Ein Aktivist hat eine Waffe vorgestellt, die eine speziell trainierte KI entworfen hat. Bereits 2012 hat er die weltweit erste 3D-gedruckte Schusswaffe vorgestellt. Der Waffenrechtsaktivist Cody Wilson, der vor mehr als einem Jahrzehnt die erste 3D-gedruckte Schusswaffe enthüllt hatte, hat nun das präsentiert, was er die erste von KI entworfene Waffe nennt. Die Waffe mit dem Namen Wasp wurde laut einem Bericht von The Verge von einem eigens trainierten KI-Modell erstellt, das Wilson GatGPT taufte. Die Waffe selbst ist minimalistisch aufgebaut. The Verge beschreibt sie als eine Kombination aus einem Pistolenlauf, der an einem Plastikkasten befestigt ist, in dem der Auslöser sitzt. Die KI-entwickelte Waffe weist eine starke Ähnlichkeit mit dem Liberator auf, der einschüssigen 3D-gedruckten Waffe, die Wilson Jahre zuvor vorgestellt hatte. Griff und Gesamtform unterscheiden sich spürbar von herkömmlichen Schusswaffen. Wilson argumentiert, dass der eigentliche Clou nicht die Waffe sei, sondern das System dahinter. Er beschreibt GatGPT als KI-Büchsenmacher und nicht als einmaliges Entwurfswerkzeug. Das Modell wurde Berichten zufolge mit der Waffendatei-Bibliothek von Defcad trainiert, die als größtes Onlinearchiv digitaler Schusswaffenkonstruktionen gilt und Bastlern dabei helfen soll, Teile für ihre Projekte auszuwählen. Dem Bericht zufolge wurde die Wasp durch eine Unterhaltung mit dem KI-Modell entworfen, ein Ansatz, der umgangssprachlich als Vibe-Coding bekannt ist. Die Waffe verschießt scharfe Munition und trägt keine Seriennummer. Damit fällt sie in die Kategorie der sogenannten Geisterwaffen, selbstgebaute Schusswaffen, die für Behörden schwer nachzuverfolgen sind. Hürde für die Verbreitung 3D-gedruckter Waffen sinkt Die Entwicklung scheint eine Hürde zu senken, die bislang die Verbreitung 3D-gedruckter Waffen begrenzte. Bislang erforderte die Herstellung einer funktionierenden gedruckten Schusswaffe in der Regel zumindest gewisse technische Kenntnisse. Eine dialogfähige KI, die Nutzer durch Entwurf und Zusammenbau führt, könnte den Prozess grundsätzlich für nahezu jeden zugänglich machen, der über einen 3D-Drucker verfügt. Unklar bleibt allerdings, wie zuverlässig die Ergebnisse des Modells in der Praxis sind.
via golem: KI hat gerade eine Schusswaffe entworfen
siehe auch: KI-generierte 3D-Druck-Waffe abgefeuert: Ein neuer Höhepunkt im Streit um „Ghost Guns“ Die moralische oder juristische Verantwortung für die Entwürfe weist der Waffenrechtsaktivist Cody Wilson von sich. Der Waffenrechtsaktivist, Libertarier und Pionier für 3D-gedruckte Schusswaffen, Cody Wilson, hat laut einer Reportage des Technikmagazins The Verge die weltweit erste von einer Künstlichen Intelligenz entworfene Waffe präsentiert. Die „WASP“ getaufte, einschüssige .22-Kaliber-Pistole konnte bei einem Test in Texas erfolgreich abgefeuert werden – wenn auch erst nach anfänglichen Ladehemmungen. Eine gefährliche Entwicklung, auch in Sachen Verbreitung nicht registrierter Schusswaffen. Die Waffe aus dem Chatbot Hinter der Konstruktion steckt „GatGPT“, ein von Wilsons Organisation Defense Distributed maßgeschneidertes KI-Modell. Anstatt Texte oder Bilder zu generieren, ist GatGPT auf die Beantwortung von Fragen zu Schusswaffen spezialisiert. Trainiert wurde das Modell mit DEFCAD, der weltgrößten Onlinedatenbank für digitale Waffenbaupläne. Laut The Verge entstand die WASP aus einem Dialog zwischen einem Mitarbeiter und der KI (Vibe Coding). Der Mensch forderte ein funktionsfähiges, einzigartiges Design basierend auf einer bestehenden 3D-Druck-Waffe. Das Resultat ist eine Waffe mit bizarren, fast surrealen Zügen: Ein unfertiger Abzugsbügel lässt den Abzug ungeschützt, und der ergonomisch fragwürdige Griff wirkt verkehrt herum montiert. Historiker und Waffenexperten bezeichneten das Design gegenüber der Nachrichten-Website als technisch minderwertig und verglichen es mit einer „Science-Fiction-Strahlenkanone“. Dennoch ist die Waffe funktionsfähig und kommt ohne Seriennummer aus. Gefahr für neue Sicherheitsgesetze Für Waffengegner wie die Organisation Everytown for Gun Safety ist das Projekt ein Alarmsignal. Sie warnen, dass durch KI die Hemmschwelle zur Waffenherstellung drastisch sinkt: Laien könnten künftig mit wenigen Texteingaben voll funktionsfähige „Ghost Guns“ zu Hause ausdrucken.
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