Gewaltbereite Neonazis demonstrierten vor einer Woche gegen einen CSD – mit reger Unterstützung aus der AfD. Die Zusammenarbeit der Rechten löst nun Entsetzen aus. Die Grenze zwischen AfD und Neonazis verschwimmt immer mehr Am vergangenen Freitag hatten Rechtsextreme in der brandenburgischen Kleinstadt Müncheberg gegen den CSD protestiert (queer.de berichtete). Die Veranstaltung war von “Deutsche Patrioten voran” angemeldet worden – einer Gruppe, die vom Verfassungsschutz Brandenburg zu den gewaltorientierten Neonazis gerechnet wird. Wie die “Märkische Oderzeitung” (PDF) berichtet, hatten bei der Neonazi-Demo auch mehrere AfD-Politiker teilgenommen. Dazu zählten demnach der Müncheberger AfD-Chef Andreas Rischkau, der im Kreistag und der Stadtverordnetenversammlung sitzende Thomas Rothe sowie ein weiterer AfD-Kommunalpolitiker. – Werbung – CSD: Kommunale AfD grenzt sich nicht von gewalttätigen Rechtsextremen ab “Ein solches gemeinsames Auftreten von AfD-Funktionären und gewaltbereiten Rechtsextremisten sendet ein politisches Signal, das wir aufs Schärfste kritisieren”, erklärte das Bündnis, das den CSD organisiert hat. “Es zeigte sich deutlich, dass sich kommunale Mandatsträger nicht von rechtsextremen Milieus abgrenzen. Dass die Polizei von einigen der Gegendemonstranten angegriffen wurde, verdeutlicht auch die Gewaltbereitschaft dieser Gruppierungen.” Bei der Veranstaltung hatten sich drei Personen der Aufnahme ihrer Personalien widersetzt und wurden wegen Widerstands gegen Polizeibeamt*innen vorläufig festgenommen. Dazu zählte auch Mandy G., die die Demonstration angemeldet hatte. Hintergrund war, dass die Polizei bei einigen Slogans den Anfangsverdacht auf Volksverhetzung gesehen habe. Die Neonazis hatten unter anderem skandiert: “Ohne Polizeischutz wärt ihr nicht hier.”
via queer: Brandenburg Entsetzen nach AfD-Teilnahme an Neonazi-Demo gegen CSD
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