Bremen verbietet Zeigen von Reichsfahnen und Reichskriegsflaggen

Bis zu 1.000 Euro Strafe. Innensenator Mäurer: “Es war an der Zeit zu handeln”. Bisher waren nur Fahnen mit Hakenkreuz verboten. Das Zeigen von Reichskriegsflaggen und Reichsfahnen wird im Land Bremen verboten. Das hat Innensenator Mäurer angekündigt. Der Erlass der Innenbehörde gilt ab Montag.. (…) Auch Reichskriegsflaggen können jetzt von der Polizei konfisziert und die Eigentümer mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro zur Kasse gebeten werden. Im Erlass genannt werden diese Fahnen: Die Kriegsflagge des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches von 1867 bis 1921, die Kriegsflagge des Deutschen Reiches von 1922 bis 1933 und die Kriegsflagge des Deutschen Reiches von 1933 bis 1935. Die Reichsflagge ab 1892, beziehungsweise die Flagge des “Dritten Reichs” von 1933 bis 1935 darf nicht öffentlich gezeigt werden, wenn “eine konkrete Provokationswirkung im Einzelfall besteht”.

via buten un binnen: Bremen verbietet Zeigen von Reichsfahnen und Reichskriegsflaggen

https://twitter.com/butenunbinnen/status/1306968362593980417

#AttilaHildmann beschimpft und wohl mit Flasche beworfen – #HamburgMeinePerle #aluhut #hirsehitler #reiskanzler #advocadolf

Der Besuch des Verschwörungsideologen Attila Hildmann hat in Hamburg offenbar einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie Hildmann und andere Nutzer auf Twitter berichten, sei der 39-Jährige beschimpft worden und es sei mindestens eine Flasche in seine Richtung geflogen. Am Dienstagnachmittag war über die sozialen Medien bekannt geworden, dass sich Hildmann in Hamburg aufhält. Eine linke Gruppe postete Fotos von seinem Auto und zeigte ihn an der Rezeption eines Hotels in der Nähe des Schanzenviertels. Anschließend machte sich der Verschwörungsideologe zu einem Spaziergang mit seinem Hund auf. Auf einem Video, das auf Twitter veröffentlicht wurde, ist zu hören, wie jemand “Scheiß Nazi, verpiss dich” ruft. Die linke Gruppe wiederum schreibt auf Twitter, dass auch Hildmann Passanten bedroht und angepöbelt habe (…) Gegen 21 Uhr verfasste Hildmann in seiner Telegram-Gruppe jedenfalls einen Beitrag, in dem er witzelte, in der Lobby seines Hotels auf die Antifa zu warten. Daraufhin rückte die Hamburger Polizei zu dem Hotel aus, da in der Umgebung offenbar vermummte Personen gesichtet wurden. (…) Als die Beamten ankamen, trafen sie jedoch niemanden mehr an, offensichtlich hatte Hildmann bereits wieder aus dem Hotel ausgecheckt. Dessen Name und Adresse waren mittlerweile mehrfach über die sozialen Medien verbreitet worden.

