#NPD-Jugend – Warum ein #Wasserturm einen #völkischen Verein in Bedrängnis bringt

Die NPD-Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ (JN) veranstaltete im Spätsommer ihren „Gemeinschaftstag Süd“. Der Veranstaltungsort sollte ein Geheimnis bleiben. Aber das Detail eines Fotos führt zu einem alten Bauernhaus in Baden-Württemberg. Der völkische „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“, der Eigentümer des Hauses, dürfte über die Veröffentlichung des Ortes keineswegs erfreut sein. Denn der Verein agiert allzu gerne im Verborgenen. August 2020, 19.00 Uhr: Die JN postet via Telegram mehrere Fotos vom „Gemeinschaftstag“ in „Süddeutschland“. Ein Foto zeigt junge Frauen und Männer. Die Frauen tragen alte Trachten, die Männer weiße Hemden und schwarze Hosen. Sie stehen auf einer Wiese, singen im Halbkreis. Weitere Fotos zeigen sie auf einer Wanderung und beim Sport. Sie machen Liegestützen auf einer großen Wiese. Im Hintergrund: ein rot-weißer Wasserturm. Das sind, wie die JN schreibt, „erste Impressionen“. Es heißt: „Ein Bericht folgt bald.“ (…) Der Wasserturm, das Detail eines Fotos, ist der Beweis: Die JN veranstaltete ihren „Gemeinschaftstag Süd“ im „Jugendheim Hohenlohe“, einem alten Bauernhaus des völkischen „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“ (BfG). Das Haus befindet sich in Herboldshausen im Norden Baden-Württembergs. Der Weiler, der im Wesentlichen aus drei Bauernhöfen besteht, liegt unmittelbar an der Autobahn. Das sind ausgezeichnete Voraussetzungen für die extreme Rechte: Neonazis und Völkische haben schnelle Zufahrt und können ihre Veranstaltungen ungestört durchführen. Der BfG, der bundesweit über einige hundert Mitglieder verfügt, gibt sich harmlos, aber seine Ideologie ist radikal. Sie ist stark von den antisemitischen und rassistischen Lehren Mathilde Ludendorffs (1877-1966) geprägt. Mathilde begründete in den 1920er-Jahren die „Deutsche Gotterkenntnis“ und heiratete Erich Ludendorff, General des Ersten Weltkrieges und Mitinitiator des „Hitler-Ludendorff-Putsches“ (09.11.1923), im Jahr 1926. Durch Erich hatte Mathilde eine Reihe persönlicher Begegnungen mit Adolf Hitler. Sie waren Geschwister im Geiste.

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Man really did hack Trump’s Twitter account by guessing password, ‘maga2020!,’ Dutch prosecutors say

Dutch hacker Victor Gevers claims to have logged in to President Trump’s Twitter account six years ago by guessing the password: “yourefired.” Then he did it again. On Oct. 16, Gevers, 44, made an accurate guess, “maga2020!,” on his fifth try, according to Dutch prosecutors. Hacking is a crime in the Netherlands. But on Wednesday, Dutch officials said they would not press charges because Gevers had met the bar for “responsible disclosure,” demonstrating how easy it could be to gain access to the U.S. president’s handle: @realdonaldtrump. “We believe the hacker has actually penetrated Trump’s Twitter account, but has met the criteria that have been developed in case law to go free as an ethical hacker,” the public prosecutor’s office said in a statement, the Guardian reported. Gevers was open about what he had done and said his aim was to show “vulnerabilities in the Internet,” the BBC reported. On Oct. 22, Gevers shared screenshots, apparently from inside Trump’s account. He also tweeted some advice, seemingly directed at the U.S. president, encouraging the use of two-factor authentication, which makes it harder to hack a password. Both the White House and Twitter have denied Gevers gained access to the account. “This is absolutely not true but we don’t comment on security procedures around the President’s social media accounts,” deputy White House press secretary Judd Deere said in a statement in October.

via washington post: Man really did hack Trump’s Twitter account by guessing password, ‘maga2020!,’ Dutch prosecutors say

