Rechter Influencer – BSR stellt Ex-AfD-Politiker ein und entlässt ihn wieder – Das ist der Grund

Berlin. Klaus Baumdick wurde im Frühjahr als IT-Spezialist eingestellt und kurz darauf wieder entlassen. Über den Grund gibt es unterschiedliche Auffassungen.Klaus Baumdick gehört zu den Menschen mit einem starken Mitteilungsbedürfnis. Auf Instagram hat der Mittfünfziger über 24.000 Follower, die er mit „Hot Takes“ zu diversen politischen Themen versorgt. Jüngst echauffierte sich Baumdick etwa über das „Gejammer“ der LGBTQ-Community nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin. Das seien die Menschen, die ihn als „Nazi“ verunglimpften, schimpft Baumdick in einem seiner Insta-Monologe. Hintergrund: Baumdick sitzt für die AfD im Neuruppiner Stadtparlament, ist aber im März aus der Partei ausgetreten. Wieder einmal, muss man sagen. Baumdick hatte der AfD schon einmal den Rücken gekehrt, war aber 2020 wieder eingetreten, unter anderem, weil er Neuruppiner Bürgermeister werden wollte. Geklappt hat das nicht. Dafür stellte die Berliner Stadtreinigung Baumdick im Mai dieses Jahres als IT-Spezialisten ein. Lange behielt er den Job allerdings nicht. Nach ein paar Wochen sei er entlassen worden, wie Baumdick seinen Followern auf dem Portal Linkedin bereitwillig mitteilte. „Linke Kräfte haben so intensiv auf den Vorstand eingehämmert, dass er mir gekündigt hat“, schrieb er. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, sollen tatsächlich einige Ex-Kollegen bei der BSR sich intensiver mit Baumdick und seinen Postings beschäftigt und die schlimmsten gemeldet haben. „Das, was in den letzten zehn Jahren nach Deutschland geströmt ist, ist die Pest“, zitiert die BSR laut „Tagesspiegel“ einen typischen Baumdick-Post. Dieser kann sich daran nicht erinnern und streitet ab, diese Aussage gemacht zu haben. Trotzdem habe die BSR ihrer IT-Fachkraft wegen „menschenverachtender Äußerungen“ gekündigt, heißt es im „Tagesspiegel“ mit Verweis auf die Begründung der BSR.

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Grüne erstatten Anzeige gegen Rechtsextremisten Martin Sellner – #LockHimUp

Der Kopf der Identitären Bewegung hatte ein Bild des mutmaßlichen CSD-Attentäters in der Optik eines Grünen-Wahlplakats verbreitet. Jetzt geht die Partei dagegen vor. Die Grünen haben Anzeige gegen einen bekannten Akteur aus der rechtsextremen Szene erstattet. Das erfuhr die ZEIT aus Parteikreisen. Der Hintergrund: Martin Sellner, Führungsfigur der sogenannten Identitären Bewegung, hatte auf X ein Bild des mutmaßlichen Islamisten verbreitet, der am Samstag einen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin verübte.  Sellners Fotomontage zeigte Abdul B. im Stile eines Wahlplakats der Grünen mit dem Aufruf »Mama, bitte wähl für mich«. Dazu der vermeintliche Wahlaufruf »Alle Stimmen Grün« sowie ein Verweis auf die Homepage der Grünen in Bayern. Dagegen geht die Partei nun juristisch vor. Die Generalsekretärin der Grünen, Pegah Edalatian, sagt dazu gegenüber der ZEIT, es sei »perfide«, dass Rechtsextreme die Situation nutzten, um mit gefälschten Grünen-Wahlplakaten politische Stimmung zu machen. »Wir gehen konsequent gegen radikalen Islamismus vor und treten zugleich entschieden gegen Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus ein«, sagte Edalatian. Beides gehöre zu einer Politik, die »unsere freiheitliche Demokratie verteidigt«.

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‘Nazi salutes’ spotted at far-right protest in Glasgow as scenes slammed

“Nazi salutes” pictured at a far-right protest in Glasgow Green, which clashes between opposing groups, have been slammed by anti-racist activists. Ugly scenes broke out at the demonstration attended by around 1700 people organised by the Unite the Clans group at 11am on Saturday after protestors clashed with a counter-demo arranged by Stand Up To Racism (SUTR) and Women Against The Far Right. Police Scotland have so far arrested 15 people with incidents of disorder. The offences include acts of violence, possession of weapons, breach of the peace, obstruction, resisting arrest disorder, intimidation and hate motivated offences. Photographs from the rally show attendees, some of which wearing balaclavas, performing what appear to be Nazi salutes. The gestures have been pictured being made amid Scotland and Union Jack flags. One of the organisers of the counter-protest, SUTR, have bashed the scenes online. In a statement released on their social media platforms they said: “Multiple Nazi salutes openly on display” before going on to slam those involved in the far-right protest.

