„Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt. Ihr müsst alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah.“
Weltweite Chanukka-Feier ehrt Schoa-Überlebende
Die Claims Conference richtet heute eine digitale Chanukka-Feier zu Ehren der Schoa-Überlebenden in aller Welt aus. Bei der »International Holocaust Survivors Night« sollen Überlebende aus Jerusalem, New York, Berlin, Moskau, Montreal und Dutzenden anderen Städten zu einer globalen Digitalveranstaltung zusammenkommen, heißt es in der Ankündigung. Schoa-Überlebende und Personen des öffentlichen Lebens aus aller Welt werden Chanukka-Grüße sprechen.
Mutig, selbstständig, weiblich: Die Roma-Band “Pretty Loud”
Damit ihr Wunsch nach Freiheit und Gleichheit so weit wie möglich gehört wird, haben sechs junge Roma-Frauen in Serbien eine Band gegründet. “Pretty Loud” ist auch ein wichtiges soziales Projekt. Bei “Pretty Loud” aus Serbien singen und tanzen Frauen zwischen 15 und 27 Jahren. “Wir wollen zeigen, dass jede Frau mutig, stark und selbstständig sein und selbst Entscheidungen treffen kann”, sagt die 19-jährige Živka Ferhatović. Die junge Roma-Frau – auf Romanes, der Sprache der Minderheit, heißt das “Romni” – aus der serbischen Hauptstadt Belgrad gehört zu den Mitgliedern von “Pretty Loud”. In der Band, die seit 2014 besteht, singen und tanzen Roma-Musikerinnen zwischen 15 und 27 Jahren. “Pretty Loud” wurde mit dem Ziel gegründet, jungen Romnija gleiche Rechte und Freiheiten zu bieten, wie männlichen Angehörigen der Roma. “Frauen haben in unserer Tradition kein Recht auf eigene Entscheidungen, sondern sind gezwungen, Dinge gegen ihren Willen zu tun”, sagt die 27-jährige Zlata Ristić. Die Mitglieder von “Pretty Loud” aber tun, was sie wollen: singen, tanzen und reisen. Živka ist seit vier Jahren dabei. “Jedes Mädchen, das für Frauenrechte kämpfen will und Frauen durch Musik unterstützen möchte, kann Teil unserer Gruppe sein”, betont sie im Gespräch mit der DW. “‘Pretty Loud’ kämpft für alle Frauen dieser Welt, nicht nur für Romnija”, unterstreicht auch die 23jährige Silvia Sinani. Sie ist ebenfalls Mitglied der Band. “Wir kämpfen für mehr Selbstvertrauen für die Frauen. Wir möchten, dass sie an sich glauben und nicht daran zweifeln, dass das, was sie tun, nicht gut ist und sich nicht auszahlt.” Das Musikprogramm von “Pretty Loud” ist eine Kombination aus Pop und Rap mit traditioneller Roma-Musik. Die Bandmitglieder singen in drei Sprachen: Romanes, Serbisch und Englisch. In ihren Texten beschäftigen sie sich mit Themen wie Kinderehen oder der Ungleichheit von Frauen und Männern. Ihr bisher größter Erfolg war die Teilnahme am diesjährigen “Women of the World”-Festival in London.
