßnahmen durch. „Rassisten sind Idioten, auch wenn sie Union-Trikots tragen“ Union-Präsident Dirk Zingler hatte nach dem Vorfall bereits klare Worte gefunden: „Rassisten sind Idioten – auch wenn sie Union-Trikots tragen. Wer Menschen herabwürdigt, hat bei uns keinen Platz. Wer damit ein Problem hat, soll gehen. Union steht für Zusammenhalt, nicht für Hass.“

via berliner morgenpost: Rassismus-Eklat bei Union-Testspiel: Polizei ermittelt gegen Fan