Die AfD Sachen-Anhalt hat einen Antrag (PDF) in den Landtag eingebracht, der Lehrkräfte dazu verpflichten soll, “politische Neutralität im Unterricht” zu wahren. Ihnen sollte außerdem verboten werden, wertend über “politischen Parteien, Gruppen oder Strömungen” zu sprechen. Der Landtag soll am Freitag über den Antrag debattieren. Was das Papier bedeutet, erläuterte AfD-Vizeparteichef Hans-Thomas Tillschneider im “Spiegel”. Er stellte klar, dass sich der Antrag generell gegen queere Menschen richte: “Die penetrante Vielfaltspropaganda” an Schulen betreibe “die Zerstörung der heterosexuellen Normalität”, beklagte der Rechtsextremist. Diese Normalität sei aber “für den Fortbestand und das Gedeihen unserer Gesellschaft unerlässlich”. Außerdem richte sich Antirassismus laut Tillschneider gegen “die patriotische Opposition” – also seine Partei. Der Antrag sieht auch vor, Schulnamen mit “weltanschaulicher Tendenz” zu verbieten. Als Beispiel nannte Tillschneider die Sekundarschule “Quer-Bunt” in Querfurt. Diesen Namen bezeichnete der Rechtsextremist als nicht neutral.
via queer: Sachsen-Anhalt AfD will “Vielfaltspropaganda” an Schulen durch “heterosexuelle Normalität” ersetzen