Wie die #AfD das #Attentat von #Hanau relativiert – #terror

Zahlreiche AfD-Politiker haben das Attentat von Hanau mit elf Toten relativiert. Angeblich habe die Tat nichts mit Rassismus und Hass zu tun. Die Gegen-Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Die Morde von Hanau werden das Land noch lange beschäftigen: Der mutmaßliche Täter Tobias R., 43 Jahre alt, tötete neun Menschen mit Migrationshintergrund aus einer “zutiefst rassistischen Gesinnung” heraus, wie Generalbundesanwalt Peter Frank sagte. Es liegt klar auf der Hand: Hier hat ein Mann voller Hass auf alles Fremde und mit einem tiefsitzenden Verfolgungswahn gezielt zugeschlagen, weil er ein infernalisches Zeichen setzte wollte. Und was machen führende AfD-Politiker? Sie relativieren die Tat und erklären sie zur “wahnhaften Tat eines Irren”, die “weder linker noch rechter Terror” war, wie der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen twitterte. Weiter schreibt er: “Jede Form der Instrumentalisierung dieser schrecklichen Tat ist ein zynischer Fehlgriff”. Ähnlich äußerte sich Bundestags Co-Fraktionschef Alexander Gauland. “Von links und rechts wollen wir hier gar nicht reden”, sagte er. Bei einem “völlig geistig Verwirrten” erkenne er kein politisches Motiv. Zum Zeitpunkt des abgesetzten Tweets war übrigens längst offenkundig, dass Tobias R. aus rassistischen Motiven handelte. Der Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio stieß ins gleiche Horn. “Regierungskreise” und “linke Parteien” würden die “unentschuldbare Gewalttat eines massiv psychisch gestörten Einzeltäters (…) instrumentalisieren”, twitterte er.

via stern: Wie die AfD das Attentat von Hanau relativiert

Täter war #Sportschütze – Rassistischer #Anschlag in #Hanau: Deutscher tötet 10 Menschen – #terror

Bei einem mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Anschlag hat ein Deutscher im hessischen Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Anschließend soll der 43-jährige Sportschütze seine 72 Jahre alte Mutter und sich selbst getötet haben.

Der Mann habe eine «zutiefst rassistische Gesinnung» gehabt, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Donnerstag in Karlsruhe. Das habe die Auswertung von Videobotschaften und einer Art Manifest auf dessen Internetseite ergeben. Die Todesopfer seien zwischen 21 und 44 Jahre alt gewesen und hätten Migrationshintergrund gehabt. Der Täter habe sechs weitere Menschen verletzt, einen schwer. Am Abend versammelten sich in zahlreichen Städten Menschen zu Mahnwachen. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte am Morgen in Wiesbaden, der Generalbundesanwalt ermittle wegen des Verdachts einer terroristischen Gewalttat – Frank selbst sprach am Nachmittag nicht davon. Nach einer Telefonschalte der Innenminister von Bund und Ländern sagte der bayerische Ressortchef Joachim Herrmann (CSU), man gehe davon aus, «dass es sich um einen rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Hintergrund handelt». (…) Die Bundesanwaltschaft teilte mit: «Es liegen gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat vor.» Der mutmaßliche Täter habe auf seiner Internetseite auch wirre Gedanken und abstruse Verschwörungstheorien geäußert. Man prüfe, ob der mutmaßliche Täter Mitwisser oder Unterstützer für seinen Anschlag hatte. Dazu würden das Umfeld und die Kontakte des Mannes im In- und Ausland abgeklärt. (…) Kanzlerin Merkel (CDU) sagte in Berlin: «Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft. Und es ist Schuld an schon viel zu vielen Verbrechen. Von den Untaten des NSU über den Mord an Walter Lübcke bis zu den Morden von Halle.» In Halle hatte im Oktober ein Antisemit vergeblich versucht, mit Waffen in eine Synagoge einzudringen, im Anschluss zwei Menschen getötet

via badische zeitung: Täter war Sportschütze – Rassistischer Anschlag in Hanau: Deutscher tötet 10 Menschen

