Im Krefelder Stadtteil Hüls soll sich eine rechte Truppe breitmachen. Es herrscht Unruhe. Widerstand formiert sich. (…) In Hüls sollen sich Mitglieder der „Volksgemeinschaft Niederrhein“ niedergelassen haben, einer vom Verfassungsschutz beobachteten Neonazitruppe. Ein brauner Schatten hat sich über die Idylle gelegt. Die „Volksgemeinschaft Niederrhein“, kurz VGN, ist eine Gruppierung, die 2017 von einem Neonazi im Dorf Hoerstgen bei Kamp-Lintfort gegründet wurde. Kevin G. gilt als ein Außenseiter in der nordrhein-westfälischen Nazi-Szene, andere braune Kameraden werfen ihm vor, sich vor Jahren dem Verfassungsschutz als Spitzel angedient zu haben. Von Hoerstgen aus baute sich G. gleichwohl eine Gefolgschaft auf. Zum Ärgernis der Nachbarschaft, die in den Jahren darauf immer wieder über Belästigungen und Bedrohungen klagte, die von dem Grundstück des Neonazis ausgingen. Von einem „Klima der Angst“ war die Rede. Aus seiner Gesinnung machte G. nie einen Hehl. Der Zaun um sein Grundstück war in in rechten Kreisen beliebten Farbkombination schwarz-weiß-rot gestrichen. Auf dem Nummernschild eines Lieferwagens des Umzugsunternehmens, für das seine damalige Frau verantwortlichzeichnete, prangte die Buchstabenfolge HH (für „Heil Hitler“) und die Zahlenfolge 1488 (Nazicode für die „14 Wörter“ eines von einem US-Rassisten formulierten Glaubenssatzes, in dem das Überleben der arischen Rasse gefordert wird, sowie für die Buchstaben HH, also erneut „Heil Hitler“).

via nrz: Nazis in Hüls – ein brauner Schatten über der Idylle

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