Fall des Streamers “Jean Pormanove” – Tod vor laufender Kamera schockiert Frankreich

Immer wieder wird ein Streamer in Frankreich vor laufender Kamera misshandelt. Tausende Menschen schauen dabei zu – nun starb der Mann während eines Livestreams. Der Fall bringt Politik und Justiz in Erklärungsnot. Die Liveübertragung auf der Plattform Kick lief schon seit 298 Stunden und 30 Minuten, also seit mehr als zwölf Tagen. Da machten Zuschauer des Dauer-Streams einen der schlafenden jungen Männer im gefilmten Zimmer bei Nizza darauf aufmerksam, dass ihr Dauer-Opfer JP ziemlich komisch und leblos daliege.Daraufhin schmiss einer der jungen Männer zuerst noch eine kleine Plastik-Wasserflasche auf den reglosen Körper. Als die Anwesenden merkten, dass JP tatsächlich nicht mehr reagierte, wurde die Live-Kamera abgeschaltet. Die Polizei in Nizza konnte anschließend nur noch den Tod des im Netz JP genannten Jean Pormanove feststellen, der mit bürgerlichem Namen Raphaël Graven hieß und nun mit 46 Jahren starb.Abozahlen stiegen mit der GewaltKurz zuvor soll Pormanove wie immer in seinen Videos auf der Plattform Kick von den anderen anwesenden Streamern malträtiert worden sein. So war in einer Szene des Livestreams zu sehen, wie Pormanove vor laufender Webcam von seinen ständigen Begleitern festgehalten und gewürgt wurde.Die Streams hatten früher mal eher harmlos mit Videospielen angefangen. Raphaël Graven alias Jean Pormanove war ein ehemaliger Obdachloser und Soldat, der in den Videos immer wieder die Opferrolle einnahm. Sobald Gewalt ins Spiel kam, stiegen die Abos des Streamingkanals und damit auch die Einnahmen. Mehrere Zehntausend Euro sollen dabei in manchen Monaten für die Streaming-Gruppe herausgesprungen sein.Die Plattform Kick griff nicht einDie Journalistin Marie Turcan arbeitet in Frankreich für das investigative Onlineportal Mediapart und hatte schon im vergangenen Jahr mit ihren Recherchen auf die Brutalität der Videos aufmerksam gemacht: “Sie haben immer mehr verstanden, dass, wenn JP sich geärgert hat, dann brachte das Geld”, erzählt sie. “Es gab User, die dafür bezahlt haben, JP beleidigen zu dürfen, die sich an der anschließenden Gewalt ergötzt haben.”Rund 50.000 Zuschauer hingen jeden Abend an den zunehmend gewalttätigen Streams. JP war einer der Stars auf der Plattform Kick, die zu keinem Zeitpunkt eingriff. Mal wurde Pormanove mit Farbe überschüttet, mal auf seinem Stuhl umgeschmissen und immer wieder geschlagen.”Es gab Zuschauer, die den Stream als Begleitmedium genutzt haben. Man konnte sehen, dass einige User den Video-Stream tagelang ununterbrochen eingeschaltet hatten”, sagt die Journalistin Turcan. Es habe eine richtige Community gegeben, die die Streamer angefeuert habe. “Nachdem wir unsere Recherchen veröffentlicht hatten, haben sie sich gegen uns gewendet und uns im Internet belästigt bis hin zu Morddrohungen.”

