Der Täter von Mannheim stand wohl Reichsbürgern nahe und besaß Waffen. Innenminister Strobl bestreitet, dass die Polizei in dem Fall auf dem rechten Auge blind sei. Im Zusammenhang mit der Amokfahrt von Mannheim prüft die Polizei ein mögliches extremistisches Motiv des Täters. Hinweise auf mögliche Kontakte des Täters ins rechtsextreme Milieu seien den Behörden bekannt und stünden im Fokus der Ermittlungen, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags. (…) Laut Strobl besaß der Verdächtige mehrere Waffen. Neben der bereits bekannten Schreckschusspistole habe man bei dem Mann auch ein Luftgewehr sichergestellt. (…) Die Polizei hatte zwei Tage nach der Tat mitgeteilt, sie gehe derzeit nicht von einem politischen Motiv für die Amokfahrt aus. Zugleich bestätigten die Ermittler bereits zu diesem Zeitpunkt mutmaßliche Kontakte des Verdächtigen ins rechtsextreme Milieu. Zuvor hatte die Rechercheplattform Exif einen Bericht veröffentlicht, wonach der Mann bis mindestens 2018 einer neonazistischen Splittergruppe angehört hatte (…) Man habe in sozialen Medien festgestellt, dass der Verdächtige an großen Versammlungen sogenannter Reichsbürger teilgenommen habe, sagte der Präsident des Landeskriminalamts, Andreas Stenger. Auch habe man in sozialen Netzwerken Bilder gefunden, die den Verdächtigen am Schießstand mit Waffen zeigen.
via zeit: Amokfahrt: Ermittler schließen politisches Motiv für Tat von Mannheim nicht aus
siehe auch: Innenminister nimmt Ermittler gegen Vorwürfe in Schutz Mannheimer Amokfahrt im Innenausschuss: Ermittlungen in alle Richtungen. Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich im Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags erneut zur Amokfahrt in Mannheim geäußert. Auch zweieinhalb Wochen nach der Amokfahrt in Mannheim gibt es keine Hinweise auf ein politisches oder extremistisches Motiv des Täters, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags. Die Ermittler schlössen dies aber nach wie vor nicht aus (…) Nach aktuellem Ermittlungsstand gehe man aber weiterhin davon aus, dass die psychische Erkrankung des Mannes zu der Tat führte. Man habe nach aktuellem Kenntnisstand keine Anhaltspunkte dafür, dass ein politisches oder extremistisches Motiv zu der Tat führte, sagte Strobl im Innenausschuss. Der Täter habe seit vielen Jahren an einer psychischen Erkrankung gelitten und habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, so Strobl weiter; Amokfahrt in Mannheim Tatverdächtiger hatte Medikamente „nicht vollständig eingenommen“. Bei der Amokfahrt in Mannheim am Rosenmontag starben zwei Menschen. Der mutmaßliche Täter raste durch die Fußgängerzone und fuhr gezielt Passanten an. Foto: dpa/Dieter Leder Der mutmaßliche Amokfahrer von Mannheim hat sich bei der Tat offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befunden. Zur Tatzeit habe er auf verschriebene Medikamente verzichtet, teilt der zuständige Staatsanwalt mit. (…) „Wir wissen, dass er Medikamente verschrieben bekommen hat, die er aber zur Tatzeit nicht vollständig eingenommen hat“, berichtete der leitende Oberstaatsanwalt Romeo Schüssler am Mittwoch. Eine genaue Diagnose nannte Schüssler mit Verweis auf die Rechte des Tatverdächtigen nicht.