via dw: Mutig, selbstständig, weiblich: Die Roma-Band “Pretty Loud”
Neue #Corona-Studie: Kinder genauso ansteckend wie Erwachsene – #lockdown #schulenzu
Seit einigen Wochen steigen die Coronainfektionszahlen in Deutschland. Heute meldete das Robert-Koch-Institut 28.438 Neuinfektionen innerhalb 24 Stunden. Am Sonntag tagen die Länderchefs mit dem Bundeskanzleramt. Dann wird diskutiert, ab wann ein Lockdown gilt. Das würde auch bedeuten, dass Schulen vorzeitig geschlossen werden. Ende Oktober noch titelte das Wissenschaftsjournal „Nature“: „Warum Schulen wahrscheinlich keine COVID-Hotspots sind“. Diese Annahme wird jetzt jedoch widerlegt. Eine neue Studie, die noch nicht veröffentlicht ist, untersucht aktuell, wie ansteckend Kinder in Schulen wirklich sind, berichtet „Spiegel“. Die Auswertungen zeigen, dass Kinder ähnlich häufig infiziert sind wie ihre Lehrkräfte. Das Forschungsteam testete bitte bis September 15.000 Kinder zwischen 6 und 15 Jahren und etwa 1200 Lehrerinnen und Lehrer an 240 österreichischen Schulen. Dabei stellten die Forscherinnen und Forscher fest, dass Kinder sich genauso häufig mit dem Coronavirus angesteckt sind, wie Lehrerinnen und Lehrer. Vor allem in sozial schwachen Bezirken hohe Infektionszahlen Michael Wagner, Mikrobiologieprofessor an der Uni Wien, erklärte dem „Spiegel“, dass es eine hohe Dunkelziffer an infizierten Schulkindern gibt, da sie meist asymptomatisch. Die Ergebnisse seiner Studie belegt das nun.
VIA BUSINESS INSIDER. Neue Corona-Studie: Kinder genauso ansteckend wie Erwachsene
Erstaunliche Parallele bei Viren-Ausbreitung in #Sachsen – #Corona am schlimmsten in #AfD-#Hochburgen – #covidioten
Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, der Sachse Marco Wanderwitz (45, CDU), sagte gegenüber ntv zur Corona-Lage in Sachsen: „Es ist auffallend, dass die am stärksten betroffenen Regionen die sind, in denen der AfD-Stimmenanteil bei Wahlen am höchsten ist.“ Hat der Ostbeauftragte mit seiner AfD-Corona-These recht? Der Blick auf zwei Sachsen-Karten – mit den höchsten Corona-Zahlen und mit den höchsten Stimmenanteilen für die AfD bei der letzten Landtagswahl – stützt die These. ► Beispiel Görlitz: Zwischen 32 und 38 % wählten in den vier Görlitzer Wahlkreisen die AfD. 7-Tage-Inzidenz (*) im Landkreis: 385 (Platz 8 bundesweit). ► Beispiel Meißen: Zwischen 27 und 38 % wählten die AfD in den vier Wahlkreisen. Inzidenz: 393 (Platz 7 bundesweit) ► Beispiel Bautzen: In den fünf Wahlkreisen holte die AfD 31 bis 36 %. Inzidenz: 470 (Platz 3 bundesweit). ►Beispiel Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: 32 bis 37 % für die AfD in vier Wahlkreisen. Inzidenz: 534 (Platz 2 bundesweit). ►Auch Zwickau, der Erzgebirgskreis, Mittel- und Nordsachsen – alle mit enormen AfD-Anteilen – stehen in der Corona-Liste ganz weit oben. ►In Leipzig, wo die AfD sogar noch hinter den Grünen landete, ist die Corona-Inzidenz sachsenweit deutlich am niedrigsten. Auf Platz 1 der Corona-Inzidenzen bundesweit liegt der Landkreis Regen in Bayern. Dort holte die AfD bei der letzten Landtagswahl mit 16,2 ihren besten Wert in ganz Bayern. Die vielen Pendler aus dem stark corona-belasteten Tschechien sind in Sachsen ein Corona-Treiber, dazu ist der Altersdurchschnitt im Freistaat vergleichsweise hoch – was dazu führt, dass in mehr Seniorenheimen auch mehr Fälle auftreten.
