Seit einer Woche brodelt ein Konflikt um ein Podium mit Beatrix von Storch am Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium. Am Tag der Veranstaltung gibt es lautstarke Proteste. Eine schwarze Limousine steht einsam auf dem Schulhof des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums in Karlshorst. Der Eingang wird bewacht von Polizisten. Es ist das Fahrzeug, mit dem ein Politiker zu dem Termin gekommen ist, der seit einer Woche für hitzige Diskussionen sorgt. Denn an diesem Dienstag diskutieren hier die Direktkandidaten aller großen Parteien. Ines Schwerdtner von der Linken ist dabei, Lilia Usik von der CDU. Und auch Beatrix von Storch von der AfD wird vor den Schülern der elften und zwölften Klasse sprechen. Im Vorfeld beschwerten sich Eltern und Schüler. Andere sagten, dass ein demokratischer Diskurs auch eine AfD-Politikerin aushalten muss. Zwei Demonstrationen wurden angemeldet, und es stellt sich die Frage: Muss eine Schule die AfD einladen oder sollte sie deren Positionen lieber ignorieren? Schüler, Eltern und Omas gegen rechts haben sich versammelt Die mehr als hundert Demonstrierenden, die vor der Schule stehen, sind sich einig. „Storch verpiss dich, niemand vermisst dich“, rufen sie. Viele Schüler des Coppi-Gymnasiums sind da, aber auch die Omas gegen rechts und die Aktivisten vom Zentrum für Politische Schönheit. Sie haben ihren Protestbus, der vor kurzem von der Polizei beschlagnahmt wurde, auf das Gelände gefahren und statten die Schüler mit AfD-Verbot-Stickern aus. Sogar einen winzigen Schwarzen Block gibt es, bestehend aus fünf, sechs Leuten. Alles ziemlich harmlos. (…) Nach der Veranstaltung sagte Beatrix von Storch der Berliner Zeitung, dass etwa 20 Schüler während der Vorstellungsrunde der Direktkandidaten den Raum verlassen haben.
via berliner zeitung: „Storch verpi… dich, niemand vermisst dich!“: Schüler in Lichtenberg demonstrieren gegen AfD-Politikerin