siehe auch: Entsetzliche Bluttat mit elf Toten: Täter hinterlässt grausige Botschaft – Rechter #Terror in Hessen? #hanau. In Hessen ist es in der Nacht auf Donnerstag zu einer fürchterlichen Bluttat gekommen. Elf Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Die Polizei ist weiter im Einsatz. 8.01 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Hanau hat nach Informationen aus Sicherheitskreisen wenige Tage vor der Tat ein Video bei Youtube veröffentlicht. In diesem Video spricht der Mann in fließendem Englisch von einer „persönlichen Botschaft an alle Amerikaner“. Der Clip, der am Donnerstagmorgen weiter im Internet zu sehen war, wurde offensichtlich in einer Privatwohnung aufgenommen, ins Netz gestellt wurde er vor wenigen Tagen.

Entsetzliche Bluttat mit elf Toten: Täter hinterlässt grausige Botschaft – Rechter #Terror in Hessen? #hanau

In Hessen ist es in der Nacht auf Donnerstag zu einer fürchterlichen Bluttat gekommen. Elf Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Die Polizei ist weiter im Einsatz. 8.01 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Hanau hat nach Informationen aus Sicherheitskreisen wenige Tage vor der Tat ein Video bei Youtube veröffentlicht. In diesem Video spricht der Mann in fließendem Englisch von einer „persönlichen Botschaft an alle Amerikaner“. Der Clip, der am Donnerstagmorgen weiter im Internet zu sehen war, wurde offensichtlich in einer Privatwohnung aufgenommen, ins Netz gestellt wurde er vor wenigen Tagen. Darin sagt der Mann, in den USA existierten unterirdische Militäreinrichtungen, in denen Kinder misshandelt und getötet würden. Dort würde auch dem Teufel gehuldigt. Amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände „jetzt kämpfen“. Ein Hinweis auf eine bevorstehende eigene Gewalttat in Deutschland ist in dem Video nicht enthalten. Das Motiv des Verbrechens mit insgesamt elf Toten blieb zunächst unklar. 7.45 Uhr: Ist nun das Motiv des Täters klar? Wie die Bild erfahren haben will, soll ein Mann namens Tobias R. der Todes-Schütze von Hanau sein. Aus seinem Bekenner-Schreiben gehe nach Angaben des Blattes demnach hervor, „dass bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen sei“. Die Existenz des Schreibens wurde von den Behörden bestätigt – der Inhalt allerdings noch nicht. Ob es sich also tatsächlich um ein rechtsradikales Motiv handelt, ist aktuell noch nicht bestätigt. (…) Die Polizei hatte die Zahl der Toten zunächst mit acht, am Morgen mit neun angeben. Außerdem wurden nach Polizeiangaben mehrere Menschen verletzt. Doch was ist da am späten Mittwochabend in Hessen passiert? Bislang sind nach Angaben der Polizei folgende Details bekannt. Gegen 22 Uhr habe demnach ein Täter eine Shisha-Bar am Heumarkt angegriffen – im Westen von Hanau. Dabei wurden, wie es die Polizei berichtete, mehrere Gäste erschossen. Im Anschluss daran soll ein dunkles Auto vom Tatort geflüchtet sein, kurze Zeit später wurden im weiter westlich gelegenen Stadtteil Kesselstadt weitere Menschen getötet.

via merkur: Entsetzliche Bluttat mit elf Toten: Täter hinterlässt grausige Botschaft – Rechter Terror in Hessen?

