Drei Ex-#Incels erzählen, wie sie den Absprung aus der Szene geschafft haben

“Dann bekam ich einen neuen Job im Bildungswesen. Das half mir, Frauen wieder als menschliche Wesen wahrzunehmen.” Junge Männer, die keinen Sex haben und Frauen für ihr unfreiwilliges Zölibat verantwortlich machen: So könnte man die Incel-Szene in einem Satz beschreiben. Viele dieser Männer wollen später nicht mehr über die Zeit reden, in der sie so dachten. Aber nicht alle Ex-Incels bleiben still. Das Reddit-Unterforum r/IncelExit ist eine neue Community für Incels, die die Szene und eine Denkweise, die oft von Selbstmitleid, Selbsthass und Frauenfeindlichkeit geprägt ist, hinter sich lassen wollen. In dem Subreddit können Incels Fragen stellen, ohne direkt dafür verurteilt zu werden. Viele Incels nutzen diese Plattform, weil sie nach Leuten suchen, die ihnen neue Perspektiven aufzeigen. Oder sie wollen mal andere Posts lesen als immer nur das negative Zeug aus ihren speziellen Foren. (…) Viele User sagen, dass Incel Exit ihnen dabei geholfen habe, ihre Ansichten zu ändern. Die Incel-Community komplett hinter sich zu lassen, ist allerdings noch mal etwas anderes. Denn oft spielen da noch mehr Dinge eine Rolle als nur das, was online passiert. Drei Männer haben uns erzählt, wie sie den Absprung aus der Incel-Szene geschafft haben.

via vice: Drei Ex-Incels erzählen, wie sie den Absprung aus der Szene geschafft haben

Ben John: Extremist ordered to read books is jailed – #terror

A man told by a judge to read classic literature after being found guilty of a terrorism offence will be jailed after a suspended sentence was quashed. Ben John, who police described as a white supremacist, was given a two-year suspended sentence in August. The 22-year-old was convicted of having a copy of The Anarchist Cookbook on a computer hard drive. The Court of Appeal ruled the original sentence was unlawful and ordered John to serve two years in prison. He will also spend a further year on extended licence. Lord Justice Holroyde said: “We are satisfied that there must be a sentence of immediate imprisonment.” John, of Addison Drive, Lincoln, who attended the hearing via videolink, must hand himself in to police by 16:00 GMT on Thursday. Last year, police said John had collected tens of thousands of documents in bulk downloads on to hard drives, which contained “a wealth” of white supremacist and anti-Semitic material.

via bbc: Ben John: Extremist ordered to read books is jailed

siehe auch: Neo-Nazi terror offender ordered to read Jane Austen jailed after ‘unduly lenient’ sentence quashed. Court of Appeal finds decision to suspend Ben John’s original prison sentence was unlawful. A neo-Nazi terror offender who was ordered to read Jane Austen has been jailed after judges overturned his “unduly lenient” sentence. Ben John, now 22, was handed a suspended prison sentence in August for possessing a terrorist document, meaning he would not be jailed unless he broke the conditions of a court order. At the time, Judge Timothy Spencer QC urged him to swap far-right propaganda for English literature, asking John: “Have you ever read Dickens? Austen? Well, start now. Start with Pride and Prejudice. Shakespeare? Try Twelfth Night. Dickens, start with A Tale of Two Cities and, if you have time, think about Hardy and think about Trollope.” He sentenced John to two years’ imprisonment, suspended for two years, with a one-year extended licence and a five-year Serious Crime Prevention Order. Court of Appeal judges found that sentence was unlawful and sent John to prison for two years on Wednesday.

