Das Land Brandenburg unterstützt die AfD-nahe Erasmus-Stiftung – anders als etwa der Bund. Geld gab’s für Vorträge und eine Studie zum Klimawandel. Von Benjamin Lassiwe Heute, 17:23 Uhr Das Land Brandenburg hat in den letzten Jahren Vorträge und Diskussionsveranstaltungen der der AfD nahestehenden „Erasmus-Stiftung Brandenburg e.V.“ mit fast 100.000 Euro gefördert. Das geht aus der Antwort des Potsdamer Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des BSW-Abgeordneten Sven Hornauf hervor, die am Montag vom Landtag veröffentlicht wurde. Dazu gehörten Rhetorikseminare, aber auch und vor allem Veranstaltungen mit AfD-Bundestags- oder Landtagsabgeordneten: So führte der für Ostprignitz-Ruppin im Deutschen Bundestag sitzende Abgeordnete Götz Frömming, der am 6. Dezember 2023 als Kandidat für die Landratswahl im Havelland nominiert werden sollte, am 30.11.2023 eine „Vorstellung der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe“ genannte Veranstaltung im havelländischen Schönwalde-Glien durch. Sie wurde mit rund 2.000 Euro vom Land gefördert. In Perleberg und Neuruppin bot Frömming im September und Oktober Veranstaltungen mit dem Titel „Welche Neuerungen und Auswirkungen hat die Novelle des Landesschulgesetzes vom 01.02.2024 auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler?“ an. An den Kosten beider Veranstaltungen beteiligte sich das Land mit insgesamt mehr als 8.000 Euro. Größter Einzelposten ist indes eine 2023 von der Stiftung in Auftrag gegebene „Studie zur Klimaentwicklung im Land Brandenburg unter Berücksichtigung der solaren Einstrahlung, des Niederschlags, der Bodenfeuchte und der CO₂-Emission. Dabei soll auch die Situation in Grünheide/TESLA betrachtet werden.“ Sie wurde vom emeritierten Physikprofessor Horst-Joachim Lüdecke, der Psychologin Gisela Müller-Plath und dem Biologen Axel Robert Göhring durchgeführt. Alle drei gelten als Kritiker der Theorie eines menschengemachten Klimawandels. Ihre Untersuchung wurde mit fast 30.000 Euro Landesmitteln unterstützt.

via tagesspiegel: Fast 100.000 Euro für AfD-nahe Stiftung: Land zahlte unter anderem für Studie von Zweifeln des Klimawandels