siehe auch: Zahlreiche Todesopfer in Hanau: Video und Schreiben nach Bluttat aufgetaucht – was wir bislang wissen. Nach Schüssen in Hanau sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen – darunter auch der mutmaßliche Täter. Was bislang über den Fall bekannt ist. Hanau – Nach den tödlichen Schüssen auf neun Menschen in Hanau ist der mutmaßliche Täter offenbar tot. Polizisten hätten am frühen Donnerstagmorgen in einer Wohnung zwei weitere Leichen gefunden. Unter diesen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Täter, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe keine Hinweise auf weitere Beteiligte. Am Donnerstagmorgen berichtet Bild, dass der Verdächtige ein Bekennerschreiben hinterlassen habe. Sicherheitskreise haben die Meldung inzwischen bestätigt. Demnach hätten die Taten einen rechten Hintergrund gehabt. Der Verdächtige heiße Tobias R. und habe unter anderem darüber geschrieben, dass bestimmte Völker zu vernichten seien. Die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main bestätigten die Berichte bezüglich des Motivs zunächst nicht. Hanau: Mindestens elf Todesopfer nach Schüssen – rechter Hintergrund vermutet Nach Zeugenaussagen zu einem Fluchtfahrzeug seien Spezialkräfte der Polizei in eine Wohnung im Stadtteil Kesselstadt eingedrungen, sagte der Sprecher. Dort seien die beiden Toten entdeckt wurden. Die Ermittlungen zur Identität der zweiten Person neben Tobias R. seien noch nicht abgeschlossen. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es sich um die Mutter des Schützen handeln.

siehe auch: Liveblog zu Hanau: Bekennerschreiben und Video aufgetaucht – Rechtsradikales Motiv? Nach den Gewalttaten mit vielen Toten in Hanau sind nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden worden.Beides werde nun ausgewertet, das Motiv sei noch unklar, hieß es am Donnerstag. Insgesamt starben elf Menschen, darunter der mutmaßliche Täter. Nach mehreren Gewalttaten mit vielen Toten in Hanau sind nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden worden. Beides werde nun ausgewertet, das Motiv sei noch unklar, hieß es am Donnerstag. Die “Bild” berichtet allerdings, der Täter habe aus rechtsradikalen Motiven gehandelt. In seinem Bekenner-Schreiben äußere der Täter “wirre Ansichten, viele davon auch rechtsradikaler Natur”. In dem Schreiben spreche der Täter unter anderem davon, dass bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen sei, berichtet “Bild”.

https://twitter.com/KatharinaKoenig/status/1230392261281796097
https://twitter.com/derrechterand/status/1230392212116197376

Foreign Fighters and the Global War for White Supremacy – #azov

Far-right activists have a long history of traveling overseas to fight for global white supremacy. Why aren’t they treated as terrorists? A 1975 article in British Patriot magazine tells the story of John Coey, a 24-year-old college graduate from Ohio who was killed fighting for the continuation of white supremacy in the unrecognized state of Rhodesia. A member of the National Socialist White People’s Party (previously American Nazi Party), Coey had long been engaged in extremist activism. Having begun officer training for the United States Marine Corps, Coey asked for a discharge with the intent to travel to southern Africa and fought with both the Rhodesian Special Air Service and the Rhodesian Light Infantry. (…) In the following decade, this tradition continued, with far-right mercenaries traveling to the Balkans to support neo-Ustashist elements within the Croat cause. Members of the French nationalist-revolutionary group, New Resistance, traveled to Croatia to join the Black Legion in 1991, where they were joined by Italian, Spanish, British and American recruits, the majority of whom were linked to extreme-right organizations within their own countries. The number of recruits grew to such an extent that a number of specific international paramilitary brigades were founded. (…) While the landscape of extreme-right activism has shifted in recent years, the foreign fighter problem remains very real. The most recent battleground has been in Crimea, where extreme-right activists from across Europe and North America have joined up with the now notorious Azov Battalion, an ultranationalist Ukrainian paramilitary infamous for its political extremism and violence. The battalion has become a magnet, attracting over 2,500 “ethnic nationalist” volunteers from Sweden, the United States, the United Kingdom and Australia, many of whom see their battle as a “fight against the extinction of Europe.”In Germany, former Azov members have been actively recruiting, and flyers with instructions on how to join were recently distributed at a notorious far-right rock festival. In Ukraine, these far-right activists are being trained and tested in warfare scenarios, bringing their newly found expertise, experience and extremism back to their home countries and organizations.In the following decade, this tradition continued, with far-right mercenaries traveling to the Balkans to support neo-Ustashist elements within the Croat cause. Members of the French nationalist-revolutionary group, New Resistance, traveled to Croatia to join the Black Legion in 1991, where they were joined by Italian, Spanish, British and American recruits, the majority of whom were linked to extreme-right organizations within their own countries. The number of recruits grew to such an extent that a number of specific international paramilitary brigades were founded.Ukraine thus threatens to offer the same kind of environment that Kathleen Belew suggests both Vietnam and the First Gulf War offered in the 20th century, in that it provides space for radicalization and training that will energize and educate white supremacist groups in the US and Europe. If Christchurch shooter Brenton Tarrant’s claim that he trained with the Azov is to be believed, we may already be witnessing the result

