Der AfD-nahe Blogger Noah Krieger inszeniert sich in den sozialen Medien als kultivierter Geschäftsmann. Eine Straftat in Hannover, deren Haftstrafe er bislang nicht verbüßte, zeigt jetzt seine gewaltbereite Seite. Der Anlass: ein Streit um illegal erworbene Welpen. In den sozialen Medien gibt er sich gerne kultiviert: Der reichweitenstarke Influencer Noah Krieger zeigte sich in Hannover gerne an der Seite von AfD-Politikergrößen, lud in seiner gemieteten und später unter mysteriösen Umständen in Brand geratenen Villa in Hannovers Nordstadt sogar zu einem Klavierabend ein. Mittlerweile hat ihn die AfD aus der Partei geworfen. Aber auch in Russland, wo er sich zurzeit offenbar größtenteils aufhält, versucht Krieger, dieses Image weiter zu pflegen. So trat er Instagram-Posts zufolge in diesem Jahr beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf, Russlands wichtigstem, jährlichen Wirtschaftstreffen. In Deutschland dagegen hat Noah Krieger noch eine Haftstrafe über zwei Jahre und vier Monate zu verbüßen. Verurteilt wurde er wegen Geiselnahme, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung. Die Hintergründe der Tat zeigen eine ganz andere, gewaltbereite Seite des heute 36-jährigen Tschetschenen. Es geht um eine Eskalation in Hannover-Linden, an der zehn bis zwölf Männer beteiligt waren. Der Auslöser: illegaler Welpenhandel, eine Auseinandersetzung rund um das Verschwinden mehrerer Pitbullterrier. Mittendrin Noah Krieger. Das geht aus einer anonymisierten Fassung eines Urteils des Landgerichts Hannover hervor. Sie liegt dieser Redaktion vor. (…) Als der spätere Haupttäter dies erfährt, will er – offenbar außer sich vor Wut, weil er das Geld aus dem Verkauf dringend braucht – seinen Hundesitter in seine Gewalt bringen und eine Art „Schadensersatz“ zwischen 3000 und 5000 Euro einfordern. Er verabredet mit einer Gruppe von zehn bis zwölf weiteren Männern einen Treffpunkt in einer Einzimmerwohnung in Linden. Nur drei der Männer werden später identifiziert und vor Gericht gestellt, darunter Noah Krieger. Das Gericht geht dem Urteil zufolge davon aus, dass Krieger für die Mitwirkung an dem brutalen Geschehen Geld versprochen wird.

via haz: Verurteilt wegen Geiselnahme und Körperverletzung: So gefährlich ist der AfD-nahe Blogger Noah Krieger


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