via tagesspiegel: Attila Hildmann beschimpft und wohl mit Flasche beworfen

https://twitter.com/nebkas/status/1305945692356124673

#Lübcke-#Prozess: Eine #Zeugin macht sich unglaubwürdig – #terror

Im Lübcke-Prozess sagte am 19. Prozesstag die ehemalige Lebensgefährtin von Markus H. aus. Sie zeichnet das Bild eines bindungsunfähigen Einzelgängers mit rechtsextremen Ansichten und einer Vorliebe für Waffen. Doch am Ende ergeben sich starke Zweifel an der grundsätzlichen Glaubwürdigkeit der Zeugin. (…) “Ich habe versucht, ihn so zu nehmen, wie er ist”, sagt Lisa Marie D. Dazu habe gehört, dass er seiner Waffensammlung regelmäßig mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe als seiner Beziehung. Richtige Freundschaften, so wie sie den Begriff verstehe, habe er nicht gepflegt. Ein Einzelgänger, der nicht fähig sei, sich auf andere Menschen einzulassen. Manches sei in seiner Familiengeschichte begründet, sagt Lisa Marie D. Im Sorgerechtsstreit habe sie einiges über die Verhältnisse, in denen das Scheidungskind Markus H. aufwuchs, gelernt. Einen besonderen Belastungseifer kann man der ehemaligen Lebensgefährtin von Markus H. nicht nachsagen. Vieles, was sie über den Vater ihrer Tochter berichtet, ist bereits bekannt: sein Waffenfetisch, seine Vorliebe für Militaria und NS-Devotionalien. Seine Abneigung gegen “Ausländer”, die sich in den immer gleichen politischen Diskussionen geäußert habe – auch mit dem Hauptangeklagten Stephan Ernst, der in dieser Erzählung jedoch immer nur eine Nebenrolle einnimmt. Ernst und H. pflegten ihrem Eindruck nach eine “harmonische”, gleichberechtigte Freundschaft – soweit man bei H. von “Freundschaft” sprechen könne. Falls Stephan Ernst Walter Lübcke ermordet habe, habe Markus H. davon gewusst, dessen ist sich Lisa Marie D. sicher. Die politische Einstellung von Markus H. wird in dieser Aussage meist nur en passant erwähnt. (…) Lisa Marie D. ist eine kräftige Person mit kurzen blonden Haaren und einem auffällig breiten Kreuz. Dass sie zeitweise für einen Sicherheitsdienst gearbeitet hat – unter anderem in einer Asylbewerbereinrichtung – passt zum Erscheinungsbild. An diesem 19. Prozesstag trägt sie ein weißes Sweatshirt mit langen Ärmeln, das nur wenig Haut erkennen lässt – aus gutem Grund. An den Handflächen ist zu erkennen, dass Lisa Marie D. großflächig tätowiert ist. Auf Nachfrage gibt sie Auskunft über die “Kunstwerke” auf ihrer Haut. Dazu gehört die Losung “Meine Ehre ist Treue” – das Motto der Waffen-SS. Diese habe sie sich mit 15 stechen lassen, erklärt sie, darunter stünden die Namen ihrer ersten drei Hunde. Darauf beziehe sich der Spruch. Erst später wird sie zugeben, dass sie schon damals gewusst habe, dass die Parole “mit dem Judenmord zu tun hat und dem ganzen Drumherum”. Falsche Freunde habe sie damals gehabt, erklärt sie. Solche, die der Neonazi-Szene angehört hätten. Auch eine nicht weiter spezifizierte nordische Rune habe sie sich stechen lassen. Sie stehe eben auf Wikinger. Irgendwann räumt sich auf Nachfragen der Verteidigung von Markus H. auch noch ein, sich selbst auf einem Oberschenkel ein großes Hakenkreuz inklusive des in rechtsextremen Kreisen weit verbreiteten Zahlencodes “1488” tätowiert zu haben. Inzwischen sei dieses überzeichnet.

via hessenschau: Lübcke-Prozess: Eine Zeugin macht sich unglaubwürdig

Neo-Nazi sentenced to over 2 yrs in jail for attempted #terror attack in #Vilnius – #fkd #feuerkrieg

A Vilnius court sentenced on Friday a 21-year-old man who affiliates himself with a far-right extremist group to two years and four months in prison for an attempted terror act in the Lithuanian capital. Gediminas Berzinskas has already spent almost a year in custody and he will have to serve another year and a half behind bars. Judge Jurgita Macionyte said Vilnius Regional Court found Berzinskas guilty of plotting a terror act, illegal possession of explosives and a firearm, and attempting to commit a crime. He was sentenced to three and a half years of imprisonment in a correctional facility for these crimes. Since the case was examined under an expedited procedure, the prison term was reduced by one-third. (…) Berzinskas was detained on October 15, 2019 as part of a special operation. He was charged with placing a home-made bomb outside a Western Union office in Vilnius and spray-painting “FK Division”, “Siege” and a swastika on the building’s wall on October 6. Searches at his home found powerful ready-to-detonate explosives and other chemicals that can be used to make improvised explosive devices, as well as an improvised firearm and extremist and nationalist symbols and literature. According to law-enforcement, Berzinskas affiliates himself with the far-right extremist group Feuerkrieg Division.

via delfi.l: Neo-Nazi sentenced to over 2 yrs in jail for attempted terror attack in Vilnius

siehe dazu auch: eugene antifa: Feuerkrieg Division Exposed: International Neo-Nazi Terrorist Network. After a long term, intensive investigation into an international neo-Nazi terrorist network calling itself the Feuerkrieg Division (FKD), we have compiled a detailed report which provides an overview of the network’s ideology, history, structure, membership, activity, and legal entanglements. This lengthy report features numerous profiles of former and current members. Area antifascist crews, researchers, and respected journalists are encouraged to reach out to us at eugeneantifa [at] protonmail [dot] com for additional information.

Alleged Neo-Nazi Who Carried Anti-Semitic Sign at COVID-19 Protest Pleads Guilty to Gun Charge

An alleged neo-Nazi with an extensive criminal history who raised an anti-Semitic sign at a protest of the coronavirus quarantine pleaded guilty to a federal weapons charge last week. Police arrested Matthew Paul Slatzer, 36, at Fast Times Pub in Canton on Feb. 2. Slatzer, who was intoxicated, was accused of unlawfully possessing a .38 caliber revolver, given his 2010 conviction for domestic violence. Slatzer also was carrying a knife, OC spray and ammunition at the of his arrest, court documents state. Prosecutors say he threatened to execute the arresting officers and made homophobic and racist comments. Slatzer appeared at a protest of COVID-19 lockdowns April 18 outside the Statehouse with a sign depicting a rat with the Star of David on its side and the words “The Real Plague.” Cleveland.com first reported on the display, and The Daily Beast identified the man as Slatzer. While he was free on pretrial release on related state charges, Slatzer allegedly entered a Dollar General in Stow on May 3 with a hatchet and sword. Prosecutors say he asked an employee for directions to Kent State University as there are “a lot of Jews at Kent State.” He self-identified as an “Aryan brother” and said he was going to KSU to “find some Jews,” according to prosecutors. “His behavior has included threatening behavior of a discriminatory nature which further shows his danger to the community and others,” prosecutors said, opposing Slatzer’s motion for bond. According to the FBI, The Aryan Brotherhood is a violent, “whites only” prison-based gang with members operating inside and outside of the prison system. Members often sport swastikas and other Nazi symbols. Slatzer has faced charges of domestic violence, assault, animal cruelty, resisting arrest and carrying a concealed weapon.

