Mehr Rechtsextremismus an Schulen – Hakenkreuze im Klassenchat

Die Zahl rechtsextremer Vorfälle an Schulen steigt. Das bestätigen Beratungsstellen und Kultusministerium. Wie lässt sich dieser Trend erklären und was können Bildungseinrichtungen dagegen tun? Von Thomas Radlmaier Anhören Merken Teilen Feedback Drucken Ein Hitlergruß in der Sportumkleidekabine, eine rassistische Beleidigung an der Bushaltestelle oder das Vorsingen eines nationalsozialistischen Kampfliedes im Musikunterricht – rechtsextreme Vorfälle an Schulen nehmen zu, auch in Bayern. Das bestätigen das Kultusministerium, Beratungsstellen oder der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) am Schuljahresende übereinstimmend. BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann sagt: „Hakenkreuze oder andere rechtsextreme Symbole gab es an Schulen in einzelnen Fällen schon immer. Aber jetzt tauchen sie vermehrt auf.“ Bei diskriminierenden oder extremistischen Vorkommnissen können sich bayerische Schulen an 26 sogenannte Regionalbeauftragte für Demokratie und Toleranz wenden. Wie das Kultusministerium mitteilt, werden die Regionalbeauftragten am häufigsten wegen rechtsextremistisch motivierten Vorfällen zu Rate gezogen. Was neben der steigenden Anzahl auffällt: „Die Kinder, die solche Taten begehen, werden immer jünger“, sagte Silke Hatzinger, eine der Regionalbeauftragten, kürzlich im Interview mit der SZ. „An der Grundschule gibt es Beleidigungen gegenüber Schülern mit Migrationshintergrund, auch unter verschiedenen Migrationsgruppierungen. Viert- und Fünftklässler zeigen schon den Hitlergruß.“ Eine im April veröffentlichte Umfrage des Stern unter den Landeskriminalämtern kam zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl rechtsextremer Straftaten an deutschen Schulen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. Doch wirklich belastbare Statistiken gibt es derzeit nicht. Das liegt einerseits an hohen Anforderungen an den Datenschutz und Fürsorgepflichten. Andererseits fehlen bundesweit einheitliche Erfassungskriterien für politisch motivierte Kriminalität an Schulen. Ende 2026 soll ein für die Länder gemeinsamer Tatörtlichkeitskatalog eingeführt werden soll. Bis dahin will die bayerische Polizei auf Anweisung des Innenministeriums keine Zahlen zu rechtsextremen Straftaten an Schulen herausgeben. Doch dass ihre Anzahl steigt, scheint unbestritten zu sein.

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TikTok – Wie mit KI-Videos Rassismus verbreitet wird