via bild: Erstaunliche Parallele bei Viren-Ausbreitung in SachsenCorona am schlimmsten in AfD-Hochburgen

170 Menschen gedenken in Pforzheim Corona-Opfern und demonstrieren gegen „Querdenker“
Flagge zeigen gegen Corona-Leugner und Antidemokraten: Rund 170 Menschen haben am Samstagvormittag auf dem Pforzheimer Marktplatz gegen „Querdenker“ demonstriert – und der Corona-Opfer gedacht. „Ich möchte noch mal mit dir ins Fußballstadion gehen“, schreibt ein Sohn seinem Vater auf der Corona-Station. „Wir sind dabei, wenn die Sauerstoffsättigung sinkt und die Atemnot größer wird. Wir sind diejenigen, die meist die Sterbebegleitung leisten.“ Zitate, wie das erste vom Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Siloah St. Trudpert, Thushira Weerawarna, und der Intensiv-Schwester Daniela Eberle, die im Coronabereich des Klinikums tätig ist, hörten rund 170 Menschen am Samstagvormittag auf den Pforzheimer Marktplatz. Sie kamen zur ersten Gegendemo, mit der unter dem Motto #zusammenhalten Flagge gezeigt wurde gegen Corona-Leugner oder die sogenannten Querdenker. Auch online waren 257 Menschen auf YouTube dabei. Und nach Polizeiangaben waren wenige Querdenker auf dem Platz, die für lebhafte Diskussionen sorgten. Groben Verstöße gegen Auflagen habe es nicht gegeben, so die Polizei. Die Kundgebung der Querdenker selbst am Nachmittag hatte laut Polizei rund 140 Teilnehmer. Wiederholt hätten die Beamten auf die Maskenpflicht hinweisen müssen, manche Personen auch mehrmals. Ob daraufhin Verfahren eingeleitet wurden, könne erst am Montag beantwortet werden..
via bnn: 170 Menschen gedenken in Pforzheim Corona-Opfern und demonstrieren gegen „Querdenker“
Kampf gegen Rechtsextremismus – Kabinett beschließt Maßnahmenpaket
Er soll für mehr Prävention, mehr Aufklärung, mehr Konsequenzen sorgen: Der in der vergangenen Woche vorgelegte Maßnahmenplan zum Kampf gegen Rechtsextremismus hat nun auch die Zustimmung des Bundeskabinetts. Die Bundesregierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus beschlossen. Ziel der 89 Einzelmaßnahmen sei es, “unsere wehrhafte Demokratie zu stärken”, erklärte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Sie kündigte eine zügige Umsetzung der Beschlüsse an. Das Paket war von mehreren Ministerien in Zusammenarbeit mit Vertretern der Zivilgesellschaft ausgearbeitet worden. Vorgesehen sind unter anderem eine intensivere Präventionsarbeit, eine Stärkung der Sicherheitsbehörden, schärfere Strafgesetze, bessere Hilfen für Betroffene und ein engerer Austausch mit der Zivilgesellschaft. Auch das von der SPD seit langem geforderte, in der Union aber skeptisch gesehene Demokratiefördergesetz soll bald kommen. Lambrecht hob einige Kernpunkte der geplanten Rechtsänderungen hervor. “Wer nur wegen seiner ethnischen Herkunft oder Religion eine Wohnung nicht bekommt, bekommt mehr Zeit, sich dagegen juristisch zur Wehr zu setzen – sechs statt bisher zwei Monate”, erklärte sie. Zudem sollen sogenannte “Feindeslisten”, auf der Rechtsextreme ihre Gegner aufführen, künftig als Straftat geahndet werden können. Außerdem solle ein neuer Straftatbestand für antisemitische oder rassistische Hetze geschaffen werden. Der Begriff “Rasse” im Grundgesetz soll ersetzt werden. Mit einem “Rassismus-Barometer” sollen Vorfälle in Deutschland wissenschaftlich ausgewertet werden. Ein Expertenrat soll die Bundesregierung zu Fragen der Integration, Teilhabe und bei der Bekämpfung von Rassismus beraten. Von 2021 bis 2024 sollen insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in diesen Bereich fließen.
via tagesschau: Kampf gegen Rechtsextremismus Kabinett beschließt Maßnahmenpaket