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Dahinter steckt die NPD

In Bremen gab es Hausdurchsuchungen gegen die Gruppe „weserems.aktion“. Hinter junger Aufmachung verbergen sich alte Drahtzieher und neue internationale Vernetzungen. Die Polizei Bremen präsentierte nach den Hausdurchsuchungen einige der gefundenen Gegenstände, darunter Waffen und eine Hakenkreuzfahne, Foto: Polizei Bremen Die beiden Tätowierten gehören zusammen, „Ruhm“ prangt auf der einen, „Ehre“ auf der Wange des anderen. Marvin D. und Enrico A. wohnten auch bis vor kurzem gemeinsam in einer WG in Kirchlinteln nahe Verden an der Aller. Beide tauchen seit ein paar Jahren bei „Heimat“-Demonstrationen, früher NPD, auf. Wegen zweier Raubüberfälle in seiner Heimatgemeinde Langwedel wurde Marvin D. bereits zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.  Nach seiner Entlassung fing er gemeinsam mit Enrico A. an, jüngere Netzwerk-Strukturen im Umfeld der NPD zu unterstützen. Als am Dienstag fünf Razzien gegen junge NationalistInnen im Alter zwischen 19 und 30 Jahren in Bremen stattfanden und Waffen beschlagnahmt wurden, waren dem bereits polizeiliche Maßnahmen gegen die beiden Neonazis vorausgegangen. Alte Netzwerke  „Weserems.aktion“ heißt das neue gewaltbereite rechte Projekt, gegen das die Polizei in der Hansestadt vorging. Doch mutmaßliche Funde wie das Heft „Ein Fähnlein“ deuten auf alte Neonazi-Netzwerke hin. Hinter der Schrift steht der NPD-Unterstützer und Nazi-Hooligan Hendrik Ostendorf aus Bremen. Er war bei Aufmärschen mit Akteuren der „weserems.aktion“ wie Martin B. aus Mahndorf zu sehen. Die Gruppierung ist eng vernetzt mit dem Telegramkanal „Verden verteidigen“, der ebenso wie „Hermanns.Heide“ aus dem NPD-Projekt „Inferno Deutschland“ hervorgegangen scheint. Ähnliche Gruppen gibt es bundesweit. Sie verstehen sich auch als „Kampfgemeinschaft Junge Nationalisten“. „Verden verteidigen“ warb am 19. Dezember 2024 für den „Partner Kanal“ von „weserems“ und schrieb: „Mit den Jungs haben wir schon einiges vollbracht und es wird weiterhin neues entstehen“ (Fehler im Original). Die aktionsorientierte neue Aufmachung steht unter dem Motto: „We hate Antifa“. „Lasst Euch nicht unterkriegen von dem Linken Terror“ – damit ist auch ein Kulturkampf um die Deutungshoheit gegen alles Anti-Rechte – vor allem unter Jugendlichen – gemeint.

via endstation rechts: Dahinter steckt die NPD

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Teenage neo-Nazi who plotted #terror attack at mosque detained for 10 years

The Hitler-inspired teenager planned to set fire to a Muslim centre. A neo-Nazi teenager who planned to carry out a terrorist attack at a mosque has been sentenced to 10 years in custody. The 17-year-old, who was inspired by Adolf Hitler, had planned to set fire to a Muslim centre in Greenock, Inverclyde, after befriending the Imam and mapping out the building’s interior on his phone. In January this year, police apprehended the youth, who was carrying a camouflage military-style rucksack, as he tried to gain entry to the Inverclyde Muslim Centre on Laird Street. Inside the bag they found a German-manufactured Glock-type air pistol, ammunition, ball bearings, gas cartridges and aerosol cans, prosecutors said. He was sentenced at the High Court in Glasgow on Thursday after pleading guilty to two terrorism charges, the Crown Office said. (,,,) Prosecutors said the teenager, who was radicalised online and idolised Norwegian mass murderer Anders Breivik, began to plot an attack on the site in December 2024, planning to set it on fire using aerosols and lighters. He boasted of his plans on social media platform Telegram, and joined the mosque’s WhatsApp group saying he was “looking for guidance”. Despite harbouring anti-Muslim views which he had been writing about for two years previously, the boy won the trust of the Imam during several visits. He later filmed himself wandering the corridors, including footage showing him superimposing a hand carrying a semi-automatic pistol. When the image moved over a religious poster, it appeared to be set on fire, due to a special effect.

via independent: Teenage neo-Nazi who plotted terror attack at mosque detained for 10 years

siehe auch: Inverclyde teenager who planned mass murder by setting fire to mosque given 10-year sentence A court heard how the teenager idolised the Norwegian mass murderer Anders Breivik and had “developed sympathies” with the Nazi Party. A teenager who planned a mass murder by setting fire to a mosque has been sentenced to 10 years in custody. The boy, who cannot be identified due to legal reasons, was 16 when he was arrested in January after police caught him on his way to burn down Inverclyde Muslim Centre in Greenock. He was hoping the mosque, which has a capacity of 275 worshippers, would be full. But he was unable to enter as the door was locked. What he did not know was that the police had received intelligence and were waiting to arrest him. (…) It is understood that he had boasted online about his plans to livestream the attack after becoming radicalised on social media at the age of 13. The teenager, who was dressed in black and carrying an air rifle when arrested, had successfully hoodwinked the mosque’s imam that he was serious about converting to Islam.