TikTok wird mit KI-generierten Videos überschwemmt: In vermeintlichen Straßenumfragen werden Schwarze und Migranten als Kriminelle dargestellt. Das erreicht teils Millionen Menschen. Ein Video aus der Vorstadtidylle: Ein schwarzer Mann sitzt auf einer Bank im Park und genießt eine Tafel Schokolade. Ein Polizist kommt zu ihm und sagt lachend: “Vorsichtig! Nicht, dass du in deinen Finger beißt.” Ein weiteres Video: Eine schwarze Mutter ruft ihre Kinder. “Los, Leute. Wir müssen eure Cousins treffen.” In der nächsten Szene steht die Familie im Zoo vor einem Affenhaus und winkt durch die Scheibe.Verbreitet werden diese Videos vor allem auf der beliebten Social-Media-Plattform TikTok oder bei Instagram. Sie werden immer wieder anonym gepostet und benutzen rassistische und antisemitische Stereotype. “Wir werden mit so vielen Inhalten in kurzer Zeit konfrontiert, dass wenig Raum zur bewussten Verarbeitung bleibt”, sagt Pia Lamberty. Sie forscht zu Desinformation im Netz. “Insofern können solche problematischen Inhalte unbewusst auch ihre Wirkung entfalten, weil wir zu wenig Pausen zum Reflektieren haben.” Diese Clips erreichen teils millionenfach Zuschauer und verbreiten Vorurteile in großer Reichweite. “Je stärker die Inhalte verbreitet werden und die Desinformationsblase verlassen, desto größer ist die Wirkung.” Die Affen in diesen Videos würden zur Entmenschlichung schwarzer Menschen genutzt.Es sei eine Reproduktion kolonialer Stereotype getarnt als satirischer und angeblich humorvoller Clip. “Die Menschen, die sowieso schon eine ähnliche Haltung haben, werden darin bestärkt. Darüber hinaus macht hier auch die Dosis das Gift: Je mehr solcher Narrative auf Social Media stattfinden, desto mehr tragen sie zur Normalisierung von Hass und Hetze bei und können Einstellungen verändern.” In einem anderen KI-Clip steht ein angeblicher Journalist neben einem jungen, schwarzen Mann mit löchrigem T-Shirt: “Möchten Sie den Deutschen die Jobs wegnehmen?”, fragt der Reporter. “Nein, ich nehme Bürgergeld und Mercedes”, so die Antwort. Die Kommentare auf das Videos zeigen, dass nicht alle Nutzer verstehen, dass es sich um KI-Videos handelt. “Ab ins Schlauchboot. Schickt ihn nach Hause”, schreibt ein Nutzer. Eine andere Nutzerin: “Was ist nur los mit unsere Deutschland?” Die Videos transportieren ein Gefühl der Angst, so Pia Lamberty. Sorge vor Überfremdung, vor Migration und Abstieg.”Solche Fake-Umfragen sind oft dazu da, um Ressentiments zu schüren und an Ängsten und Wut der Bevölkerung anzudocken, um diese dann weiter zu verstärken”, sagt Lamberty. Die Aussagen und die Umfragen scheinen echt, sind aber frei erfunden. “Eine gespaltene Gesellschaft ist labiler gegen Bedrohungen. Insofern wird versucht, solche Prozesse zu verstärken.” Diese Umfrage-Videos sind keine Seltenheit. Sie sind aber nur ein kleiner Teil der großen Masse an KI-generierten Videos. Viele der Clips sollen lustig sein oder unterhalten. Doch auch die menschenverachtenden Clips werden gezeigt und weltweit verbreitet.

via tagesschau: TikTok Wie mit KI-Videos Rassismus verbreitet wird

Rassismus am Nürburgring: „Bin ich dein N***?” Betreiber reagiert

Ein Mitarbeiter des beliebten Nürburgrings wird bei einem rassistischen Aussetzer vor laufender Kamera gefilmt – und entlassen. Das Video sorgt online für Empörung. (…) Auf dem Nürburgring können Touristen mit ihrem eigenen Auto oder einem Mietfahrzeug die Strecke befahren. Auch ein junger Mann aus England reiste zu diesem Zweck an. Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 26. Juli 2025. In einem inzwischen viral gegangenen Video ist zu sehen, wie der Englisch sprechende Tourist die Zufahrt zur Nordschleife filmt. Er sitzt dabei auf dem Beifahrersitz eines Sportwagens. Beim Heranfahren an die Schranke bittet er einen älteren Mitarbeiter in gelber Warnweste um Hilfe – offenbar weiß er nicht, wie er seine Einlasskarte richtig zu benutzen hat. Doch statt ihm zu helfen, reagiert der Streckenposten abweisend – und sogar rassistisch. Der Mitarbeiter nimmt zwar die Karte entgegen, macht aber nach kurzer Zeit eine aggressive Bemerkung: „Bin ich dein N?“. Der Tourist scheint die Aussage nicht zu verstehen. Daraufhin legt der Mitarbeiter noch einmal nach: „Steht N auf meiner Stirn?“ Die Aussage impliziert, dass der Mitarbeiter das rassistische N-Wort als Synonym für „Diener“ oder „Sklave“ verwendet – ein schockierender Vorgang. Am Ende wirft er dem Besucher die Karte zurück ins Auto. Das Video endet an dieser Stelle. Es wurde anschließend vom Betroffenen online gestellt und verbreitete sich rasend schnell über Plattformen wie Instagram und Facebook. (…) „Uns ist bekannt, dass es am Samstag, 26. Juli, an der Zufahrt zur Nordschleife zu einem inakzeptablen Fehlverhalten eines Mitarbeiters gegenüber einem Gast gekommen ist. Wir stellen klar: Rassistische oder diskriminierende Äußerungen haben am Nürburgring keinen Platz. Der betreffende Mitarbeiter wurde umgehend von allen Aufgaben entbunden und die Zusammenarbeit beendet. Er wird nicht mehr für den Nürburgring tätig sein. Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei dem betroffenen Gast und bei allen, die durch diesen Vorfall irritiert wurden.“

