Der “Störtrupp Süd” würde gerne den CSD in Pforzheim stören. Das führt zu einer Solidarisierungswelle mit dem CSD. Die Stadt Pforzheim prüft laut einem Bericht der “Badischen Neuen Nachrichten”, wie sie mit einer rechtsextremen Gegendemo gegen den für den 14. Juni angesetzten CSD umgehen soll. Demnach würden Auflagen oder gar ein Verbot in Erwägung gezogen. Allerdings bestehen für ein Demonstrationsverbot hohe rechtliche Hürden. Der “Störtrupp Süd” hatte letzte Woche in sozialen Medien angekündigt, parallel zum CSD “für traditionelle Werte und gegen die Frühsexualisierung unserer Kinder” demonstrieren zu wollen. Es müsse Schluss damit sein, dass “unsere Kinder [auf dem CSD] ideologisch beeinflusst werden”. Stattdessen setze man sich ein “für die traditionelle, fortpflanzungsfähige Familie – als Fundament für den Erhalt unseres Volkes und unserer Nation Deutschland”. Derzeit gibt es in Deutschland vermehrt rechtsextreme Übergriffe. Laut einer Analyse des Autor*­innenkollektivs Feministische Intervention (AK Fe.In) würden nur noch 60 Prozent der CSDs störungsfrei ablaufen (queer.de berichtete). Die Bandbreite an Störungen, Anfeindungen und Angriffen seien dabei recht weit gefächert: von körperlichen Angriffen gegen Einzelpersonen bis zu neonazistischen Mobs, die durch die Straßen ziehen, um CSD-Teilnehmende einzuschüchtern und zu bedrohen.

via queer: “Störtrupp” im Anmarsch Pforzheim prüft Verbot von rechtsextremer Gegendemo zum CSD