Die Flyer-Maschinerie der Corona-Gegner

Seit Monaten läuft eine bundesweite Desinformationskampagne – offline. Gegner der Corona-Maßnahmen füllen deutsche Briefkästen mit irreführenden Flyern. Diese CORRECTIV-Recherche zeigt, mit welchem massiven organisatorischen und finanziellen Aufwand sie die Menschen beeinflussen wollen. Ende Oktober erhalten wir die Nachricht eines Lesers aus Bielefeld: „Schon vor circa drei Wochen hatten wir ein Flugblatt in den Briefkästen, in dem Corona geleugnet wurde – ohne eine Angabe von Verantwortlichen“, schreibt er. „Heute war wieder so ein Pamphlet in den Briefkästen, worin eine Pandemie abgestritten wird und vor einer Zwangsimpfung gewarnt wird.“ Seitdem erreichten uns etliche Zuschriften über unerwünschte Flyer-Post im Briefkasten. Die Flugblätter sind Teil einer großangelegten Desinformationskampagne, an der sich zehntausende Gegner der Corona-Maßnahmen beteiligen. Eine Recherche von CORRECTIV zeigt, dass zwei Vereine eine zentrale Rolle bei der Verteilung spielen: Die „Freiheitsboten“, ursprünglich von dem Arzt Bodo Schiffmann ins Leben gerufen, und „Eltern stehen auf“. Sie organisieren sich über den Messengerdienst Telegram. Dort kann man sich nicht nur wie bei Whatsapp Nachrichten senden, sondern auch öffentliche Kanäle einrichten, die jeder wie einen Newsletter abonnieren kann. Telegram ist ein Soziales Netzwerk, das jedoch anders als Facebook, Whatsapp oder Twitter bislang nichts gegen Desinformation unternimmt. Die Flyer-Kampagne hat hunderte Telegram-Gruppen über ganz Deutschland verteilt hervorgebracht. Für die Druckkosten fließen offenbar hohe Geldbeträge. Mutmaßlich stammt das Geld dafür aus Spenden, aber wie sich die Initiativen genau finanzieren, ist unklar. Auf unsere Anfragen dazu bekamen wir keine klaren Antworten. Fest steht: Sie haben Verbindungen in ein bundesweites Netzwerk von Wissenschaftlern, Meinungsmachern und Anwälten, das CORRECTIV im August offen legte. Mit unseriösen Maskenattesten, Youtube-Videos und Beiträgen in Sozialen Netzwerken sollen die Corona-Maßnahmen der Regierung untergraben werden.

via correctiv: Die Flyer-Maschinerie der Corona-Gegner

Berliner #Polizist zeigt Kollegen wegen #Rassismus an – #polizeiproblem #anzeige #staatsschutz

Der verdächtige Beamte hatte ein rassistisches Foto verschickt. Kurz darauf wurde seine Wohnung nach weiteren Beweismitteln durchsucht. Erneut ist ein Fall von Rassismus bei der Berliner Polizei bekanntgeworden. Wie ein Behördensprecher der Berliner Zeitung am Freitag sagte, hatte ein Beamter seinen Kollegen zur Rede gestellt, nachdem dieser ihm ein rassistisches Bild über einen Messengerdienst gesendet hatte. „Er hatte die bei der Polizei Berlin beschäftigte Person mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert und ihn aufgefordert das Bild zu entfernen“, erklärte ein Polizeisprecher. Anschließend habe er den Vorfall zur Anzeige gebracht. Um weitere Beweismittel zu sichern, hatten Polizisten am Freitagvormittag die Wohnung des Verdächtigen durchsucht und Datenträger sichergestellt. Die Auswertung der Beweismittel sei noch nicht abgeschlossen, hieß es. Da es sich dabei um eine politisch motivierte Tat handelt, hat die Ermittlungen wegen Volksverhetzung der Staatsschutz bei der Polizei übernommen

via berlinr zeitung: Berliner Polizist zeigt Kollegen wegen Rassismus an

#KSK-Offizier darf trotz #Rechtsextremismus-Verdacht bleiben – #schauhin #staatsversagen #terror