via rnd: Rassismus am Nürburgring: „Bin ich dein N***?” Betreiber reagiert

siehe auch: Nürburgring entlässt Mitarbeiter nach rassistischem Vorfall. Nach einem Rassismus-Vorfall hat der Nürburgring einen Mitarbeiter entlassen. Der Ordner war von einem Gast an der Einfahrt zur Rennstrecke dabei gefilmt worden, wie er ihm gegenüber ausfällig wird. Von SWR Auf dem nur wenige Sekunden dauernden Video ist zu sehen, dass der Tourist dem Ordner seine Einlasskarte überreicht und bittet, diese ans Lesegerät zu halten, damit die Einfahrtschranke aufgeht. Doch das lehnt der Nürburgring-Mitarbeiter ab, macht dreimal eine rassistische Äußerung und wirft die Einlasskarte durch das offene Autofenster zurück in den Wagen

Gewalt- und Mordaufrufe gegen syrische Flüchtlinge – Hasskommentare unter Alice Weidels Post: Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt

Nach SWR-Recherchen ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart zu Hasskommentaren gegen syrische Flüchtlinge unter einem Instagram-Post von AfD-Parteichefin Alice Weidel. Ende Juni hatte Alice Weidel auf ihrem Instagram-Kanal die Abschiebung von einer Gruppe syrischer Flüchtlinge gefordert. Diese sollen Ende Juni in einem hessischen Freibad mehrere Mädchen und junge Frauen laut Polizei “unsittlich berührt” haben. in Hanau auf SWR-Anfrage mit. Unter Weidels Post: Mehr als 120 Gewalt- und Mordaufrufe Einen Monat lang standen die Kommentare unter dem Post unkommentiert im Netz. Unmittelbar nachdem Weidel vom SWR mit den Kommentaren konfrontiert wurde, wurden mehr als 700 Kommentare, dann der ursprüngliche Post gelöscht. Die Anfrage des SWR blieb bislang unbeantwortet. Weidel hatte ein offenbar mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstelltes Foto gepostet, auf dem mehrere lachende, arabisch aussehende Männer hinter einem blonden Mädchen im Schwimmbad zu sehen sind. Das Foto zeigt nicht das tatsächliche Tatgeschehen. Der Beitrag von Alice Weidel wurde fast 150.000 Mal geliked und fast 8.000 Mal von Nutzern aus ganz Deutschland kommentiert und ist damit einer ihrer reichweitenstärksten Posts. Der SWR hat sämtliche Kommentare ausgewertet. Demnach finden sich dort mehr als 120 Gewalt- und Mordaufrufe, die nach Einschätzung von Experten strafrechtlich relevant sein könnten. Verdacht auf Volksverhetzung So schreibt ein Nutzer unter dem Weidel-Post über die syrischen Flüchtlinge “Töten, alle töten. I love 88.” Die Zahl 88 ist eine Chiffre für Anhänger von Adolf Hitler. Ein anderer Nutzer fordert “den Abschaum ohne Fallschirm über Syrien abwerfen”. In weiteren Kommentaren wird das “öffentliche Erhängen” oder “Kastration ohne Betäubung” für die Syrer verlangt. Außerdem wünschen sich mehrere Nutzer, die mutmaßlichen Täter in ein Konzentrationslager zu schicken: “Raus mit dem Dreck. Wiederaufbau KZ”, schreibt einer der Nutzer unter dem Post von Alice Weidel. Viele weitere Kommentare fallen möglicherweise unter den Straftatbestand der Volksverhetzung – gleich mehrere fordern unter anderem “abschießen, nicht abschieben!”. Zahlreiche Nutzer bekunden dabei ihre Unterstützung für Alice Weidel und die AfD, indem sie “blaue Herzen” zu ihren Kommentaren hinzufügen. Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt Nachdem einige der Nutzer identifiziert werden konnten, hat nun unter anderem die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen eingeleitet, wie sie dem SWR auf Anfrage mitgeteilt hat. “Als Straftatbestände kommen, § 111 StGB (Öffentliche Aufforderung zu Straftaten) oder § 140 StGB (Belohnung und Billigung von Straftaten) in Betracht”, erklärt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Bei beiden Strafbeständen handele es sich um Offizialdelikte.

