VG Schwerin zu “Jamel rockt den Förster” – Bier bleibt auf dem Anti-Nazi-Fes­tival erlaubt

Kurz vor der Neuauflage des Musik- und Demokratie-Festivals “Jamel rockt den Förster” können die Veranstalter Hoffnung schöpfen: Mutmaßlich schikanöse Auflagen des Landkreises, wie etwa ein Alkoholverbot, sind vom Tisch. Vorerst. Kann das beliebte Anti-Nazi-Festival “Jamel rockt den Förster” wie geplant am 22. sowie 23. August und wie in den Jahren zuvor stattfinden? Darüber ist ein veritabler Streit zwischen den Veranstaltern, der Gemeinde und dem betreffenden Landkreis ausgebrochen. Seit Wochen beschäftigt dieser auch die Gerichte. Ein Ende des juristischen Streits ist nicht abzusehen. Das Festival “Jamel rockt den Förster” ist eine der populärsten Musikveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern gegen Rechtsextremismus. Es wird regelmäßig von der Ministerpräsidentin des Bundeslandes als Schirmherrin (mit-)eröffnet. Auf dem Gelände tummeln sich Ende August rund 3.000 Menschen jeden Alters, die eines eint: Ihre klare Haltung gegen die extreme Rechte und ihr Engagement für die Demokratie in Deutschland.  Deswegen sind auch etliche Initiativen aus der Zivilgesellschaft mit Ständen und Workshops am Start. Dass auf dem Festival in erster Linie Musik dargeboten wird – darunter immer wieder namhafte Künstler wie die Toten Hosen, Danger Dan, Element of Crime, Herbert Grönemeyer oder die Ärzte – soll jedenfalls nicht im Vordergrund stehen. Deshalb wird das Line-Up bis zum jeweiligen Auftritt regelmäßig geheim gehalten. Schließlich soll es um die Sache gehen, nicht um den Besuch bei einem Auftritt der Lieblingsband. (…) So wollte die Gemeinde Gägelow, zu der Jamel gehört und in deren Gemeindevertretung auch Rechtsextreme sitzen, erstmals Nutzungsentgelt von den Veranstaltern für die Nutzung gemeindeeigener Flächen erheben. Und nachdem die Veranstaltung jetzt erstmals als Versammlung stattfinden soll, macht der von einem CDU-Landrat geführte Landkreis Nordwestmecklenburg als Versammlungsbehörde die Erlaubnis der Veranstaltung von Auflagen, wie etwa einem Alkoholverbot, abhängig. VG: “Gefahren durch Alkoholkonsum” auf dem Festival nicht belegt Gegen dieses Vorgehen, das von vielen als offensichtlich politisch motiviert und schikanös beurteilt wird, wehrte sich die Familie Lohmeyer juristisch. Im Eilverfahren um das Nutzungsentgelt kassierten die Veranstalter vor Gericht vorerst eine Niederlage. Das Verwaltungsgericht (VG) Schwerin und das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald (Beschl. v.03.7.2025, Az. 1 M 221/25) waren im einstweiligen Anordnungsverfahren der Ansicht, es müsse erst ein entsprechender Nutzungsvertrag geschlossen werden, das ginge auch unter Vorbehalt. Erfolgreicher für die Veranstalter verlief es dagegen im Eilverfahren gegen den versammlungsrechtlichen Auflagenbescheid des Landkreises. Ein erster Eilantrag in diesem Kontext war noch mangels Rechtsschutzbedürfnis erfolglos geblieben. Am Mittwoch aber gab das VG Schwerin einem Eilantrag betreffend der versammlungsrechtlichen Auflagen für “Jamel rockt den Förster” weitgehend statt (Beschl. v. 23. Juli 2025, Az. 3 B 2357/25 SN). (…) Als unverhältnismäßig erachtete das VG außerdem die vom Landkreis erteilte Auflage, wonach den Teilnehmenden das Mitführen von Glasflaschen und sämtlichen Behältern aus Glas durchweg untersagt werden sollte. Hierzu stellte das VG klar: “Für deren laut der Bescheidsbegründung befürchtete Verwendung als Waffe fehlt es an jeglicher tragfähigen Prognosegrundlage.” Das VG Schwerin sieht für Attacken der Festivalbesucher, bei denen sie Glasbehältnisse als Waffe benutzen könnten, keinerlei Anhaltspunkte: “Die politisch vielfach entgegengesetzt zur Versammlung orientierten und auf dieser nicht erwünschten Dorfbewohner und deren Besucher konnten gerade durch die Umzäunung des Versammlungsgeländes und die in nennenswerter Zahl stationär bereitgestellten Polizeikräfte ebenso wie die Versammlungsteilnehmer bisher in dem über ein Jahrzehnt währenden Veranstaltungszyklus erfolgreich von gewaltsamen Konfrontationen abgehalten werden”, heißt es im Beschluss. Das sei im Übrigen auch “gerichtsbekannt und offenkundig”.

