Die AfD-Politikerin Lena Kotré hat am Donnerstag den Rechtsextremisten Martin Sellner getroffen. Für Kotré könnte das Treffen nach ZDFheute-Informationen Konsequenzen haben. Donnerstagabend im brandenburgischen Vetschau. Die brandenburgische Landtagsabgeordnete Lena Kotré (AfD) diskutiert mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner das Thema “Remigration”. Dieses Treffen könnte für Kotré nun Folgen haben. Nach ZDF-Informationen war es bereits einige Tage zuvor Thema in einer Bundesvorstandssitzung der AfD, und es wurden Überlegungen angestellt, wie damit umzugehen sei. Jeder Kontakt zu Sellner sei “Gift” für das Ansehen der Partei, so ein Teilnehmer. Es werde in den nächsten Monaten Konsequenzen für Kotré geben. Ob bei der nächsten Wahl des brandenburgischen Fraktionsvorstandes, dem Kotré angehört, wisse man derzeit aber noch nicht. (…) Der AfD-Parteivorstand hatte bereits vor zwei Wochen interveniert, als die Einladung Sellners bekannt wurde. Kotré machte einen Rückzieher. Zumindest formell. Stattdessen wurde nun einfach Sellner Gastgeber der Veranstaltung in Vetschau. Zu der er unter anderem Kotré einlud – die dankend annahm. Zwar verwies Kotré bei dem Treffen, wie angewiesen, auf das Konzept ihrer Partei. Gleichzeitig aber stimmte sie Sellner in wesentlichen Punkten seiner Definition von Remigration zu. Distanzierung sieht anders aus.
via zdf: AfD-Politikerin trifft Rechtsextremisten : Treffen mit Sellner soll Konsequenzen haben für Kotré