via swr: Gewalt- und Mordaufrufe gegen syrische Flüchtlinge Hasskommentare unter Alice Weidels Post: Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt

“Spiegel”: Spion soll intime Details über Alice Weidel nach China gemeldet haben

Ein Ex-Mitarbeiter des queerfeindlichen AfD-Politikers Maximilian Krah kommt wegen Spionage vor Gericht. Laut “Spiegel” konnte er viele Lästereien über die lesbische Parteichefin aufschnappen. Jian G., ein langjähriger Mitarbeiter des rechtsextremen AfD-Politikers Maximilian Krah, muss sich in Kürze vor dem Oberlandesgericht Dresden wegen Spionage für China verantworten. Wie der “Spiegel” (Bezahlartikel) berichtet, soll der 44-jährige G. Peking auch Informationen über das Privatleben der lesbischen Co-Chefin Alice Weidel weitergegeben haben. G. ist ein in China geborener Deutscher, den Krah 2019 einstellte. Er wurde im Frühjahr diesen Jahres wegen Spionageverdachts verhaftet. Laut Dokumenten soll Krah dem Spion vom Privatleben Weidels und ihrer Lebenspartnerin erzählt haben – etwa von wem angeblich der Samen stammte, mit dem eines der Kinder Weidels und ihrer Partnerin gezeugt worden war. Nach Angaben eines Protokolls soll der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt außerdem über das angebliche Liebesleben von Weidel in ihrer Jugend sinniert haben – all dies habe G. nach Peking gemeldet. Politisch interessanter waren Informationen, wonach Weidel unter den AfD-Bundestagsabgeordneten nicht sehr beliebt sei. Sie sei laut Schmidt außerdem “gar nicht so hart und entschlossen”, wie sie in ihren Reden den Eindruck erwecke. Krah habe auch von einem Putschplan von Weidels Co-Chef Tino Chrupalla berichtet, der seine lesbische Parteifreundin loswerden wolle. So habe Krah vor der Bundestagswahl in diesem Jahr erklärt, sie solle ruhig Kanzlerkandidatin werden. Sollte sie dann wegen “ihrer Schwäche und mangelnden Führungsqualitäten” ins Straucheln geraten, könne “Tino dies nutzen” – und den Parteivorsitz alleine an sich reißen. Krah soll Chrupalla bei seinem Vorgehen gegen Weidel unterstützen. Krah dementierte gegenüber dem “Spiegel”, dem Spion Parteiinterna verraten zu haben, “schon gar nicht über das Privatleben von Frau Weidel”.

via queer: “Spiegel”: Spion soll intime Details über Alice Weidel nach China gemeldet haben

siehe auch: Prozess gegen Krah-Assistenten Jian G. Die geheimen AfD-Dossiers des mutmaßlichen China-Spions Der Ex-Mitarbeiter des Politikers Maximilian Krah kommt wegen Spionage vor Gericht. Er soll Parteiinterna ausgeforscht haben, darunter intime Details über die Vorsitzende Alice Weidel. Für die AfD könnte der Prozess peinlich werden. Das Word-Dokument war in chinesischer Sprache verfasst und trug einen poetischen Dateinamen: »Tee am Vormittag«. Nach Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA) wurde es am 7. Januar 2024 erstellt, um 21.10 Uhr, von einem gewissen Jian G., damals Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah im Europaparlament. In dem Dossier fasste der gebürtige Chinese G. ein vertrauliches Gespräch mit seinem Boss zusammen. Angeblich hatte er ihn am Tag zuvor in einem Frühstückscafé am Rand der tschechischen Hauptstadt Prag getroffen. Dem Dokument zufolge berichtete Krah seinem Assistenten G. ausführlich von Parteiinterna und lästerte über AfD-Chefin Alice Weidel. Auch Details aus dem Privatleben von Weidel und ihrer Lebensgefährtin soll Krah zum Besten gegeben haben – vom Verfasser des Dossiers akribisch dokumentiert. (…) Inzwischen geht die Generalstaatsanwaltschaft Dresden der Frage nach, ob sich Krah für seinen chinafreundlichen Schmusekurs hat schmieren lassen. Bei den Ermittlungen gegen Jian G. stießen die Fahnder auf verdächtige Zahlungen.  Von April 2019 bis Dezember 2022 sollen mehr als 50.000 Euro an Anwaltskanzleien geflossen sein, für die Krah tätig war. Das Geld stammte von Firmen aus Jian G.s Umfeld. Krah sei, so heißt es in Ermittlungsakten, von seinem Mitarbeiter mit Geld versorgt worden. Dabei habe es Bemühungen gegeben, Zahlungen mithilfe von Scheinrechnungen zu verschleiern. Krah bestreitet das vehement. Er habe keine Bestechungsgelder bekommen und auch sonst nichts Illegales getan. Es habe sich um eine »vollkommen normale anwaltliche Tätigkeit« gehandelt