Hetz-Video auf Facebook: AfD-Politiker macht perfiden Vergleich – jetzt ermittelt die Polizei

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen den AfD-Kreisvorsitzenden Florian Jäger wegen Volksverhetzung. Dieser hatte sich auf Facebook zu der aktuellen Corona-Lage geäußert. In einem Video auf Facebook vergleicht der AfD-Kreisvorsitzende Florian Jäger die Lage von Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen, mit der Verfolgung der Juden unter der Nazi-Herrschaft. Deshalb ermittelt jetzt die Generalstaatsanwaltschaft gegen den früheren Bundestagsabgeordneten. Verdacht auf Volksverhetzung: Ermittlungen gegen AfD-Kreisvorsitzenden in Fürstenfeldbruck Es bestehe der Tatverdacht der Volksverhetzung, erklärt der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Ruhland auf Tagblatt-Nachfrage. Deshalb habe es bereits eine Hausdurchsuchung bei Jäger gegeben. Dabei wurden vor allem elektronische Geräte beschlagnahmt, die als Tatmittel in Betracht kommen, so Ruhland. Der Durchsuchung liege ein Ermittlungsverfahren zugrunde, das vom Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz, der bei der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München angesiedelt ist.
Volksverhetzung steht bei der AfD auf der Tagesordnung. Auch das Haus des Faschisten und Fraktionsvorsitzenden der Thüringer AfD, Bernd Höcke, wurde von der Polizei durchsucht. Die beschlagnahmten Gegenstände werden von Forensik-Spezialisten der Kriminalpolizei ausgewertet. Das könne erfahrungsgemäß einige Wochen dauern. Weitere Angaben könne man wegen des laufenden Ermittlungsverfahren momentan nicht machen, erklärt Staatsanwalt Klaus Ruhland. Florian Jäger selbst wollte nicht Stellung zu den Vorwürfen nehmen. Auf eine Anfrage des Tagblatts hat der AfD-Politiker nicht geantwortet.

via merkur: Hetz-Video auf Facebook: AfD-Politiker macht perfiden Vergleich – jetzt ermittelt die Polizei

NACH AUFRUF ZU GEWALTSAMEM REGIERUNGSSTURZ – Bewährungsstrafe für Ex-AfD-Landtagsabgeordneten Räpple

Der frühere AfD-Mann Stefan Räpple ist vom Mainzer Landgericht zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldbuße verurteilt worden. Er hatte zuvor ein Geständnis abgelegt. Stefan Räpple, der früher AfD-Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag war, waren Verunglimpfung des Staates, öffentliche Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen worden. Nach Beginn der Verhandlung einigten sich Räpple, sein Verteidiger, die Staatsanwaltschaft und das Gericht darauf, Räpple zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe zu verurteilen, sollte er gestehen. Das tat er dann auch und entschuldigte sich. Räpple muss zudem 2.400 Euro Geldbuße an das Kinderhospiz Mainz zahlen. Der Anklagepunkt der Verunglimpfung des Staates wurde fallen gelassen.

via swr: NACH AUFRUF ZU GEWALTSAMEM REGIERUNGSSTURZ – Bewährungsstrafe für Ex-AfD-Landtagsabgeordneten Räpple

siehe auch: Aufruf zum Regierungsumsturz – Gericht verurteilt Ex-AfD-Politiker Räpple. Mehrere Jahre sitzt Stefan Räpple für die AfD im baden-württembergischen Landtag. Bei einer Corona-Demonstration im August 2020 durchbricht er die Absperrung zum Reichstagsgebäude und leistet Widerstand gegen Beamte. Unter anderem dafür verurteilt ihn nun ein Gericht.Der ehemalige baden-württembergische Landtagsabgeordnete und frühere AfD-Politiker Stefan Räpple ist wegen des öffentlichen Aufrufs zu Straftaten und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der 40-Jährige muss nach dem Beschluss des Landgerichts Mainz vom Mittwoch zudem 2400 Euro – zwei Netto-Gehälter – an eine gemeinnützige Organisation zahlen.