via fairobserver: Foreign Fighters and the Global War for White Supremacy

https://twitter.com/FFRAFAction/status/1230055945360879616

Extremist Content Online: Amazon Continues To Profit From Sales Of Neo-Nazi, White Supremacist Content

The Counter Extremism Project (CEP) reports weekly on the methods used by extremists to exploit the Internet and social media platforms to recruit followers and incite violence. This week, CEP finds that Amazon continues to sell notorious neo-Nazi books, including The Turner Diaries, despite a company policy statement that it would halt the sales of several neo-Nazi and white supremacist books. Additionally, white supremacist accelerationist Telegram channels continue to encourage violence in Virginia in response to legislature’s proposed assault weapon ban. Also, CEP researchers located a website and social media accounts for a new extreme right group, Revolt Through Tradition (RTT). A pro-ISIS account urged ISIS supporters to end their use of the application TamTam and instead utilize alternate options such as Telegram, Riot and RocketChat. Also, the neo-Nazi group, Feuerkrieg Division (FKD), announced on their Telegram channel that the group was disbanding. Finally, CEP researchers found a pro-ISIS blog on the Blogspot platform. Amazon Continues Selling Notorious Neo-Nazi Books Amazon continues to sell the notorious neo-Nazi book The Turner Diaries. A February 9 New York Times article about the multi-billion dollar company “quietly canceling its Nazis” stated that Amazon was halting sales of several neo-Nazi and white supremacist books, however there are numerous examples on Amazon of egregious works that encourage violence.
The Turner Diaries describes a white supremacist revolution in the U.S. and eventual genocide. The book has helped inspire several terrorists and extremists, including Timothy McVeigh, who perpetrated the 1995 Oklahoma City bombing, and Anders Breivik, who murdered 77 people in two terror attacks in Norway on July 22, 2011. “Amazon recently stated its commitment to end the sales of a select few neo-Nazi and white supremacist books on its platform, but they continue to allow books like The Turner Diaries to be sold in multiple languages despite its notorious reputation for helping to inspire extremists in North America and Europe to commit acts of violence,” said CEP Researcher Joshua Fisher-Birch. “CEP has noted for months that physical copies of the book have been sold by third party sellers, and this week we located copies of the book sold directly via Amazon and available with shipping through Amazon Prime. If Amazon is truly committed to halting sales of violent racist, anti-Semitic, and neo-Nazi content, The Turner Diaries is a great place to start.” On February 13, The Turner Diaries was widely available on Amazon, including copies in English, Spanish, French, German, and Portuguese. The Spanish, French, German, and Portuguese versions of the book were available with free shipping via Amazon Prime directly from the company. English and French versions of the sequel were also available on Amazon. The book is banned in Germany and Austria. In July 2019, YouTube removed audio copies of the book from its platform.

via counterextremism: Extremist Content Online: Amazon Continues To Profit From Sales Of Neo-Nazi, White Supremacist Content

