Der 32 Jahre alte Mann, der am vergangenen Donnerstag im mittelhessischen Wetzlar eine 17-Jährige erschossen und sich danach selbst getötet hat, hat eine Vergangenheit in der militanten hessischen Neonaziszene. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wetzlar bestätigte am Dienstag Recherchen der Frankfurter Rundschau, denen zufolge es sich bei dem Täter um Francesco M. aus Wetzlar handelt. Im März 2010 hatte M. im Alter von 17 Jahren mit drei Neonazikameraden von der rechtsextremen Gruppe „Anti-Antifa Wetzlar“ einen nächtlichen Brandanschlag auf das Haus des antifaschistisch engagierten Wetzlarer Pastoralreferenten Joachim Schäfer verübt. Zum Zeitpunkt der Tat hatten Schäfers Frau und die drei gemeinsamen Kinder in dem Haus geschlafen. Weil Nachbarn die Flammen bemerkt hatten, war durch den von den Neonazis geschleuderten Molotowcocktail lediglich Sachschaden an dem Gebäude entstanden. Im Februar 2011 war Francesco M. vor dem Landgericht Limburg wegen vierfachen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung zu fünf Jahren und neun Monaten Jugendhaft verurteilt worden (…) Am vergangenen Donnerstag hatte M. morgens kurz vor 7 Uhr auf einem Feldweg im dörflich gelegenen Wetzlarer Stadtteil Blasbach der 17-Jährigen aufgelauert und unmittelbar auf sie geschossen. Die Jugendliche war noch schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie dann gestorben ist. Eine illegal beschaffte Tatwaffe Unmittelbar nach der Tat hatte M. die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Er war ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, ist der Täter am Montag seinen Verletzungen erlegen. Wie es weiter hieß, seien der Täter und sein Opfer den Ermittlungen zufolge über einen kurzen Zeitraum in einer Liebesbeziehung gewesen, die die 17-Jährige allerdings vor einigen Monaten beendet habe

via fr: 17-Jährige erschossen: Täter von Wetzlar stammt aus der militanten Neonazi-Szene

siehe auch: Erschossene 17-Jährige in Wetzlar: Täter wollte Trennung nicht akzeptieren. Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Wetzlar gehen die Ermittlungen weiter. Ein Experte warnt vor der Gefahr durch frühere Neonazis. (…) Roth bestätigte auch, dass der 32-Jährige, der der Jugendlichen am Donnerstag vergangener Woche morgens auf einem Feldweg im Wetzlarer Stadtteil Blasbach aufgelauert und unmittelbar auf sie geschossen hatte, offenbar nicht verkraften konnte, dass sie sich vor einigen Monaten nach einer kurzen Liebesbeziehung von ihm getrennt hatte. „Die Beziehung wurde nicht einvernehmlich beendet“, formulierte Roth. Das habe der Täter nicht akzeptieren wollen. Ein Täter mit gewalttätiger Neonazi-Vergangenheit Nach der Tat hatte der 32-Jährige die Schusswaffe, die er illegal besaß, gegen sich selbst gerichtet. Die 17-Jährige war mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden, wo sie starb. Der Täter war notoperiert worden, am vergangenen Montag aber ebenfalls seinen Verletzungen erlegen (…) Sascha Schmidt, Rechtsextremismus-Experte des DGB Hessen-Thüringen, sagte der FR, der Fall zeige, dass Neonazis selbst bei einem Rückzug aus der rechten Szene „nicht zwingend ihre Ideologie ablegen“. Obwohl Francesco M. zuletzt nicht mehr aufgefallen sei, habe er sich offenbar eine „toxisch-patriarchale Vorstellung von Männlichkeit“ bewahrt, die in neonazistischen Kreisen weit verbreitet sei, sagte Schmidt. Zudem habe er offensichtlich weiter eine hohe Gewaltbereitschaft; 17-Jährige in Wetzlar erschossen Vorbestrafter Neonazi wollte Trennung nicht akzeptieren – Opfer hatte Anzeige erstattet Der Mann, der in Wetzlar-Blasbach eine Jugendliche und sich selbst erschossen hat, verübte vor Jahren einen rechtsextremistisch motivierten Brandanschlag. Der 32-Jährige saß mehrere Jahre in Jugendhaft. Das Todesopfer erstattete kurz vor der Tat Anzeige gegen ihn.gehabt. (…) Nach Angaben der Staatsanwaltschaft führten die beiden vor mehreren Monaten eine kurze, heimliche Liebesbeziehung, die dann von der 17-Jährigen beendet wurde. Laut Staatsanwaltschaft sei die Trennung nicht einvernehmlich gewesen, der Mann habe das offenbar nicht akzeptieren wollen. Am 17. März habe die Jugendliche dann schließlich Anzeige wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung erstattet. Dabei sei sie auch über die Möglichkeit eines Gewaltschutzantrags beim Amtsgericht informiert worden. Bei Francesco M. habe die Polizei zudem eine Gefährderansprache durchgeführt.    Nach Informationen der Bild soll der Mann das Mädchen vor der Tat monatelang belästigt und gestalkt haben. Nun kam es zum mutmaßlichen Femizid

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