via clevescene: Alleged Neo-Nazi Who Carried Anti-Semitic Sign at COVID-19 Protest Pleads Guilty to Gun Charge

Marking Rapper’s Murder Date, Greek Minister Warns Neo-Nazi Threat

Seven years to the day that anti-Fascist hip-hop singer Pavlos Fyssas was stabbed to death, a member of the extreme-right Golden Dawn accused of the killing, Foreign Minister Nikos Dendias said the country can’t let its guard down against neo-Nazi groups. Dendias said in a tweet on his official account that “it was a night I will never forget,” referring to the night of Sept. 18, 2013 when Fyssas’ shocking murder after he was set on by a Golden Dawn gang shocked the country. That led to a crackdown on the party that was in Parliament before being narrowly ousted in July 7, 2019 snap elections, with its former lawmakers and dozens of members accused of running a criminal gang, the trial ending and a verdict due Oct. 7. “The (state’s] rule of law reacted. Society and the political world must remain vigilant against the neo-Nazi phenomenon,” he added. Among those accused is Giorgos Roupakias, who has confessed to stabbing 34-year-old Fyssas to death in the district of Keratsini in Piraeus and has been under house arrest after his maximum 18-month pre-trial detention ended

via the nationalherald: Marking Rapper’s Murder Date, Greek Minister Warns Neo-Nazi Threat

siehe auch: Family of slain rapper calls for public support for conviction of Golden Dawn. The family of Pavlos Fyssas, a musician and activist stabbed to death by a self-professed member of Golden Dawn in September 2013, published a statement on Friday calling on the public to champion the condemnation of the neo-Nazi party. “We anticipate the court’s decision to be a minimum vindication in the memory of Pavlos and all those harmed by Nazi violence,” the 34-year-old rapper’s family said ahead of the verdict expected to be delivered by the panel of judges that has spent more than five years listening to a case against Golden Dawn. The party, which is no longer in Parliament, has been accused of constituting a criminal organization with a distinct hierarchy that was aware of or complicit in violence committed against its political and ideological rivals. Dozens of defendants, including high-ranking party officials, are accused on connection with the murder of Fyssas, as well as violent attacks on a group of Egyptian fishermen and on members of the communist-affiliated PAME union, among other crimes in 2013.

Παύλος Φύσσας 2011.jpeg
Von John D. Carnessiotis – www.johndcarnessiotis.com, Attribution, Link

Warum wir so wenig über Rassismus bei der Polizei wissen – #polizeiproblem

Es gibt bislang kaum Zahlen zu Rechtsextremismus unter Polizisten. Der geplante Lagebericht des Verfassungsschutzes soll aufklären, lässt aber ebenfalls Leerstellen. Wann wird aus einem Einzelfall eine Struktur, wann sogar ein Muster? 2014 posten zwei Streifenpolizisten in Hamburg in einem Chat ihrer Dienstgruppe Bilder eines Weihnachtsbaums, der mit Hakenkreuz-Kugeln geschmückt ist. 2015 lobt in Leipzig ein Bereitschaftspolizist in einem Chat mit einem stadtbekannten Neonazi dessen Verschwörungstheorien als “weise Worte” und spricht von Linken als “marodierenden Gutmenschen”. 2018 entdecken Ermittler bei einem Polizisten in Hessen ein Zimmer voller NS-Devotionalien. Im selben Jahr erhält die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız den ersten Drohbrief. Im Briefkopf steht: “Dieses kostenlose Fax wurde Ihnen von Uwe Böhnhardt geschickt.” Böhnhardt war einer der Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Der Text enthält Hinweise auf ihre geheim gehaltene Privatadresse. Später wird sich zeigen, dass die Adresse an einem Frankfurter Polizeicomputer abgerufen wurde. Seither wurden weitere solche Drohbriefe verschickt. Die dafür nötigen Informationen kamen 2020 offenbar aus Polizeidienststellen in Hamburg und Berlin. Nun ist in Mülheim an der Ruhr eine ganze Dienstgruppe aufgeflogen, 29 Polizistinnen und Polizisten, die Mitglieder einer rechtsextremen Chatgruppe waren. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) spricht von einer “Schande für die Polizei”. Doch wie groß ist das Problem wirklich? Wie rechts ist die Polizei? So genau kann das niemand sagen. Die Zahlenlage ist dünn, es fehlt an systematischen Studien – auch weil sich die zuständigen Ministerien andere Prioritäten setzten.

via zeit: Warum wir so wenig über Rassismus bei der Polizei wissen