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Stör-Lied gegen AfD-Chefin Weidel: Augsburger Chor äußert sich – #CornerChor #Flinta #scheissafd

Eigentlich sollten beim ARD-Sommerinterview mit AfD-Chefin Weidel die Argumente im Vordergrund stehen. Doch Aktivistinnen übertönten das Gespräch mit einem Schmählied. Nun sprechen die Komponistinnen des Lieds aus Augsburg. (…) Ausgestattet mit Störsendern, Flakscheinwerfern und vor allem: Druckkammer-Lautsprechern. Aus diesen Lautsprechern wurde ein AfD-Schmählied abgespielt, das das Interview übertönte. “Scheiß AfD” singt ein Chor in dem Lied immer wieder. Eingesungen wurde das Lied vom “Corner Chor” aus Augsburg. “Wir wussten nichts von der Aktion, freuen uns aber übel, dass das Lied da platziert wurde”, sagte eine Sprecherin des Chors zu BR24. Mit dem “Zentrum für Politische Schönheit” aus Berlin, welches das Lied abspielte, gebe es seit längerer Zeit “einen engen Austausch”. Auf die Frage, ob es richtig sei, ein Interview derart zu stören, sagte die Sprecherin des Chors: “Wir müssen uns fragen, wem wir eine Bühne geben. Rechtsgesinnte Politikerinnen und Politiker sollten nicht zu viel zu Wort kommen. Die Politik der AfD ist menschenverachtend und destruktiv.” Es sei außerdem eine “humorvolle Art des Störens” gewesen. Dies stehe jedem im öffentlichen Raum zu. Der “Corner Chor” bezeichnet sich selbst als “aktivistischer FLINTA-Chor”. “FLINTA” ist ein Akronym und steht für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-binäre, Trans und Agender Personen.

via br: Stör-Lied gegen AfD-Chefin Weidel: Augsburger Chor äußert sich

Berliner Regierungsviertel – Polizei leitet Verfahren wegen Störung des Sommerinterviews mit Alice Weidel ein

Nach einer Störaktion des Künstlerkollektivs “Zentrum für Politische Schönheit” (ZPS) beim ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel (AfD) hat die Berliner Polizei zwei Ordnungswidrigkeits-Verfahren eingeleitet. Die richten sich gegen eine 64 Jahre alte Frau und einen 39 Jahre alten Mann, wie die Polizei am Montag mitteilte. Grund dafür sei, dass die Aktion nicht angemeldet gewesen sei. dpa/Sebastian Willnow Reaktionen in Berlin und Brandenburg Neue Einstufung der AfD befeuert Debatte über Verbotsverfahren Lautstarker Protest störte Interview Das ZPS hatte in unmittelbarer Nähe des live ausgestrahlten Gesprächs am Sonntagabend [ardmediathek.de] über den umgebauten ehemaligen Gefangenentransporter “Adenauer SRP+” lautstark Musik abgespielt. Die sei von einer auf dem Bus festinstallierten Lautsprecheranlage gekommen und habe sich “inhaltlich gegen die AfD” gerichtet. Laut Polizei beeinträchtigten die Schallemissionen neben dem Interview auch den Verkehr sowie die öffentliche Ordnung. Die Zahl der Teilnehmenden schätzte die Polizei auf etwa 40 Personen. Auch die “Omas gegen Rechts” protestierten im Regierungsviertel direkt an der Spree gegenüber des Open-Air-Interviews. Hauptstadtstudio-Leiter Markus Preiß, der das Interview führte, berichtete, dass es ein extremes Interview gewesen sei. Dem Evangelischen Pressedienst (EPD) sagte ein Sprecher des Künstlerkollektivs, es seien von der Polizei vor Ort keine Maßnahmen ergriffen worden, man habe sich mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Zum Ablauf der Aktion teilte die ironisch auftretende Gruppierung mit, eine Person sei auf Toilette gewesen und habe vergessen, “das Autoradio am Adenauer SRP+ abzustellen”.

