Nach seinem Interview bei ZDF frontal wird Kai-Uwe Uebner aus der AfD-Kreistagsfraktion im Harz ausgeschlossen. Zuvor warnte er vor rechtsextremistischen Tendenzen seiner Kollegen. AfD-Mitglied Kai-Uwe Uebner aus Sachsen-Anhalt warnte vor Extremismus in den eigenen Reihen und wird nun aus der Kreistagsfraktion ausgeschlossen: “Man stellt sich schützend vor diesen Nazi! Dafür werde nun ich als der Nestbeschmutzer hingestellt”, sagt das langjährige Parteimitglied gegenüber ZDF frontal nach seinem Ausschluss aus der AfD-Kreistagsfraktion im Harz. Der Kommunalpolitiker hatte Anfang Juni bei ZDF frontal vor Extremismus in den eigenen Reihen gewarnt. Im Mittelpunkt seiner Vorwürfe steht ein AfD-Fraktionsmitglied im Stadtrat Wernigerode. Nach Uebners Darstellung soll der AfD-Mann an einer großen Neonazi-Veranstaltung in Ungarn teilgenommen haben und unter dem Spitznamen des SA-Sturmführers Horst Wessel bekannt sein. Nach eigenen Angaben hatte Uebner zuvor seine Kritik an der Personalie monatelang parteiintern vorgetragen, aber weder beim Kreis- noch beim Landesvorstand Gehör gefunden. Den AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Ulrich Siegmund, machte Uebner in einem gemeinsamen WhatsApp-Chat auf den Fall aufmerksam. ZDF frontal konnte die Nachrichten einsehen. Auf Nachfrage des ZDF erklärte Siegmund: “Ich kenne die Hintergründe nicht, das ist aktuell auch nicht innerparteilich meine Aufgabe.” Der Extremismusverdacht sei laut einem internen Protokoll bereits im September 2025 bei einem Treffen der Kreisspitzen mit dem Landesvorstand Sachsen-Anhalt besprochen worden – jedoch ohne Konsequenzen.

via zdf: Fraktion im Harz in Sachsen-Anhalt : Extremismus-Warnungen: AfD-Kreistag wirft Kritiker raus


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