Drohschreiben und eingeschlagenes Fenster – Luckenwalder Jugendzentrum wird Ziel offenbar rechter Angriffe – #terror

Das Jugendzentrum KLAB in Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten wiederholt zum Ziel von offenbar rechten Angriffen geworden. Im Juni sei “am helllichten Tage” die Fensterscheibe des Eingangsbereichs eingeworfen worden, berichteten die Betreiber im Gespräch mit dem rbb. Der Steinwurf sei angezeigt worden, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien mittlerweile aber eingestellt. Es konnte demnach kein Täter ermittelt werden. Zuletzt sei das CSD-Plakat an der Tür des Klubs mit rechtsextremen und rassistischen Stickern beklebt worden, hieß es. Die Verantwortlichen hätten sich daraufhin entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen. “Wir wollen nicht erst Alarm machen, wenn es zu spät ist”, sagt Patrick Weinz zur Begründung. “Wir wollen ins Gespräch kommen.” Der KLAB wird vom Jugendverband “Die Falken” betrieben. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 können sich hier aufhalten, spielen, Hausaufgaben machen oder sind kreativ betätigen. In den vergangenen Jahren nutzten laut Weinz vor allem Jugendliche mit Migrationsgeschichte den Klub, der sich ganz offen gegen Rechtsextremismus positioniert. Bereits im vergangenen Jahr hatten Mitarbeitende ein Drohschreiben, das dem rbb vorliegt, vor der Tür des Jugendzentrums gefunden. Darin hieß es: “Was seid Ihr nur für erbärmliche Kreaturen. Menschenleben interessieren Euch nicht. Ihr werdet genauso sterben wie die Solinger.” Das Schreiben haben die Verantwortlichen aufbewahrt. Die Worte beziehen sich vermutlich auf die Vorkommnisse beim “Festival der Vielfalt” im August 2024 in Solingen, bei dem drei Menschen durch einen Messerangriff getötet wurden.

via rbb: Drohschreiben und eingeschlagenes Fenster Luckenwalder Jugendzentrum wird Ziel offenbar rechter Angriffe

Rassismus-Skandale im DFB Pokal: Mainz macht nach Sieg Beleidigungen im Netz öffentlich

Nach seinem Siegtor gegen Dynamo Dresden (1:0) im DFB-Pokal veröffentlicht Nadiem Amiri von Mainz 05 auf Instagram wüste Beschimpfungen gegen ihn. Auch der Klub setzt mit einem Post ein Zeichen und offenbart weitere Beleidigungen. In seiner Story teilte Nadiem Amiri ein Foto von einer Privatnachricht, in der ein Nutzer sowohl Amiri selbst als auch seine Mutter aufs Übelste beleidigte, auch mit fremdenfeindlicher Sprache. “Keine Worte mehr für so Menschen”, schrieb Amiri zu dem Foto. Zuvor war Amiri gegen den Zweitligisten Dresden mit einem sehenswerten Freistoßtor zum Matchwinner geworden. Auch sein Teamkollege Arnaud Nordin sah sich nach dem Spiel unmenschlichen Kommentaren ausgesetzt, in denen er unter anderem wegen seiner Hautfarbe beleidigt wurde, wie die Mainzer auf sozialen Netzwerken mitteilten.

via ran: Rassismus-Skandale im DFB Pokal: Mainz macht nach Sieg Beleidigungen im Netz öffentlich

DHS speechwriter linked to hateful social accounts while claiming American conservatives are ostracized like Jews in Nazi Germany

‘They are not migrants. They are not ‘undocumented.’ They are an invading army. The largest invasion in American history,’ DHS speechwriter writes on X. A speechwriter at the Department of Homeland Security has been linked to hateful posts on social media, reportedly claiming that American conservatives are ostracized like the Jews were in Nazi Germany. A blog post reportedly authored by Eric Lendrum celebrated the January 6 insurrection and compared the following fallout for conservatives to the Holocaust and slavery, Notus reported. “American conservatives are, right now, on a course for being every bit as ostracized and alienated from broader society as Jews were in the years leading up to Nazi Germany,” he claimed in a 2021 blog post on American Greatness, a rightwing opinion and news site. Lendrum posted on the site until March of this year. His podcast, The Right Take, is listed in the author’s description on the site. On one episode of the podcast, he said he liked watching videos of scared legislators during the Jan 6 insurrection. “There’s something so gratifying about seeing the images of these members of Congress — especially the Democrats — crouching under their chairs, putting on those stupid, like, bubble masks, those anti-gas bubble masks, and then taking selfies,” a laughing Lendrum said just days after the Capitol riot.

via independent: DHS speechwriter linked to hateful social accounts while claiming American conservatives are ostracized like Jews in Nazi Germany

What Does Palantir Actually Do?