via rbb: Berliner Regierungsviertel Polizei leitet Verfahren wegen Störung des Sommerinterviews mit Alice Weidel ein

siehe auch: NACH ARD-SOMMERINTERVIEW-FLOP FÜR AFD-CHEFIN WEIDEL: DAS WAR HINTER DEN KULISSEN LOS . Nachdem das ARD-Sommerinterview mit AfD-Chefin Alice Weidel (46) am Sonntag lautstark gestört wurde, hat die Berliner Polizei nun ihren Bericht und die Konsequenzen offengelegt. AfD-Chefin Alice Weidel (46) wurde beim ARD-Sommerinterview am Sonntag von einer Spontankundgebung gestört.  © Jörg Carstensen/dpa Gegen 15 Uhr versammelten sich am Friedrich-Ebert-Platz im Ortsteil Tiergarten, unweit des Paul-Löbe-Hauses mehrere Menschen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Teilnehmenden protestierten lautstark gegen die AfD, ohne die Versammlung vorher anzumelden. Alarmierte Einsatzkräfte waren wenig später vor Ort und wurden von einer 64-jährigen Leiterin der Demo über die sogenannte Spontankundgebung zum Thema “Keine Bühne der AfD” informiert. Hinter der Aktion stecke die Gruppe “Zentrum für Politische Schönheit”, die ein Video auf X veröffentlicht hatte. Im Halteverbot in der Wendeschleife der Paul-Löbe-Allee stand ein verschlossener Reisebus mit der Aufschrift “Adenauer SRP+” und einer fest installierten Lautsprecheranlage. Aus dieser dröhnte pausenlos Musik, die sich gegen die AfD richtete. Da in dem Gefährt die Telefonnummer einer Kontaktperson hinterlassen wurde, riefen die Polizisten den 39-jährigen Verantwortlichen an und bestellten ihn zum Bus, wo er um 15.20 Uhr erschien. Er sagte, dass er den Bus nicht wegfahren könne, da er nicht der Fahrer sei. Zudem sei diese Aktion eine spontane Kunstdarbietung und keine Demo. Doch die Polizei forderte den Mann auf, den Lärm, der sowohl den Verkehr als auch die öffentliche Ordnung gestört habe, sofort zu beenden. Um 15.30 Uhr war es dann zumindest vom Bus her ruhig. (…) Ziel der Polizei war es eigenen Angaben nach, sowohl die spontane Ausübung grundrechtlich geschützter Meinungsäußerung als auch den geordneten Ablauf eines journalistischen Interviews mit einer Politikerin zu gewährleisten.