Beleidigt und geschlagen – Rechtsextremer greift Linken-Politiker in Güstrow an

“Dort, wo man sich politisch äußert, bekommt man nicht überall Zuspruch”, weiß der mecklenburgische Landtagsabgeordnete Noetzel. Doch heute eskaliert es an seinem Informationsstand. Der Linken-Sprecher wird Opfer einer Auseinandersetzung. Der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Michael Noetzel, ist an einem Informationsstand seiner Partei in Güstrow angepöbelt, beleidigt und geschlagen worden. Bei dem Mann habe es sich um einen “offensichtlich rechtsradikalen Täter” gehandelt, teilte Noetzel mit. Der Angreifer habe ihm letztlich einen Schlag auf den Oberkörper versetzt. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich gegen 10.30 Uhr ereignete. Den Ermittlern zufolge soll der Mann unvermittelt in Richtung des Landtagsabgeordneten geschlagen und diesen im Rippenbereich getroffen haben, woraufhin dieser über Schmerzen und Kurzatmigkeit klagte. Eine medizinische Behandlung vor Ort sei aber nicht erforderlich gewesen. Der Mann habe auch verfassungsfeindliche Gesten gezeigt. Zudem soll der 23-Jährige gegen ein als Infomobil genutztes Lastenrad getreten haben, an dem die Dackelhündin des Politikers angebunden war.

via nzv: Beleidigt und geschlagen Rechtsextremer greift Linken-Politiker in Güstrow an

#Brandenburg – #Justiz ermittelt nach Rassismus-Verdacht gegen #Polizeischüler – #polizeiproblem

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Kommissar-Anwärter der Polizei-Hochschule im brandenburgischen Oranienburg wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Das sagte ein Sprecher der Behörde in Neuruppin. Weitere Angaben wollte er nicht machen, da die Ermittlungen andauerten. Zuerst berichtete die “Bild”-Zeitung. Nach Informationen der Zeitung soll es bei Äußerungen der Kommissar-Anwärter in Lehrveranstaltungen um dunkelhäutige Straftäter, Homosexuelle und auch den Verfassungsschutz gegangen sein. Mitschüler hätten die Aussagen in einem Protokoll festgehalten. Wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte, suspendierte die Polizei-Hochschule die beiden Auszubildenden zunächst vorübergehend. Das Dienstverbot sei dann am 24. Juli erloschen, da sich die Ermittlungen als aufwändiger erwiesen hätten. (…) Nun werde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, hieß es. Laut Innenministerium müssten die beiden Beamten mit einer Entlassung rechnen, wenn sich die Vorwürfe bestätigten. (…) Auch in der Vergangenheit wurden Ermittlungen gegen Polizisten in Brandenburg bekannt: 2022 wegen Fotos mit einer SS-Uniform, 2019 wegen eines Fotos, auf dem Polizisten und ein rechtsextremer Schriftzug zu sehen waren. In Berlin waren 2020 sechs Polizei-Studenten nach dem Bekanntwerden rassistischer Chats suspendiert worden.

via ntv: Brandenburg Justiz ermittelt nach Rassismus-Verdacht gegen Polizeischüler

a photo of a police car
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