„Militärorden #Centuria“ und „#Asow“ – WIE RECHTSEXTREME SOLDATEN IN DER #UKRAINE VOM WESTEN AUSGEBILDET WERDEN – #asov

In den ukrainischen Streitkräften sind Rechtsextreme gut vernetzt und rekrutieren Soldaten für ihren Kampf. Einige werden sogar von Deutschland, Großbritannien und den USA militärisch ausgebildet. Der Westen schaut weg – denn der Konflikt mit Russland droht. Die Lage an der russisch-ukrainischen Grenze ist ernst, die Krisendiplomatie vorerst gescheitert. Seit Wochen lässt Russlands Präsident Wladimir Putin rund 100.000 Soldaten dort aufmarschieren, begleitet von Panzern, Drohnen und Artillerie. Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, schätzt die Gefahr einer Invasion Russlands in der Ukraine als hoch ein. Laut Spiegel fürchten NATO-Insider einen russischen Angriff an mehreren Fronten. Es ist schon zu einem massiven Cyberangriff auf die Ukraine gekommen, für den laut Kiew Russland verantwortlich sein soll. (…) Es droht Krieg. Und vor diesem Hintergrund schaut der Westen allzu gerne weg, wenn es um ein gravierendes Problem ihres Verbündeten geht: Rechtsextreme in der ukrainischen Armee.
Von Maidan zu „Asow“. Neu ist das Problem nicht: Im Zuge der Euromaidan-Proteste gründete sich 2014 das inzwischen berüchtigte „Asow“-Regiment – ein rechtsextremes Freiwilligenbataillon, das im Ukraine-Konflikt gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes kämpfte. Mit Erfolg: Durch wichtige Siege wie in der östlichen Hafenstadt Mariupol machte das Regiment schnell einen Namen für sich. Inzwischen gehört „Asow“ ganz offiziell der Nationalgarde der Ukraine an und ist dem Innenministerium unterstellt. Hinzu kommt die 2016 gegründete politische Partei „Nationalkorps“ sowie die Bürgerwehr „Nationalmiliz“, als deren Nachfolger „Centuria“ gilt (siehe Belltower.News). Obwohl das „Nationalkorps“ theoretisch den Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen Straßenkriminalität helfen will, haben Mitglieder sich in der Praxis auch Straßenschlachten mit der Polizei geliefert oder Politiker:innen eingeschüchtert (siehe BBC und Reuters). Vor allem ist „Asow“ stramm rechts: Mitglieder tragen NS-Symbole und SS-Runen, auf Fotos zeigen sie den Hitlergruß. Ihr Abzeichen bestand bis 2015 aus einer „schwarzen Sonne“ und Wolfsangel, danach nur mit Wolfsangel. An ihren Stahlhelmen tragen manche Kämpfer Hakenkreuze und SS-Runen (siehe Tagesspiegel). Kommandeur war der rechtsextreme Politiker Andrij Bilezkyj, der als sogenannter „weißer Führer“ der „Sozial-Nationalen Versammlung – Patriot der Ukraine“ galt – laut Andreas Umland vom „Stockholm Centre for Eastern European Studies“ eine klar faschistische Organisation. Heute ist Bilezkyj Vorsitzender des „Nationalkorps“. „Asow“ pflegt auch gute Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen europaweit, ob „Nordic Resistance“, „Der III. Weg“, oder die „Identitäre Bewegung“. Das Bataillon nimmt auch Kämpfer aus dem Ausland auf – auch deutsche Neonazis (siehe Die ZEIT). Dabei dienen Internetforen, Chatgruppen, aber auch die „National Socialist Black Metal“-Szene als Rekrutierungstools (siehe Belltower.News).

via belltower: „Militärorden Centuria“ und „Asow“ – WIE RECHTSEXTREME SOLDATEN IN DER UKRAINE VOM WESTEN AUSGEBILDET WERDEN