Proteste gegen AfD-Chefin – ARD-Sommerinterview mit Weidel versinkt im Chaos

Die ARD hat die ehemalige Kanzlerkandidatin und AfD-Chefin im Sommerinterview mit kritischen Fragen und Fakten konfrontiert. Alice Weidel konnte diese jedoch kaum verstehen. Passend zu den hohen Temperaturen fand das ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel draußen statt. In einem Open-Air-Studio auf der Terrasse des zum Bundestag gehörenden Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses direkt an der Spree mit dem Reichstag im Hintergrund saßen sich am Sonntagnachmittag die AfD-Chefin und der ARD-Moderator Markus Preiß auf zwei roten Stühlen in gebührendem Abstand gegenüber. Doch das halbstündige Gespräch zwischen ihnen lief nicht wie geplant. Vor dem Reichstag – und während der Übertragung hinter Weidel gut sichtbar – hatte sich eine Gruppe von Demonstranten versammelt. Sie hatten Transparente, Trillerpfeifen und Trommeln dabei und protestierten gegen die AfD und die Einladung Weidels ins öffentlich-rechtliche Fernsehen. Während Preiß Fragen zu Alice Weidels Politik und ihren Wahlversprechen stellte, war sie sichtbar abgelenkt und musste wiederholt nachfragen, was der Moderator gerade gesagt hatte. “Entschuldigung, es ist ein bisschen laut hier wegen der NGO-Demonstranten”, sagte Weidel. Sie behauptete, dass die Proteste von parteinahen Nichtregierungsorganisationen bezahlt worden seien. Tatsächlich steckte hinter der Aktion nach eigenen Angaben die Gruppe Zentrum für Politische Schönheit, die für solche Demos einen Bus mit extrem starken Lautsprechern ausgerüstet hat. Den Bus hat sie “Adenauer SRP+” getauft. Bei X schrieb die Gruppe: “TV-Tipp: Schaut Euch heute UNBEDINGT das Sommerinterview mit Alice Weidel in der ARD ab 18 Uhr an! Mit dabei: Der Adenauer SRP+”. (…) Außerdem sollte es kein Bürgergeld mehr für ausländische Staatsbürger geben und Asylbewerber nur noch Sachleistungen erhalten. “Für alles ist Geld da, nur für die eigenen Menschen nicht”, so Weidel. Preiß fragte daraufhin, ob sie denn von den Menschen Verständnis für ihre jüngste Gehaltserhöhung erwarten würde. Wie t-online zuerst berichtet hatte, haben die Fraktionschefs Weidel und Chrupalla ihre Gehälter verdoppelt – und kommen jetzt mit ihren Bundestagsdiäten auf mindestens rund 24.000 Euro im Monat. Alice Weidel räumte ein: “Der Sprung ist sehr groß.” Doch damit habe die AfD die Bezahlung nur auf das Niveau der anderen Parteien angepasst. “Mit der Verdopplung unseres Wahlergebnisses haben wir auch deutlich mehr Verantwortung”, sagte sie. Protestaktion stört Sommerinterview mit Weidel Im Verlaufe des Interviews rückten Weidel und Preiß ihre roten Stühle näher aneinander, um sich besser zu verstehen, doch auch der Lärm wurde immer lauter. Es erklang gut hörbar ein Lied, dessen Text nur aus zwei sich immer wiederholenden Wörtern bestand: “Scheiß AfD”. “Das bringt so nichts, ich kann nichts verstehen”, sagte Weidel.

via t-online: Proteste gegen AfD-Chefin ARD-Sommerinterview mit Weidel versinkt im Chaos

siehe auch: Protestierende stören Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel Das ARD-Interview mit Alice Weidel wurde durch eine Aktion gestört. Die AfD-Chefin spricht von chaotischen Zuständen – auch mit Blick auf das ganze Land. Das ARD-Sommerinterview mit AfD-Chefin Alice Weidel ist im Lärm einer Gegendemonstration fast untergegangen. Das Open-Air-Gespräch im Berliner Regierungsviertel an der Spree wurde von Protest mit Trillerpfeifen, Hupen und lauter Musik mit Anti-AfD-Slogans vom anderen Ufer begleitet. Zu sehen waren auf der anderen Spreeseite eine kleinere Demogruppe und ein großer Bus.  Weidel gab mehrfach an, sie habe die Fragen von Moderator Markus Preiß nicht verstanden. “Es ist extrem laut im Hintergrund, und ich kann Ihre Fragen kaum verstehen”, sagte sie an einer Stelle auf der Terrasse des zum Bundestag gehörenden Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses. Weidel wollte das Interview dennoch fortsetzen und forderte Preiß auf, dieses “ganz normal” weiterzuführen. Preiß sprach anschließend im Livestream der ARD auf Nachfrage von verschärften Bedingungen. Man habe sich teilweise kaum verstehen können; Protesters drown out live interview with far-right AfD party leader Alice Weidel. Far-right leader Alice Weidel’s scheduled “summer interview” was drowned out by raucous demonstrators. A scheduled live, open-air television interview with the co-leader of the far-right Alternative for Germany (AfD) party, Alice Weidel, was drowned out on Sunday by boisterous protesters. The demonstrators, which positioned themselves across the River Spree from the televised set-up in Berlin’s government quarter, sang songs, blew whistles and shouted anti-AfD slogans. Weidel and her host, public broadcaster ARD’s Markus Preiß, had to lean forward multiple times to understand the questions posed by the other.

