Schon früher hatte die inhaftierte NSU-Terroristin Beate Zschäpe diesen Wunsch geäußert: Nun wird die 50-Jährige in ein Aussteigerprogramm für Rechtsextremisten aufgenommen. Familien von Opfern der NSU-Terrorgruppe halten Zschäpes Plan für unglaubwürdig. Die Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist in ein Aussteigerprogramm für Neonazis aufgenommen worden. Wie ihr Anwalt dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, ist dies auf eigenen Wunsch der 50-Jährigen geschehen. Zuvor hatte die Wochenzeitung “Die Zeit” darüber berichtet. Um welches konkrete Programm es sich handelt, wollte Zschäpes Anwalt wegen seiner Schweigepflicht nicht sagen. Zschäpe sitzt in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz ein. Zschäpe hatte schon zuvor versucht, in das Aussteigerprogramm zu kommen. Seda Basay-Yildiz, die Nebenklage-Anwältin der Familie des Nürnberger NSU-Opfers Enver Simsek, vermutet darin einen rein taktischen Schritt. Dem BR sagte die Anwältin, Zschäpe habe in der Haft Kontakte zu Personen der rechten Szene gepflegt. Außerdem habe sie während des fünf Jahre dauernden Gerichtsprozesses keinerlei Reue gezeigt. “Warum sollte dies ausgerechnet jetzt anders sein?”, so Basay-Yildiz.
via mdr: NSU-TERROR Rechtsterroristin Zschäpe in Aussteigerprogramm aufgenommen