Neonazi organisiert Impfgegner-Demonstrationen in Lünen

Ein Neonazi hat in den vergangenen Wochen die Demonstrationen von Impfgegnern in Lünen organisiert. Die Teilnehmer stört das nicht. Protest kommt aus der Lüner Zivilgesellschaft. In vielen Städten laufen Rechtsextreme bei den Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen mit. In Dortmund distanziert sich die Anmelderin immer wieder von den Rechten. Anders ist es in Lünen: Hier werden die Demonstrationen sogar von einem Neonazi organisiert. Der Anmelder heißt André Machill. Er selbst leugnet seine Zugehörigkeit zur rechten Szene und bezeichnet die Vorwürfe als Kampagne der Medien. Dennoch hat er an einem “Trauermarsch” für den Neonazi-Führer Siegfried Borchardt teilgenommen. (…) Machill ist seit Jahren Teil der rechten Szene und hat mehrfach an Demonstrationen der militanten Dortmunder Neonazi-Partei “Die Rechte” teilgenommen. Demonstranten wollen sich von Neonazi nicht distanzieren Die Teilnehmer wollen vom politischen Hintergrund ihres Organisators nichts wissen. Eine Instrumentalisierung durch rechte Kräfte sehen sie nicht.

via wdr: Neonazi organisiert Impfgegner-Demonstrationen in Lünen

Extremists rush to exploit murder of Ashling Murphy

Far-right groups attempt use death as means to spread racist and misogynistic information
about 19 hours ago. Garda headquarters said on Monday it ‘continues to be concerned about the activity of persons who are sharing information on social media’.  The online reaction to the murder of Tullamore schoolteacher Ashling Murphy last week followed a grim and familiar pattern. As thousands used social media to voice expressions of shock and sympathy, Ireland’s small but active far-right communities rushed to exploit the 23-year-old’s death to spread racist and misogynistic messages. Even before it was reported in the media that gardaí had arrested a Romanian man as a suspect, many of these groups had decided the perpetrator was a non-national. Some added in additional, false details, including that the suspect had a history of sexual offending and that Ms Murphy had been sexually assaulted. Gardaí say there was no evidence of such an assault. Far-right accounts on Telegram soon filled with links to news articles of previous crimes committed by Romanians. When gardaí announced late on Friday night that the Romanian man was no longer a suspect, a message then began to spread that the perpetrator was a Syrian national living in Direct Provision in Tullamore. This was false but it soon began spreading rapidly, in the form of a voice note, through WhatsApp groups across the country.
Garda headquarters said on Monday it “continues to be concerned about the activity of persons who are sharing information on social media, and in particular private messaging apps. An Garda Síochána appeals to everyone to STOP sharing these messages. Not only are they misinformed, inaccurate and dangerous, they are unhelpful to the criminal investigation.” None of this is new. In recent years far-right groups have been quick to exploit crimes and human tragedies to spread hateful messages. (…) Ms Murphy’s death also provided a fresh axe for extremists to grind: the perceived scapegoating of men by “feminazis”. After the murder, there was much discussion on the role men can play in everyday life in reducing violence towards woman. Minister for Justice Helen McEntee spoke about her own experiences of feeling unsafe in public, enraging some prominent far-right activists. “They’re turning this poor Ashling Murphy’s murder into ‘all Irish men are evil’,” said Niall McConnell of the small nationalist fringe group Siol na hÉireann during a livestream. He encouraged the Minister to walk down the street alone anywhere in Africa or the Middle East and “see how long you last. They’ll have you raped, murdered and your head cut off within half an hour.” Much of the far-right’s posturing has been “in defence of Irish women”, notes Mr O’Connor. “But they also have a long-established history of directing hate against women.” “Far-right politics is rooted in misogyny,” said a spokesman for the Far Right Observatory which monitors the online activities of such groups. He cited the fact that one member of the far-right National Party is serving a prison sentence for violent assault on a woman at a rally last year.

via irishtines: Extremists rush to exploit murder of Ashling Murphy