siehe dazu auch: Das Interview mit Weidel im Faktencheck, Im ARD-Sommerinterview war die AfD-Vorsitzende Weidel zu Gast. Nicht alle ihre Behauptungen halten einer Überprüfung stand, zum Beispiel gibt es deutlich weniger ausreisepflichtige Syrer als behauptet. (…) Nach dem Sommerinterview beantwortete Weidel noch Fragen aus der tagesschau-Community. Auf die Frage, warum die AfD den menschengemachten Klimawandel leugne, bekräftigte Weidel ihre Skepsis gegenüber der Wissenschaft generell und zog den menschengemachten Klimawandel in Zweifel. Sie sagte: “Der Nachweis, dass der Klimawandel menschengemacht ist – also allein, monokausal, der ist doch gar nicht erbracht.” Das IPCC habe dies nicht nachgewiesen.Das ist falsch. So kommt der Weltklimarat (IPCC) in seinen Berichten, welche den aktuellen Stand der Klimawissenschaft zusammenfassen und bewerten, seit Jahren zu dem Schluss, dass der aktuelle Klimawandel überwiegend menschengemacht ist. Im Synthesebericht zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht heißt es etwa wörtlich: “Menschliche Aktivitäten haben eindeutig die globale Erwärmung verursacht, vor allem durch die Emission von Treibhausgasen.”99,9 Prozent überzeugt von menschengemachtem KlimawandelNeben dem IPCC belegen zahlreiche Studien, dass es unter Klimaforschern Konsens ist, menschliche Aktivitäten als Hauptursache der laufenden globalen Erwärmung zu sehen. Der US-Geologe James Powell untersuchte Zehntausende Fachveröffentlichungen zum Klimawandel und kommt zu dem Schluss, dass 99,9 Prozent der erfassten Wissenschaftler dem Konsens folgen.Ohne den Einfluss von Treibhausgasen, die durch Industrie, Verkehr, Energieerzeugung und Landwirtschaft entstehen, ließen sich die aktuellen Temperaturanstiege nicht erklären. “Der Einfluss des Menschen hat die Atmosphäre nahe der Erdoberfläche in einem Maße erwärmt, wie es seit mindestens 2.000 Jahren nicht mehr der Fall war – und das in den letzten 50 Jahren mit einer beispiellosen Geschwindigkeit”, heißt es in einem Paper des Klimakonsortiums.Weidels Aussage, es gebe keinen “monokausalen Beweis”, verkennt die wissenschaftliche Praxis. In der Klimaforschung geht es nicht darum, eine einzelne Ursache in völliger Isolation zu beweisen, sondern den dominanten Einflussfaktor zu identifizieren. Und dieser ist nach übereinstimmender Bewertung der Forschung der Mensch.

„Rassismus und Extremismus haben bei uns keinen Platz“: Feuerwehr wirft Jugendlichen (14) raus

Ein Mitglied der Lübzer Jugendfeuerwehr wurde mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen. Der Jugendliche war mit problematischen Inhalten im Netz aufgefallen. „Wir haben in der Lübzer Feuerwehr kein rechtsradikales Problem“, betont Bürgermeisterin Astrid Becker (Die Linke) zu Beginn des Gesprächs. Fakt ist: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt hat einen Jugendlichen mit sofortiger Wirkung aus ihren Reihen ausgeschlossen. Der 14-Jährige war im Internet durch das Teilen von rechten Parolen sowie eines Fotos mit verfassungsfeindlichen, rechtsradikalen Symbolen aufgefallen. „Die Stadt Lübz, die Gemeindefeuerwehr sowie die Jugendfeuerwehr nehmen diesen Vorfall sehr ernst“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Nach sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten sei das betreffende Mitglied umgehend ausgeschlossen worden. „Rassismus, Extremismus und menschenverachtendes Gedankengut haben in unseren Reihen keinen Platz“

via nordkurier: „Rassismus und Extremismus haben bei uns keinen Platz“: Feuerwehr wirft Jugendlichen (14) raus