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Ex-AfD-Funktionär verbreitet nach CSD-Anschlag falsche Spur

Ein ehemaliger AfD-Funktionär rückt einen Unbeteiligten in den Verdacht, am tödlichen CSD-Anschlag in Berlin beteiligt gewesen zu sein. Dann meldet sich der Gezeigte selbst. Wenige Stunden nach der Attacke auf den Berliner Christopher Street Day verbreitet der frühere AfD-Funktionär Reimond Hoffmann auf der Plattform X ein Video. Zu sehen ist der Content-Creator Abdul Malik. In dem Clip spricht er darüber, dass er angeblich in die Türkei abgeschoben worden sei und nun über Bulgarien nach Deutschland zurückkehre. Mit dem knappen Zusatz “Vor zwei Tagen:” kommentiert Hoffmann das Video und stellt so einen Zusammenhang mit dem CSD-Anschlag her, der mit dem Video nichts zu tun hat. Weder geht es darin um Berlin noch um den CSD oder einen Anschlag. Doch der Zeitpunkt des Posts, unmittelbar nach der Tat, legt genau das nahe. Mehr als 500.000 Menschen sehen den Beitrag. Tatsächlich hat Abdul Malik nichts mit dem Anschlag zu tun. Der mutmaßliche Täter, Abdul Ballout, ist eine andere Person. Dennoch verbreitet sich durch Hoffmanns Post die falsche Spur rasant weiter. Selbst als Nutzer auf die Verwechslung hinweisen, bleibt der ursprüngliche Beitrag unverändert. Hoffmann reagiert lediglich in den Kommentaren und schreibt, es handele sich um “einen weiteren Abdul”. Für viele bleibt diese Einordnung unsichtbar. Die Folge: Andere Nutzer und sogar internationale Medien greifen das Video auf und bringen Malik mit dem Anschlag in Zusammenhang. Eine falsche Erzählung verselbstständigt sich. (…) t-online hat Hoffmann gefragt, warum er Malik mit dem Anschlag in Verbindung brachte, wann ihm die Verwechslung bewusst wurde und warum er den Beitrag danach weder löschte noch im Ausgangspost klarstellte, dass Malik nicht der Gesuchte ist. Malik: “Ihr gefährdet mein Leben” Hoffmann antwortete, das “schreckliche Geschehen in Berlin” sei für ihn Anlass gewesen, “auch auf den Fall des Herrn Abdul M. hinzuweisen”.

via t-online: Ex-AfD-Funktionär verbreitet nach CSD-Anschlag falsche Spur

Winterberg: Influencerin erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen beliebtes Restaurant

Ein bekanntes Lokal gerät nach einem Instagram-Post massiv unter Druck. Wie der Betreiber auf die Vorwürfe jetzt reagiert. Ein Instagram-Beitrag der Influencerin Hami Nguyen über einen Restaurantbesuch in Winterberg sorgt derzeit für Diskussionen. Darin kritisiert sie die Verwendung der Begriffe „Z***schnitzel“ und „N***kuss“ auf der Speisekarte des Restaurants Heimatliebe. Das Video wird tausendfach angesehen und kommentiert. Das Restaurant hat die Bezeichnungen inzwischen geändert. Auch die Stadt Winterberg und die Polizei ordnen den Fall ein. Nguyen schildert in ihrem Beitrag einen Besuch in Winterberg und schreibt: „In Winterberg saßen wir in einem Restaurant. Der Name hätte uns verdächtig vorkommen müssen. Heimatliebe.“ Beim Blick in die Speisekarte entdeckt sie unter anderem ein „Z-Schnitzel mit N-kuss“. „Ich schaute mich um, suchte nach fragenden, überraschten oder gar wütenden Blicken. Ich fand nur ausgelassene Gäste.“ (…) Das Restaurant Heimatliebe hat die umstrittenen Bezeichnungen inzwischen sowohl von der Online-Speisekarte als auch vom Aushang vor dem Restaurant entfernt. „Uns ist es ein großes Anliegen klarzustellen, dass mit den bisherigen Bezeichnungen auf unserer Karte keinerlei böse Absicht, Abwertung oder politisches Statement verbunden war“, erklärt Inhaber Rene Theodor Dederichs gegenüber der Westfalenpost. Man habe die Begriffe „schlichtweg als die historisch gewohnten Alltagsbezeichnungen für unsere Küchen- und Dessertklassiker verwendet“. Inzwischen sei dem Restaurant jedoch bewusst geworden, „dass diese Wortwahlen unglücklich und nicht mehr zeitgemäß sind“. Als Gastronomiebetrieb empfange man täglich internationale Gäste. „Wir möchten, dass sich jeder Mensch – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund – bei uns geschätzt, respektiert und rundum wohlfühlt“, erklärt Dederichs. Aus diesem Grund habe sich das Restaurant entschieden, die Bezeichnungen künftig vollständig – sowohl online als auch auf der gedruckten Speisekarte vor Ort – nicht mehr zu verwenden. Die Online-Speisekarte sei bereits angepasst worden. Der Aushang vor dem Restaurant habe sich zum Zeitpunkt der öffentlichen Diskussion „in der Umstellung“ befunden und sei „unverzüglich durch die neu gestaltete Fassung ersetzt“ worden. Am vergangenen Donnerstag (28. Juli) hing sie noch vor dem Restaurant aus. Inzwischen ist auch dieser Aushang ausgetauscht worden.