Die Bundeswehr will den früheren KSK-Ausbilder Daniel K. loswerden – weil sie ihn für einen Rechtsextremen hält. Nach SPIEGEL-Informationen hat nun ein Gericht die Entlassung des Soldaten vorerst gestoppt. Ein vom Truppengeheimdienst MAD als Rechtsextremist eingestufter Ausbilder des »Kommandos Spezialkräfte« (KSK) darf vorerst bei der Bundeswehr bleiben. Nach SPIEGEL-Informationen hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Anfang 2020 ausgesprochene sofortige Entlassung des Offiziers verhindert. Das Verteidigungsministerium hatte Oberstleutnant Daniel K. arglistige Täuschung vorgeworfen, da er in seinem Einstellungsgespräch im Jahr 1991 nicht angegeben hatte, dass er als Jugendlicher in den späten Achtzigerjahren etwa zwei Jahre lang Mitglied bei der Jugendorganisation der NPD gewesen war. (…) Die Bundeswehr hatte Daniel K. bereits im Februar 2019 vom Dienst bei der Zweiten Kommandokompanie des KSK suspendiert, da er nach Erkenntnissen des MAD in einer geschlossenen Facebook-Gruppe aktiv war, die der rechtsextremen »Identitären Bewegung« zugerechnet wird. K. bestreitet diesen Vorwurf, auch das Gericht sah den Verdacht als nicht zwingend an. Nach seiner Suspendierung wurde der Offizier wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung und Depressionen krankgeschrieben.

via spiegel: KSK-Offizier darf trotz Rechtsextremismus-Verdacht bleiben

“Am Puls Deutschlands” – #ZDF-Reporter im “#Querdenker”-Wohnzimmer: Die Wahrheit ist irgendwo “da drinnen” – #covidioten #schauhin

Der ZDF-Reporter Jochen Breyer traf Anhänger der “Querdenken”-Bewegung zum Gedankenaustausch. Eine wichtige, aber auch schmerzhafte Erfahrung über die Entkopplung des Argumentierens von der Realität. Es ist eine neue Ausgabe der Reportage-Reihe “Am Puls Deutschlands”. Das waren noch Zeiten, als im Mystery-Thriller die “Wahrheit irgendwo da draußen war”. Im nicht minder mysteriösen Schauspiel, das seit Monaten auf Deutschlands Straßen zu beobachten ist, liegt die Wahrheit ganz woanders – tief im Inneren! Woher sie denn wisse, dass eine Impfung den Körper schädige, wird eine junge Frau bei einer “Querdenker”-Demo am Bodensee gefragt. Antwort: “Des isch mei Inneres, des isch mei intuitives Gefühl.” Der Reporter wendet ein: “Aber Intuition ist nicht Wissen.” Doch da liegt er in den Augen der erregten Dame ganz falsch: “Da drin isch des Wissen!”, insistiert sie und klopft sich auf die Brust. “Des isch unser wahrer Kern hier drin, und der weiß des!” (…) Seine ganz eigene Pandemie-Zählweise hat auch Rainer K., freischaffender Schauspieler und Kabarettist aus Leipzig und derzeit zurückgeworfen auf seine Ersparnisse. Von der – gelinde gesagt – ausbaufähigen Entschädigung von Künstlern durch die Bundesregierung ist jedoch nicht die Rede. Herr K. fühlt sich an die Montagsdemos von ’89 erinnert. “Als gelernter DDR-Bürger”, sagt der Schauspieler, sei er “sensibilisiert für die Dinge, die nicht realistisch dargestellt werden” und vergleicht die deutsche Medienlandschaft des Jahres 2020 mit der gleichgeschalteten Presse der DDR-Diktatur. Breyer will das nicht stehen lassen. “Aber es wird sich doch kritisch auseinandergesetzt mit der Regierungslinie, Beispiel Beherbergungsverbote. Es werden doch Maßnahmen hinterfragt. Ich verstehe nicht ganz, was Ihnen da fehlt.” Antwort des Kabarettisten: “Wenn man den Leuten jeden Tag sagt: soundsoviele neue Infizierte – das ist doch Manipulation ohne Ende!”

