Im FPÖ-Nationalratsklub basteln gewaltbereite Energetiker, Corona-Schwurbler und Schweinefleisch-Ultras mit Rechtsextremen, Okkultismus und KI an Kickls Dritter Republik. Herbert Kickl will die Republik umbauen. Das lässt der FPÖ-Chef mittlerweile selbst in Liedern besingen: „Vereint, neutral für Rot-Weiß-Rot, für die dritte Republik“, trällert die John Otti Band und schaffte es damit sogar in die Ö3-Austria-Top-40-Charts. Die ersten Schritte zum Umbau des demokratischen Systems sind den Freiheitlichen bereits gelungen: Die FPÖ stellt den Nationalratspräsidenten, führt wichtige Ausschüsse und kann im Alleingang parlamentarische Untersuchungen einsetzen. Mehr als jeder Vierte der 183 Nationalratsabgeordneten ist blau. Doch die 57 blauen Sitze in der ersten Kammer der österreichischen Gesetzgebung müssen erst einmal gefüllt werden. Die FPÖ musste daher auch Personal nicht gerade höchster Güte ins Parlament schicken: Corona-Schwurbler stören den Gesundheitsausschuss, ruppige Rechte drohen anderen Abgeordneten Schläge an, und völkische Ideologen führen den Kulturausschuss. Eine FPÖ-Abgeordnete begibt sich auf die Spuren der Bundeslade und spricht in Visionen mit toten Tempelrittern. Eine ehemalige ORF-Moderatorin spielt die Klimakrise herunter, weil Luft nur zu 0,04 Prozent aus CO2 besteht. Und ein Energetiker gibt der Regierung Schuld an „Massenvergewaltigungen“. (…) profil beleuchtet acht Freiheitliche, die Kickls „Volkskanzlerschaft“ und dessen Dritte Republik im Nationalrat stützen sollen. Inhaltsverzeichnis Ricarda Berger: Für Babys mit drei Beinen Christoph Steiner: Energetischer Rüpel Elisabeth Heiß: Auf den Spuren der Templer Wendelin Mölzer: Der treue Sohn Katayun Pracher-Hilander: Chefrednerin im „Gaudimax“ Sebastian Schwaighofer: Jugend gegen Links Markus Leinfellner: Zur Angelobung ausgeliefert Marie Christine Giuliani-Sterrer: Die Corona-Senderin

via profil: FPÖ-Klub: Rechtsextreme Mitarbeiter, tote Templer und Schweinefleisch-Ultras