via wp Winterberg: Influencerin erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen beliebtes Restaurant

The Tinder Nazis: how a toxic teenage romance ended in terrorism charges – #terror

They met on Tinder, bonded over Nazi trolling, and ended up in the dock at the Old Bailey. With reporting restrictions lifted, the full story of Rex Clark and Sofija Vinogradova’s prosecution, and the neo-nazi ecosystem behind it, can now be told. In the early hours of 4 August, 2024, armed police smashed down a door of a house in a quiet street in Cheshunt and arrested a 19-year-old woman. She was bailed but a week later they returned for her and her 18-year-old boyfriend. Days after that, a bomb disposal unit descended on a house in Ilford while nearby houses were evacuated. The pair, later named as Sofija Vinogradova and Rex Clark, were self-declared national socialists steeped in Telegram channels promoting neo-Nazi terrorism, the death cult No Lives Matter, and the British-founded nazi-occult group, the Order of Nine Angles. (…) Both were charged in August 2024, days after their arrests: Clark with preparation of terrorist acts under Section 5 of the Terrorism Act 2006, covering the acquisition and construction of IED component parts, the making and testing of petrol bombs, and the attempted acquisition of a firearm; and Vinogradova with assisting in the same offence, plus two counts of collecting terrorist information under Section 58 of the Terrorism Act 2000. Charges dropped Vinogradova’s case was resolved quickly: she pleaded guilty to collecting terrorist information and to a firearms offence over the attempted gun purchase. She pleaded not guilty to assisting Clark in the preparation of terrorist acts, but that charge was later dropped. (…) Clark’s defence was that all of it, the racism, the Hitler admiration, the “wogstomper” occupation listed on his profile, was trolling, a habit he traced back to being a “Zoom bomber” during 2020 lockdowns. Mass shooting couple He encouraged Vinogradova to buy a Glock pistol (in fact, an internet scam) despite knowing she wanted it to end her own life, and once suggested the pair become “a cute mass shooting couple.” He told the court repeatedly that he said such things to impress her. No Lives Matter images from Telegram and (right) NLM’s alleged founder Both were active on far-right Telegram channels including Hope Die Last, Fishing Chat and No Lives Matter (NLM), and they ran their own small group, National Revolution Now UK, with 44 members. Vinogradova posted NLM and Order of Nine Angles (O9A) material glorifying violence under the slogan “kill the mundane,” and sprayed related graffiti around Cheshunt. Coercing children NLM, a spinoff of the group 764 whose founder Bradley Cadenhead is serving 80 years in Texas for coercing children into sexual acts and self-harm, divides the world into “predators and prey” and has inspired attacks on homeless and elderly people.

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Sachsen-Anhalt Kampagne – “Taktisch Wählen 2026” will AfD-Mehrheit verhindern

Mit einem Online-Tool will die Kampagne “Taktisch Wählen 2026” vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt regionale Wahlempfehlungen geben, um kleinere Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen – und so eine absolute AfD-Mehrheit verhindern. Die Kampagne “Taktisch Wählen 2026” will mit regionalisierten Wahlempfehlungen eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt verhindern. Die Initiatorinnen rufen dazu auf, Parteien wie SPD oder Grüne durch strategische Kreuze bei den Erst- und Zweitstimmen vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde zu bewahren. “Wir wollen demokratische Stimmen mobilisieren und so die rechtsextreme AfD stoppen!”, sagte Luise Band, Sprecherin der Kampagne, laut einer Mitteilung. Auf der Internetseite der Kampagne können Wählerinnen ihre Postleitzahl eingeben und sich anzeigen lassen, wie sie in ihrem Wahlkreis mit den beiden Stimmen am besten die Parteien unterstützen können, denen ein Ausscheiden aus dem Landtag droht. Das Tool greift den Angaben nach auf aktuelle Umfragedaten und vergangene Wahlergebnisse zurück.

via queer: Sachsen-Anhalt Kampagne “Taktisch Wählen 2026” will AfD-Mehrheit verhindern