Hochseilartist schreitet zur Tat – Zirkus kritisiert Merz und hisst Regenbogenfahne

“Wir wünschen uns mehr Respekt.” Seine Aussage zum Hissen einer Regenbogenfahne über dem Bundestag fliegt Kanzler Merz auch Tage später noch um die Ohren. Der Zirkus Charles Knie sieht sich veranlasst, öffentlich Stellung zu beziehen und eine symbolträchtige Maßnahme zu ergreifen. Als Reaktion auf die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein Zirkus in Bielefeld eine Regenbogenfahne auf seinem Zelt gehisst. “Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt” hatte Merz in der ARD-Talkshow “Maischberger” gesagt und damit die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner verteidigt, während des Christopher Street Day (CSD) in Berlin nicht die Regenbogenfahne auf dem Reichstag zu hissen. Ein Sprecher des Zirkus Charles Knie aus Niedersachsen nannte diese Aussagen respektlos gegenüber der LGBTQ-Gemeinschaft sowie der Zirkusbranche. “Wir sind ernst zu nehmen. Wir wünschen uns mehr Respekt.” LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und queere Menschen.

via ntv: Hochseilartist schreitet zur Tat Zirkus kritisiert Merz und hisst Regenbogenfahne

siehe auch: Auch Arbeitsministerin Bas verzichtet auf Regenbogenflagge, stellt jedoch ein Banner auf Als Bundestagspräsidentin setzte sich Bärbel Bas für die Regenbogenflagge auf dem Reichstag ein. Nun schwenkt sie teilweise auf den Kurs des Kanzlers ein, der jüngst mit seiner »Zirkuszelt«-Äußerung für Empörung sorgte. Die Regenbogenflagge gilt als Symbol für Toleranz, Vielfalt und die Solidarität mit der LGBTQ-Community. Mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich zwei hochrangige Vertreter der Union gegen das Hissen der Regenbogenflagge  auf dem Bundestag anlässlich des Christopher Street Day ausgesprochen. Aber auch in der SPD schwenken die Ersten nun offenbar um. Dem »Tagesspiegel« zufolge  wird während des diesjährigen CSD erstmals seit drei Jahren auch am offiziellen Flaggenmasten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales keine Regenbogenflagge wehen. »Im Jahr 2025 wird die Regenbogenflagge an den Standorten Berlin und Bonn nicht zu den jeweiligen regionalen CSD-Paraden gesetzt«, zitiert die Zeitung einen Ministeriumssprecher. Bas führte Hissen der Regenbogenflagge zum CSD ein Das Ministerium wird von der Sozialdemokratin Bärbel Bas geleitet. Deren Vorgänger und Parteikollege, Hubertus Heil, hatte seit 2022 sowohl zum CSD als auch am 17. Mai, dem »Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie«, die Regenbogenflagge hissen lassen. Bas will die Beflaggung demnach künftig auf den Termin im Mai beschränken. Dem SPIEGEL sagte eine Ministeriumssprecherin dazu, dass die Änderung wegen eines Schreibens des Bundesministeriums des Innern und für Heimat vom 28. April 2025 kommt. Das Hissen der Regenbogenflagge müsse auf einen konkreten Kalendertag beschränkt werden, der selbst gewählt werden könne. »Zugleich erlaubt das Schreiben ausdrücklich alternative Formen der Sichtbarmachung wie Banner oder Plakate in Regenbogenoptik«, heißt es. In Berlin werde daher bis zum CSD ein Banner stehen, die Flagge wehte bereits am »Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie« im Mai. Brisant jedoch: Als Bundestagspräsidentin hatte Bas sich explizit für das Hissen der Regenbogenflagge während des CSD eingesetzt. In ihrer Amtszeit war diese 2022 erstmals auf und vor dem Reichstagsgebäude angebracht worden. »Die Regenbogenflagge auf unserem Parlament – das bedeutet mir viel«, sagte Bas damals . Mit dem CSD fühle sie sich zudem »eng verbunden«; Zirkus in Bielefeld hisst Regenbogenfahne aus Protest gegen Merz Stand: 04.07.2025, 16:42 Uhr Als Reaktion auf die Aussagen von Friedrich Merz (CDU) hat ein Zirkus in Bielefeld eine Regenbogenfahne über seinem Zelt gehisst. “Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt” hatte Merz in der ARD-Talkshow “Maischberger” gesagt und damit die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verteidigt, während des Christopher Street Day (CSD) in Berlin nicht die Regenbogenfahne auf dem Reichstag zu hissen. “Wir wünschen uns mehr Respekt” Ein Sprecher des Zirkus Charles Knie aus Niedersachsen nannte diese Aussagen respektlos gegenüber der LGBTQ-Gemeinschaft sowie der Zirkusbranche. “Wir sind ernst zu nehmen. Wir wünschen uns mehr Respekt.” LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und queere Menschen; Zirkus in Bielefeld hisst Regenbogenfahne aus Protest gegen Merz. Als Reaktion auf die Aussagen von Friedrich Merz (CDU) hat ein Zirkus in Bielefeld eine Regenbogenfahne über seinem Zelt gehisst. “Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt” hatte Merz in der ARD-Talkshow “Maischberger” gesagt und damit die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verteidigt, während des Christopher Street Day (CSD) in Berlin nicht die Regenbogenfahne auf dem Reichstag zu hissen. “Wir wünschen uns mehr Respekt” Ein Sprecher des Zirkus Charles Knie aus Niedersachsen nannte diese Aussagen respektlos gegenüber der LGBTQ-Gemeinschaft sowie der Zirkusbranche. “Wir sind ernst zu nehmen. Wir wünschen uns mehr Respekt.” LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und queere Menschen. So der Sprecher des Zirkus Charles Knie weiter. Daher sei aus dem Zirkus-Team die Idee entstanden, die Fahne über dem eigenen Zirkus zu hissen. Ein Hochseilartist hatte sie dort befestigt. Sie soll nun mindestens bis zum CSD in Berlin am 26. Juli hängen.