Wohnung durchsucht – Rechtsextremismus-Verdacht gegen weiteren #Polizisten

Ein weiterer Polizist aus Hessen steht unter Rechtsextremismus-Verdacht. Seine Wohnung wurde durchsucht. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit Drohungen gegen eine Frankfurter NSU-Opferanwältin und rechtsextremen Whatsapp-Gruppen. Im Zusammenhang mit rechtsextremen Verdachtsfällen bei der hessischen Polizei hat es eine weitere Durchsuchung gegeben. Bei einem Polizisten, der zwischenzeitlich von Hessen nach Berlin gewechselt war, wurden die Berliner Wohnung und der Arbeitsplatz durchsucht. Das bestätigte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, auf hr-Anfrage. Der Beamte steht unter Verdacht der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Durchsuchung fand bereits Anfang Februar statt, wurde aber nun erst bekannt. Dabei wurden mögliche Beweismittel beschlagnahmt. Die Auswertung dauere noch an, erklärte die zuständige Polizei Berlin. Nähere Angaben machte sie nicht. Wo der Polizist zuvor in Hessen eingesetzt war, sagte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Durchsuchung steht laut der Staatsanwaltschaft im Kontext mit Ermittlungen zum sogenannten “NSU 2.0” sowie Chatgruppen, in denen hessische Polizisten unter anderem Gewaltdarstellungen und rechtsextreme Inhalte ausgetauscht haben sollen. Gegen mehrere Beamte wird ermittelt. Der Polizist wurde umgehend zwangsbeurlaubt, gegen ihn wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Er war zur Berliner Polizei gewechselt, bevor durch Ermittlungen des hessischen Landeskriminalamts der WhatsApp-Gruppenchat bekannt wurde und die Staatsanwaltschaft Frankfurt das Ermittlungsverfahren einleitete.

via hessenschau: Wohnung durchsucht Rechtsextremismus-Verdacht gegen weiteren Polizisten

siehe auch: Polizist wegen rechtsextremer Chatnachrichten suspendiert. Ein Polizeibeamter in Berlin soll rechtsextreme Botschaften verschickt haben. Wohnung und Arbeitsplatz des Verdächtigen wurden durchsucht, er ist vom Dienst freigestellt.Die Berliner Polizei hat einen Beamten vom Dienst suspendiert, weil er in einem Chat Nachrichten mit rechtsextremem Inhalt verschickt haben soll. Zudem seien Arbeitsplatz und Wohnung des Mannes durchsucht worden, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Maßnahmen seien bereits vor knapp zwei Wochen vollstreckt worden. Wie die Berliner Zeitung berichtet, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 35-jährigen Oberkommissar, der aus Hessen nach Berlin gewechselt war. Die Ermittlungen führt laut Polizei das hessische Landeskriminalamt. Demnach war der Polizist Mitglied einer WhatsApp-Gruppe gewesen, in der “Gewaltdarstellungen und rechtsextreme Inhalte ausgetauscht worden sein sollen”. Die Nachrichten seien erst bekannt geworden, nachdem der Beamte in die Hauptstadt gewechselt war. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine anderen Mitarbeiter der Berliner Polizei Mitglied in der Gruppe gewesen