via focus: “Am Puls Deutschlands”ZDF-Reporter im “Querdenker”-Wohnzimmer: Die Wahrheit ist irgendwo “da drinnen”

#FrauenBustour – Mit dem #Schwurbel-Bus durch Deutschland

„Querdenken“ unterwegs: Mit ihrer „weiblichen Energie“ wollen Frauen der Bewegung die Menschen zusammenführen und „wach küssen“. Ihre Bustour bleibt allerdings lediglich eine wirre verschwörungsideologische Reise durch die Bundesrepublik. Belltower.News besuchte den letzten Halt in Nürnberg am 15. Dezember 2020. Seit kurzer Zeit tourt die „Frauen Bustour“ durch Deutschland und versucht Menschen zum Widerstand gegen die Pandemie-Maßnahmen der Bundesregierung zu mobilisieren. Dabei lassen sie sich nichts Neues einfallen, sondern bedienen sich an den klassischen Verschwörungserzählungen über Covid-19, picken sich gut klingende Aussagen heraus und bilden so ihr Widerstands-Konzept gegen die „Marionetten der Politik“. Mehrere Wochen reisen sie gemeinsam durch Deutschland und halten in den Städten Kundgebungen ab. Zum Kern der „Frauen Bustour“ gehören Eva Rosen (Vorsitzende des Vereins „WIR2020“ – unterstützt von Sucharit Bhakdi), Alexandra Motschmann (Aktivistin), Wiebke Matern (Sängerin), die rechtsalternativen Youtuber Elijah Tee und Erkan, sowie Sandra Wesolek (Aktivistin) und Janko Williams (Anwalt von „Anwälte für Aufklärung“). Unterstützt von „Honk for Hope“ sind sie für „Wahrheit, Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit“ unterwegs und versuchen mit ihrer „weiblichen Energie die Menschen zusammenzuführen“. Auf ihrer Webseite findet man Verlinkungen zu „Querdenken 711“, „Lehrer für Aufklärung“, „Anwälte für Aufklärung“ und „Eltern stehen auf“.
Um zumindest mit etwas Prominenz glänzen zu können, war Miriam Hope eine Zeit lang mit auf Tour – als Mitglied des „Neuen Schmalkaldischen Bundes“ taucht sie immer in Verbindung mit Verschwörungserzähler*innen auf und verbreitet selbst Desinformation wie zum Beispiel, dass man nur noch mit Impfung Lebensmittel einkaufen könne und Familien zur Zwangsimpfung aus den Wohnungen geholt werden würden (vgl. Correctiv). Ihre Forderungen sind wenig einfallsreich. So viel wird bei einem Besuch des letzten Halts der Bustour am Dienstag, den 15. Dezember 2020, in Nürnberg klar. Dort hörte man, dass sie gegen die derzeitige Regierung und ihre Maßnahmen sind, gegen die „Diktatur“ eben. Sie sind auch gegen alle Menschen, die Masken tragen und vor allem gegen die Polizei, die die Maskenpflicht kontrolliert, denn sie „arbeitet für die faschistische Regierung“ und man lasse sich diese „Schikanerie“ nicht gefallen, schließlich sei man nicht ihr „Befehlsempfänger“. Ihre Forderungen sind wirr und nicht zusammenhängend, und werden weder belegt noch ausgeführt. Sie springen auf den „Querdenken“-Zug auf und versuchen ihn durch „Weiblichkeit“ und Feminismus einen neuen Anstrich zu geben, auch wenn diese feministischen Ansätze in den Reden schlichtweg nicht thematisiert werden. Stattdessen wünschen sie sich Unterstützung von Donald Trump, der wohl versprochen haben soll, in seiner zweiten Amtszeit „ein Auge auf das deutsche Volk“ zu haben:

via belltower: Frauen Bustour Mit dem Schwurbel-Bus durch Deutschland

https://twitter.com/zeckomag/status/1336389504656166917