Palantir is often called a data broker, a data miner, or a giant database of personal information. In reality, it’s none of these—but even former employees struggle to explain it. PALANTIR IS ARGUABLY one of the most notorious corporations in contemporary America. Cofounded by libertarian tech billionaire Peter Thiel, the software firm’s work with Immigration and Customs Enforcement, the US Department of Defense, and the Israeli military has sparked numerous protests in multiple countries. Palantir has been so infamous for so long that, for some people, its name has become a cultural shorthand for dystopian surveillance. (…) What it’s ultimately selling them is not just software, but the idea of a seamless, almost magical solution to complex problems. To do that, Palantir often uses the language and aesthetics of warfare, painting itself as a powerful, quasi-military intelligence partner. “Palantir is here to disrupt and make the institutions we partner with the very best in the world,” Palantir CEO Alexander Karp says in a February 2025 earnings call, “And when it’s necessary, to scare enemies, and on occasion, kill them.” Palantir sends its employees to work inside client organizations essentially as consultants, helping to customize their data pipelines, troubleshoot problems, and fix bugs. It calls these workers “forward deployed software engineers,” a term that appears to be inspired by the concept of forward-deployed troops, who are stationed in adversarial regions to deter nearby enemies from attacking. A former Palantir employee tells WIRED that the company also has code words for certain job titles—like “Delta” for a forward deployed engineer, and “Echo” for Palantir’s version of a product manager—which they say are sourced from the North Atlantic Treaty Organization’s phonetic alphabet of code words meant for use over military radio. A different former employee tells WIRED that Palantir staffers will often use the military term “FYSA,” or “for your situational awareness,” instead of “FYI.” Many Palantir emails, they say, also begin with “BLUF:” or “bottom line up front,” followed by a short summary of key details or events. (It’s essentially the military equivalent of “TLDR,” or “too long didn’t read.”) The ex-staffer says this jargon can be traced back to Palantir’s first clients, which included US intelligence and military agencies. But arguably Palantir’s most recognizable jargon is borrowed from the Lord of the Rings universe. The company’s name is a reference to J.R.R. Tolkien’s “palantíri,” magical stones that can be used to communicate, see faraway places, and occasionally observe moments from the past. (…) Underneath the jargon and marketing, Palantir sells tools that its customers—corporations, nonprofits, government agencies—use to sort through data. What makes Palantir different from other tech companies is the scale and scope of its products. Its pitch to potential customers is that they can buy one system and use it to replace perhaps a dozen other dashboards and programs, according to a 2022 analysis of Palantir’s offerings published by blogger and data engineer Ben Rogojan. Crucially, Palantir doesn’t reorganize a company’s bins and pipes, so to speak, meaning it doesn’t change how data is collected or how it moves through the guts of an organization. Instead, its software sits on top of a customer’s messy systems and allows them to integrate and analyze data without needing to fix the underlying architecture. In some ways, it’s a technical band-aid. In theory, this makes Palantir particularly well suited for government agencies that may use state-of-the-art software cobbled together with programming languages dating back to the 1960s. Palantir began gaining steam in the 2010s, a decade when corporate business discourse was dominated by the rise of “Big Data.” Hundreds of tech startups popped up promising to disrupt the market by leveraging information that was now readily available thanks to smartphones and internet-connected sensors, including everything from global shipping patterns to the social media habits of college students. The hype around Big Data put pressure on companies, especially legacy brands without sophisticated technical know-how, to upgrade their software, or else risk looking like dinosaurs to their customers and investors. But it’s not exactly easy or cheap to upgrade computer systems that may date back years, or even decades. Rather than tearing everything down and building anew, companies may want a solution designed to be slapped on top of what they already have. That’s where Palantir comes in. Palantir’s software is designed with nontechnical users in mind. Rather than relying on specialized technical teams to parse and analyze data, Palantir allows people across an organization to get insights, sometimes without writing a single line of code. All they need to do is log into one of Palantir’s two primary platforms: Foundry, for commercial users, or Gotham, for law enforcement and government users.

via wired: What Does Palantir Actually Do?