Weil sie ihn zweimal zum Tragen einer Corona-Schutzmaske aufforderte, hat ein Unbekannter einer Zugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte, hatte sich der Mann bei der ersten Aufforderung nach dem Zustieg in eine S-Bahn am Haltepunkt Leipzig-Thekla zunächst sein T-Shirt vor das Gesicht gezogen. An seinem Sitzplatz habe er es jedoch wieder heruntergenommen. Als die Zugbegleiterin den Mann bei der Fahrkartenkontrolle wenig später erneut auf die Maskenpflicht im Zug hinwies, habe der Mann zugeschlagen, erklärte die Bundespolizei. Dabei wurde die Frau leicht verletzt. Der Angreifer sei kurz darauf, am Haltepunkt Leipzig-Nord, ausgestiegen. Derzeit würden die Videoaufnahmen des Vorfalls vom Donnerstagmittag ausgewertet, hieß es weiter. Die Bundespolizeiinspektion Leipzig hat demnach ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
Alkohol, Waffenträger, nichts mehr zu verlieren – so lautete der Warnhinweis zu Ex-AfD-Mann Andreas Kalbitz. Der Landtag reagierte. Aber es gibt Zweifel. Nach Milzriss-Affäre, Rücktritt als Fraktionschef und gerichtlich bestätigtem Parteiausschluss von Andreas Kalbitz aus der AfD sind am Freitag im Landtag Brandenburg Sicherheitsbedenken laut geworden. Noch ist unklar, ob der an Parlamentspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) gemeldete Gefahrenverdacht begründet ist oder ob seine Fraktions- und nunmehr Ex-Parteikollegen mit bösen Unterstellungen nachtreten. Der Landtag hat nach Tagesspiegel-Informationen am Freitag aber vorsorglich die Polizei eingeschaltet. Dabei soll es um ernsthaft geäußerte Bedenken gehen, dass Kalbitz angesichts seiner Lage bei der Landtagssitzung in der nächsten Woche die Kontrolle verlieren, ausrasten und gewalttätig werden könne. Der 47-Jährige habe nichts mehr zu verlieren, sei bereits gewalttätig geworden, habe ein Alkoholproblem und sei Waffenträger, lautete der Hinweis. Obwohl die Warnung ohne Beleg war, nahm die Polizei den Hinweis ernst. Noch am Freitag sollten Beamte eine sogenannte Gefährderansprache mit Kalbitz führen (…) Ob Kalbitz tatsächlich Waffenträger ist, blieb unklar. Nach Tagesspiegel-Informationen soll er zwar eine Waffenerlaubnis haben, aber im nationalen Waffenregister für ihn keine legale Waffe eingetragen sein. Auf Anfrage wollte sich ein Sprecher der Polizei Brandenburg nicht zu den Vorgängen äußern, ebenso nicht Kalbitz. (…) Ein Mitarbeiter der Fraktion machte einen weiteren Fall publik: Demnach soll Kalbitz bei einer Fraktionsklausur 2019 betrunken einem Mitarbeiter das Handy aus der Hand geschlagen haben. Die Darstellung blieb unwidersprochen, äußern wollte sich dazu aber niemand weiter. Die Staatsanwaltschaft leitete wegen der Milzriss-Affäre Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung ein.
Nach einem Interview in der Mitteldeutschen Zeitung hat der Fraktionsvorsitzende der Linken, Bodo Meerheim, eine Morddrohung erhalten. Wie die Partei am Donnerstag mitteilte, habe sich am Vormittag ein Anrufer in der Geschäftsstelle gemeldet und gesagt, Bodo Meerheim, „den Drecksack“, müsse man „auf der Rabeninsel aufhängen“. „Als Fraktion sind wir erschrocken über Brutalität und Verrohung, die in diesen Worten liegen und solidarisieren uns klar mit unserem Vorsitzenden“, so die Partei. Meerheim erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Linke geht von einer politischen Motivation aus und sieht einen Zusammenhang zwischen dem Anruf und einem Interview, das Meerheim der MZ gab. Darin setzte er sich gegen Rechtsextremismus und eine Normalisierung der AfD ein, sprach etwa davon, dass er nicht verstehen könne, warum der Rechtsextremist Sven Liebich noch immer auf dem Marktplatz demonstrieren darf.