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Politiker angespuckt: Hunderte protestieren lautstark gegen AfD-Besuch im Görlitzer Park

Der Protest gegen den Zaun um den Görlitzer Park hält an. Zwei AfD-Politiker inszenieren einen Besuch – hunderte Menschen reagieren mit lautem Widerstand. Rund 300 Menschen haben nach Polizeiangaben im Görlitzer Park gegen den Besuch von Berliner AfD-Politikern demonstriert. Die Abgeordneten Thorsten Weiß und Alexander Bertram der AfD-Fraktion wurden am Dienstagmorgen mit lauten Pfiffen und wütenden Rufen empfangen. Vereinzelt kam es zu Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstranten. Ein Mensch wurde festgenommen, wie eine Polizeisprecherin sagte.  Zu den Protesten war unter dem Titel „Gegen rechte Hetze“ aufgerufen worden. Mit Schildern, auf denen unter anderem „Nazis raus“ stand, blockierten die Demonstranten den Parkzugang an der Skalitzer Straße, wie ein dpa-Reporter berichtete. Die Abgeordneten nahmen – begleitet von Polizisten – einen anderen Weg in die Anlage. Dort stießen sie nach Polizeiangaben auf etwa 200 Demonstranten, die laut protestierten und teils die Abgeordneten bedrängten. Es kam vereinzelt zu Rangeleien. Ein Mensch soll einen der AfD-Politiker bespuckt haben. Die Person wurde festgenommen, wie die Polizeisprecherin sagte.  Weiß und Bertram hatten ihren Besuch unter dem Titel „Görlitzer Park – Schandfleck eines kapitulierenden Staates“ angekündigt. Man wolle sich „aus erster Hand ein Bild sowohl von der Kriminalitätslage als auch vom Zustand der Natur und der Sauberkeit des Parks machen“,

via tagesspiegel: Politiker angespuckt: Hunderte protestieren lautstark gegen AfD-Besuch im Görlitzer Park