Die Pläne der “Gruppe S.” – Sie wollten den #Massenmord – #terror

Die mutmaßliche Terrorzelle um Werner S. will mit ihren Anschlägen für ein Fanal sorgen. Angeblich zehn Anschläge zur gleichen Zeit sind geplant. Bevor die Pläne Realität werden, greift die Polizei ein. Sie hört seit Monaten mit. In kleinen Kommandos wollten sie vermutlich mehrere Moscheen stürmen und Betende töten. Nicht in Berlin, Hamburg oder Köln, sondern in kleineren Städten oder Gemeinden sollte es geschehen – das soll der Anführer Werner S. vor wenigen Tagen bei einem Treffen der Gruppe in Minden bestimmt haben. Dort, wo schnelle und mobile Einsatzkommandos eine Zeit brauchen, ehe sie vor Ort und zur Gegenwehr bereit sind. Noch aber hatten sie keine konkreten Ziele ausgesucht. Als Vorbild diente der “Gruppe S.” wahrscheinlich der Anschlag im neuseeländischen Christchurch. Im März 2019 hatte dort der Rechtsterrorist Brenton Tarrant 51 Menschen erschossen und weitere 50 zum Teil schwer verletzt bevor er verhaftet werden konnte. Vermutlich auf ähnliche Weise wollte die Terrorzelle auch hier in Deutschland vorgehen. Dazu hatten sie sich selbstgebaute Handgranaten besorgt, eine Armbrust, eine Neun-Millimeter-Pistole, Dolche und Messer (…) Was sie alle eint: Sie hassen Ausländer, Linke, Juden, Fridays-for-Future-Aktivisten, Asylbewerber, Polizisten. Und natürlich Politiker und die EU. Den aus ihrer Sicht elitären Kreis von Verschwörern, die von Multikulti träumen und am liebsten die weißen Deutschen gegen nicht weiße Ausländer und Juden austauschen wollen. (Eine Idee, die erstmalig um 1900 in Frankreich von den Schriftstellern Jean Raspail und Maurice Barrès publiziert wurde und nun von der “Neuen Rechten” wieder aufgegriffen wird). Aber sie haben auch ein Herz für Hunde. Nahezu auf jedem Profil in den sozialen Netzwerken setzen sie sich für verwahrloste Vierbeiner ein, posieren mit ihnen, suchen neue Besitzer für Streuner oder unterstützen Tierschutz-Initiativen. In Minden, so berichtet “Der Spiegel”, skizziert Werner S. dann vor wenigen Tagen seine Pläne. Und man bespricht die Aufgabenverteilung. Einige Männer sollen sich um die potenziellen Ziele kümmern, andere um die Beschaffung der Waffen. Zusammen wollen sie etwa 50.000 Euro auftreiben. Zehn Männer, so ihre Idee, sollen in zehn Bundesländern zeitgleich zuschlagen. Ein Fanal soll es werden. Laut ihrer kruden Logik würde es nach dem Anschlag zu Gegenangriffen und letztlich zu einem Bürgerkrieg kommen.

via ntv: Die Pläne der “Gruppe S.” – Sie wollten den Massenmord

siehe auch: Rechtsextreme Terrorzelle – Der Informant und die Germanen. Die Festnahme von zwölf Terrorverdächtigen verdanken die Behörden auch einem Spitzel. Seine Rolle in der Gruppe bleibt noch unklar. (…) Der Termin von Bernd M. bei der Polizei, der nach taz-Informationen am 1. Oktober 2019 stattfand, ist brisant. Denn damals erfuhr die Polizei aus erster Hand, wie die Gruppe Rechtsextremer eingestellt war, die sie nun vor wenigen Tagen als Terrorverdächtige verhaftete: die „Gruppe S.“ um den Bayer Werner S. Anschläge auf PolitikerInnen, Geflüchtete und Muslime sollen die Rechtsextremen geplant haben, einige Waffen hatten sie schon in Besitz. (…) In der Gruppe aber verhielt sich Bernd M. offenbar weiter angepasst. Und die Behörden, nun verstärkt vom Verfassungsschutz, setzten ihre Überwachung fort, hörten Telefone ab, lasen Nachrichten mit. Auch stufte die Polizei Anführer Werner S. laut Spiegel als Gefährder ein. Am vorvergangenen Wochenende dann erfolgte das letzte Treffen der Gruppe – in Minden, wo einer der Hauptbeschuldigten lebt. Dort wurden nochmals Anschlagspläne und die Beschaffung weiterer Waffen diskutiert. Ein Plan laut Spiegel: der parallele Angriff auf Moscheen in zehn Bundesländern. Eilig vorgezogene Durchsuchungen Nach dem Treffen aber soll Bernd M. abgetaucht sein. Und in der Gruppe soll es nun misstrauische Töne gegeben haben. Die Bundesanwaltschaft zog ihre Durchsuchungen darauf vor – auf den vergangenen Freitag. Auffällig schon da: Durchsucht wurde bei 13 Personen, fünf Hauptverdächtige und acht Unterstützer. Festgenommen wurden indes nur zwölf Männer. Einer der fünf Hauptverdächtigen blieb auf freiem Fuß. Nach taz-Informationen ist dies: Bernd M. (…) Die Linken-Innenexpertin Martina Renner sieht noch Klärungsbedarf: „Wie immer stellt sich auch in diesem Fall einer V-Person die Frage, welchen Anteil sie – und damit die führende Behörde – an der kriminellen Dynamik der Gruppe hatte.“