Fünf Männer haben in der Bielefelder Innenstadt einen Brasilianer rassistisch beleidigt und zusammengeschlagen. Der 28-jährige Tourist habe versucht, sich zu wehren und Gesichtsverletzungen und Prellungen am ganzen Körper erlitten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Angreifer konnten entkommen. Nach ihnen wird gesucht. Der 28-Jährige war in Bielefeld bei Freunden zu Besuch und hielt sich gegen 0.05 Uhr am Teich im Park Bültmannshof auf, als die fünf jungen Männer ihn angriffen. Der Brasilianer wehrte sich, erlitt jedoch unter anderem schwere Gesichtsverletzungen und Prellungen am ganzen Körper. Bei dem Vorfall am frühen Montagmorgen hatte der 28-Jährige die Männer auf Englisch angesprochen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Daraufhin sei er als Ausländer beschimpft und geschlagen worden.
In Rheinsberg ermittelt der Staatsschutz wegen Volksverhetzung. Das teilte ein Sprecherin der Polizeidirektion Nord am Dienstag auf Anfrage des rbb mit. Auslöser sind Flugblätter, die in den Briefkästen mehrerer tschetschenischer Flüchtlingsfamilien gelegen hatten. Darauf steht auf Deutsch und Arabisch die Aufforderung, Deutschland zu verlassen. Die Flyer sind von der Gruppe “Ein Prozent” unterzeichnet. Im Juni dieses Jahres gab das Bundesamt für Verfassungsschutz bekannt, dass bei diesem Verein, laut Impressum in Sachsen ansässig, “ernst zu nehmende Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen vorlägen”. Die ideologische Ausrichtung, aber auch die Vernetzung ins rechtsextremistische Spektrum, begründe die konsequente Einstufung als Verdachtsfall, sagte Behördenchef Thomas Haldenwang über “Ein Prozent”.
The Belgian government has been urged to investigate the death of a man in police custody after an officer sat on his rib cage for 16 minutes and another apparently made a Nazi salute. Jozef Chovanec, a 38-year old Slovakian citizen, was arrested at Charleroi airport in February 2018 after causing a disturbance while boarding a flight to Bratislava. Taken to a cell, he started banging his head against a wall, causing bleeding. On Wednesday video images emerged showing how he was pinned down in the cell by six police officers. One officer sat on his rib cage for 16 minutes, according to Het Laatse Nieuws, which obtained the footage. The officers laughed “exuberantly” while one danced and made a Nazi salute, according to a doctor’s report. A blanket was over Chovanec’s face for some time. Chovanec died in hospital the following day. His wife, Henrieta Chovancova, has said the killing of George Floyd in the US in May was reminiscent of her husband’s death. “When [the police] saw the blood, they should have given him first aid. Instead they sat on him with so many people. He couldn’t breathe properly,” she said.
siehe auch: Footage Shows Police Officer Giving ‘Nazi Salute’ Before Man Died in Custody. Images of Jozef Chovanec being restrained by police before his death also show an officer sitting on his chest for 16 minutes. Images have emerged of a police officer making what appears to be a Nazi salute while multiple other officers restrain a man who later died in police custody. Slovakian Jozef Chovanec was arrested at Belgium’s Charleroi airport in 2018 after causing a disturbance on his flight. Put in a cell, he began to act erratically, banging his head against a wall until he started to bleed. At this point, officers tried to restrain Chovanec, and video from his cell shows one officer sitting on his rib cage for 16 minutes. The footage, obtained by Belgian newspaper Het Laatse Nieuws, also shows a group of officers laughing and one making a Nazi salute, while appearing to hold her fingers to her face to represent a Hitler moustache. Chovanec was hospitalised after the incident, but fell into a coma and died the following day. An autopsy showed he had not been under the influence of drugs or alcohol, and it is unknown why he was acting erratically; Tödliche Polizeigewalt. Mann stirbt nach Festnahme auf Flughafen im belgischen Charleroi. Beteiligte Polizistin zeigte Hitlergruß. Aufschrei erst nach Videoveröffentlichung. Die belgische Tageszeitung Het Laatste Nieuws (HLN) hat am Mittwoch ein brisantes Video zu einem Fall hochgeladen, der eigentlich als vergessen galt: Jozef Chovanec wollte am 24. Februar 2018 vom Flughafen Brüssel-Charleroi aus ins slowakische Bratislava fliegen, wo seine Frau und seine kleine Tochter auf ihn warteten. Doch der 38jährige starb nach einem brutalen Polizeieinsatz am Flughafen in Belgien
Facebook took down hundreds of pages yesterday in a crackdown on “movements and organizations tied to violence.” Among them was a right-wing militia that rapidly rose to prominence this summer: the New Mexico Civil Guard. Like militias across the country, the group got attention by showing up to protests against police brutality and racism wearing camouflage and carrying rifles to, in their words, protect private property, while claiming to stand against racism as well. As journalists and activists documented various members’ white supremacist tattoos and participation in one organization the Southern Poverty Law Center designates as a hate group, the militia’s founder Bryce Provance sought to distance them from racism and violence in statements to the media.